Reisen Nepal
Trekkingpfad auf dem Annapurna-Rundweg mit Blick auf die Annapurna-Kette

16 Tage über den Thorong La, von Besisahar bis Pokhara

Annapurna-Rundweg

Der Annapurna-Rundweg führt dich in 16 Tagen von den subtropischen Tälern bei Besisahar über den 5.416 Meter hohen Thorong La bis ins trockene Kali-Gandaki-Tal, vorbei an Manang und Muktinath, zurück nach Pokhara.

Dauer
16 Tage
Schwierigkeit
Schwer
Max. Höhe
5.416 m
Gruppengröße
2–12 Personen
Startpunkt
Besisahar
Preis ab
1.750 €

Der Annapurna-Rundweg ist eine 16-tägige Trekkingroute um das Annapurna-Massiv. Von Besisahar folgst du dem Marsyangdi nach Norden ins Manang-Tal, überquerst den 5.416 Meter hohen Thorong La ins Kali-Gandaki-Tal und gehst über Muktinath, Jomsom und Marpha nach Pokhara. Kein Trek ist vielseitiger. Du startest zwischen Bananenstauden und Reisterrassen auf 760 Metern, gehst durch Nadel- und Rhododendronwälder über einen der höchsten regelmäßig begangenen Pässe der Welt und stehst ein paar Tage später im trockenen Hochgebirge des Kali-Gandaki, das eher an Tibet erinnert als an den feuchten Süden Nepals.

Fünfzehn Trekkingtage, ein fester Akklimatisierungstag in Manang und ein Passtag über 5.000 Meter tragen die Tour. Wir führen sie seit 2016 mit unserem eigenen Team in Kathmandu, mit lizenzierten Guides und Trägern, von denen jeder höchstens zwei Trekker begleitet. Die Gruppen haben 2 bis 12 Personen. So kann der Guide auf Tempo und Tagesform jedes Einzelnen eingehen.

Für wen sich der Annapurna-Rundweg eignet

Erfahrung zählt hier mehr als reine Fitness, Klettern oder Steigeisen brauchst du dagegen nicht. Dafür gehst du zwölf Tage hintereinander, täglich vier bis neun Stunden, und am Passtag auf 5.416 Metern kommen Kälte, dünne Luft und eine lange Strecke zusammen. Wer schon mehrere Tage über 3.000 Metern unterwegs war, etwa in den Alpen, weiß ungefähr, wie sein Körper auf Höhe reagiert.

Zwei Typen passen. Wer eine lange Tour mit echtem Wechsel unterwegs sucht statt eines einzelnen Basislagers als Ziel. Und wer einmal über einen Pass über 5.000 Meter gehen will, ohne Bergsteigerausrüstung, denn der Thorong La ist technisch ein Wanderweg. Die Akklimatisierung bleibt trotzdem der Knackpunkt, und für die allererste Nepal-Reise ist der Rundweg deshalb nicht gedacht.

Sechzehn Tage brauchen Urlaub und die Bereitschaft für einfache Teehäuser, wechselndes Wetter und Tage ohne warme Dusche. Dafür bekommst du eine der abwechslungsreichsten Routen im ganzen Himalaya.

Route und Charakter

In den ersten acht Tagen begleitet dich der Marsyangdi, der sich tief in ein enges Tal zwischen Manaslu und Annapurna geschnitten hat. Von Besisahar auf 760 Metern geht es durch Dörfer wie Bahundanda und Jagat, vorbei an Reisterrassen, Wasserfällen und Hängebrücken, und oberhalb von 2.000 Metern in Kiefern- und Rhododendronwälder. Ab Chame auf 2.710 Metern öffnet sich das Tal, und Annapurna II und Paungda Danda stehen nah am Weg. Es wird alpiner.

Manang auf 3.540 Metern ist eine andere Welt. Das Dorf liegt im Regenschatten der Annapurna-Kette, es wird trockener und karger, und die Häuser mit ihren flachen Steindächern sehen eher tibetisch aus. Du bleibst zwei Nächte, weil Manang der letzte größere Ort vor dem Thorong La ist und sich gut für Akklimatisierungswanderungen zu den Aussichtspunkten ringsum eignet.

