Reisen Nepal
Trekkingroute nahe Jiri, dem klassischen Ausgangspunkt zum Everest Base Camp

Zu Fuß von Jiri zum Everest Base Camp auf der historischen Anreiseroute

Jiri Route Trek

21 Tage von der alten Roadhead Jiri über das Gaurishankar-Schutzgebiet und das Hügelland von Solu-Khumbu bis zum Everest Base Camp (5.364 m) und zum Kala Patthar, geführt von unserem eigenen Team in Kathmandu.

Dauer
21 Tage
Schwierigkeit
Schwer
Max. Höhe
5.545 m
Gruppengröße
2–12 Personen
Startpunkt
Jiri
Preis ab
2.450 €

Der Jiri Route Trek ist der alte Weg zum Everest, zu Fuß von Anfang an. So gingen die Expeditionen der 1950er-Jahre, auch die von Hillary und Tenzing 1953, bevor 1964 die Landebahn in Lukla gebaut wurde. In 21 Tagen fährst du von Kathmandu nach Jiri auf 1.905 Metern und gehst von dort sieben Tage durch das Hügelland von Solu, über drei Pässe und durch Sherpa- und Rai-Dörfer, bis du bei Phakding auf den klassischen Everest Base Camp Trek triffst. Dann geht es über Namche Bazaar zum Base Camp auf 5.364 Metern und auf den Kala Patthar auf 5.545 Metern. Zurück fliegst du von Lukla. Ab 2.450 € pro Person.

Kaum jemand geht diese Route heute noch ganz. Die meisten fliegen nach Lukla, und seit es Straßen tiefer ins Solu gibt, fahren viele zumindest bis Bhandar. Du gehst jeden Meter, und dafür siehst du ein Nepal, das vom Flugzeug aus unsichtbar bleibt.

Für wen sich die Jiri-Route eignet

Für Trekker mit Zeit und Ausdauer, die den Everest langsam erreichen wollen. Für Geschichtsfans, die den Weg der Erstbesteiger nachgehen möchten, und für alle, die dem Hinflug nach Lukla aus dem Weg gehen wollen und dafür gern ein paar Tage länger unterwegs sind. Du solltest schon mehrtägige Wanderungen kennen und an mehreren Tagen hintereinander sechs bis sieben Stunden mit vielen Höhenmetern gehen können.

Hast du drei Tage weniger, nimm die Jeep-Variante. Sie fährt bis Bhandar und spart den Weg von Jiri dorthin und die Tage in Kathmandu. Für die erste Himalaya-Reise ist die Jiri-Route eher zu lang.

Route und Charakter

Acht Stunden Jeep. Über die Berge von Dolakha fährst du nach Jiri, und ab dort geht es zu Fuß. Über Shivalaya und den ersten Pass bei Deurali erreichst du Bhandar, dann über den Lamjura La auf 3.530 Metern durch Rhododendronwald nach Junbesi mit dem Kloster Thubten Chöling, über den Taksindu La nach Nunthala und hinunter zum Dudh Koshi. Auf der anderen Seite liegen die Rai-Dörfer Kharikhola und Paiya.

Nepali flat, sagen die Nepalis. Kein Tag ist eben. Jeder Weg führt hinunter zu einem Fluss und wieder hinauf über einen Rücken, und so sammelst du in sieben Tagen fast so viele Höhenmeter im Aufstieg wie auf dem ganzen Weg von Lukla zum Base Camp. Bei Surke triffst du auf den Hauptweg, und ab Phakding geht es mit zwei Ruhetagen in Namche und Dingboche über Tengboche und Lobuche zum Base Camp.

Schwierigkeit und Anforderungen

Schwer, vor allem wegen der Länge und der Höhenmeter am Anfang. Die Solu-Etappen dauern fünf bis sieben Stunden mit Auf- und Abstiegen von oft 800 Metern und mehr. Dafür ist die Akklimatisierung sanfter als beim Flug nach Lukla. Du beginnst auf 1.905 Metern statt auf 2.860 und gewöhnst dich eine Woche lang an mittlere Höhen, bevor es über 3.000 Meter geht.

