Reisen Nepal
Türkisfarbene Gokyo-Seen mit Blick auf den Gokyo Ri

Die ruhige Alternative zum Everest Base Camp Trek mit türkisfarbenen Gokyo-Seen und Gipfelblick vom Gokyo Ri

Gokyo-Seen-Trek

17-tägige Trekkingreise zu den türkisfarbenen Gokyo-Seen im Everest-Gebiet, mit Aufstieg auf den Gokyo Ri (5.357 m) für Panoramablick auf Everest, Lhotse, Makalu und Cho Oyu, mit deutlich weniger Trekkern als auf der klassischen EBC-Route.

Dauer
17 Tage
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Max. Höhe
5.357 m
Gruppengröße
2–12 Personen
Startpunkt
Lukla
Preis ab
2.050 €

Der Gokyo-Seen-Trek ist eine 17-tägige geführte Trekkingtour im Khumbu-Gebiet, die dich von Lukla über Namche Bazaar zu den sechs türkisfarbenen Gokyo-Seen und auf den Aussichtsberg Gokyo Ri (5.357 m) führt. Bis zum Dorf Dole verläuft die Route auf demselben Pfad wie der Everest Base Camp Trek, danach zweigt sie in ein ruhigeres Seitental ab, durch das deutlich weniger Trekker laufen als auf der Hauptroute zum Base Camp. Vom Gipfel des Gokyo Ri siehst du bei klarem Wetter vier Achttausender auf einen Blick: Everest (8.849 m), Lhotse (8.516 m), Makalu (8.485 m) und Cho Oyu (8.188 m). Unterhalb liegt der Ngozumpa-Gletscher, mit rund 36 Kilometern Länge der größte Gletscher Nepals, dessen graue Eismassen einen scharfen Kontrast zum Türkis der Seen bilden. 2.050 Euro pro Person kostet die Reise ab, enthalten sind die Inlandsflüge Kathmandu-Lukla-Kathmandu, Vollpension während des gesamten Treks, ein erfahrener Guide, ein Porter sowie Sagarmatha-Nationalpark-Permit und Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr. Der höchste Punkt der Tour liegt auf 5.357 m, die tägliche Gehzeit variiert zwischen null und sieben Stunden, mit ausreichend Pufferzeit für Wetterverzögerungen bei den Lukla-Flügen.

Für wen sich der Gokyo-Seen-Trek eignet

Namche Bazaar markiert den Punkt, an dem sich die Wege trennen: Wer weiter geradeaus Richtung Tengboche läuft, folgt der klassischen EBC-Route, wer stattdessen bei Dole nach Norden ins Gokyo-Tal abbiegt, wählt die ruhigere Variante. Diese Entscheidung passt zu Trekkern, die die Landschaft und die Höhenerfahrung des Khumbu suchen, aber weniger Wert auf das Base Camp selbst als geografischen Punkt legen. Wer schon einmal Fotos von überfüllten Etappen zwischen Dingboche und Gorak Shep gesehen hat, weiß, wie unterschiedlich sich die beiden Routen anfühlen, obwohl beide durch dasselbe Tal und denselben Nationalpark führen.

Paare, Alleinreisende und trekkingerfahrene Familien, die eine persönlichere Atmosphäre in den Lodges schätzen, sind auf dieser Route gut aufgehoben. Die Tagesetappen sind mit vier bis sieben Stunden ähnlich lang wie beim Everest Base Camp Trek, die Distanzen zwischen den Dörfern im oberen Gokyo-Tal sind aber kürzer, was den Aufenthalt in großer Höhe entspannter macht. Auch fotografisch bietet die Route mehr Abwechslung: Statt eines einzelnen Aussichtspunkts wie Kala Patthar wechseln sich hier über mehrere Tage Gletscherblicke, Seenpanoramen und der Gipfelblick vom Gokyo Ri ab.

Nicht ideal ist der Trek für alle, die unbedingt am eigentlichen Everest Base Camp stehen wollen, denn dieses liegt geografisch auf der anderen Talseite und wird auf dieser Route nicht erreicht. Für diesen Fall eignet sich der Everest Base Camp Trek selbst, für alle, die beides erleben wollen und über sehr gute Kondition verfügen, der Everest-Drei-Pässe-Trek, beide später im Text im Detail beschrieben.

