Reisen Nepal

18 Tage zu Fuß ab Kathmandu über Helambu und den heiligen See ins Gletschertal

Langtang-Tal-Trek über Gosainkunda

Seit die Straße nach Syabrubesi nach der Flut 2026 gesperrt ist, führt der Langtang-Tal-Trek in 18 Tagen ab Sundarijal bei Kathmandu über Helambu, den Laurebina La (4.610 m) und den heiligen See Gosainkunda nach Thulo Syabru und weiter bis Kyanjin Gompa und auf den Kyanjin Ri (4.773 m).

Dauer
18 Tage
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Max. Höhe
4.773 m
Gruppengröße
2–12 Personen
Startpunkt
Kathmandu (Fahrt nach Sundarijal)
Preis ab
1.790 €

Der Langtang-Tal-Trek über Gosainkunda bringt dich in 18 Tagen zu Fuß von Kathmandu bis unter die Gletscher des Langtang Lirung, ganz ohne Inlandsflug. Seit der Flut Ende August 2026 ist die Straße nach Syabrubesi gesperrt, und deshalb gehst du den Weg, den auch der Trekkingverband TAAN als Zugang nennt. Eine Stunde Fahrt bis Sundarijal am Stadtrand. Von dort wanderst du durch die Hügel von Helambu, über den Laurebina La auf 4.610 Metern zum heiligen See Gosainkunda und hinunter nach Thulo Syabru, wo du ins Langtang-Tal abbiegst. Ziel ist Kyanjin Gompa auf 3.870 Metern mit seinem kleinen Kloster und der alten Käserei, und am Ruhetag steigst du auf den Kyanjin Ri auf 4.773 Metern. Zurück geht es auf demselben Weg.

Langtang hat eine besondere Geschichte. Beim Erdbeben im April 2015 begrub eine riesige Lawine das Dorf Langtang fast vollständig, und Hunderte Menschen starben. Die Überlebenden haben ihr Dorf und ihre Lodges neu aufgebaut, ein Stück weiter vom Hang entfernt. Wer heute hier wandert, bringt Einkommen in ein Tal, dem nach der Flut 2026 viele Gäste fehlen.

Langtang nach der Flut im August 2026

Ende August 2026 riss eine Flutwelle durch das Tal der Bhote Koshi im Distrikt Rasuwa und beschädigte die Straße von Trishuli über Dhunche nach Syabrubesi schwer. Sie wird voraussichtlich noch Monate gesperrt bleiben. Der Trekkingweg im Langtang-Tal ist nicht betroffen und offen, und die Lodges von Lama Hotel bis Kyanjin Gompa haben geöffnet. Nur die Anfahrt fehlt. Deshalb führen wir den Trek über Sundarijal und Gosainkunda, bis die Straße wieder befahrbar ist, und bieten dann zusätzlich wieder die kurze Variante ab Syabrubesi an. Stand Oktober 2026.

Für wen sich der Trek eignet

Für Trekker mit Zeit und Kondition. Die Route verbindet drei sehr verschiedene Landschaften, die Dörfer der Tamang und Hyolmo in Helambu, die Seen und Felsen um Gosainkunda und das breite Gletschertal von Langtang. Wer den Everest oder die Annapurna schon kennt und etwas Ruhigeres sucht, ist hier richtig. Dasselbe gilt für alle, die nicht fliegen wollen.

Einsteiger sind hier falsch. Du gehst 18 Tage am Stück, zweimal über einen Pass auf 4.610 Metern, und manche Lodges sind sehr einfach. Für den ersten Trek empfehlen wir den Poon-Hill-Trek oder den Mardi-Himal-Trek.

Route und Charakter

Von Sundarijal steigst du über Steinstufen in den Shivapuri-Nationalpark und gehst über Chisapani, Kutumsang und Tharepati durch Wald und Terrassenfelder nach Norden. Hinter Tharepati wird es wilder. Ein schmaler Hangweg führt über Ghopte nach Phedi, und am fünften Tag überquerst du den Laurebina La, bevor der Gosainkunda vor dir liegt, ein See, an dem Hindus und Buddhisten seit Jahrhunderten beten. Von dort geht es über 2.100 Höhenmeter hinunter nach Thulo Syabru.