Ab Namche gelten dieselben Regeln wie beim Klassiker, mit täglicher Kontrolle mit dem Pulsoximeter, zwei Ruhetagen und einem langen Tag zum Base Camp mit rund acht Stunden. Trainiere drei bis vier Monate mit langen Wanderungen und vielen Höhenmetern, am besten mit Gewicht im Rucksack. Mehr im Ratgeber zu Höhenkrankheit.

Permits und Formalitäten

Für den Abschnitt von Jiri bis Bhandar brauchst du das Permit für das Gaurishankar-Schutzgebiet, im Khumbu das Permit für den Sagarmatha-Nationalpark und die Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu. Ein TIMS gibt es im ganzen Everest-Gebiet nicht, auch nicht auf den Solu-Etappen. Das Gaurishankar-Permit wird am Kontrollposten in Shivalaya geprüft, das Nationalpark-Permit in Monjo. Alles ist im Preis enthalten. Mehr im Ratgeber zu Trekking-Permits.

Beste Reisezeit

März bis Mai und September bis November. Im April ist Solu am schönsten, wenn die Rhododendronwälder am Lamjura La blühen. Im Oktober und November ist die Sicht am klarsten, und die Wege sind nach dem Monsun trocken. Weil ein großer Teil der Route tief und bewaldet liegt, ist sie in den Randmonaten etwas gutmütiger als reine Hochgebirgstouren. Ab Namche gelten aber dieselben Grenzen.

Im Monsun sind die Wege in Solu rutschig, und Blutegel lauern in den Wäldern. Mehr im Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Zwei Welten. Für Solu leichte Kleidung, eine Regenjacke, gute Schuhe mit Profil für steile, oft feuchte Pfade und Stöcke für die vielen Abstiege. Für den Khumbu einen Schlafsack bis minus 15 Grad, eine Daunenjacke und mehrere warme Schichten. Weil die Lodges in Solu einfach sind und Strom nicht überall gibt, lohnen eine Powerbank und Tabletten zur Wasseraufbereitung. Die ganze Liste steht in unserer Packliste.

Vergleich zu den anderen EBC-Varianten

Der Klassiker ab Lukla dauert 15 Tage, die Jeep-Variante 18 und die Jiri-Route 21. Je länger, desto mehr Solu und desto weniger Flug. Die Jiri-Route ist die einzige, bei der du den ganzen Weg gehst, und willst du lieber Zeit sparen, sind der Kurztrek oder der Trek mit Helikopter-Rückflug das Gegenteil. Den Überblick zeigt die Tabelle auf dieser Seite, und mehr über die Geschichte des Weges steht in unserem Artikel zur Geschichte des Everest.

Buchung und nächster Schritt

Gruppen haben 2 bis 12 Personen, Alleinreisende zahlen 320 € Einzelzimmerzuschlag, wobei es in Solu nicht überall Einzelzimmer gibt. Schreib uns. Nenn uns deinen Wunschtermin und wie viel Erfahrung du mit langen Trekkingtagen hast, und wir melden uns mit einem Plan.

Alle Wege zum Everest Base Camp im Vergleich

Gleiches Ziel, 8 Varianten: Sie unterscheiden sich vor allem bei Dauer, An- und Abreise (Flug, Jeep, Helikopter) und Unterkunft.

Everest-Base-Camp-Touren nach Dauer
TourTageMax. HöheSchwierigkeitBeste ReisezeitPreis ab
Everest Base Camp Helikopter-Tagestour15.545 mLeichtMär–Mai, Sep–Nov1.050 €
Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug105.545 mAnspruchsvollMär–Mai, Sep–Nov2.650 €
Everest Base Camp Kurztrek125.545 mAnspruchsvollMär–Mai, Sep–Nov1.690 €
Everest Base Camp Luxus Trek145.545 mAnspruchsvollMär–Mai, Sep–Nov3.200 €
Everest Base Camp Trek155.545 mAnspruchsvollMär–Mai, Sep–Nov1.890 €
Everest Base Camp per Jeep185.545 mSchwerMär–Mai, Sep–Nov2.380 €
Everest-Drei-Pässe-Trek205.545 mSchwerMär–Mai, Okt–Nov2.400 €
Jiri Route Trek (diese Tour)215.545 mSchwerMär–Mai, Sep–Nov2.450 €

