Zu Fuß von Jiri zum Everest Base Camp – die historische Anreiseroute
Jiri Route Trek
21 Tage von der alten Roadhead Jiri über das Gaurishankar-Schutzgebiet und das Hügelland von Solu-Khumbu bis zum Everest Base Camp (5.364 m) und zum Kala Patthar, geführt von unserem eigenen Team in Kathmandu.
- Dauer
- 21 Tage
- Schwierigkeit
- Schwer
- Max. Höhe
- 5.364 m
- Gruppengröße
- 2–12 Personen
- Startpunkt
- Jiri
- Preis ab
- 2.450 €
Der Jiri Route Trek ist die historische Anreiseroute zum Everest Base Camp, wie sie die frühen Expeditionen der 1950er- und 60er-Jahre nahmen, bevor 1964 mit Hillarys Landebahn in Lukla die Abkürzung per Inlandsflug möglich wurde. Statt in 30 Flugminuten ab Kathmandu ins Khumbu-Tal zu springen, beginnst du in Jiri auf 1.905 Metern nach einer rund achtstündigen Jeepfahrt über die Berge des Distrikts Dolakha und gehst dich über acht Tage durch das Hügelland von Solu an die Höhe heran, bevor du bei Phakding auf die Standardroute zum Everest Base Camp triffst. 21 Tage dauert die komplette Tour, sie führt durch das Gaurishankar-Schutzgebiet und den Sagarmatha-Nationalpark bis zum Everest Base Camp auf 5.364 Metern und zurück per Flug ab Lukla nach Kathmandu.
Der Anmarsch von Jiri führt über eine Kette von Pässen und Sherpa- und Rai-Dörfern, die auf der Lukla-Route komplett übersprungen werden: Bhandar, Sete, Junbesi mit dem Kloster Thubten Chholing, Nunthala und Kharikhola. Der Lamjura-La-Pass auf 3.530 Metern zwischen Sete und Junbesi ist der höchste Punkt vor dem eigentlichen Khumbu-Tal. Landschaftlich wechseln sich Reisterrassen, Rhododendronwälder und tief eingeschnittene Flusstäler ab, mit ständigem Auf und Ab, dem sogenannten „Nepali flat", bei dem jeder Tag mehrere hundert Höhenmeter Auf- und wieder Abstieg bedeutet.
Wer diese Route wählt, tut das meist aus zwei Gründen: aus Interesse an der historischen Originalroute und den kaum von Touristen besuchten Dörfern Solus, oder um das Risiko eines Flugausfalls nach Lukla auf dem Hinweg zu umgehen, da diese Flugstrecke zu den wetteranfälligsten Nepals zählt. Der Rückflug ab Lukla bleibt auf dieser Tour bestehen, mit Puffertag in Kathmandu am Ende. Konditionell ist der Jiri Route Trek durch die zusätzlichen acht Tage im welligen Mittelgebirge und die kumulierten Höhenmeter anspruchsvoller als der Standard-Everest Base Camp Trek ab Lukla, dafür verläuft die Akklimatisierung an die Höhe insgesamt sanfter, weil sie bereits ab 1.905 statt erst ab 2.860 Metern beginnt.
Reisen Nepal führt auch diese Route mit dem eigenen, festangestellten Team in Kathmandu, inklusive Jeep-Transfer nach Jiri, Guide und Porter für die gesamte Strecke sowie allen erforderlichen Permits für Gaurishankar-Schutzgebiet und Sagarmatha-Nationalpark.
Impressionen
Bildergalerie
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
1.400 Meter liegt Kathmandu, wo dein Jiri Route Trek mit der Ankunft am Flughafen Tribhuvan beginnt. Ein Fahrer unseres Teams bringt dich ins Hotel im Viertel Thamel, am Abend triffst du deinen Guide zum Briefing über die Route, die Jeepfahrt am nächsten Morgen und die Packliste für die ungewöhnlich lange Anreise über Land. Wer mag, nutzt den freien Nachmittag für einen ersten Bummel durch die Gassen von Thamel.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Fahrt Kathmandu – Jiri
1.905 Meter hoch liegt Jiri, Ziel der rund achtstündigen Jeepfahrt über die kurvenreiche Bergstraße durch den Distrikt Dolakha. Die Straße wurde in den 1960er-Jahren mit Schweizer Unterstützung gebaut und ist bis heute die einzige Landverbindung zwischen dem Kathmandu-Tal und dem historischen Ausgangspunkt der frühen Everest-Expeditionen. Unterwegs wechseln Reisterrassen, Kiefernwälder und kleine Basarorte einander ab, mit Blick auf die vorgelagerten Hügel des Himalaya. In Jiri selbst übernachtest du in einer einfachen Lodge.