Route und Charakter: türkise Seen und der größte Gletscher Nepals

Sechs Gokyo-Seen liegen entlang des oberen Dudh-Koshi-Tals, gespeist vom Schmelzwasser des Ngozumpa-Gletschers. Das Dorf Gokyo selbst steht direkt am Ufer des dritten Sees, Dudh Pokhari, auf 4.790 m, dem größten und bekanntesten der Gruppe. Sein Wasser wirkt je nach Lichteinfall türkis bis tiefblau, ein Effekt, den feines Gletschermehl im Wasser erzeugt, das Licht anders bricht als klares Bergwasser. Der erste und zweite See liegen tiefer im Tal und werden auf dem Weg von Machhermo passiert, der vierte und fünfte See sind nur mit einem zusätzlichen Fußmarsch am Akklimatisierungstag zu erreichen.

Der Ngozumpa-Gletscher verläuft westlich von Gokyo und ist mit etwa 36 Kilometern Länge der größte Gletscher Nepals, deutlich größer als der bekanntere Khumbu-Gletscher am Everest Base Camp. Anders als reines Eis wirkt seine Oberfläche streckenweise wie eine graue Geröllwüste, weil eine dicke Schuttschicht das Eis darunter bedeckt und nur an wenigen Stellen blaues Gletschereis sichtbar wird. Der Weg zum vierten und fünften See führt am Rand dieses Gletschers entlang, ein eindrückliches Gegenstück zum satten Türkis der Seen wenige Hundert Meter weiter.

Janai Purnima, das hinduistische Vollmondfest im August, bringt einmal im Jahr gläubige Pilger an den dritten Gokyo-See, die im eiskalten Wasser baden, um Shiva zu ehren. Außerhalb dieses einen Festtags bleibt die Zahl der Besucher an den Seen überschaubar, ganz im Gegensatz zum Andrang, den Feiertage rund um das Everest Base Camp mit sich bringen können. Moränengestaut sind alle sechs Seen, das heißt, Geröllwälle des zurückweichenden Ngozumpa-Gletschers halten das Schmelzwasser zurück und formen die heutigen Becken. Geologisch sind sie damit vergleichsweise jung und verändern sich mit dem Rückzug des Gletschers messbar von Jahr zu Jahr.

Namche Bazaar teilt sich die Route noch mit dem Everest Base Camp Trek, ab Dole führt der Pfad dann durch Rhododendron- und Wacholderwald ins schmalere Gokyo-Tal. Weil dieses Tal keine direkte Verbindung zum Base Camp hat, bleibt der Trekkerverkehr hier spürbar geringer als auf der Hauptroute über Tengboche und Dingboche. Wer morgens in Gokyo aus der Lodge tritt, sieht häufig nur wenige andere Trekkinggruppen am Seeufer, ein Kontrast zu den dichter getakteten Etappen der EBC-Route zur Hauptsaison.

Schwierigkeit und Anforderungen

5.357 m erreichst du am zehnten Tag auf dem Gipfel des Gokyo Ri, dem höchsten Punkt der gesamten Tour. Technisch verlangt die Route keine Kletter- oder Klettersteigerfahrung, der Weg ist durchgehend ein gut ausgetretener Wanderpfad ohne Seilsicherung oder Gletscherüberquerung mit Steigeisen. Konditionell ist der Trek dennoch anspruchsvoll, weil du an mehreren Tagen über 4.000 m unterwegs bist und die Tagesetappen zwischen vier und sieben Stunden reine Gehzeit umfassen, teils auf unebenem, steinigem Untergrund.

Zwei feste Akklimatisierungstage sind in den 17 Tagen eingeplant, einer in Namche Bazaar (3.440 m) und einer in Gokyo (4.790 m) selbst. Dazwischen liegt mit der Etappe Dole-Machhermo bewusst ein kürzerer, moderater Gehtag, der zusätzliche Zeit zur Höhenanpassung schafft, bevor es weiter auf über 4.700 m geht. Diese Tage sind kein Leerlauf, sondern folgen dem Prinzip, tagsüber höher zu steigen und zum Schlafen wieder abzusteigen, was das Risiko von Höhenkrankheit spürbar senkt.

Höhenkrankheit bleibt trotzdem das zentrale gesundheitliche Risiko der Tour, wie bei jedem Trek oberhalb von 3.500 m im Khumbu. Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Appetitlosigkeit können ab etwa 2.500 m auftreten, unabhängig von Fitnesslevel oder Trekkingerfahrung. Unsere Guides beobachten jeden Teilnehmer während der gesamten Tour aufmerksam und entscheiden im Zweifel für einen Abstieg statt für den Zeitplan. Wer sich vorab intensiver mit Symptomen und Prävention beschäftigen möchte, findet Details im Reisewissen-Artikel zu Höhenkrankheit und Akklimatisierung.