Impressionen

Bildergalerie

Wegabschnitt auf der klassischen Jiri-Route zum Everest Base Camp
Landschaft entlang der Jiri-Route im Solu-Khumbu
Grüne Hügel im Distrikt Dolakha nahe Jiri
Holzbrücke über einen Gletscherfluss

Tag für Tag

Reiseverlauf

Orte auf dieser Tour:KathmanduLukla

Höhenprofil
5.545 m
Tag 1Tag 21
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu

    Du landest in Kathmandu auf 1.400 Metern, und ein Fahrer bringt dich ins Hotel. Am Nachmittag triffst du deinen Guide. Er erzählt dir, wie die Expedition von 1953 von hier aus aufbrach, mit Hunderten Trägern und Kisten voller Ausrüstung, und warum ihr fast denselben Weg geht. Dann prüft ihr die Ausrüstung. Für die ersten Tage brauchst du leichte Kleidung und eine Regenjacke, für den Khumbu warme Schichten und einen guten Schlafsack. Was fehlt, kaufst du heute in Thamel. Iss früh, denn morgen startet der Jeep im Morgengrauen.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Fahrt Kathmandu – Jiri

    Rund acht Stunden fährst du mit dem Jeep nach Jiri auf 1.905 Metern, über Dhulikhel, durch das Tal des Sun Koshi und dann in vielen Kurven über die Berge des Distrikts Dolakha. Die Straße wurde in den 1980er-Jahren mit Schweizer Hilfe gebaut. Vorher begann der Weg schon in Kathmandu. Jiri liegt in einem breiten, grünen Tal mit Feldern und einem kleinen Basar, und die Menschen hier gehören größtenteils zu den Jirel, einer kleinen Volksgruppe mit eigener Sprache. Abends wohnst du in einer einfachen Lodge. Morgen beginnt der lange Weg nach Osten.

    1.905 m0 Std. GehzeitTeahouse
  3. Tag3

    Jiri – Bhandar

    Rund sechs Stunden bis Bhandar auf 2.190 Metern. Erst steigst du über einen bewaldeten Rücken auf etwa 2.400 Meter, dann geht es steil hinunter nach Shivalaya am Fluss und wieder hinauf zum Pass bei Deurali auf rund 2.700 Metern, wo eine lange Mani-Mauer steht. Willkommen im Nepali flat. Auf der anderen Seite siehst du zum ersten Mal Sherpa-Dörfer mit Gebetsfahnen auf den Dächern, und unten im Tal liegt Bhandar mit seinen Feldern und zwei Chörten. Andere Trekker triffst du hier kaum, dafür Bauern, Schulkinder und Maultierkarawanen.

    2.190 m6 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Bhandar – Sete

    Rund sechs Stunden bis Sete auf 2.575 Metern. Von Bhandar führt der Weg lange hinunter durch Felder und Wald zum Likhu Khola auf etwa 1.500 Metern, über eine Hängebrücke und dann über 1.000 Höhenmeter hinauf. Ein langer Aufstieg. Unterwegs kommst du durch Kenja, ein kleines Dorf mit Läden am Fluss, wo du gut zu Mittag essen kannst. Sete ist nur eine Handvoll Häuser am Waldrand mit einem kleinen Kloster. Die Lodge ist einfach, und am Abend sitzt du am Ofen in der Küche, während die Familie das Essen kocht.

    2.575 m6 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Sete – Junbesi (Lamjura La, 3.530 m)

    Der härteste Tag in Solu, rund sieben Stunden. Fast 1.000 Höhenmeter steigst du durch Rhododendron-, Eichen- und Tannenwald, in dem Bartflechten von den Ästen hängen und im April alles rot und rosa blüht, bis zum Lamjura La auf 3.530 Metern, dem höchsten Punkt vor dem Khumbu. Oben ist es oft neblig und kalt. Dann geht es hinunter nach Junbesi auf 2.675 Metern. Das Dorf ist eines der schönsten in Nepal, mit weißen Häusern, Apfelgärten, einer Schule der Hillary-Stiftung und einem alten Kloster. Junbesi lohnt eine lange Pause.

