Reisen Nepal
Trekkingpfad auf dem Annapurna-Rundweg mit Blick auf die Annapurna-Kette

16 Tage über den Thorong La, von Besisahar bis Pokhara

Annapurna-Rundweg

Der Annapurna-Rundweg führt dich in 16 Tagen von den subtropischen Tälern bei Besisahar über den 5.416 Meter hohen Thorong La bis ins trockene Kali-Gandaki-Tal, vorbei an Manang und Muktinath, zurück nach Pokhara.

Dauer
16 Tage
Schwierigkeit
Schwer
Max. Höhe
5.416 m
Gruppengröße
2–12 Personen
Startpunkt
Besisahar
Preis ab
1.750 €

Der Annapurna-Rundweg ist eine 16-tägige Trekkingroute im Annapurna-Massiv Nepals, die den Marsyangdi-Fluss von Besisahar aus nordwärts bis zum Manang-Tal verfolgt, über den 5.416 Meter hohen Thorong-La-Pass ins Kali-Gandaki-Tal wechselt und über Muktinath, Jomsom und Marpha nach Pokhara zurückführt. Kein anderer Mehrwochen-Trek in Nepal verbindet so viele Klimazonen auf einer einzigen Route: Du startest zwischen Bananenstauden und Reisterrassen auf 760 Metern, durchquerst Nadel- und Rhododendronwälder, überquerst eine der höchsten regelmäßig begangenen Passhöhen der Welt und stehst wenige Tage später im halbtrockenen Hochgebirgsklima des Kali-Gandaki-Tals, das eher an das tibetische Hochland erinnert als an den feuchten Süden Nepals.

Fünfzehn Trekkingtage, ein fest eingeplanter Akklimatisierungstag in Manang und ein Passtag über 5.000 Meter bilden das Rückgrat der Tour. Reisen Nepal führt diese Route seit der Gründung 2016 mit einem eigenen Team in Kathmandu, lizenzierten Guides und Trägern, die maximal zwei Trekker pro Person begleiten. Die Gruppengröße bleibt mit 2 bis 12 Personen überschaubar, sodass Guides individuell auf Akklimatisierungstempo und Tagesform eingehen können.

Für wen sich der Annapurna-Rundweg eignet

Trekkingerfahrung zählt bei dieser Route mehr als reine Fitness. Der Annapurna-Rundweg verlangt keine Klettertechnik und keinen Umgang mit Steigeisen, dafür aber 15 aufeinanderfolgende Tage mit täglich vier bis neun Stunden Gehzeit und einen Passtag auf 5.416 Metern, an dem Kälte, dünne Luft und lange Distanz zusammenkommen. Wer bereits eine mehrtägige Höhenwanderung hinter sich hat, etwa im Alpenraum oberhalb von 3.000 Metern, bringt ein gutes Gefühl dafür mit, wie sich der eigene Körper in der Höhe anfühlt.

Zwei Trekkertypen passen besonders gut zu dieser Route. Der erste sucht eine lange, abwechslungsreiche Tour mit echtem Charakterwechsel unterwegs statt eines einzelnen Basislagers als Ziel. Der zweite will einen Hochpass über 5.000 Meter erleben, ohne dafür Bergsteigerausrüstung oder Seilschaftserfahrung zu brauchen, denn der Thorong La ist technisch ein Wanderweg, kein Kletterziel. Die Akklimatisierung bleibt trotzdem der entscheidende Faktor, und genau deshalb ist der Rundweg kein Einsteiger-Trek für die erste Nepal-Reise.

Sechzehn Tage Gesamtdauer bedeuten auch: Du brauchst Urlaubszeit und die Bereitschaft, dich auf einfache Teahouse-Unterkünfte, wechselndes Wetter und Tage ohne warme Dusche einzustellen. Wer diesen Rahmen mitbringt, bekommt im Gegenzug eine der landschaftlich vielseitigsten Routen im gesamten Himalaya.

Route und Charakter

Der Marsyangdi-Fluss begleitet dich auf den ersten acht Trekkingtagen und schneidet sich tief in ein enges Tal zwischen Manaslu- und Annapurna-Massiv. Von Besisahar auf 760 Metern führt der Weg durch Dörfer wie Bahundanda und Jagat, vorbei an Reisterrassen, Wasserfällen und Hängebrücken, hinein in Kiefern- und Rhododendronwälder oberhalb von 2.000 Metern. Ab Chame auf 2.710 Metern öffnet sich das Tal, und die Felswände von Annapurna II und Paungda Danda rücken näher an den Weg heran.