Eine gute Grundfitness und Erfahrung mit mehrtägigen Wanderungen helfen, sind aber keine Voraussetzung im Sinne einer Mindestleistung. Wichtiger als Lauftempo ist die Fähigkeit, über mehrere Stunden ein gleichmäßiges, langsames Tempo zu halten, genau das Tempo, das dein Guide vorgibt.

Diamox (Acetazolamid) nehmen manche Trekker vorbeugend gegen Höhenkrankheit ein, idealerweise nach Rücksprache mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt vor der Abreise. Eine Reise- und Höhenkrankenversicherung mit Hubschrauberrettung ist für diese Tour verpflichtend, denn im Ernstfall bringt nur ein Helikopterflug aus Gokyo oder Dole schnelle Hilfe in ein tiefer gelegenes Krankenhaus. Unser Guide führt zusätzlich ein Pulsoximeter mit, um die Sauerstoffsättigung bei Bedarf zu messen und erste Symptome frühzeitig einzuordnen.

Permits und Formalitäten für den Gokyo-Seen-Trek

Zwei Genehmigungen brauchst du für diese Route: den Sagarmatha-Nationalpark-Permit und die Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr, die von der lokalen Rural Municipality erhoben wird. Der Sagarmatha-Nationalpark-Permit kostet ca. 3.000 NPR pro Person, die Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr liegt bei ca. 2.000 NPR, wobei sich beide Gebühren mit der Zeit ändern können. Eine gesonderte TIMS-Karte ist für Treks im Khumbu-Gebiet aktuell nicht erforderlich, da der Nationalpark-Permit diese Funktion mit abdeckt.

Beide Permits sind im Reisepreis bereits enthalten und werden von unserem Team in Kathmandu vor Trekkingbeginn organisiert, du musst dich um keinen Behördengang kümmern. Kontrolliert werden sie am Eingang des Sagarmatha-Nationalparks kurz hinter Monjo, auf dem Weg von Phakding nach Namche Bazaar, deshalb solltest du deinen Reisepass während des gesamten Treks griffbereit haben. Mehr zu den unterschiedlichen Gebühren, Kartentypen und Formalitäten für Nepal-Treks findest du im Reisewissen-Artikel zu Trekking-Permits.

Das Nepal-Visum selbst ist im Reisepreis nicht enthalten und lässt sich bei Ankunft am Flughafen Kathmandu unkompliziert vor Ort beantragen.

Beste Reisezeit für den Gokyo-Seen-Trek

März bis Mai und September bis November sind die zwei stabilen Trekkingfenster im Khumbu, auch für den Gokyo-Seen-Trek. Im Frühling blühen Rhododendronwälder unterhalb von Namche Bazaar in kräftigem Rot und Pink, die Sicht auf die Gokyo-Seen und die Achttausender ist meist klar, auch wenn nachmittags gelegentlich Wolken aufziehen. Tagsüber liegen die Temperaturen in tieferen Lagen bei 10 bis 15 Grad, nachts sinken sie in Gokyo selbst auch im Frühling deutlich unter null.

Oktober und November gelten als das zuverlässigste Fenster, weil der Monsun gerade abgeklungen ist und die Luft danach oft wochenlang staubfrei und klar bleibt. Für den Ausblick vom Gokyo Ri, den Höhepunkt der Tour, ist das ein spürbarer Vorteil, da die Sicht auf Everest, Lhotse, Makalu und Cho Oyu an klaren Herbsttagen besonders gut ist. Nachts wird es allerdings kälter als im Frühling, in Gokyo sind zweistellige Minusgrade in dieser Jahreszeit keine Seltenheit.

Juni bis August, die Monsunmonate, eignen sich nicht für diese Route: Wolken verdecken die Seen und Gipfel meist komplett, die Wege werden rutschig, und Flüge nach Lukla fallen häufiger aus. Dezember bis Februar ist zwar trocken und die Sicht oft hervorragend, die Kälte in Gokyo auf 4.790 m macht diese Monate aber nur für kälteerfahrene Trekker empfehlenswert.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Minus 15 bis minus 20 Grad Celsius sind nachts in Gokyo und auf dem Gokyo Ri keine Seltenheit, selbst in der Haupttrekkingsaison. Ein Schlafsack mit Komfortbereich bis mindestens minus 15 Grad ist deshalb Pflicht, ebenso eine warme Daunenjacke für die frühmorgendlichen Aufstiege vor Sonnenaufgang. Da du am zehnten Tag bereits um 4 oder 5 Uhr morgens aufbrichst, lohnt sich eine gute Stirnlampe mit Ersatzbatterien, die bei Kälte schneller leer laufen als gewohnt.