Bei Pairo triffst du auf den Hauptweg im Langtang-Tal. Am Fluss entlang gehst du durch Wald, in dem Languren in den Bäumen sitzen und mit Glück ein Roter Panda vorbeihuscht, bis Lama Hotel. Hinter Ghodatabela öffnet sich das Tal, Yaks weiden auf den Wiesen, und der Langtang Lirung mit 7.227 Metern steht plötzlich über dir. Im neu aufgebauten Langtang-Dorf siehst du noch die Spuren der Lawine, und einen Tag später erreichst du Kyanjin Gompa. Nach dem Kyanjin Ri gehst du den ganzen Weg zurück, über Gosainkunda und Helambu bis Sundarijal. Willst du dir die sieben Tage Rückweg sparen, fliegst du ab Kyanjin mit dem Helikopter in weniger als einer Stunde nach Kathmandu, gegen Aufpreis.

Schwierigkeit und Anforderungen

Anspruchsvoll. Die meisten Etappen dauern fünf bis sieben Stunden, und fast jeden Tag geht es lange bergauf und bergab. Der Laurebina La ist der härteste Moment. Du startest im Dunkeln, steigst über Geröll und Felsstufen und bist auf 4.610 Metern, und im Frühjahr und Spätherbst kann dort Schnee liegen. Dazu kommt der Kyanjin Ri mit rund 900 Höhenmetern am Ruhetag.

Die Höhe steigt in den ersten fünf Tagen schnell, von rund 1.400 auf 4.380 Meter. Dein Guide misst jeden Abend die Sauerstoffsättigung, und wer in Phedi Probleme hat, wartet einen Tag, bevor es über den Pass geht. Mehr im Ratgeber zu Höhenkrankheit.

Permits und Formalitäten

Du brauchst das Permit für den Langtang-Nationalpark, zu dem auch Gosainkunda gehört, das Eintrittsticket für den Shivapuri-Nagarjun-Nationalpark bei Sundarijal und eine TIMS-Karte, die nur eine registrierte Agentur ausstellt. Im Langtang ist ein lizenzierter Guide Pflicht. Wir besorgen alles vor deiner Ankunft in Kathmandu, und alle Gebühren sind im Preis enthalten. Mehr dazu im Ratgeber Trekking in Nepal ohne Guide?

Beste Reisezeit

März bis Mai und Oktober bis November. Im Frühjahr blühen in Helambu ganze Hänge mit Rhododendren, im Herbst ist die Sicht auf die Gletscher am klarsten. Ab Dezember liegt am Laurebina La oft so viel Schnee, dass der Pass nicht begehbar ist, und im Monsun von Juni bis September sind die Wege nass und voller Blutegel. Mehr im Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Eingelaufene Trekkingschuhe mit gutem Profil, Kleidung in Schichten, eine warme Daunenjacke für die Nächte am Gosainkunda und ein Schlafsack bis etwa minus 10 Grad, weil die Zimmer oben ungeheizt sind. Für den Pass brauchst du Stirnlampe, Handschuhe und Mütze, und bei Schnee helfen Grödel. Stöcke sind auf den langen Abstiegen Pflicht für die Knie. Die ganze Liste steht in unserer Packliste.

Vergleich zu anderen Treks

Ähnlich lang wie der Annapurna-Rundweg, aber viel ruhiger. Gegenüber dem Everest Base Camp Trek sparst du den Flug nach Lukla und kommst nicht ganz so hoch, siehst aber nicht den Everest. Und anders als das Annapurna Base Camp verbindet die Route ein Gletschertal mit einem heiligen See und den Dörfern von Helambu.

Buchung und nächster Schritt

Gruppen haben 2 bis 12 Personen, Start und Ende ist Kathmandu. Schreib uns deinen Wunschtermin. Wir melden uns mit dem aktuellen Stand zur Straße nach Syabrubesi, und wenn sie bis zu deiner Reise wieder offen ist, schlagen wir dir die kürzere Variante vor.

Impressionen

Bildergalerie

Roter Panda in den Wäldern der Langtang-Region

Tag für Tag

Reiseverlauf

Orte auf dieser Tour:Kathmandu

Höhenprofil
4.773 m
Tag 1Tag 18
  1. Tag1

    Kathmandu – Sundarijal – Chisapani

    Kein langer Bus. Nach einer Stunde Fahrt durch den Norden Kathmandus stehst du in Sundarijal, am Eingang des Shivapuri-Nagarjun-Nationalparks, wo die Permits geprüft werden. Dann geht es gleich bergauf, über Steinstufen neben der alten Wasserleitung, die Kathmandu versorgt, und weiter durch Eichen- und Rhododendronwald. Rund viereinhalb Stunden. Über Mulkharka und Borlang Bhanjyang erreichst du Chisapani auf rund 2.200 Metern, ein Dorf auf einem Sattel. An klaren Abenden siehst du von hier die Kette vom Ganesh Himal über den Langtang bis zum Gaurishankar. Unten glitzern die Lichter der Stadt.