Manang auf 3.540 Metern markiert den Übergang in eine andere Welt. Das Dorf liegt bereits im Regenschatten der Annapurna-Kette, das Klima wird trockener, die Vegetation karger, und die Häuser ähneln mit ihren flachen Steindächern eher tibetischen als nepalesischen Bergdörfern. Hier verbringst du zwei Nächte, nicht wegen der Höhe allein, sondern weil Manang der letzte größere Ort vor dem Thorong La ist und sich als Ausgangspunkt für Akklimatisierungswanderungen zu den umliegenden Aussichtspunkten anbietet.

Jenseits des Thorong La wechselt die Route komplett den Charakter. Das Kali-Gandaki-Tal, eine der tiefsten Schluchten der Welt, liegt im Windschatten des Himalaya-Hauptkamms und wirkt trocken, staubig und vom Wind geprägt, ein Kontrast, der viele Trekker überrascht, die noch die grünen Wälder der Marsyangdi-Seite vor Augen haben. Muktinath, ein Pilgerort für Hindus und Buddhisten gleichermaßen, liegt genau an diesem Übergang. Weiter talabwärts über Jomsom bis Marpha, bekannt für seine Apfelplantagen und den lokal gebrannten Apfelbrand, wird die Landschaft wieder milder, bevor die Route in Pokhara am Phewa-See endet.

Über 4.600 Höhenmeter liegen zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der gesamten Route, ein Unterschied, der sich in Nepal auf kaum einer anderen Trekkingroute in dieser Kompaktheit erleben lässt. Innerhalb von elf Trekkingtagen bewegst du dich von subtropischem Tiefland bis auf den höchsten Punkt der Tour, während sich Vegetation, Baustil und sogar die Religionszugehörigkeit der Dörfer mehrfach verändern. Zurück auf der Kali-Gandaki-Seite prägen steinerne Chörten und Gebetsmühlen den Weg durch Kagbeni und Marpha, während der Talwind, der ab dem späten Vormittag durch die Schlucht zieht, zum festen Bestandteil jedes Nachmittags wird.

Schwierigkeit und Anforderungen

Der Annapurna-Rundweg gilt als schwerer Trek, nicht wegen technischer Kletterpassagen, sondern wegen der Kombination aus Tagesdistanz, Höhenprofil und dem Thorong-La-Tag selbst. An diesem einen Tag steigst du von Thorong Phedi auf 4.450 Metern über den Pass auf 5.416 Metern ab nach Muktinath auf 3.760 Metern, insgesamt acht bis neun Stunden Gehzeit mit fast 1.000 Höhenmetern Aufstieg und über 1.600 Höhenmetern Abstieg an einem einzigen Tag.

Zwei Nächte in Manang auf 3.540 Metern dienen genau der Vorbereitung auf diesen Tag. Der zusätzliche Akklimatisierungstag ist fest in die Route eingeplant und wird für eine Höhenwanderung zu einem der umliegenden Aussichtspunkte genutzt, etwa zum Ice Lake auf über 4.600 Metern oder zum Gangapurna-Aussichtspunkt. Diese Wanderungen nach dem Prinzip hoch steigen, tief schlafen senken das Risiko einer Höhenkrankheit spürbar, ersetzen aber keine sorgfältige Beobachtung der eigenen Symptome. Anzeichen von Höhenkrankheit nimmt dein Guide unterwegs täglich mit einem Pulsoximeter ernst, und die Route ist so gebaut, dass ein Abbruch vor dem Pass jederzeit möglich bleibt.

Drei bis vier Monate Vorbereitungszeit reichen in der Regel für regelmäßiges Ausdauertraining: Wandern mit Gewicht im Rucksack, Treppensteigen, längere Läufe oder Radtouren. Vorherige Erfahrung mit Trekking oberhalb von 3.000 Metern hilft bei der Einschätzung der eigenen Höhentoleranz, ist aber keine Voraussetzung, wenn du körperlich fit bist und die Akklimatisierungsregeln respektierst.

Feste Teahouse-Übernachtungen statt Zeltlager erleichtern die Regeneration zwischen den Etappen zusätzlich. Anders als bei einer Zeltexpedition schläfst du jede Nacht in einer Lodge mit Matratze, Decke und warmer Mahlzeit, was das Krankheitsrisiko durch Kälte und Nässe senkt. Porter übernehmen dabei bis zu zwei Trekkerrucksäcke pro Person, sodass du selbst nur Tagesrucksack, Wasser und Wetterschutz trägst, ein Detail, das an langen Tagen wie dem Passtag einen spürbaren Unterschied macht.