Ein bewährtes Drei-Lagen-System aus Merino-Basisschicht, Fleece- oder Softshell-Mittelschicht und einer wind- sowie wasserdichten Außenjacke deckt die Temperaturschwankungen zwischen sonnigem Tagesmarsch und eiskalter Nacht zuverlässig ab. Handschuhe in zwei Stärken gehören ebenfalls in den Rucksack, eine dünnere Variante zum Gehen und eine dicke Daunenvariante für den Gipfelmorgen auf dem Gokyo Ri.

Trekkingstöcke helfen besonders auf dem unebenen, steinigen Gelände am Rand des Ngozumpa-Gletschers und auf dem steilen letzten Anstieg zum Gokyo Ri. Feste, eingelaufene Trekkingschuhe mit gutem Profil sind wichtiger als Steigeisen, technische Kletterausrüstung brauchst du für diese Route nicht. Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sind auf dem reflektierenden Eis und Schnee rund um die Seen kein optionales Extra, sondern Basisausstattung.

Die vollständige Packliste mit allen Details zu Kleidungsschichten, Erste-Hilfe-Set und technischer Ausrüstung findest du im Reisewissen-Artikel zur Packliste fürs Trekking in Nepal, der für alle Höhentreks im Khumbu gilt.

Vergleich zum Everest Base Camp Trek und zum Everest-Drei-Pässe-Trek

Der Everest Base Camp Trek bleibt die meistgelaufene Route im Khumbu und führt in 15 Tagen über Tengboche und Dingboche direkt zum Everest Base Camp (5.364 m) und auf den Aussichtsberg Kala Patthar (5.545 m). Beide Touren teilen sich die ersten fünf Tage bis Namche Bazaar, unterscheiden sich danach aber deutlich: Auf der EBC-Route ziehst du in der Hauptsaison oft in dichten Trekkergruppen von Lodge zu Lodge, auf dem Gokyo-Seen-Trek bist du ab Dole spürbar öfter allein mit deiner eigenen Gruppe unterwegs. Wer unbedingt am geografischen Base Camp selbst stehen will, ist mit dem EBC-Trek besser bedient, wer Wert auf Seenlandschaft und ein ruhigeres Bergerlebnis legt, mit dem Gokyo-Seen-Trek.

Wer beide Erlebnisse verbinden möchte, findet die Antwort im Everest-Drei-Pässe-Trek. Diese 20-tägige Route kombiniert den Gokyo-Seen-Trek mit dem Everest Base Camp Trek und führt zusätzlich über zwei weitere Hochpässe, Renjo La (5.360 m) und Kongma La (5.535 m), sowie den Cho La (5.420 m) zwischen Gokyo-Tal und Everest-Tal. Damit bekommst du auf einer einzigen Rundtour die türkisen Seen, das Base Camp und drei Pässe über 5.300 m, das verlangt aber deutlich mehr Kondition, Zeit und Erfahrung mit Höhentouren als die beiden Einzelrouten.

Für die meisten Erstbesucher im Khumbu ist der Gokyo-Seen-Trek deshalb die richtige Wahl, wenn Ruhe und Landschaft im Vordergrund stehen, ohne die konditionellen Anforderungen der Drei-Pässe-Route.

Reisen Nepal organisiert den Gokyo-Seen-Trek seit 2016 mit einem festangestellten Team in Kathmandu, das die Route selbst kennt und nicht an Subunternehmer weitergibt. Gruppengrößen zwischen 2 und 12 Personen sowie ein Porter für maximal zwei Trekker sorgen dafür, dass Guide und Gruppe während der ganzen Tour eng zusammenarbeiten. Bei Fragen zu Terminen, Preisen oder zur Gruppenzusammenstellung meldet sich unser Kathmandu-Team direkt bei dir, sobald du eine Anfrage über die Buchungsseite stellst.