    2.200 m4.5 Std. GehzeitTeahouse
  2. Tag2

    Chisapani – Kutumsang

    Ein langer Tag, rund sechseinhalb Stunden mit viel Auf und Ab. Zuerst geht es hinunter nach Pati Bhanjyang, dann über Terrassenfelder, Dörfer der Tamang und Hyolmo und kleine Sättel weiter nach Norden. Mittagspause in Gul Bhanjyang, einem Dorf mit Gebetsfahnen quer über der Gasse. Hühner, Kinder, ein Laden. Danach steigt der Weg über einen Rücken nach Kutumsang auf rund 2.470 Metern. Die Lodges stehen auf einem Sattel mit Blick nach Norden, wo du zum ersten Mal die Berge des Langtang siehst, das Ziel der nächsten Woche. Abends gibt es Dal Bhat am Ofen.

    2.470 m6.5 Std. GehzeitTeahouse
  3. Tag3

    Kutumsang – Tharepati

    Heute gewinnst du über 1.200 Höhenmeter, deshalb gehst du langsam. Rund sechs Stunden führt der Pfad durch dichten Wald aus Rhododendron, Tannen und Eichen nach oben, vorbei an Magingoth und einzelnen Hirtenhütten. Es wird kühler. Die Dörfer bleiben zurück, und ab und zu öffnet sich der Wald für einen Blick auf den Dorje Lakpa und die Jugal-Kette. Tharepati auf rund 3.690 Metern besteht aus ein paar Lodges auf einem Grat, an dem sich die Wege nach Helambu und nach Gosainkunda trennen. Abends misst dein Guide die Sauerstoffsättigung. Trink viel.

    3.690 m6 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Tharepati – Ghopte – Phedi

    Rund fünfeinhalb Stunden auf einem schmalen Pfad, der sich an steilen Hängen entlangzieht, oft über Wurzeln und Steine. Bei Ghopte auf rund 3.430 Metern isst du in einer einfachen Lodge zu Mittag. Danach geht es wieder bergauf nach Phedi auf rund 3.730 Metern, ein paar Hütten am Fuß des Laurebina-Passes. Einfach hier. Es gibt Mehrbettzimmer, warmes Essen und einen Ofen, mehr nicht. Oberhalb von Phedi erinnert ein Gedenkstein an den Absturz eines Passagierflugzeugs im Jahr 1992. Geh früh schlafen, denn der Weg über den Pass beginnt vor Sonnenaufgang.

    3.730 m5.5 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Phedi – Laurebina La – Gosainkunda

    Der Passtag. Mit Stirnlampe steigst du steil über Geröll und Felsstufen hinauf, vorbei an kleinen Seen, bis zum Laurebina La auf 4.610 Metern, dem höchsten Punkt auf dem Weg ins Tal. Gebetsfahnen knattern im Wind. Im Frühjahr und Spätherbst kann hier Schnee liegen, dann geht dein Guide voraus und tritt die Spur. Auf der anderen Seite führt der Weg an einer Kette von Seen entlang hinunter, bis der Gosainkunda auf rund 4.380 Metern vor dir liegt, ein heiliger See für Hindus und Buddhisten. Rund sechs Stunden. Im August pilgern Tausende zum Vollmondfest hierher. Im Oktober ist es still.

    4.610 m6 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Gosainkunda – Sing Gompa – Thulo Syabru

    Nach dem Sonnenaufgang am See geht es lange bergab. Über Lauribina auf rund 3.900 Metern, wo du bei klarem Wetter Manaslu, Annapurna und Ganesh Himal in einer Reihe siehst, steigst du durch Wald nach Sing Gompa auf rund 3.330 Metern mit seinem kleinen Kloster und einer Käserei. Mittagessen. Dann weiter hinunter durch Rhododendron, Kiefern und Bambus bis Thulo Syabru auf rund 2.210 Metern, einem Tamang-Dorf auf einem Grat. Rund sechseinhalb Stunden und über 2.100 Höhenmeter bergab. Die Knie spüren es. Stöcke helfen.