Permits und Formalitäten

Zwei Genehmigungen brauchst du für den Annapurna-Rundweg: die ACAP, die Annapurna Conservation Area Permit, und die TIMS-Karte, das Trekkers' Information Management System. Beide sind gesetzlich vorgeschrieben, sobald du die Annapurna Conservation Area betrittst, und werden an Kontrollposten entlang der Route wie in Besisahar, Chame und Jomsom überprüft. Ohne gültige Permits darfst du nicht weitergehen.

Das Kathmandu-Team von Reisen Nepal organisiert beide Dokumente vor deiner Abreise, sodass du bei Ankunft nur noch Reisepasskopien und Passfotos beisteuern musst. Mehr Hintergrund zu Permits, TIMS und ACAP findest du in unserem separaten Guide, inklusive der aktuellen Gebühren und der Frage, warum Solo-Trekking in bestimmten Gebieten inzwischen eingeschränkt ist.

Ein gültiges Nepal-Visum brauchst du zusätzlich zu den Trekking-Permits. Es lässt sich bei Ankunft am Flughafen Kathmandu gegen Gebühr ausstellen oder vorab online beantragen. Reisepass, Passfotos und ausreichend Bargeld in US-Dollar oder Euro für die Visagebühr solltest du bei der Einreise dabeihaben.

Seit einigen Jahren gilt zusätzlich: Solo-Trekking ohne lizenzierten Guide ist in der Annapurna Conservation Area nicht mehr erlaubt. Das ist ein weiterer Grund, warum ein erfahrenes Team wie das von Reisen Nepal sowohl bei der Organisation der Permits als auch bei der Zuteilung eines passenden Guides hilft, statt dich vor Ort mit Formularen und Behördenwegen allein zu lassen.

Beste Reisezeit für den Annapurna-Rundweg

März bis Mai und Oktober bis November gelten als die beiden stabilen Fenster für diese Route. Beide Zeiträume bringen trockenes Wetter in den unteren Talabschnitten und klare Sicht auf den Pass, was beim Thorong La direkt über die Sicherheit entscheidet, denn Nebel und Schneetreiben erschweren die Orientierung auf der langen Passquerung erheblich.

Juni bis September fällt wegen des Monsuns aus. Die unteren Abschnitte entlang des Marsyangdi werden bei starkem Regen rutschig, Wegabschnitte können durch Erdrutsche blockiert sein, und die Sicht auf die Berge bleibt meist bewölkt verhangen.

Dezember bis Februar ist die riskanteste Zeit für den Thorong La. Starker Schneefall kann den Pass tagelang unpassierbar machen, und die Temperaturen an der Thorong Phedi auf 4.450 Metern fallen nachts regelmäßig deutlich unter minus zehn Grad. Reisen Nepal legt Abfahrten deshalb bevorzugt in die beiden Hauptsaisons, in denen der Pass zuverlässig offen und gut begehbar ist. Zwischen den beiden Fenstern liegt der Herbst tendenziell etwas stabiler im Wetter, während das Frühjahr zusätzlich mit blühenden Rhododendronwäldern in den unteren Höhenlagen punktet. Selbst in den beiden Hauptsaisons schwanken die Temperaturen zwischen Tal und Pass an einem einzigen Tag um mehr als 30 Grad, weshalb Schichtkleidung wichtiger ist als eine einzelne, besonders warme Jacke.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Minus zwanzig Grad und tiefer sind am frühen Morgen auf dem Thorong La keine Seltenheit, selbst wenn es im Tal wenige Tage zuvor noch warm war. Genau für diesen einen Tag zählt bestimmte Ausrüstung besonders:

  • Daunenjacke mit hoher Füllkraft für Temperaturen bis minus zwanzig Grad am Passtag
  • Eingelaufene Trekkingstiefel mit stabiler Sohle für Schnee- und Geröllabschnitte
  • Stirnlampe für den Start lange vor Sonnenaufgang am Thorong-La-Tag
  • Warme Handschuhe und eine Mütze, die auch die Ohren vollständig bedeckt

Schichtsystem statt Einzelteile ist die Grundregel für die gesamte Route, weil du zwischen subtropischer Wärme bei Besisahar und alpiner Kälte in Manang und am Pass in wenigen Tagen mehrere Klimazonen durchquerst. Sonnencreme und eine gute Sonnenbrille gehören ebenso zur Grundausstattung wie warme Wechselsocken, besonders für die schneebedeckten Abschnitte oberhalb von Thorong Phedi.

Teleskop-Trekkingstöcke entlasten die Knie besonders am langen Abstieg vom Thorong La nach Muktinath, wo über 1.600 Höhenmeter am Stück zusammenkommen. Eine Trinkflasche mit Isolierhülle verhindert, dass Wasser in großer Höhe nachts einfriert, und Wasserentkeimungstabletten oder ein kleines Filtersystem sparen Kosten gegenüber gekauftem Flaschenwasser, das in den höheren Dörfern spürbar teurer wird als weiter unten im Tal.