Dann der Pass. Das Kali-Gandaki-Tal, eine der tiefsten Schluchten der Welt, liegt im Windschatten des Hauptkamms und ist trocken, staubig und vom Wind geprägt, ein Kontrast, der viele überrascht, die noch die grünen Wälder auf der Marsyangdi-Seite im Kopf haben. Gleich am Übergang liegt Muktinath, ein Pilgerort für Hindus und Buddhisten. Weiter unten über Jomsom nach Marpha, bekannt für Apfelgärten und Apfelschnaps, wird die Landschaft wieder milder, bevor die Route am Phewa-See in Pokhara endet. Steinerne Chörten und Gebetsmühlen säumen den Weg durch Kagbeni und Marpha, und ab dem späten Vormittag pfeift jeden Tag der Talwind durch die Schlucht.

Über 4.600 Höhenmeter liegen zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt. In elf Trekkingtagen gehst du vom subtropischen Tiefland bis zum Pass, und dabei ändern sich Vegetation, Baustil und sogar die Religion der Dörfer mehrmals.

Schwierigkeit und Anforderungen

Wir stufen ihn als schwer ein. Grund ist die Kombination aus Tagesstrecken, Höhenprofil und dem Passtag selbst, Kletterstellen gibt es keine. An diesem Tag steigst du von Thorong Phedi auf 4.450 Metern über den Pass auf 5.416 Metern und hinunter nach Muktinath auf 3.760 Metern, acht bis neun Stunden mit fast 1.000 Höhenmetern hinauf und über 1.600 hinunter. Wie der Tag abläuft, beschreibt unser Guide zum Thorong La.

Darauf bereiten die zwei Nächte in Manang vor. Am zusätzlichen Tag gehst du zu einem Aussichtspunkt hinauf, etwa zum Ice Lake auf über 4.600 Metern oder zum Gangapurna-Aussichtspunkt, und schläfst wieder in Manang. Das senkt das Risiko für Höhenkrankheit spürbar, ersetzt aber nicht den Blick auf die eigenen Symptome. Dein Guide misst jeden Tag mit dem Pulsoximeter, und weil die Route so gebaut ist, kannst du vor dem Pass jederzeit umkehren, mehr dazu in unserem Ratgeber zu Höhenkrankheit.

Trainiere drei bis vier Monate. Wandern mit Gewicht, Treppen, lange Läufe oder Radtouren. Erfahrung über 3.000 Metern hilft, deine Höhentoleranz einzuschätzen, Bedingung ist sie nicht, wenn du fit bist und dich an die Regeln der Akklimatisierung hältst. Du schläfst jede Nacht in einer Lodge mit Matratze, Decke und warmer Mahlzeit statt im Zelt, was Kälte und Nässe abhält und die Erholung erleichtert. Die Porter tragen dein Hauptgepäck, und du hast nur Tagesrucksack, Wasser und Wetterschutz dabei. Das hilft am Passtag.

Permits und Formalitäten

Zwei Genehmigungen. Das ACAP, das Annapurna Conservation Area Permit, und die TIMS-Karte. Beide sind Pflicht, sobald du die Annapurna Conservation Area betrittst, und werden an Kontrollposten wie in Besisahar, Chame und Jomsom geprüft. Unser Team in Kathmandu besorgt beide vor deiner Abreise, du gibst nur Passkopien und Passfotos ab, und alles zu Gebühren und Regeln steht in unserem Ratgeber zu Trekking-Permits.

Dazu brauchst du ein Nepal-Visum, bei Ankunft am Flughafen Kathmandu oder vorab online, mehr im Ratgeber zum Nepal-Visum. In der Annapurna Conservation Area ist Trekking ohne lizenzierten Guide inzwischen nicht mehr erlaubt, und wir stellen dir einen Guide, der die Route kennt.