    4.380 m6.5 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Thulo Syabru – Pairo – Lama Hotel

    Rund sechs Stunden. Zuerst geht es lange bergab, durch Terrassenfelder und Wald hinunter zum Langtang Khola bei Pairo, wo du auf den Hauptweg ins Tal triffst. Bei Bamboo auf rund 1.960 Metern machst du Mittagspause am Fluss. Danach steigt der Weg stetig durch Wald aus Eichen, Ahorn und Bambus, über Rimche auf rund 2.400 Metern, während in den Bäumen oft Languren sitzen und dich neugierig beobachten. Mit viel Glück siehst du einen Roten Panda. Am Nachmittag erreichst du Lama Hotel auf rund 2.470 Metern, ein paar Lodges im Wald am Fluss. Feucht und kühl.

    2.470 m6 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Lama Hotel – Langtang

    Rund sechs Stunden bis Langtang auf 3.430 Metern. Zuerst geht es weiter durch Wald nach Ghodatabela, wo der Nationalpark einen Posten hat. Dann öffnet sich das Tal. Die Bäume werden weniger, Yaks grasen auf den Wiesen, und der Langtang Lirung mit 7.227 Metern steht plötzlich über dir. Ein Moment, der bleibt. Das neue Langtang-Dorf liegt ein Stück unterhalb der Stelle, an der die Lawine von 2015 das alte Dorf begrub. Am Weg steht eine Gedenkmauer mit den Namen der Toten. Die Lodges sind neu. Viele Familien erzählen dir gern, wie sie das Dorf nach der Katastrophe Stein für Stein wieder aufgebaut haben und wovon sie heute leben.

    3.430 m6 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Langtang – Kyanjin Gompa

    Ein kurzer Tag, rund drei Stunden, damit du dich an die Höhe gewöhnst. Sanft bergauf geht es durch das breite Tal, an langen Mani-Mauern und Chörten vorbei, während die Gletscher von beiden Seiten immer näher rücken. Dann bist du da. Kyanjin Gompa auf 3.870 Metern besteht aus ein paar Lodges um ein kleines Kloster, ringsum Eis und Fels. Am Nachmittag besuchst du die Käserei, die in den 1950er-Jahren mit Schweizer Hilfe gegründet wurde und bis heute Yakkäse macht. Probier ihn auf Brot. Abends wird es sehr kalt, und der Himmel ist voller Sterne.

    3.870 m3 Std. GehzeitTeahouse
  10. Tag10

    Kyanjin Ri und Ruhetag in Kyanjin Gompa

    Ruhetag mit Aufstieg. Früh am Morgen steigst du mit deinem Guide auf den Kyanjin Ri auf 4.773 Metern, rund 900 Höhenmeter auf einem steilen Pfad, insgesamt fünf Stunden hinauf und zurück. Oben flattern Gebetsfahnen, und der Blick reicht über den Langtang Lirung, den Gangchempo und die Gletscher bis zu den Bergen an der Grenze zu Tibet. Dir bleibt die Luft weg. Wem es zu viel wird, bleibt am unteren Aussichtspunkt auf rund 4.400 Metern. Danach Ruhe.

    4.773 m5 Std. GehzeitTeahouse
  11. Tag11

    Kyanjin Gompa – Lama Hotel

    Rund sechs Stunden hinunter, auf demselben Weg wie beim Aufstieg. Durch das neue Langtang-Dorf und Ghodatabela tauchst du wieder in den Wald ein. Bergab geht es schneller. Die Luft wird dicker. Viele merken jetzt erst, wie anstrengend die Höhe war. Mittags gibt es in einem der Teehäuser am Weg Dal Bhat. Am Nachmittag erreichst du Lama Hotel auf rund 2.470 Metern. Abends am Ofen erzählt dein Guide vom Leben der Tamang im Tal, ihren Festen und wie sie nach dem Erdbeben ihre Häuser wieder aufgebaut haben.

    2.470 m6 Std. GehzeitTeahouse
  12. Tag12

    Lama Hotel – Pairo – Thulo Syabru

    Rund sechs Stunden. Über Rimche geht es bergab nach Bamboo, wo du am Fluss Mittagspause machst. Bei Pairo verlässt du den Hauptweg und steigst steil durch den Wald hinauf nach Thulo Syabru auf rund 2.210 Metern. Die Beine sind müde. Stöcke helfen. Am Nachmittag bist du im Dorf, und wenn das Wetter hält, leuchten abends Ganesh Himal und Langtang Lirung über dem Tal. Wer mag, besucht das kleine Kloster im Dorf. Ab morgen gehst du den Weg zurück, den du gekommen bist, diesmal mit der Höhe schon in den Beinen.