Eine vollständige, tagesgenaue Packliste mit Mengenangaben für Kleidung, Schlafsack-Komfortbereich und persönliche Erste-Hilfe-Ausstattung findest du in unserem Packliste-Guide für Nepal-Treks, damit du dich hier nicht doppelt vorbereitest.

Vergleich zu anderen Annapurna-Routen

Drei Routen im Annapurna-Gebiet werden häufig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Trekker ansprechen. Der Annapurna Base Camp Trek führt dich in 10 bis 12 Tagen direkt ins Herz des Annapurna-Massivs, mit einem Basislager auf rund 4.130 Metern als Ziel und einem Panorama auf Annapurna I, Machapuchare und Hiunchuli. Er ist kürzer und erreicht keine 5.000-Meter-Marke, dafür konzentriert sich die gesamte Route auf ein einziges Bergmassiv.

Der Poon-Hill-Trek ist mit 4 bis 5 Tagen die kürzeste der drei Optionen und eignet sich für Reisende mit wenig Zeit oder ohne vorherige Höhenerfahrung. Der höchste Punkt liegt bei etwa 3.210 Metern auf dem Poon Hill selbst, bekannt für den Sonnenaufgang über der Annapurna- und Dhaulagiri-Kette.

Der Annapurna-Rundweg unterscheidet sich von beiden durch Länge, Höhe und Vielfalt: 16 Tage, ein Pass auf 5.416 Metern und ein Wechsel durch mehrere Klimazonen von subtropisch bis hochgebirgstrocken. Wer bereits zwei Wochen und mehr Zeit sowie entsprechende Kondition mitbringt und den höchsten Punkt aller drei Routen erleben will, findet hier die anspruchsvollste, aber auch abwechslungsreichste Option der drei.

Manche Gruppen kombinieren beide kürzeren Touren als Vorbereitung: Eine Woche Poon-Hill-Trek oder Annapurna Base Camp Trek als Test für Kondition und Höhentoleranz, bevor sie den Annapurna-Rundweg für eine spätere Saison buchen. Da alle drei Routen im selben Gebiet liegen und ähnliche Teahouse-Infrastruktur nutzen, lassen sich Erfahrungen aus der kürzeren Tour direkt auf die Planung des Rundwegs übertragen.

Nächster Schritt

Sechzehn Tage, ein Pass auf 5.416 Metern und zwei Talsysteme mit völlig unterschiedlichem Charakter warten auf der Route zwischen Besisahar und Pokhara. Die Plätze für die Haupttermine im Frühjahr und Herbst sind begrenzt, weil Reisen Nepal die Gruppengröße bewusst bei maximal 12 Personen hält, damit Guide und Träger jeden Trekker im Blick behalten. Schreib uns dein Wunschdatum, und unser Kathmandu-Team prüft Verfügbarkeit, Permits und den passenden Guide für deine Gruppe.

Impressionen

Bildergalerie

Hochgebirgslandschaft nahe Tilicho auf dem Annapurna-Rundweg
Trekkinggruppe auf dem Annapurna-Rundweg im Marsyangdi-Tal
Trekker auf dem Annapurna-Rundweg im Marsyangdi-Tal

Tag für Tag

Reiseverlauf

Höhenprofil
4.450 m
Tag 1Tag 16
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu

    1.400 Meter liegt Kathmandu über dem Meeresspiegel, und hier beginnt dein Annapurna-Rundweg offiziell mit der Ankunft am Tribhuvan International Airport. Ein Fahrer von Reisen Nepal holt dich ab und bringt dich zum Hotel im Thamel-Viertel, dem klassischen Ausgangspunkt für Trekkingreisen in Nepal. Am Nachmittag triffst du deinen Guide zu einem kurzen Briefing: Ausrüstungscheck, letzte Fragen zur Route, Übergabe der Permits, die das Kathmandu-Team bereits im Vorfeld organisiert hat. Wer noch Zeit und Energie hat, nutzt den Nachmittag für einen Spaziergang zum Durbar Square oder zur Stupa von Boudhanath, beide nur eine kurze Fahrt vom Hotel entfernt. Der Abend gehört der Vorbereitung: Rucksack packen, letzte Einkäufe in den Trekking-Läden rund um Thamel, früh schlafen gehen, denn am nächsten Morgen beginnt die lange Fahrt nach Besisahar.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Fahrt nach Besisahar und Start bis Bahundanda