Beste Reisezeit für den Annapurna-Rundweg

März bis Mai und Oktober bis November sind die stabilen Fenster. Unten ist es dann trocken, und am Pass ist die Sicht klar, was am Thorong La über die Sicherheit entscheidet, weil Nebel und Schneetreiben die Orientierung auf der langen Querung stark erschweren. Der Herbst ist meist etwas stabiler, im Frühjahr blühen dafür unten die Rhododendronwälder.

Juni bis September fällt wegen des Monsuns weg. Am Marsyangdi werden die Wege rutschig, Erdrutsche können Abschnitte sperren, und die Berge bleiben meist in Wolken. Dezember bis Februar ist für den Pass am riskantesten. Starker Schneefall kann ihn tagelang schließen, und in Thorong Phedi auf 4.450 Metern fallen die Nächte regelmäßig deutlich unter minus zehn Grad. Unsere Termine liegen deshalb in den beiden Hauptsaisons. Selbst dann schwankt die Temperatur zwischen Tal und Pass an einem Tag um über 30 Grad, also zählen Schichten mehr als eine einzelne dicke Jacke. Mehr zur Planung im Ratgeber zur besten Reisezeit in der Annapurna-Region.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Am frühen Morgen auf dem Thorong La sind minus zwanzig Grad und weniger keine Seltenheit, auch wenn es ein paar Tage vorher im Tal noch warm war. Für diesen einen Tag zählt vor allem:

  • Daunenjacke mit hoher Füllkraft bis minus zwanzig Grad.
  • Eingelaufene Trekkingstiefel mit stabiler Sohle für Schnee und Geröll.
  • Stirnlampe für den Start lange vor Sonnenaufgang.
  • Warme Handschuhe und eine Mütze, die die Ohren ganz bedeckt.

Für die ganze Route gilt das Schichtprinzip, weil du in wenigen Tagen von subtropischer Wärme bei Besisahar in die Kälte von Manang und Pass kommst. Sonnencreme, eine gute Sonnenbrille und warme Wechselsocken für die verschneiten Stücke oberhalb von Thorong Phedi gehören dazu. Teleskopstöcke entlasten die Knie auf dem Abstieg nach Muktinath mit über 1.600 Höhenmetern am Stück. Eine isolierte Trinkflasche friert nachts nicht ein, und Tabletten oder ein Filter sparen Geld, weil Flaschenwasser weiter oben deutlich teurer wird. Die vollständige Liste steht in unserer Packliste für Nepal-Treks.

Vergleich zu anderen Annapurna-Routen

Drei Routen, drei Zielgruppen. Der Annapurna Base Camp Trek führt in 12 Tagen mitten ins Massiv, zu einem Basislager auf rund 4.130 Metern mit Blick auf Annapurna I, Machapuchare und Hiunchuli. Er ist kürzer, bleibt unter 5.000 Metern und konzentriert sich ganz auf ein Massiv. Der Poon-Hill-Trek dauert 5 Tage, erreicht höchstens 3.210 Metern und passt zu allen mit wenig Zeit oder ohne Höhenerfahrung, mit dem bekannten Sonnenaufgang über Annapurna und Dhaulagiri.

Der Rundweg unterscheidet sich durch Länge, Höhe und Vielfalt. 16 Tage, ein Pass auf 5.416 Metern und Klimazonen von subtropisch bis hochgebirgstrocken. Mit zwei Wochen Zeit, guter Kondition und Lust auf den höchsten Punkt aller drei ist er die anspruchsvollste und abwechslungsreichste Wahl. Manche gehen zuerst Poon Hill oder das Base Camp als Test für Kondition und Höhe und buchen den Rundweg für eine spätere Saison, mehr dazu in Annapurna-Rundweg oder Base Camp Trek.

Nächster Schritt

Die Plätze für Frühjahr und Herbst sind begrenzt, weil wir die Gruppen bei höchstens 12 Personen halten, damit Guide und Träger jeden im Blick haben. Schreib uns deinen Wunschtermin. Unser Team in Kathmandu prüft Verfügbarkeit, Permits und den passenden Guide für deine Gruppe.