1.905 m0 Std. GehzeitTeahouse - Tag3
Jiri – Bhandar
2.190 Meter hoch liegt Bhandar, erreicht nach einer rund sechsstündigen Etappe, die gleich am ersten Tag das typische Auf und Ab der Jiri-Route zeigt. Der Weg steigt zunächst steil zum Deurali-Pass auf 2.705 Metern an, mit Blick zurück auf Jiri, bevor er ebenso steil wieder hinunter ins Tal von Bhandar fällt. Unterwegs passierst du erste Chörten und Gebetsfahnen, ein Vorgeschmack auf die buddhistische Kultur, die ab Junbesi dichter wird. Bhandar liegt in einem breiten, landwirtschaftlich geprägten Talkessel.
2.190 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Bhandar – Sete
2.575 Meter hoch liegt Sete, ein kleines Dorf am Waldrand, erreicht nach rund sechs Stunden Gehzeit. Der Weg führt zunächst hinunter zum Fluss Likhu Khola und über eine Hängebrücke, bevor ein langer, gleichmäßiger Anstieg durch dichten Wald aus Kiefern und Eichen beginnt. Ab hier wird die Route spürbar ruhiger, kaum andere Trekkinggruppen begegnen dir auf diesem Abschnitt, dafür immer wieder Bauern mit Yak- und Ziegenherden. Sete besteht aus wenigen Lodges direkt am bewaldeten Hang.
2.575 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Sete – Junbesi (Lamjura La, 3.530 m)
2.675 Meter hoch liegt Junbesi, erreicht nach einer langen, rund siebenstündigen Etappe über den Lamjura-La-Pass auf 3.530 Metern, dem höchsten Punkt der gesamten Anreise vor dem Khumbu-Tal. Der Aufstieg führt durch dichten Rhododendronwald, der im Frühling in kräftigem Rot und Pink blüht, oberhalb der Baumgrenze kurz durch offenes, windiges Gelände mit Gebetsfahnen am Passübergang. Der lange Abstieg bringt dich schließlich nach Junbesi, einem der schönsten Sherpa-Dörfer der Solu-Region mit weiß getünchten Häusern um ein zentrales Kloster.
2.675 m7 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Junbesi – Nunthala (Trakshindo La, 3.071 m)
2.380 Meter hoch liegt Nunthala, Ziel dieser rund sechsstündigen Etappe über den Trakshindo-La-Pass auf 3.071 Metern. Kurz hinter Junbesi führt ein Abstecher zum Kloster Thubten Chholing, danach steigt der Weg durch Wald zum Pass an, von dem sich bei klarer Sicht ein erster Blick auf Numbur und die Berge des Rolwaling-Himal öffnet. Der lange Abstieg nach Nunthala verläuft durch dichten Bergwald mit Wasserfällen. Nunthala liegt exponiert an einem Hang mit Blick ins tief eingeschnittene Tal des Dudh Kosi.
2.380 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Nunthala – Kharikhola
2.010 Meter hoch liegt Kharikhola, erreicht nach einer rund fünfstündigen Etappe, die zunächst steil zum Fluss Dudh Kosi hinunterführt. Eine lange Hängebrücke bringt dich über den jetzt schon deutlich breiteren Fluss, bevor der Weg an Reisterrassen vorbei sanft nach Kharikhola ansteigt, einem größeren Dorf mit Schule und Gesundheitsposten. Die Vegetation wird hier bereits subtropischer, mit Bananenstauden und Bambus in den tieferen Lagen des Tals.
2.010 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Kharikhola – Paiya
2.730 Meter hoch liegt Paiya, erreicht nach einer rund fünfeinhalbstündigen Etappe mit einem der steileren Anstiege der gesamten Tour. Der Weg führt zunächst durch Wald oberhalb von Bupsa, einem kleinen Rai-Dorf, dann in stetigen Serpentinen bergauf. Die Landschaft wirkt hier bereits deutlich alpiner als in den Tagen zuvor, mit ersten Ausblicken auf schneebedeckte Gipfel der Khumbu-Region. Paiya besteht aus einer Handvoll Lodges direkt am Pass.