Tag für Tag

Reiseverlauf

Höhenprofil
5.357 m
Tag 1Tag 17
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu

    Kathmandu liegt auf rund 1.400 m Höhe und ist Ausgangspunkt sowie Endpunkt deiner gesamten Reise. Nach der Landung am internationalen Flughafen Tribhuvan holt dich ein Fahrer unseres Kathmandu-Teams ab und bringt dich direkt zum Hotel, meist im Stadtteil Thamel, dem touristischen Zentrum der Stadt. Am Abend triffst du deinen Guide sowie gegebenenfalls weitere Teilnehmer deiner Gruppe beim gemeinsamen Briefing, bei dem der Ablauf der kommenden 17 Tage, die Ausrüstung und die geplanten Höhenprofile besprochen werden. Offene Fragen zu Permits, Trinkgeld oder persönlicher Ausrüstung klärst du hier direkt. Nach der oft langen Anreise bleibt genug Zeit, dich vom Flug zu erholen und dich auf das bevorstehende Trekking einzustellen, bevor am zweiten Tag die konkrete Vorbereitung beginnt.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Kathmandu – Vorbereitung und Ausrüstungscheck

    Zwei Tage in Kathmandu zu Beginn der Reise geben dir genug Puffer für Vorbereitung und für einen möglichen verspäteten Flug. Der zweite Tag ist für letzte Besorgungen reserviert, etwa fehlende Ausrüstungsteile, die sich in den zahlreichen Trekkingläden in Thamel günstig nachkaufen oder mieten lassen. Unser Team kontrolliert gemeinsam mit dir deine Ausrüstung und erledigt im Hintergrund den Papierkram für Sagarmatha-Nationalpark-Permit und Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr, sodass du dich um keine Behördengänge kümmern musst. Wer möchte, nutzt den freien Nachmittag für optionales Sightseeing in der Altstadt, etwa den Durbar Square oder die Stupa von Boudhanath, beide nur eine kurze Fahrt vom Hotel entfernt. Am Abend liegt die komplette Ausrüstung bereit für den frühen Abflug nach Lukla am nächsten Morgen.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  3. Tag3

    Flug nach Lukla, Trek nach Phakding

    2.860 m hoch liegt Lukla, wo dein Trekking nach einem kurzen Inlandsflug von Kathmandu aus beginnt. Die Landebahn ist nur 527 m lang und liegt schräg am Hang, ein Flug, der zu den spektakuläreren Kurzstrecken im Himalaya zählt. Nach der Landung triffst du deinen Porter, packst den Trekkingrucksack neu und beginnst den ersten, überwiegend leichten Abstieg entlang des Flusses Dudh Koshi Richtung Phakding auf 2.610 m. Der Weg führt durch Kiefernwald und über die ersten Hängebrücken mit bunten Gebetsfahnen, ein sanfter Einstieg, der deinem Körper Zeit gibt, sich an das Gehen mit Rucksack zu gewöhnen. Etwa drei Gehstunden liegen zwischen Lukla und Phakding, genug für den ersten Tag. Übernachtet wird in einem einfachen, gemütlichen Teehaus direkt am Fluss.

    2.610 m3 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Phakding nach Namche Bazaar

    3.440 m hoch liegt Namche Bazaar, das größte Sherpa-Handelsdorf im Khumbu und dein Ziel für diesen Tag. Der Weg beginnt mit sanften Auf- und Abstiegen durch Kiefernwälder, kreuzt mehrmals den Dudh Koshi über Hängebrücken und erreicht nach etwa zwei Stunden Monjo, den Eingang zum Sagarmatha-Nationalpark, wo dein Permit kontrolliert wird. Kurz danach beginnt der steilste Anstieg der gesamten Tour, gut 600 Höhenmeter auf wenigen Kilometern, oft mit dem ersten flüchtigen Blick auf den Everest zwischen den Bäumen. Sechs Gehstunden brauchst du insgesamt für diese Etappe, spürbar mehr als am Vortag, und die dünnere Luft macht sich hier zum ersten Mal bemerkbar. Namche selbst liegt amphitheaterförmig im Hang, mit Cafés, Ausrüstungsläden und einer Sonntagsmarkthalle, die das Dorf zum Zentrum der Region macht.

    3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Akklimatisierungstag in Namche Bazaar

    Namche Bazaar ist Schauplatz des ersten von zwei Akklimatisierungstagen dieser Reise, denn 3.440 m verlangen nach Zeit, bevor es weiter in größere Höhen geht. Statt eines reinen Ruhetags läufst du eine kurze, etwa vierstündige Wanderung hinauf zum Everest View Hotel auf rund 3.880 m, dem Prinzip "hoch gehen, tief schlafen" folgend, das Höhenkrankheit vorbeugt. Von dort öffnet sich bei klarem Wetter der erste weite Blick auf Everest, Lhotse und Ama Dablam. Alternativ bietet sich ein Besuch des Sherpa-Kulturmuseums oder des Klosters oberhalb von Namche an, das Einblick in die buddhistische Tradition der Region gibt. Der Nachmittag bleibt frei für Wäsche waschen, Ausrüstung sortieren oder Ruhe, bevor am nächsten Tag die Route beim Weiler Dole von der klassischen Everest-Base-Camp-Route abzweigt.