    2.675 m7 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Junbesi – Nunthala (Taksindu La, 3.071 m)

    Rund sechs Stunden bis Nunthala auf rund 2.220 Metern. Hinter Junbesi steigst du auf einen Rücken, von dem du an klaren Tagen zum ersten Mal den Everest siehst, weit im Nordosten und noch ganz klein. Ein besonderer Moment. Dann geht es über Ringmo mit seinen Apfelplantagen zum Taksindu La auf 3.071 Metern, wo ein großes Kloster steht, und auf der anderen Seite steil durch Wald hinunter. Nunthala ist ein größeres Dorf mit Läden und Lodges, und hier ist es schon wieder spürbar wärmer.

    2.220 m6 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Nunthala – Kharikhola

    Rund fünf Stunden bis Kharikhola auf 2.010 Metern. Zuerst geht es lange hinunter zum Dudh Koshi auf etwa 1.500 Metern, dem Fluss vom Everest, über eine lange Hängebrücke und auf der anderen Seite durch Terrassen mit Hirse und Mais hinauf. Hier leben vor allem Rai. Die Häuser sehen anders aus, die Sprache klingt anders, und auf den Feldern arbeiten ganze Familien. Kharikhola ist ein großes Dorf, das sich lang über einen Hang zieht, mit einem Kloster und einer Schule, und in den Lodges gibt es oft eine warme Dusche.

    2.010 m5 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Kharikhola – Paiya

    Rund fünfeinhalb Stunden bis Paiya auf 2.730 Metern. Hinter Kharikhola geht es steil hinauf nach Bupsa und weiter durch dichten Wald, in dem du Languren, große graue Affen, in den Bäumen siehst, wenn du Glück hast. Über den kleinen Pass Kari La geht es an steilen Hängen entlang, hoch über dem Dudh Koshi. Paiya ist ein kleiner Ort mit wenigen Lodges. Von hier siehst du schon die Gipfel des Khumbu, und du weißt, dass ab morgen alles anders wird. Genieß den letzten ruhigen Abend auf dem alten Weg.

    2.730 m5.5 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Paiya – Phakding (Anschluss an die Standardroute)

    Rund sechs Stunden bis Phakding auf 2.610 Metern. Der Weg führt über Chutok und Surke durch Wald und an Wasserfällen vorbei, und bei Surke triffst du auf den Hauptweg aus Lukla. Ein Schock. Nach sieben Tagen fast allein sind da plötzlich Trekkinggruppen, Yakkarawanen und Träger mit riesigen Lasten. In Phakding schläfst du in einer der großen Lodges am Fluss. Dein Körper ist jetzt trainiert und an mittlere Höhen gewöhnt, und das merkst du in den nächsten Tagen gegenüber allen, die gerade erst aus Kathmandu angekommen sind.

    2.610 m6 Std. GehzeitTeahouse
  10. Tag10

    Phakding – Namche Bazaar

    Rund sechs Stunden bis Namche Bazaar auf 3.440 Metern. Über mehrere Hängebrücken geht es den Dudh Koshi hinauf, in Monjo zeigst du am Eingang des Sagarmatha-Nationalparks dein Permit, und hinter der hohen Hillary-Brücke folgen rund 600 Höhenmeter in steilen Kehren. Nach Solu fällt dir das leichter. Trotzdem langsam gehen, weil du jetzt über 3.000 Meter kommst. Bei klarem Wetter siehst du an einer Kehre den Everest. Namche mit seinen Bäckereien und Läden fühlt sich nach den einfachen Dörfern in Solu an wie eine Großstadt.