    Sechs bis sieben Stunden dauert die Fahrt von Kathmandu über kurvige Bergstraßen nach Besisahar auf 760 Metern, dem offiziellen Startpunkt des Annapurna-Rundwegs. Nach einer kurzen Mittagspause beginnt der erste Trekkingabschnitt entlang des Marsyangdi-Flusses, vorbei an Reisterrassen, Wasserbüffeln und ersten Hängebrücken. Der Weg führt stetig bergauf bis Bahundanda auf 1.310 Metern, einem Dorf, das auf einem Hügel über dem Tal liegt und einen ersten Ausblick auf die noch fernen Schneegipfel bietet. Subtropische Vegetation, Bananenstauden und Terrassenfelder prägen diesen Talabschnitt noch deutlich, ein starker Kontrast zu den Hochgebirgsbildern, die viele mit dem Annapurna-Gebiet verbinden. Im Teahouse angekommen, gibt es die erste gemeinsame Dal-Bhat-Mahlzeit mit der Gruppe, während der Guide den nächsten Tag bespricht.

    1.310 m4 Std. GehzeitTeahouse
  3. Tag3

    Bahundanda nach Jagat

    Steile Treppen führen gleich zu Beginn dieses Tages hinunter ins Tal, bevor der Weg wieder ansteigt und sich durch dichten Subtropenwald schlängelt. Der Marsyangdi zwängt sich hier durch enge Schluchten, mehrere Hängebrücken queren den tosenden Fluss, und der Pfad wechselt ständig zwischen den beiden Talseiten. Dörfer wie Ghermu und Syange liegen an diesem Abschnitt, kleine Ansammlungen aus Steinhäusern mit Blechdächern, umgeben von Bananenstauden und Orangenbäumen. Ab Chamje wird das Tal enger, die Vegetation dichter, und Wasserfälle stürzen von steilen Felswänden direkt neben dem Weg herab. Das Etappenziel Jagat auf 1.300 Metern liegt an einem der historischen Kontrollposten der Route, wo Permits erstmals überprüft werden. Sechs Stunden reine Gehzeit, mehrere Hundert Höhenmeter Auf- und Abstieg, machen diesen Tag konditionell anspruchsvoll, auch wenn die absolute Höhe noch unkritisch bleibt.

    1.300 m6 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Jagat nach Dharapani

    1.960 Meter erreichst du am Ende dieses Tages in Dharapani, wo der Annapurna-Rundweg auf die Route aus dem benachbarten Manaslu-Gebiet trifft. Der Weg führt durch ein Tal, das sich zunehmend verengt, vorbei an Chamje mit seinem donnernden Wasserfall, über eine lange Hängebrücke und hinein in dichten Wald mit Kiefern und ersten Rhododendren. Die Vegetation verändert sich hier spürbar: Bananenstauden verschwinden, Nadelbäume übernehmen, und die Luft wird merklich kühler und trockener. Tal Village, ein flaches Dorf inmitten von Weizenfeldern, markiert die Tagesmitte und eignet sich für eine längere Mittagspause. Von dort steigt der Weg wieder an bis Dharapani, das bereits zur Manang-Region gehört und einen anderen, tibetisch geprägten Baustil zeigt. Sechs Stunden Gehzeit über wechselndes Gelände bereiten dich auf die zunehmend alpine Landschaft der kommenden Tage vor.

    1.960 m6 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Dharapani nach Chame

    2.710 Meter liegt Chame, der Verwaltungssitz des Manang-Distrikts und Tagesziel dieser Etappe durch dichten Kiefern- und Fichtenwald. Der Weg folgt weiterhin dem Marsyangdi, der hier deutlich schmaler und wilder wird, während sich rechts und links des Tals erste schneebedeckte Gipfel zeigen, darunter der markante Annapurna II. Kleine Dörfer wie Bagarchhap und Danaque liegen am Weg, mit traditionellen Holzhäusern und Gebetsfahnen, die auf die zunehmend buddhistisch geprägte Kultur dieser Talregion hinweisen. Ab Bagarchhap wird das Gelände steiler, der Wald dichter, und die Temperaturen sinken spürbar, besonders in den Morgenstunden. Chame selbst bietet heiße Quellen direkt am Fluss, ein willkommenes Ziel nach sechs Stunden Gehzeit über wurzeldurchzogene Waldpfade und steinige Wegabschnitte. Hier lohnt sich ein ruhiger Abend, denn ab morgen wird das Gelände offener und die Höhe beginnt, sich stärker bemerkbar zu machen.