    2.210 m6 Std. GehzeitTeahouse
  13. Tag13

    Thulo Syabru – Sing Gompa

    Ein kürzerer Tag mit viel Höhe. Rund viereinhalb Stunden und gut 1.100 Höhenmeter steigst du durch den Wald, den du vor einer Woche hinuntergegangen bist, bis Sing Gompa auf rund 3.330 Metern. Langsam. Weil du gerade aus Kyanjin kommst, ist dein Körper an die Höhe gewöhnt, und viele finden den Aufstieg leichter als erwartet. Am Nachmittag ist Zeit für das Kloster und die Käserei, wo du Yakkäse kaufen kannst. Abends wird es kühl, und vom Grat siehst du über das Tal der Trishuli bis zum Ganesh Himal.

    3.330 m4.5 Std. GehzeitTeahouse
  14. Tag14

    Sing Gompa – Gosainkunda

    Rund viereinhalb Stunden und gut 1.000 Höhenmeter hinauf. Über Lauribina geht es an Chörten und Gebetsfahnen vorbei aus dem Wald in Wiesen und Fels, mit Blick auf Manaslu und Annapurna. Diesmal kennst du den Weg. Am frühen Nachmittag stehst du wieder am Gosainkunda auf rund 4.380 Metern. Wer noch Kraft hat, geht ein Stück am Ufer entlang zum kleinen Tempel und zu den Felsen, an denen Pilger Glocken und Tücher zurücklassen. Es ist sehr kalt hier oben. Wie beim ersten Mal ist das die höchste Nacht der Tour, also pack die Daunenjacke aus.

    4.380 m4.5 Std. GehzeitTeahouse
  15. Tag15

    Gosainkunda – Laurebina La – Ghopte

    Zum zweiten Mal über den Pass. Früh am Morgen steigst du an der Seenkette entlang zum Laurebina La auf 4.610 Metern, und weil du jetzt akklimatisiert bist, geht es leichter als beim ersten Mal. Ein letzter Blick zurück. Dann geht es steil hinunter nach Phedi und auf dem schmalen Hangweg weiter bis Ghopte auf rund 3.430 Metern, insgesamt rund sechs Stunden. Die Lodge ist einfach, das Essen warm. Abends hörst du nur den Wind im Wald und das Knacken im Ofen.

    4.610 m6 Std. GehzeitTeahouse
  16. Tag16

    Ghopte – Tharepati – Kutumsang

    Der längste Tag, rund sieben Stunden. Zuerst geht es hinauf nach Tharepati auf rund 3.690 Metern, dann lange bergab durch Rhododendron- und Tannenwald, vorbei an Magingoth, wo du zu Mittag isst, bis Kutumsang auf rund 2.470 Metern. Die Luft wird dicker. Nach Tagen zwischen Fels, Seen und Gletschern riecht der Wald plötzlich nach Erde und Holzrauch, und auf den Feldern arbeiten wieder Menschen. Am Abend sitzt du in Kutumsang am Ofen. Noch zwei Tage.

    3.690 m7 Std. GehzeitTeahouse
  17. Tag17

    Kutumsang – Chisapani

    Rund sechseinhalb Stunden mit viel Auf und Ab, auf dem Weg, den du am zweiten Tag gekommen bist. Über Gul Bhanjyang und Pati Bhanjyang gehst du durch die Dörfer der Tamang und Hyolmo zurück nach Chisapani auf rund 2.200 Metern. Mittags Dal Bhat. Die Dörfer wirken jetzt vertraut, und Kinder winken von den Terrassen. Am Abend feiert ihr mit Guide und Trägern ein Abschiedsessen, mit Blick auf die Kette vom Ganesh Himal bis zum Gaurishankar, und das ist der Moment für das Trinkgeld, das nicht im Reisepreis steckt und das du freiwillig gibst. Morgen bist du zurück in der Stadt.

    2.470 m6.5 Std. GehzeitTeahouse
  18. Tag18

    Chisapani – Sundarijal – Kathmandu

    Der letzte Morgen. Rund dreieinhalb Stunden geht es durch den Wald des Shivapuri-Nationalparks bergab nach Sundarijal, über die Steinstufen neben der Wasserleitung. Dort wartet der Fahrer, und nach einer Stunde bist du im Hotel in Kathmandu, das nicht im Preis enthalten ist, das wir dir aber gern buchen. Endlich eine heiße Dusche. Achtzehn Tage. Ein heiliger See, zweimal ein Pass auf 4.610 Metern, ein Gletschertal und ein Gipfel auf fast 4.800 Metern liegen hinter dir, und bis auf eine Stunde im Auto an jedem Ende bist du die ganze Strecke ab Kathmandu zu Fuß gegangen.