    3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse
  11. Tag11

    Akklimatisierung in Namche Bazaar

    Ruhetag in Namche. Am Vormittag steigst du zum Everest View Hotel auf rund 3.880 Metern und kommst über Khumjung zurück, wo die Schule steht, die Hillary 1961 gründete. Rund drei Stunden. Von der Terrasse siehst du Everest, Lhotse und Ama Dablam. Am Nachmittag ruhst du dich aus. Das Sherpa-Museum über dem Ort zeigt Bilder der Expedition von 1953, deren Weg du in den letzten Tagen gegangen bist, und für viele ist das nach der langen Anreise ein bewegender Moment. Abends lohnt ein Stück Kuchen.

    3.440 m3 Std. GehzeitTeahouse
  12. Tag12

    Namche Bazaar – Tengboche

    Rund fünf Stunden nach Tengboche auf 3.860 Metern. Auf einem breiten Höhenweg mit der Ama Dablam vor dir, hinunter zur Brücke bei Phunki Tenga und gut 600 Höhenmeter durch Rhododendronwald hinauf zum Kloster. Tengboche ist das wichtigste Kloster im Khumbu. Die Expedition von 1953 schlug hier ein Lager auf und bekam den Segen der Mönche. Am Nachmittag kannst du dem Gebet zuhören, wenn eines stattfindet, und bei Sonnenuntergang leuchtet der Everest über dem Kloster. Danach wird es sehr schnell kalt.

    3.860 m5 Std. GehzeitTeahouse
  13. Tag13

    Tengboche – Dingboche

    Rund fünf Stunden bis Dingboche auf 4.410 Metern. Durch den letzten Wald nach Pangboche mit seinem alten Kloster, dann über die Baumgrenze in ein weites Hochtal. Kahl und windig. Steinmauern schützen kleine Gerstenfelder, und die Ama Dablam ragt fast senkrecht über dir auf. Du bleibst zwei Nächte. Abends misst dein Guide die Sauerstoffsättigung und fragt nach Kopfschmerzen und Schlaf. Die lange Anreise durch Solu, mit einer Woche auf mittlerer Höhe, hilft deinem Körper hier oben spürbar, und viele unserer Jiri-Gäste fühlen sich in Dingboche besser als erwartet.

    4.410 m5 Std. GehzeitTeahouse
  14. Tag14

    Akklimatisierung in Dingboche

    Zweiter Ruhetag. Am Vormittag steigst du auf den Nangkartshang über Dingboche, bis auf rund 5.100 Meter, mit Blick auf Ama Dablam, Lhotse, Island Peak und den Makalu. Rund vier Stunden hinauf und zurück. Langsam gehen. Du bleibst nicht lange oben, weil es um den Reiz für den Körper geht. Am Nachmittag ruhst du dich aus, trinkst viel und isst gut. Nach zwei Wochen unterwegs ist das auch eine Gelegenheit, Wäsche zu waschen und Tagebuch zu schreiben, bevor die härtesten Tage der Reise beginnen.

    4.410 m4 Std. GehzeitTeahouse
  15. Tag15

    Dingboche – Lobuche

    Rund fünf Stunden nach Lobuche auf 4.940 Metern. Über die Hochfläche nach Thukla, dann steil die Endmoräne des Khumbu-Gletschers hinauf zu den Gedenksteinen für Bergsteiger und Sherpas, die am Everest gestorben sind. Ein stiller Ort. Danach geht es an der Moräne entlang nach Lobuche, einer Handvoll Lodges zwischen Geröll und Eis. Die Nacht auf fast 5.000 Metern ist für viele unruhig. Trink viel, verzichte auf Alkohol und sag deinem Guide, wenn der Kopf drückt oder dir übel wird.

    4.940 m5 Std. GehzeitTeahouse
  16. Tag16

    Lobuche – Gorak Shep – Everest Base Camp

    Der längste Tag, rund acht Stunden. Über Geröll gehst du nach Gorak Shep auf 5.164 Metern, stellst dein Gepäck ab und isst früh zu Mittag. Dann geht es zum Base Camp auf 5.364 Metern, am Rand des Khumbu-Gletschers entlang, mit dem Eisbruch direkt vor dir. Hier stand 1953 das Basislager. Im Frühjahr stehen hier die Zelte der Expeditionen, im Herbst ist es fast leer. Nimm dir Zeit. Zurück in Gorak Shep wartet eine einfache Lodge und eine eiskalte Nacht, aber du bist angekommen, nach sechzehn Tagen zu Fuß.