Impressionen

Bildergalerie

Hochgebirgslandschaft nahe Tilicho auf dem Annapurna-Rundweg
Trekkinggruppe auf dem Annapurna-Rundweg im Marsyangdi-Tal
Trekker auf dem Annapurna-Rundweg im Marsyangdi-Tal
Trekkinggruppe am Gangapurna-See bei Manang
Kleiner Tempel auf einem Felsvorsprung vor der Annapurna-Kette
Steinerner Chörten am Weg im oberen Marsyangdi-Tal
Trekkerin auf einer Hängebrücke

Tag für Tag

Reiseverlauf

Orte auf dieser Tour:KathmanduPokhara

Höhenprofil
5.416 m
Tag 1Tag 16
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu

    Ein Fahrer von Reisen Nepal holt dich am Flughafen ab und bringt dich ins Hotel in Thamel, dem Viertel, in dem fast jede Trekkingreise beginnt. Am Nachmittag triffst du deinen Guide zum Briefing. Ausrüstungscheck, Fragen zur Route, Übergabe der Permits, die unser Team schon vorher besorgt hat. Wer noch Energie hat, fährt kurz zum Durbar Square oder nach Boudhanath, und abends packst du den Rucksack und gehst früh schlafen. Morgen beginnt die lange Fahrt nach Besisahar.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Fahrt nach Besisahar und Start bis Bahundanda

    Sechs bis sieben Stunden kurvige Fahrt bringen dich nach Besisahar auf 760 Metern, wo der Rundweg beginnt. Nach dem Mittagessen gehst du los, am Marsyangdi entlang, an Reisterrassen, Wasserbüffeln und Bananenstauden vorbei. Es ist warm und grün. Der Weg steigt stetig bis Bahundanda auf 1.310 Metern, einem Dorf auf einem Hügel, von dem du die Schneeberge zum ersten Mal in der Ferne siehst. Abends gibt es das erste Dal Bhat mit der Gruppe, und dein Guide bespricht den nächsten Tag.

    1.310 m4 Std. GehzeitTeahouse
  3. Tag3

    Bahundanda nach Jagat

    Gleich am Morgen führen steile Treppen hinunter ins Tal, dann steigt der Weg wieder und schlängelt sich durch subtropischen Wald. Der Marsyangdi zwängt sich hier durch enge Schluchten, mehrere Hängebrücken führen über den tosenden Fluss, und über Ghermu und Syange mit ihren Steinhäusern, Orangenbäumen und Bananenstauden erreichst du Jagat auf 1.300 Metern. Rund sechs Stunden, mit viel Auf und Ab. Die Höhe spielt noch keine Rolle. Die Kondition schon.

    1.300 m6 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Jagat nach Dharapani

    Kurz hinter Jagat stürzt bei Chamje ein Wasserfall direkt neben dem Weg herab, und das Tal wird immer enger. Über eine lange Hängebrücke geht es in Wald mit Kiefern und ersten Rhododendren. Dann öffnet sich überraschend ein flacher Talboden mit Weizenfeldern, das Dorf Tal, gut für eine lange Mittagspause. Bananen gibt es ab hier keine mehr. Nach rund sechs Stunden erreichst du Dharapani auf 1.960 Metern, wo der Weg aus dem Manaslu-Gebiet einmündet und die Häuser tibetisch aussehen.

    1.960 m6 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Dharapani nach Chame

    Durch dichten Kiefern- und Fichtenwald folgst du dem Marsyangdi, der hier schmaler und wilder wird, und zwischen den Bäumen taucht der Annapurna II auf. In Bagarchhap und Danaque wehen Gebetsfahnen über Holzhäusern, und die Kultur wird spürbar buddhistisch. Ab Bagarchhap wird es steiler und morgens kalt. Nach rund sechs Stunden erreichst du Chame auf 2.710 Metern, den Hauptort des Distrikts Manang, mit heißen Quellen am Fluss. Ein ruhiger Abend, denn ab morgen wird die Landschaft offen und die Höhe spürbar.