    2.710 m6 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Chame nach Pisang

    3.200 Meter erreichst du in Pisang, kurz nachdem der Wald endgültig einer offeneren, alpinen Landschaft weicht. Der Weg führt zunächst durch ein enges Tal mit einer beeindruckenden, glatt geschliffenen Felswand namens Paungda Danda, die sich fast senkrecht über 1.500 Meter über dem Flussbett erhebt. Danach öffnet sich das Gelände zunehmend, Bäume werden seltener, und die ersten Ausblicke auf Annapurna II und Annapurna IV erscheinen deutlich näher als noch am Vortag. Pisang selbst teilt sich in ein unteres und ein oberes Dorf, wobei das obere Dorf mit seinem alten Kloster einen besseren Blick auf die umliegenden Gipfel bietet. Fünf Stunden Gehzeit über zunehmend steinigen, kargen Untergrund bereiten dich auf den nächsten Tag vor, an dem du dich zwischen der direkten und der höheren, landschaftlich reizvolleren Route nach Manang entscheiden kannst.

    3.200 m5 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Pisang nach Manang über die obere Route

    3.540 Meter hoch liegt Manang, das wichtigste Etappenziel vor dem Thorong La und Ziel dieses Tages. Die meisten Gruppen wählen die obere Route über Ghyaru und Ngawal statt den direkten, tieferen Weg über Humde, weil sie zusätzliche Höhenmeter für die Akklimatisierung bringt und spektakulärere Ausblicke auf Annapurna III, Gangapurna und Tilicho Peak bietet. Der Aufstieg nach Ghyaru auf über 3.700 Metern ist steil, doch die Aussicht von dort auf das gesamte Manang-Tal gehört zu den eindrücklichsten Momenten der gesamten Route. Von Ngawal führt der Weg wieder hinunter ins Tal, vorbei an trockenen, wüstenartigen Hängen, die eher an Tibet als an Nepal erinnern. Sechs Stunden Gehzeit mit deutlichem Auf und Ab machen diesen Tag anstrengend, doch das Höhenprofil dient bewusst der Vorbereitung auf den bevorstehenden Akklimatisierungstag in Manang.

    3.540 m6 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Akklimatisierungstag in Manang

    3.540 Meter Schlafhöhe bleibt in Manang unverändert, auch wenn du an diesem Tag deutlich höher steigst. Der zweite Tag im Dorf ist fest in die Route eingeplant und folgt dem bewährten Prinzip, tagsüber Höhe zu gewinnen und nachts wieder tiefer zu schlafen. Die meisten Gruppen wandern zum Ice Lake auf über 4.600 Metern oder zum Aussichtspunkt beim Gangapurna-Gletschersee, beide mit direktem Blick auf die Gletscherwände der Annapurna-Kette. Wer es ruhiger angehen will, besucht stattdessen das kleine Bergrettungszentrum im Dorf, wo Ärzte täglich einen kostenlosen Vortrag über Höhenkrankheit halten, oder erkundet das alte Kloster Braga mit seiner jahrhundertealten Buddha-Statue. Vier Stunden Gehzeit bei der Höhenwanderung reichen aus, um den Akklimatisierungseffekt zu erzielen, ohne den Körper zusätzlich zu erschöpfen. Der Nachmittag bleibt für Ruhe, ausreichend Trinken und ein gemeinsames Gruppen-Briefing zum bevorstehenden Passtag reserviert.

    3.540 m4 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Manang nach Yak Kharka

    4.020 Meter markiert Yak Kharka, benannt nach den Yak-Herden, die hier auf kargen Weiden grasen. Der Weg verlässt Manang über Tenki und führt durch trockenes, offenes Gelände mit vereinzelten Wacholderbüschen, während der Baumbestand endgültig zurückbleibt. Ab hier prägt alpine Steppe das Landschaftsbild, unterbrochen von Geröllfeldern und ersten Blicken auf den noch fernen Thorong La. Das Tal wird enger, der Wind stärker, und die Temperaturen fallen selbst tagsüber spürbar. Vier Stunden Gehzeit bei moderatem, aber stetigem Anstieg schonen den Körper bewusst, denn die Höhenzunahme pro Tag bleibt in dieser Phase der Route absichtlich gering. Yak Kharka besteht aus wenigen einfachen Lodges, in denen die Nächte bereits deutlich kälter werden. Kopfschmerzen oder leichte Schlafstörungen sind in dieser Höhe keine Seltenheit und werden vom Guide routinemäßig mit dem Pulsoximeter kontrolliert.