    5.364 m8 Std. GehzeitTeahouse
  17. Tag17

    Gorak Shep – Kala Patthar – Pheriche

    Um 4 Uhr geht es los. Mit Stirnlampe steigst du rund zwei Stunden auf den Kala Patthar auf 5.545 Metern, den höchsten Punkt der Reise, und bei Sonnenaufgang siehst du die ganze Südwestwand des Everest. Den Gipfel, den Hillary und Tenzing 1953 erreichten. Nach dem Frühstück in Gorak Shep geht es über Lobuche und Thukla hinunter nach Pheriche auf 4.240 Metern, insgesamt rund sieben Stunden. Mit jedem Schritt wird das Atmen leichter, und die meisten schlafen in Pheriche so gut wie seit Tagen nicht mehr.

    5.545 m7 Std. GehzeitTeahouse
  18. Tag18

    Pheriche – Namche Bazaar

    Rund sechs Stunden zurück nach Namche Bazaar auf 3.440 Metern, über Pangboche und Tengboche, hinunter zur Brücke und den Gegenhang hinauf. Leicht jetzt. Nach zweieinhalb Wochen bist du fitter als je zuvor, der Appetit ist zurück, und die Landschaft wird mit jedem Schritt grüner. In Namche gibt es heiße Duschen und Kuchen. Viele kaufen hier ihre Souvenirs, Gebetsfahnen, Yakwollschals oder Bücher über den Everest. Der Abend in Namche ist oft der fröhlichste der Reise, weil das Ziel erreicht ist und keiner mehr an die Höhe denken muss.

    3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse
  19. Tag19

    Namche Bazaar – Lukla

    Der letzte Trekkingtag, rund sechseinhalb Stunden bis Lukla auf 2.860 Metern. Steil hinunter zur Hillary-Brücke, am Fluss über Monjo und Phakding, und zum Schluss eine Stunde hinauf nach Lukla. Bei Surke kommst du an der Stelle vorbei, an der du vor zehn Tagen aus Solu kamst. Der Kreis schließt sich. Am Abend feiert ihr mit Guide und Trägern, die dich drei Wochen lang begleitet haben, und das ist der Moment für das Trinkgeld, das du am besten in einem Umschlag an jeden einzeln übergibst.

    2.860 m6.5 Std. GehzeitTeahouse
  20. Tag20

    Flug Lukla – Kathmandu

    Der Rückflug startet früh und dauert rund 30 Minuten. In der Hauptsaison landest du in Manthali und fährst von dort vier bis fünf Stunden nach Kathmandu, sonst direkt in Kathmandu auf 1.400 Metern. Unser Fahrer bringt dich ins Hotel. Nach drei Wochen im Teehaus fühlen sich die Dusche und das große Bett wie Luxus an. Fällt der Flug aus, wartest du in Lukla auf den nächsten freien Platz, und weil der letzte Tag als Puffer dient, gerät dein Heimflug dadurch meist nicht in Gefahr. Abends lohnt ein gutes Essen in Thamel.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  21. Tag21

    Abreise

    Der letzte Tag in Kathmandu dient als Puffer für einen verspäteten Lukla-Flug. Lief alles nach Plan, hast du Zeit für die Stadt, für den Stupa von Boudhanath, für Pashupatinath oder für Patan mit seinen alten Tempeln. Dann bringt dich unser Fahrer zum internationalen Flughafen. Drei Wochen. Von Jiri bis zum Kala Patthar bist du den Weg der ersten Everest-Expeditionen gegangen, Schritt für Schritt, durch Solu und den Khumbu, und nur zurück hast du das Flugzeug genommen. Plane deinen Heimflug für den Abend.