    2.710 m6 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Chame nach Pisang

    Hinter Chame steht die Paungda Danda, eine glatt geschliffene Felswand, die rund 1.500 Meter über dem Fluss aufragt. Danach lichtet sich der Wald, und Annapurna II und IV stehen auf einmal ganz nah über dem Tal. Rund fünf Stunden. Pisang auf 3.200 Metern besteht aus einem unteren und einem oberen Dorf. Oben, beim alten Kloster, ist der Blick auf die Berge am schönsten. Morgen wählst du zwischen dem direkten Weg nach Manang und der höheren Route.

    3.200 m5 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Pisang nach Manang über die obere Route

    Wir nehmen die obere Route über Ghyaru und Ngawal, weil sie mehr Höhe für die Akklimatisierung bringt und die besten Blicke des Tals bietet. Der Aufstieg nach Ghyaru auf über 3.700 Meter ist steil. Oben liegen Annapurna II, III, Gangapurna und der Tilicho Peak vor dir, und unten das ganze Manang-Tal. Danach geht es über trockene Hänge, die eher an Tibet als an Nepal erinnern, hinunter nach Manang auf 3.540 Metern. Rund sechs Stunden. Du bleibst zwei Nächte.

    3.540 m6 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Akklimatisierungstag in Manang

    Hoch gehen, tief schlafen. Die meisten steigen heute zum Ice Lake auf über 4.600 Meter oder zum Aussichtspunkt über dem Gletschersee des Gangapurna, rund vier Stunden hin und zurück, und schlafen wieder in Manang. Wer es ruhiger will, besucht das Kloster Braga mit seinen alten Statuen. Am Nachmittag hält die Himalayan Rescue Association im Dorf einen Vortrag zur Höhenkrankheit. Hingehen. Abends bespricht dein Guide mit der Gruppe die Tage bis zum Pass.

    3.540 m4 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Manang nach Yak Kharka

    Über Tenki und Gunsang geht es durch offenes, trockenes Gelände mit Wacholderbüschen bergauf, die letzten Bäume bleiben zurück. Rund vier Stunden. Yak Kharka auf 4.020 Metern ist nach den Yakherden benannt, die auf den kargen Weiden grasen, und besteht aus ein paar einfachen Lodges. Der Wind nimmt zu, die Nächte werden kalt, und der Tag bleibt bewusst kurz, damit dein Körper langsam an Höhe gewinnt und sich an die dünne Luft gewöhnt. Leichte Kopfschmerzen sind normal, dein Guide prüft abends deine Sauerstoffsättigung.

    4.020 m4 Std. GehzeitTeahouse
  10. Tag10

    Yak Kharka nach Thorong Phedi

    Über Geröllhänge und schmale Pfade entlang steiler Abbrüche erreichst du in rund vier Stunden Thorong Phedi auf 4.450 Metern. Einen Hang mit Steinschlaggefahr gehst du zügig und ohne Pause. Manche Gruppen steigen noch eine Stunde weiter zum High Camp auf rund 4.925 Meter, andere schlafen lieber tiefer. Das entscheidet dein Guide nach Wetter und Verfassung der Gruppe. Abends ist die Stimmung in der Lodge angespannt, alle packen, trinken viel und gehen früh schlafen.

    4.450 m4 Std. GehzeitTeahouse
  11. Tag11

    Über den Thorong La nach Muktinath

    Start um vier oder fünf Uhr im Dunkeln. Langsam, Schritt für Schritt, steigst du über Serpentinen und Moränen zum Thorong La auf 5.416 Metern, dem höchsten Punkt der Reise, den die meisten zwischen acht und neun Uhr erreichen. Gebetsfahnen, ein Schild, eisiger Wind. Für mehr als ein paar Fotos ist es oben zu kalt. Dann folgen über 1.600 Höhenmeter Abstieg nach Muktinath auf 3.760 Metern, hart für die Knie. Rund neun Stunden. Am Abend bist du müde und stolz.