    4.020 m4 Std. GehzeitTeahouse
  10. Tag10

    Yak Kharka nach Thorong Phedi

    4.450 Meter erreichst du in Thorong Phedi, dem letzten Etappenziel vor der Passüberquerung. Der kurze, aber intensive Anstieg führt über Geröllhänge und schmale Pfade entlang steiler Abbrüche, weshalb dieser Abschnitt bei Nässe oder Schnee besondere Vorsicht verlangt. Manche Gruppen steigen von Thorong Phedi noch weiter zum High Camp auf etwa 4.925 Metern auf, um den folgenden Tag zu verkürzen, andere bleiben bewusst tiefer in Phedi, um die Nacht in etwas sauerstoffreicherer Luft zu verbringen. Der Guide entscheidet die Variante je nach Kondition und Wetterlage der Gruppe. Nur vier Stunden Gehzeit stehen an diesem Tag an, bewusst kurz gehalten, damit ausreichend Zeit für Ruhe, Flüssigkeitsaufnahme und einen frühen Schlaf bleibt. Der nächste Morgen beginnt lange vor Sonnenaufgang, und die Anspannung im Teahouse ist an diesem Abend deutlich spürbar.

    4.450 m4 Std. GehzeitTeahouse
  11. Tag11

    Über den Thorong La nach Muktinath

    5.416 Meter, der höchste Punkt der gesamten Route, wird an diesem Tag erreicht, meist zwischen 8 und 9 Uhr morgens nach einem Start um 4 oder 5 Uhr im Dunkeln. Der Aufstieg zum Thorong La zieht sich über mehrere Stunden durch verschneites, windiges Gelände, wobei Höhenmeter und dünne Luft das Tempo spürbar verlangsamen, selbst bei guter Kondition. Am Pass selbst, markiert durch Gebetsfahnen und ein kleines Steinschild, bleibt wegen Kälte und Wind meist nur Zeit für ein paar Fotos, bevor der lange Abstieg beginnt. Über 1.600 Höhenmeter geht es hinunter nach Muktinath auf 3.760 Metern, ein Abstieg, der die Knie stärker beansprucht als jeder andere Tag der Tour. Acht bis neun Stunden Gehzeit insgesamt machen diesen Tag zum konditionellen und mentalen Höhepunkt des Annapurna-Rundwegs. In Muktinath angekommen, einem heiligen Ort für Hindus und Buddhisten mit seinen 108 Wasserspeiern, überwiegt bei den meisten Trekkern vor allem Erleichterung und Stolz.

    3.760 m9 Std. GehzeitTeahouse
  12. Tag12

    Muktinath nach Jomsom durchs Kali-Gandaki-Tal

    2.720 Meter liegt Jomsom, Verwaltungssitz des Mustang-Distrikts und Tagesziel dieser Etappe durch das trockene Kali-Gandaki-Tal. Der Weg führt zunächst durch Kagbeni, ein von Lehmmauern geprägtes Dorf am Eingang zum Oberen Mustang, das mit seiner kargen, fast wüstenartigen Umgebung deutlich macht, wie sehr sich die Landschaft seit dem Thorong La verändert hat. Starker Nachmittagswind ist in diesem Tal typisch und treibt Staub und feinen Sand über den breiten Flussweg, weshalb erfahrene Guides den Tagesstart bewusst früh legen. Die Route folgt größtenteils dem breiten Kiesbett des Kali Gandaki, einem der tiefsten Flusstäler der Welt, zwischen den Achttausendern Dhaulagiri und Annapurna. Fünf Stunden Gehzeit über flaches, aber windiges Gelände fühlen sich nach dem Passtag angenehm entspannt an. In Jomsom, mit eigenem kleinen Flughafen, treffen viele Trekker auf die ersten touristischen Infrastrukturen seit Tagen.

    2.720 m5 Std. GehzeitTeahouse
  13. Tag13

    Jomsom nach Marpha

    2.670 Meter liegt Marpha, ein Dorf, das für seine Apfelplantagen und den lokal gebrannten Apfelbrand im gesamten Kali-Gandaki-Tal bekannt ist. Der kurze Weg von Jomsom folgt weiter dem Flusstal, vorbei an weiß getünchten Steinhäusern mit engen, gepflasterten Gassen, die sich deutlich von den Teahouse-Dörfern der letzten Tage unterscheiden. Apfelbäume säumen die Wege rund um das Dorf, und in mehreren kleinen Brennereien lässt sich der lokale Apfelbrand probieren, ein fester Bestandteil vieler Gruppenabende an dieser Stelle der Route. Drei Stunden Gehzeit lassen an diesem Tag Raum für einen Besuch des buddhistischen Klosters oberhalb des Dorfes oder einfach für einen ruhigen Nachmittag nach den anstrengenden Tagen rund um den Pass. Marpha gilt bei vielen Reisen-Nepal-Gästen als einer der angenehmsten Übernachtungsorte der gesamten Tour.