    3.440 m4 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Namche Bazaar nach Dole

    Dole auf 4.200 m markiert den Punkt, an dem sich dein Weg von der Hauptroute zum Everest Base Camp trennt. Statt weiter Richtung Tengboche zu laufen, biegst du kurz hinter Namche nach Norden ab und folgst einem schmaleren Pfad durch dichten Rhododendron- und Wacholderwald, der im Frühling in kräftigem Rot blüht. Der Blick öffnet sich immer wieder auf die schroffen Gipfel von Kangtega (6.782 m) und Thamserku (6.608 m), die den Weg von hier an begleiten. Sechs Gehstunden mit stetigem, aber nicht extremem Höhengewinn liegen vor dir, spürbar ruhiger als die belebteren Etappen der EBC-Route in dieser Höhenlage. Die Zahl der Trekkinggruppen nimmt spürbar ab, sobald du diesen Abzweig nimmst, ein erster konkreter Eindruck davon, wie viel ruhiger der Gokyo-Seen-Trek im Vergleich verläuft.

    4.200 m6 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Dole nach Machhermo

    4.470 m erreichst du in Machhermo, nach einem bewusst kurz gehaltenen Gehtag von nur rund vier Stunden. Der Weg führt über offenes Weideland und vorbei an vereinzelten Yak-Herden entlang des oberen Dudh-Koshi-Tals, mit freiem Blick auf umliegende Sechs- und Siebentausender. Diese kürzere Etappe ist bewusst so geplant, denn sie dient der weiteren Akklimatisierung, ohne dich unnötig zu erschöpfen, bevor es auf über 4.700 m nach Gokyo weitergeht. Machhermo selbst ist ein kleiner Weiler mit wenigen Lodges, deutlich ruhiger als die größeren Orte weiter unten im Tal. Am Nachmittag bleibt Zeit für einen kurzen Spaziergang oder für ein optionales Gesundheitsbriefing zu Symptomen der Höhenkrankheit, das in manchen Lodges der Region angeboten wird. Die Nächte werden hier spürbar kälter als in Namche.

    4.470 m4 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Machhermo nach Gokyo

    4.790 m hoch liegt Gokyo, dein Ziel für die kommenden drei Nächte, direkt am Ufer des dritten und größten der sechs Gokyo-Seen. Der Weg von Machhermo führt zunächst am ersten und zweiten See vorbei, deren Wasser je nach Lichteinfall zwischen hellem Türkis und tiefem Blau wechselt, gespeist vom Schmelzwasser des Ngozumpa-Gletschers. Nach rund vier Gehstunden erreichst du das kleine Dorf Gokyo, das sich unmittelbar am Seeufer entlangzieht, mit dem massiven Ngozumpa-Gletscher als grauer Kulisse im Westen. Die Luft ist hier merklich dünner als noch in Machhermo, weshalb der folgende Tag bewusst als zweiter Akklimatisierungstag der Reise eingeplant ist. Am späten Nachmittag lohnt sich ein ruhiger Spaziergang am Seeufer, wenn das Licht der untergehenden Sonne die Wasserfläche in wechselnden Farben aufleuchten lässt.

    4.790 m4 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Akklimatisierung und Erkundung der Gokyo-Seen

    Gokyo ist Schauplatz des zweiten Akklimatisierungstags der Reise, mit zwei möglichen Zielen für eine rund vierstündige Erkundung. Die erste Option führt zum vierten und fünften Gokyo-See, kleiner und stiller als der dritte See am Dorf, über einen Pfad mit Blick auf den Cho Oyu (8.188 m) im Norden. Die zweite Option führt auf den Ngozumpa-Gletscher selbst, mit etwa 36 Kilometern Länge der größte Gletscher Nepals, dessen Oberfläche von grauem Geröll bedeckt ist und nur stellenweise blaues Eis freigibt. Beide Wege verlaufen auf ähnlichem Höhenniveau wie Gokyo und dienen vor allem der Anpassung an die dünne Luft vor dem Aufstieg auf den Gokyo Ri am folgenden Morgen. Wer möchte, kombiniert beide Ziele zu einer längeren Runde, je nach Kondition und Wetterlage.