    5.416 m9 Std. GehzeitTeahouse
  12. Tag12

    Muktinath nach Jomsom durchs Kali-Gandaki-Tal

    Am Morgen besuchst du den Tempel von Muktinath mit seinen 108 Wasserspeiern, heilig für Hindus und Buddhisten. Dann geht es hinunter nach Kagbeni mit seinen Lehmhäusern am Eingang zum Oberen Mustang und weiter im breiten Kiesbett des Kali Gandaki, zwischen Dhaulagiri und Annapurna, bis Jomsom auf 2.720 Metern. Rund fünf Stunden. Ab Mittag fegt hier jeden Tag ein starker Wind durchs Tal, deshalb starten wir früh, und in Jomsom warten Läden und warme Duschen.

    2.720 m5 Std. GehzeitTeahouse
  13. Tag13

    Jomsom nach Marpha

    Ein kurzer, ruhiger Tag. In rund drei Stunden gehst du am Fluss entlang nach Marpha auf 2.670 Metern, einem Dorf mit weiß getünchten Steinhäusern und gepflasterten Gassen. Marpha ist berühmt für seine Äpfel. Rund um das Dorf stehen Plantagen, und in kleinen Brennereien kannst du den Apfelbrand probieren, und am Nachmittag steigst du zum Kloster über dem Dorf hinauf oder sitzt einfach in der Sonne. Für viele Gäste ist das der schönste Übernachtungsort der Tour.

    2.670 m3 Std. GehzeitTeahouse
  14. Tag14

    Rückweg nach Jomsom und Weiterreise nach Pokhara

    Am Morgen geht es zurück nach Jomsom, zu Fuß oder mit einem kurzen Transfer. Von dort fliegst du in rund 20 Minuten zwischen Dhaulagiri und Annapurna hindurch nach Pokhara, einer der schönsten Flugstrecken Nepals. Weil der Wind die Flüge ab dem späten Vormittag oft stoppt, starten sie früh, und fällt der Flug aus, fahren wir mit dem Jeep. In Pokhara auf 830 Metern ist es warm, und das Hotel am Phewa-See ist das erste richtige Bett seit zwei Wochen.

    830 m1 Std. GehzeitHotel
  15. Tag15

    Pokhara und Rückfahrt nach Kathmandu

    Der Vormittag gehört Pokhara. Ein Spaziergang am See, ein Boot zum Inseltempel oder einfach Frühstück mit Blick aufs Wasser. Dann geht es rund sechs bis sieben Stunden über die Straße zurück nach Kathmandu, auf Wunsch auch mit einem Flug von etwa 25 Minuten. Am Abend essen wir gemeinsam zum Abschied. Dieser Tag ist zugleich dein Puffer, falls der Flug aus Jomsom sich verschoben hat, damit dein Heimflug sicher bleibt.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  16. Tag16

    Abreise aus Kathmandu

    Je nach Abflugzeit bleibt noch ein Vormittag in Thamel für Mitbringsel, Pashmina, Gewürze oder Tee. Dein Fahrer holt dich rechtzeitig ab, meist drei Stunden vor dem internationalen Abflug. Hinter dir liegen 16 Tage, zwei Täler und ein Pass auf 5.416 Metern, vom subtropischen Marsyangdi bis in die Wüste des Kali Gandaki. Viele Gäste erinnern sich am längsten an genau diesen Wechsel.

    1.400 m0 Std. Gehzeit

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Vollpension in Teahouses/Lodges während des gesamten Treks
  • Lizenzierter Trekkingguide
  • Porter (max. 2 Trekker pro Porter)
  • Alle Permits (ACAP, TIMS)
  • Inlandsflug oder Fahrt Jomsom–Pokhara am Ende der Tour
  • Transport Pokhara/Kathmandu–Besisahar
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter

Nicht inklusive

  • Internationale Flüge
  • Nepal-Visum
  • Unterkunft/Verpflegung in Kathmandu/Pokhara außerhalb des Treks
  • Persönliche Ausrüstung
  • Trinkgelder
  • Reise- und Bergungskostenversicherung (inkl. Helikopterrettung ab mind. 6.000 m empfohlen wegen Thorong La)
  • Warme Duschen und WLAN unterwegs (meist gebührenpflichtig)
  • Alkoholische Getränke