    2.670 m3 Std. GehzeitTeahouse
  14. Tag14

    Rückweg nach Jomsom und Weiterreise nach Pokhara

    830 Meter liegt Pokhara, wo dieser Tag mit einem kurzen Flug oder, je nach Wetterlage und Flugplan, einer mehrstündigen Fahrt endet. Am Morgen geht es zunächst zu Fuß oder mit einem kurzen Fahrzeugtransfer zurück nach Jomsom, wo der kleine Flughafen bei klarem Wetter mehrmals täglich Propellermaschinen nach Pokhara abfertigt. Der Flug selbst dauert nur etwa 20 Minuten, bietet dabei aber einen der eindrücklichsten Ausblicke der gesamten Reise auf das Kali-Gandaki-Tal zwischen Dhaulagiri und Annapurna. Bei ungünstigem Wetter, besonders im Frühjahr, wenn Wind die Flüge am späten Vormittag häufiger ausfallen lässt, organisiert das Reisen-Nepal-Team stattdessen eine Fahrt über die Straße. In Pokhara angekommen, direkt am Phewa-See gelegen, erwartet dich ein spürbar wärmeres Klima und der erste Komfort eines richtigen Hotelzimmers seit zwei Wochen.

    830 m1 Std. GehzeitHotel
  15. Tag15

    Pokhara und Rückfahrt nach Kathmandu

    200 Kilometer trennen Pokhara von Kathmandu, eine Strecke, die je nach Verkehr und Straßenzustand sechs bis sieben Stunden Fahrzeit beansprucht, alternativ lässt sich die Strecke auch in etwa 25 Minuten fliegen. Der Vormittag bleibt meist frei für Pokhara selbst: ein Spaziergang am Phewa-See, ein Besuch der Aussichtsplattform Sarangkot mit Blick auf die Annapurna-Kette, oder einfach Ausruhen nach den anstrengenden Tagen am Pass. Am Nachmittag geht es zurück nach Kathmandu, wo das Reisen-Nepal-Team ein Abschiedsessen mit typisch nepalesischen Gerichten organisiert. Dieser Tag dient bewusst als Puffer im Reiseplan, denn Flugverspätungen zwischen Jomsom und Pokhara sind in den Bergen keine Seltenheit, und ein Tag Reserve verhindert, dass solche Verzögerungen den internationalen Rückflug gefährden.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  16. Tag16

    Abreise aus Kathmandu

    Ein letzter Transfer zum Tribhuvan International Airport beendet diese 16-tägige Reise durch das Annapurna-Gebiet. Je nach Abflugzeit bleibt am Vormittag noch Zeit für letzte Einkäufe in Thamel, etwa Pashmina-Schals, handgefertigten Schmuck oder Gewürze als Mitbringsel. Ein Fahrer von Reisen Nepal holt dich rechtzeitig am Hotel ab und bringt dich zum Flughafen, üblicherweise drei Stunden vor dem internationalen Abflug. Rückblickend liegen dann 16 Tage, zwei Talsysteme, ein Pass auf 5.416 Metern und zahlreiche Höhenmeter zwischen subtropischem Tiefland und Hochgebirgswüste hinter dir. Viele Gäste berichten, dass gerade der Kontrast zwischen Marsyangdi- und Kali-Gandaki-Tal in Erinnerung bleibt, mehr noch als der Pass selbst. Der Rückflug schließt eine Route ab, die zu den vielseitigsten Trekkingerlebnissen im gesamten Himalaya zählt.

    1.400 m0 Std. GehzeitTransfer zum Flughafen

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Vollpension in Teahouses/Lodges während des gesamten Treks
  • Lizenzierter Trekkingguide
  • Porter (max. 2 Trekker pro Porter)
  • Alle Permits (ACAP, TIMS)
  • Inlandsflug oder Fahrt Jomsom–Pokhara am Ende der Tour
  • Transport Pokhara/Kathmandu–Besisahar
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter

Nicht inklusive

  • Internationale Flüge
  • Nepal-Visum
  • Unterkunft/Verpflegung in Kathmandu/Pokhara außerhalb des Treks
  • Persönliche Ausrüstung
  • Trinkgelder
  • Reise- und Bergungskostenversicherung (inkl. Helikopterrettung ab mind. 6.000 m empfohlen wegen Thorong La)
  • Warme Duschen und WLAN unterwegs (meist gebührenpflichtig)
  • Alkoholische Getränke

Dokumente

Erforderliche Permits

  • ACAP – Annapurna Conservation Area Permit
  • TIMS-Karte

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

Planung

Beste Reisezeit

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Fragen

Häufige Fragen zu Annapurna-Rundweg