2.730 m5.5 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Paiya – Phakding (Anschluss an die Standardroute)
2.610 Meter hoch liegt Phakding, wo die Jiri-Route nach dieser rund sechsstündigen Etappe auf die Standardroute des Everest Base Camp Trek trifft. Der Weg führt über Surke und Chaurikharka, vorbei am Flughafen von Lukla, den du von einem Höhenrücken aus überblickst, ohne selbst dort vorbeizukommen. Ab Chaurikharka wird der Pfad spürbar breiter und stärker frequentiert, mit den ersten Trekkinggruppen, die frisch aus Lukla eingeflogen sind. In Phakding teilst du dir ab jetzt Lodges und Weg mit den Trekkern der Lukla-Route.
2.610 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Phakding – Namche Bazaar
3.440 Meter hoch liegt Namche Bazaar, erreicht nach einer rund sechsstündigen Etappe entlang des Dudh Kosi. Bei Monjo passierst du den Kontrollposten des Sagarmatha-Nationalparks, wo dein Permit geprüft wird, kurz danach überquerst du mehrere Hängebrücken, darunter die hohe Hillary-Brücke vor dem letzten steilen Aufstieg. Namche Bazaar liegt amphitheaterartig in einem Talkessel, mit Cafés, Ausrüstungsläden und dem traditionellen Samstagsmarkt. Hier beginnt die erste feste Akklimatisierungsphase der Tour.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag11
Akklimatisierung in Namche Bazaar
3.440 Meter bleibt die Höhe an diesem Ruhetag in Namche Bazaar. Eine rund dreistündige Wanderung führt hinauf zum Everest View Hotel auf etwa 3.880 Metern, mit Panoramablick auf Everest, Lhotse und Ama Dablam, oft über die Sherpa-Dörfer Khumjung und Khunde. Der Nachmittag bleibt frei für den Markt, warmes Essen und Ruhe, bevor die Route morgen weiter ins Hochtal führt.
3.440 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag12
Namche Bazaar – Tengboche
3.860 Meter hoch liegt Tengboche, erreicht nach rund fünf Stunden Gehzeit mit fast durchgehendem Blick auf den Ama Dablam. Der Weg fällt zunächst ab bis zur Flussüberquerung bei Phunki Tenga, danach führt ein steiler Anstieg durch Rhododendronwald zum Kloster Tengboche, dem geistigen Zentrum des Khumbu-Tals. Am Nachmittag lohnt sich der Besuch der Klosterzeremonie, bei klarer Sicht sind Everest, Lhotse und Nuptse gleichzeitig zu sehen.
3.860 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag13
Tengboche – Dingboche
4.410 Meter hoch liegt Dingboche, wo die Landschaft endgültig ihren Charakter wechselt. Hinter Tengboche wird der Wald lichter, der Weg passiert Pangboche mit dem ältesten Kloster im Khumbu-Tal, danach öffnet sich hinter der Imja Khola das weite Hochtal von Dingboche mit seinen Steinmauern um kleine Gerstenfelder. Bäume gibt es hier praktisch keine mehr, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht werden spürbar größer.
4.410 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag14
Akklimatisierung in Dingboche
4.410 Meter bleibt die Schlafhöhe, während du an diesem zweiten festen Ruhetag der Tour auf den Nangkartshang Peak auf rund 5.100 Metern steigst. Der etwa vierstündige Auf- und Abstieg führt über einen Grat mit freiem Blick auf Ama Dablam, Lhotse und bei klarem Wetter den Makalu. Der Aufstieg bereitet den Körper gezielt auf den Sprung über 4.900 Meter am folgenden Tag vor.
4.410 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag15
Dingboche – Lobuche
4.940 Meter hoch liegt Lobuche, erreicht nach einer rund fünfstündigen Etappe durch zunehmend karge Hochgebirgslandschaft. Kurz hinter Dingboche führt der Weg über Thukla, wo ein steiler Aufstieg zum Gedenkstein-Feld für am Everest verunglückte Bergsteiger führt. Oberhalb davon verläuft der Pfad über die seitliche Moräne des Khumbu-Gletschers bis zu den einfachen Lodges von Lobuche.
4.940 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag16
Lobuche – Gorak Shep – Everest Base Camp
5.364 Meter hoch liegt das Everest Base Camp, Ziel dieser rund achtstündigen Königsetappe. Der Weg führt über die Moräne nach Gorak Shep auf 5.164 Metern, wo du dein Gepäck in der Lodge zurücklässt, bevor es weiter über instabiles Geröll direkt am Khumbu-Eisbruch entlang zum Base Camp geht. Der Everest-Gipfel selbst bleibt vom Base Camp aus verdeckt, dafür beeindrucken Eistürme und Gletscherspalten aus nächster Nähe. Am Nachmittag geht es zurück nach Gorak Shep zur Übernachtung.