Dokumente

Erforderliche Permits

  • ACAP – Annapurna Conservation Area Permit
  • TIMS-Karte

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

Planung

Beste Reisezeit

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Nov
Dez

Fragen

Häufige Fragen zu Annapurna-Rundweg

Wie schwierig und gefährlich ist die Überquerung des Thorong La?
Der Thorong La liegt auf 5.416 Metern und ist technisch ein Wanderweg ohne Kletterpassagen, trotzdem zählt der Tag zu den anspruchsvollsten der gesamten Route. Dünne Luft, Kälte und eine Gehzeit von acht bis neun Stunden fordern Kondition und Kopf gleichermaßen. Höhenkrankheit ist das größte Risiko, weshalb zwei Nächte in Manang auf 3.540 Metern fest in die Route eingeplant sind und der Guide während der gesamten Tour Symptome mit einem Pulsoximeter kontrolliert. Bei ernsthaften Anzeichen wird sofort tiefer abgestiegen, notfalls organisiert das Team eine Helikopterrettung.
Welche Richtung ist beim Annapurna-Rundweg besser, im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn?
Die Standardrichtung führt gegen den Uhrzeigersinn von Besisahar über Manang zum Thorong La und weiter nach Muktinath, so wie Reisen Nepal die Route führt. Dieser Verlauf gilt seit Jahrzehnten als sicherer, weil die Höhe von Besisahar auf 760 Metern bis Manang auf 3.540 Metern über mehrere Tage schrittweise zunimmt und dem Körper genug Zeit zur Akklimatisierung lässt. Die umgekehrte Richtung von Muktinath aus würde bedeuten, den Pass innerhalb weniger Tage nach der Anreise zu übersteigen, was das Risiko einer Höhenkrankheit deutlich erhöht und inzwischen von Guides und Behörden abgeraten wird.
Welche Fitness brauche ich für den Annapurna-Rundweg?
Gute Grundausdauer reicht aus, technisches Klettern ist nicht nötig. Rechne mit 15 Trekkingtagen und täglich vier bis neun Stunden Gehzeit über unebenes Gelände, teils mit mehreren hundert Höhenmetern Auf- und Abstieg. Wer im Vorfeld drei bis vier Monate regelmäßig wandert, Treppen steigt oder joggt, idealerweise mit Rucksackgewicht, kommt gut durch die Route. Wichtiger als reine Spitzenkondition ist die Fähigkeit, über mehrere Tage in Folge auf Höhe konstant zu bleiben und Warnsignale des eigenen Körpers ernst zu nehmen, besonders in den Tagen um Manang und den Thorong-La-Übergang.
Welche Permits brauche ich für den Annapurna-Rundweg?
Zwei Genehmigungen sind Pflicht: die ACAP, die Annapurna Conservation Area Permit, und die TIMS-Karte für das Trekkers' Information Management System. Beide werden an mehreren Kontrollposten entlang der Route überprüft, unter anderem in Besisahar und Jomsom. Reisen Nepal organisiert beide Dokumente vor deiner Abreise über das Kathmandu-Team, du musst lediglich Passkopien und Passfotos bereitstellen. Zusätzlich brauchst du ein reguläres Nepal-Visum, das sich bei Ankunft am Flughafen Kathmandu ausstellen lässt oder vorab online beantragt werden kann.
Wann ist die beste Reisezeit für den Annapurna-Rundweg?
März bis Mai und Oktober bis November. Dann ist es meist trocken, und die Sicht am Thorong La ist klar, was am Passtag über die Sicherheit mitbestimmt. Juni bis September fällt wegen Regen, rutschiger Wege und fehlender Sicht weg. Dezember bis Februar ist am riskantesten, weil Schnee den Pass zeitweise sperren kann und die Nächte in Thorong Phedi deutlich unter minus zehn Grad fallen.

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