    1.400 m0 Std. Gehzeit

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Privater Jeep-Transfer Kathmandu–Jiri (ca. 8 Stunden)
  • Alle Übernachtungen in Teahouses/Lodges während des gesamten Trekkings
  • Vollpension während des Trekkings (Frühstück, Mittag- und Abendessen)
  • Englisch-/deutschsprachiger Guide sowie Porter (1 Porter pro 2 Personen)
  • Gaurishankar-Schutzgebiet-Permit
  • Sagarmatha-Nationalpark-Permit und lokale Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
  • Rückflug Lukla–Kathmandu
  • Alle Transfers und eine Hotelübernachtung in Kathmandu

Nicht inklusive

  • Internationaler Flug nach Kathmandu
  • Nepal-Visum
  • Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung
  • Trinkgelder für Guide und Porter
  • Persönliche Ausrüstung
  • Getränke, warme Duschen und WLAN unterwegs

Dokumente

Erforderliche Permits

  • Gaurishankar-Schutzgebiet-Permit
  • Sagarmatha-Nationalpark-Permit
  • Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

Planung

Beste Reisezeit

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Okt
Nov
Dez

Fragen

Häufige Fragen zu Jiri Route Trek

Warum sollte ich die Jiri-Route statt des Flugs nach Lukla wählen?
Aus zwei Gründen. Du gehst den alten Weg der ersten Everest-Expeditionen durch Solu-Dörfer, in die kaum Touristen kommen. Und du vermeidest den wetteranfälligen Hinflug nach Lukla. Zurück fliegst du trotzdem von Lukla, und dafür ist der letzte Tag in Kathmandu als Puffer eingeplant.
Wie schwierig ist der Jiri Route Trek im Vergleich zum Standard-EBC-Trek?
Körperlich schwerer. Die sieben Tage durch Solu bringen viele Höhenmeter mit ständigem Auf und Ab, mehr als der Weg ab Lukla. Dafür ist die Akklimatisierung sanfter, weil du auf 1.905 statt auf 2.860 Metern beginnst und dich eine Woche lang an mittlere Höhen gewöhnst. Insgesamt gilt die Jiri-Route wegen ihrer Länge als schwer.
Welche Permits benötige ich für den Jiri Route Trek?
Das Permit für das Gaurishankar-Schutzgebiet für den Abschnitt ab Jiri, im Khumbu das Permit für den Sagarmatha-Nationalpark und die Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu. Ein TIMS gibt es im ganzen Everest-Gebiet nicht, auch nicht in Solu. Das Gaurishankar-Permit wird in Shivalaya geprüft. Alles ist im Preis enthalten.
Wann ist die beste Reisezeit für den Jiri Route Trek?
März bis Mai und September bis November. Im April blühen in Solu die Rhododendronwälder, im Oktober ist die Sicht am klarsten. Weil ein großer Teil der Route tief und bewaldet liegt, ist sie in den Randmonaten etwas gutmütiger. Über Namche gelten aber dieselben Grenzen wie beim Klassiker.
Wie ist die Handy- und Internetverbindung auf der Jiri-Route?
In Solu ist der Empfang lückenhaft. In größeren Orten wie Jiri, Junbesi und Kharikhola gibt es meist Handynetz, dazwischen oft keins. Ab Phakding wird es besser, fast jede Lodge hat dann WLAN gegen Gebühr. Für Notfälle hat dein Guide immer ein Telefon dabei.
Gibt es Einzelzimmer auf dieser Tour?
Ja, gegen 320 € Zuschlag. In den kleinen Lodges in Solu gibt es aber oft nur wenige Zimmer, und manche Nacht teilst du vielleicht. Ab Namche ist die Auswahl größer. Sag uns den Wunsch am besten schon bei der Buchung.
Welches Fitnesslevel brauche ich für den Jiri Route Trek?
Mehr als für den Klassiker. In Solu gehst du an sieben Tagen hintereinander fünf bis sieben Stunden mit ständigem Auf und Ab, bevor das Hochgebirge überhaupt beginnt. Trainiere drei bis vier Monate mit langen Wanderungen und vielen Höhenmetern, am besten mit Rucksack. Dann kommst du gut durch die erste Woche.