    4.790 m4 Std. GehzeitTeahouse
  10. Tag10

    Gokyo Ri und Abstieg nach Dole

    5.357 m hoch liegt der Gokyo Ri, der höchste Punkt der gesamten Reise und Ziel des frühmorgendlichen Aufstiegs an diesem Tag. Der Weg vom Dorf Gokyo aus ist steil und führt über losen Fels, rund zwei Stunden Aufstieg im Dunkeln mit Stirnlampe, damit du den Gipfel rechtzeitig zum Sonnenaufgang erreichst. Bei klarem Wetter siehst du von oben vier Achttausender gleichzeitig: Everest, Lhotse, Makalu und Cho Oyu, dazu den gesamten Ngozumpa-Gletscher und die türkisen Gokyo-Seen tief unter dir. Nach dem Abstieg zurück nach Gokyo und einem kurzen Frühstück geht es weiter zu Fuß auf demselben Weg wie beim Aufstieg zurück bis Dole auf 4.200 m. Mit rund sieben Gehstunden ist dies der anstrengendste Tag der Reise und markiert zugleich den Beginn des Rückwegs.

    5.357 m7 Std. GehzeitTeahouse
  11. Tag11

    Dole nach Namche Bazaar

    Namche Bazaar erreichst du an diesem Tag zum zweiten Mal, diesmal auf dem Rückweg von Dole aus. Der Pfad ist derselbe wie beim Hinweg, doch er fühlt sich spürbar leichter an, weil dein Körper sich inzwischen an die Höhe gewöhnt hat und der Weg überwiegend bergab verläuft. Sechs Gehstunden liegen vor dir, durch denselben Rhododendronwald wie am sechsten Tag, diesmal mit Blick zurück auf die Gipfel, die du in den vergangenen Tagen so nah gesehen hast. In Namche selbst angekommen, wirkt das Dorf mit seinen Cafés und Läden nach den einfachen Lodges in Gokyo und Machhermo fast schon städtisch. Der Abend eignet sich gut für ein letztes warmes Duschen oder für den Kauf von Souvenirs, bevor der letzte lange Abstiegstag nach Lukla ansteht.

    3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse
  12. Tag12

    Namche Bazaar nach Lukla

    2.860 m hoch liegt Lukla, dein Ziel für den letzten Gehtag der Reise, nach einem langen, überwiegend absteigenden Marsch von Namche Bazaar aus. Der Weg führt zurück durch Phakding und über die bekannten Hängebrücken über den Dudh Koshi, diesmal aus der anderen Richtung und mit einem letzten Blick auf das Tal, das die vergangenen zwei Wochen begleitet hat. Sechs Gehstunden trennen Namche von Lukla, konditionell machbar, aber durch den ständigen Abstieg belastend für Knie und Oberschenkel. In Lukla angekommen, nutzen viele Trekker den Abend, um sich bei Guide und Porter für die gemeinsame Zeit zu bedanken und die letzte Nacht im Teehaus zu genießen. Am nächsten Morgen entscheidet das Wetter, ob der Rückflug nach Kathmandu wie geplant stattfinden kann.

    2.860 m6 Std. GehzeitTeahouse
  13. Tag13

    Pufferpuffer-Tag in Lukla

    Ein Pufferpuffer-Tag ist an dieser Stelle bewusst eingeplant, denn der Flug zwischen Lukla und Kathmandu gilt als einer der wetteranfälligsten im Himalaya. Nebel, Wind oder tief hängende Wolken können den Flugbetrieb kurzfristig für Stunden oder auch für einen ganzen Tag unterbrechen, unabhängig von der Jahreszeit. Findet dein Rückflug wie geplant statt, bleibt dieser Tag frei zur eigenen Verfügung, für einen Spaziergang durch Lukla, ein entspanntes Frühstück oder letzte Gespräche mit deiner Gruppe. Verzögert sich der Flug, fängt dieser eingeplante Tag die Verzögerung auf, ohne dass dein weiterer Reiseplan oder dein internationaler Rückflug nach Hause gefährdet wird. Diese Pufferzeit ist ein realistischer Bestandteil jeder Trekkingplanung im Khumbu, kein Luxus.