    2.200 m3.5 Std. Gehzeit

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Privater Transfer Kathmandu–Sundarijal–Kathmandu
  • Vollpension in Teahouses während des Treks
  • Lizenzierter Trekkingguide
  • Porter (max. 2 Trekker pro Porter)
  • Alle Permits (Langtang-Nationalpark, Shivapuri-Nagarjun-Nationalpark, TIMS über unsere Agentur)
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter
  • Alle Transfers in Kathmandu

Nicht inklusive

  • Internationale Flüge
  • Nepal-Visum
  • Unterkunft in Kathmandu vor und nach dem Trek
  • Persönliche Ausrüstung
  • Trinkgelder
  • Reise- und Bergungskostenversicherung
  • Optionaler Helikopter-Rückflug ab Kyanjin Gompa
  • Warme Duschen, WLAN und Aufladen unterwegs

Dokumente

Erforderliche Permits

  • Langtang-Nationalpark-Permit
  • Shivapuri-Nagarjun-Nationalpark-Eintritt
  • TIMS-Karte (über registrierte Agentur)

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

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Fragen

Häufige Fragen zu Langtang-Tal-Trek über Gosainkunda

Warum beginnt der Langtang-Trek in Sundarijal?
Weil die Straße von Trishuli über Dhunche nach Syabrubesi seit der Flut Ende August 2026 gesperrt ist und wohl noch Monate gesperrt bleibt. Der Weg im Langtang-Tal selbst ist offen. Sundarijal liegt eine Stunde von Kathmandu, und von dort führt die Route, die auch der Trekkingverband TAAN nennt, über Helambu und Gosainkunda ins Tal. Sobald die Straße wieder offen ist, bieten wir zusätzlich die kurze Variante ab Syabrubesi an.
Wie schwer ist der Trek?
Anspruchsvoll. Du gehst an allen 18 Tagen, meist fünf bis sieben Stunden, und überquerst zweimal den Laurebina La auf 4.610 Metern. Dazu kommt der Kyanjin Ri auf 4.773 Metern. Klettern musst du nicht, aber du brauchst gute Kondition und Trittsicherheit auf Geröll.
Kann ich den Rückweg abkürzen?
Ja. Von Kyanjin Gompa fliegt ein Helikopter in weniger als einer Stunde nach Kathmandu und ersetzt die sieben Tage Rückweg über Gosainkunda und Helambu. Den Preis nennen wir dir auf Anfrage, weil er davon abhängt, wie viele Plätze sich teilen lassen. Sag es uns am besten schon bei der Buchung, dann planen wir den Flug ein. Bei schlechtem Wetter in den Bergen kann er sich um einen Tag verschieben, deshalb bleibt ein Puffer vor deinem Heimflug sinnvoll.
Welche Permits brauche ich?
Das Permit für den Langtang-Nationalpark, zu dem auch Gosainkunda gehört, das Eintrittsticket für den Shivapuri-Nagarjun-Nationalpark bei Sundarijal und eine TIMS-Karte, die nur eine registrierte Agentur ausstellt. Ein lizenzierter Guide ist Pflicht. Alles ist im Preis enthalten.
Wie sieht Langtang nach dem Erdbeben 2015 aus?
Das alte Dorf Langtang wurde von einer Lawine fast vollständig begraben. Die Überlebenden haben ein neues Dorf etwas weiter vom Hang entfernt aufgebaut, mit neuen Lodges. Am Weg erinnert eine Gedenkmauer an die Toten. Mit deinem Besuch unterstützt du die Familien, die vom Tourismus leben.
Wann ist die beste Reisezeit?
März bis Mai und Oktober bis November. Im Winter liegt am Laurebina La oft so viel Schnee, dass der Pass nicht begehbar ist. Im Monsun sind die Wege nass und voller Blutegel, und die Berge stecken in Wolken.
Ist der Trek für Einsteiger geeignet?
Nur mit etwas Erfahrung. Du solltest schon mehrere Tage hintereinander gewandert sein und wissen, wie dein Körper auf Höhe reagiert. Wer zum ersten Mal trekkt, ist mit dem Poon-Hill-Trek oder dem Mardi-Himal-Trek besser bedient.