5.364 m8 Std. GehzeitTeahouse - Tag17
Gorak Shep – Kala Patthar – Pheriche
4.240 Meter hoch liegt Pheriche, das Etappenziel nach dem frühmorgendlichen Aufstieg auf den Kala Patthar und dem anschließenden langen Abstieg von rund sieben Stunden. Noch vor Sonnenaufgang geht es bei klirrender Kälte auf den knapp 5.550 Meter hohen Aussichtsberg, von dem aus der Everest-Gipfel erstmals auf der ganzen Tour frei sichtbar wird, umrahmt von Nuptse und Pumori. Nach dem Abstieg zurück nach Gorak Shep und einem späten Frühstück führt der Weg über Lobuche und Thukla hinunter ins tiefer gelegene Pheriche.
4.240 m7 Std. GehzeitTeahouse - Tag18
Pheriche – Namche Bazaar
3.440 Meter, zurück auf Namche-Höhe, erreichst du nach einer rund sechsstündigen Abstiegsetappe entlang der Imja Khola vorbei an Pangboche. Mit jedem Höhenmeter Abstieg kehrt der Appetit zurück und das Tempo der Gruppe zieht spürbar an. Die zweite Nacht in Namche Bazaar bietet Gelegenheit für eine warme Dusche und ein letztes Mal Auswahl an Restaurants vor dem Rückweg nach Lukla.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag19
Namche Bazaar – Lukla
2.840 Meter liegt Lukla, Ziel dieser letzten Trekkingetappe von rund sechseinhalb Stunden zurück durch das untere Dudh-Kosi-Tal. Der Weg führt größtenteils bergab durch die inzwischen vertrauten Wälder und über die Hängebrücken der ersten Tage, diesmal auf der Standardroute, die du bei der Anreise über Jiri komplett ausgelassen hattest. In Lukla endet der Trekkinganteil der Reise, am Abend gibt es ein gemeinsames Abschiedsessen mit Guide und Portern.
2.840 m6.5 Std. GehzeitTeahouse - Tag20
Flug Lukla – Kathmandu
1.400 Meter, zurück auf Kathmandu-Höhe, landest du nach dem kurzen Rückflug von Lukla, idealerweise am frühen Morgen wegen der Wetteranfälligkeit der Strecke. Im Hotel angekommen steht als Erstes eine heiße Dusche nach fast drei Wochen Teahouse-Leben an. Der freie Nachmittag eignet sich für einen Bummel durch Thamel oder als Reservetag, falls der Flug wetterbedingt verschoben werden musste.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag21
Abreise
1.400 Meter über Kathmandu endet die Reise am letzten Morgen mit dem Transfer zum Flughafen Tribhuvan, abgestimmt auf deine Abflugzeit. Ein Fahrer unseres Teams holt dich rechtzeitig im Hotel ab. Damit endet der 21-tägige Jiri Route Trek dort, wo drei Wochen zuvor die Jeepfahrt begann, mit einem Höhenprofil von 1.400 bis 5.364 Metern und acht zusätzlichen Tagen historischer Anmarschroute, die kaum ein anderer EBC-Trekker heute noch geht.
1.400 m0 Std. Gehzeit
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Privater Jeep-Transfer Kathmandu–Jiri (ca. 8 Stunden)
- Alle Übernachtungen in Teahouses/Lodges während des gesamten Trekkings
- Vollpension während des Trekkings (Frühstück, Mittag- und Abendessen)
- Englisch-/deutschsprachiger Guide sowie Porter (1 Porter pro 2 Personen)
- Gaurishankar-Schutzgebiet-Permit
- Sagarmatha-Nationalpark-Permit und lokale Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
- Rückflug Lukla–Kathmandu
- Alle Transfers und eine Hotelübernachtung in Kathmandu
Nicht inklusive
- Internationaler Flug nach Kathmandu
- Nepal-Visum
- Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung
- Trinkgelder für Guide und Porter
- Persönliche Ausrüstung
- Getränke, warme Duschen und WLAN unterwegs
Dokumente
Erforderliche Permits
- Gaurishankar-Schutzgebiet-Permit
- Sagarmatha-Nationalpark-Permit
- Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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