    2.860 m0 Std. GehzeitTeahouse
  14. Tag14

    Rückflug nach Kathmandu

    1.400 m tief liegt Kathmandu, und der kurze Rückflug von Lukla dorthin markiert für die meisten Trekker das offizielle Ende der Höhenphase der Reise. Nach der Landung übernimmt wieder ein Fahrer unseres Kathmandu-Teams den Transfer zum Hotel, wo dich zum ersten Mal seit fast zwei Wochen wieder eine heiße Dusche mit konstantem Wasserdruck und ein weiches Bett erwarten. Der restliche Tag bleibt bewusst frei, denn nach zwölf Trekkingtagen braucht der Körper Erholung, auch wenn die größte Anstrengung bereits hinter dir liegt. Viele Reisende nutzen den Nachmittag, um schmutzige Trekkingkleidung waschen zu lassen oder in Ruhe die Fotos der vergangenen Tage zu sichten. Am Abend bietet sich ein Essen in einem der zahlreichen Restaurants in Thamel an, mit Blick zurück auf die Etappen der vergangenen Wochen.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  15. Tag15

    Pufferpuffer-Tag in Kathmandu

    Ein zweiter Wetterpuffer ist für den Fall eingeplant, dass bereits der erste Pufferpuffer-Tag in Lukla nicht ausreichte oder sich der Rückflug aus Lukla um mehr als einen Tag verschoben hat. In den meisten Fällen wird dieser Tag jedoch nicht gebraucht und steht dir als zusätzlicher freier Tag in Kathmandu zur Verfügung. Die Stadt bietet dafür reichlich Gelegenheit: den Durbar Square mit seinen historischen Tempeln, die Stupa von Boudhanath, eine der größten buddhistischen Stätten Asiens, oder einen entspannten Bummel durch die engen Gassen von Thamel. Wer lieber ausruht, nutzt den Tag einfach zur Erholung im Hotel. Unser Kathmandu-Team informiert dich rechtzeitig, sobald feststeht, ob dieser Tag als Puffer gebraucht wird oder frei zur Verfügung steht.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  16. Tag16

    Freier Tag in Kathmandu

    Ein freier Tag in Kathmandu ohne festes Programm rundet die Reise ab, ganz nach deinen eigenen Vorlieben gestaltbar. Beliebt ist ein Tagesausflug nach Bhaktapur, eine mittelalterliche Königsstadt rund eine Autostunde östlich von Kathmandu mit gut erhaltener Backsteinarchitektur und traditionellem Kunsthandwerk. Ebenso lohnt sich ein Besuch der Stupa von Swayambhunath, auch als Affentempel bekannt, von deren Hügel aus sich ein weiter Blick über das gesamte Kathmandu-Tal öffnet. Wer lieber shoppen geht, findet in Thamel Trekkingausrüstung, Kaschmirschals, Gewürze und handgefertigten Schmuck zu Preisen, die sich meist noch verhandeln lassen. Dieser Tag eignet sich auch gut, um in Ruhe ein Abschiedsessen mit deiner Gruppe oder deinem Guide zu planen, bevor am nächsten Tag die Heimreise ansteht.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  17. Tag17

    Abreise

    Der Flughafen Tribhuvan in Kathmandu ist dein letzter Stopp auf dieser 17-tägigen Reise durch das Khumbu-Gebiet. Ein Fahrer unseres Teams holt dich rechtzeitig vor deinem internationalen Rückflug im Hotel ab und bringt dich zum Check-in, üblicherweise mit ausreichend Zeitpuffer für die Sicherheitskontrollen. Auf der Fahrt bleibt oft noch Zeit für einen letzten Blick auf die Stadt, die am Anfang der Reise noch fremd wirkte und inzwischen vertraut geworden ist. Mit im Gepäck bleiben die Erinnerungen an die türkisen Gokyo-Seen, den Ngozumpa-Gletscher und den Sonnenaufgang auf dem Gokyo Ri, Bilder, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Damit endet der Gokyo-Seen-Trek offiziell, unser Kathmandu-Team steht auch nach deiner Abreise für Rückfragen zur Verfügung.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Inlandsflüge Kathmandu–Lukla–Kathmandu
  • Alle Übernachtungen (Hotel in Kathmandu, Teahouses während des Treks)
  • Vollpension (Frühstück, Mittag-, Abendessen) während des gesamten Treks
  • Sagarmatha-Nationalpark-Permit und Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
  • Erfahrener, geprüfter Trekkingguide und Porter (max. 2 Trekker pro Porter)
  • Flughafentransfers in Kathmandu

Nicht inklusive

  • Internationaler Flug nach/von Kathmandu
  • Nepalesisches Visum
  • Reise- und Höhenkrankenversicherung (inkl. Evakuierung)
  • Trinkgelder für Guide und Porter
  • Persönliche Ausrüstung sowie Snacks, alkoholfreie/alkoholische Getränke und Duschen unterwegs

Dokumente

Erforderliche Permits

  • Sagarmatha-Nationalpark-Permit
  • Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

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Fragen

Häufige Fragen zu Gokyo-Seen-Trek