19 Tage im Zelt über Numa La und Baga La zum Phoksundo-See
Lower-Dolpo-Trek (Unteres Dolpo)
Neunzehn Tage durch das Sperrgebiet Dolpo im Westen Nepals, über zwei Pässe von rund 5.300 und 5.170 Metern zum Phoksundo-See. Ein Zelttrek mit Küchenteam durch tibetisch geprägte Dörfer, in die nur wenige Trekker kommen.
- Dauer
- 19 Tage
- Schwierigkeit
- Schwer
- Max. Höhe
- 5.310 m
- Gruppengröße
- 2–8 Personen
- Startpunkt
- Kathmandu
- Preis
- Preis auf Anfrage
Der Lower-Dolpo-Trek führt in 19 Tagen durch das Sperrgebiet Dolpo im Westen Nepals, über zwei Pässe von rund 5.300 und 5.170 Metern zum Phoksundo-See, dem tiefsten See des Landes. Teehäuser gibt es kaum. Du schläfst im Zelt, ein Koch versorgt die Gruppe, und Träger oder Packtiere tragen das ganze Lager von Camp zu Camp. Dafür kommst du in eine Gegend, die nur wenige Trekker sehen.
Für wen sich der Lower-Dolpo-Trek eignet
Der Trek ist für Trekker, die schon in Nepal oder in anderen Hochgebirgen unterwegs waren und Höhen über 5.000 Meter kennen, denn du gehst an vielen Tagen fünf bis acht Stunden auf einfachen Wegen. Lodge, Dusche und WLAN gibt es nicht. Dafür Stille, Weite und eine Kultur, die sich lange abseits entwickelt hat.
Route und Charakter
Von Nepalgunj fliegst du mit einer kleinen Maschine nach Juphal und gehst nach Dunai, dem Hauptort des Distrikts Dolpa, und von dort am Thuli Bheri entlang nach Tarakot, einem alten Festungsdorf über dem Fluss. Dann geht es hinauf ins Tarap-Tal. In Dho Tarap auf 3.950 Metern leben vor allem Buddhisten, im Dorf Shipchok im selben Tal Anhänger der Bön-Religion, des vorbuddhistischen Glaubens Tibets. Flache Steinhäuser, Chörten und Gebetsfahnen prägen das Dorf.
Danach kommen die beiden Pässe an zwei Tagen hintereinander. Erst der Numa La, dann der Baga La. Vom Baga La siehst du zum ersten Mal den Phoksundo-See, türkisblau zwischen hohen Felswänden, und nach einem Ruhetag am See und im Bön-Dorf Ringmo, mehr dazu im Beitrag Bön in Dolpo, führt der Weg durch die Schlucht des Suli Gad zurück nach Juphal.
Schwierigkeit und Höhe
Der Trek ist schwer. Am meisten fordert dich die Höhe. Zwischen Dho Tarap und dem Phoksundo-See schläfst du mehrere Nächte über 3.500 Metern, die Passtage beginnen vor Sonnenaufgang, und deshalb hat der Plan einen Ruhetag in Dho Tarap, bevor es zu den Pässen geht. Kletterei gibt es keine, aber Geröll, je nach Saison Schnee und lange Abstiege. Wie du die Zeichen der Höhenkrankheit erkennst, steht im Ratgeber Höhenkrankheit und Akklimatisierung.
Zelt statt Teehaus
Jenseits von Dunai und Juphal gibt es auf dieser Route keine verlässlichen Lodges. Die Gruppe reist deshalb mit Schlafzelten für zwei Personen, einem Essenszelt, einem Küchenteam und Packtieren oder Trägern, und der Koch kocht dreimal am Tag, meist Dal Bhat, Nudeln, Porridge, Eier und Kartoffeln. Nachts wird es kalt. Bring einen Schlafsack mit, der bis mindestens minus 15 Grad reicht, und wie sich Zelt und Teehaus unterscheiden, erklärt der Beitrag Teehaus oder Zelt.
Permits für das Sperrgebiet Dolpo
Das Untere Dolpo ist Sperrgebiet. Du brauchst ein Restricted Area Permit, das nur eine registrierte Agentur beantragt, einen lizenzierten Guide und das Permit für den Shey-Phoksundo-Nationalpark. Seit dem 22. März 2026 darfst du mit Guide auch allein ins Sperrgebiet. Was für alle Sperrgebiete gilt, steht im Ratgeber Sperrgebiete in Nepal. Die Permits besorgt unser Team in Kathmandu, und du schickst uns vorher nur eine Passkopie und Passfotos.
Beste Reisezeit
Die besten Monate sind April und Mai sowie Mitte September bis November, und im Herbst ist das Wetter am stabilsten und die Sicht am klarsten. Von Dezember bis März liegt auf den Pässen viel Schnee. Dann ist die Route zu. Im Monsun wird der südliche Zugang über Juphal und Tarakot nass und rutschig.
Anreise über Nepalgunj und Juphal
Eine Straße ins Innere von Dolpo gibt es nicht. Du fliegst von Kathmandu nach Nepalgunj im Tiefland und von dort mit einer kleinen Propellermaschine nach Juphal, aber diese Flüge hängen an Wolken und Wind, und ein bis zwei Tage Verspätung kommen vor. Plane nach dem Trek mindestens einen Puffertag vor deinem Heimflug ein.
Der nächste Schritt
Für das Permit brauchen wir feste Reisedaten. Schreib uns deinen Wunschtermin und erzähl uns kurz von deiner Trekkingerfahrung, dann sagen wir dir, ob die Route zu dir passt, und schicken dir ein Angebot mit den aktuellen Permitgebühren.
Tag für Tag
Reiseverlauf
Orte auf dieser Tour:Kathmandu
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
Wir holen dich am Flughafen ab und bringen dich ins Hotel. Dein Guide bespricht die Route mit dir, prüft deine Ausrüstung und beginnt mit den Papieren für das Sperrgebiet, dafür brauchst du Passkopie und Passfotos.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Kathmandu: Besichtigung und Permits
Ein Tag im Kathmandu-Tal mit Besuch von zwei oder drei Welterbestätten, meist Pashupatinath, Boudhanath und Patan. Währenddessen werden das Sperrgebietspermit und das Nationalparkpermit fertig.
1.400 m3 Std. GehzeitHotel - Tag3
Flug nach Nepalgunj
Rund 45 Minuten fliegst du nach Nepalgunj im heißen Tiefland nahe der indischen Grenze. Den Nachmittag hast du frei, und dein Guide prüft Wetter und Flugzeit für Juphal.
150 m0 Std. GehzeitHotel - Tag4
Flug nach Juphal und Trek nach Dunai
Mit einer kleinen Propellermaschine fliegst du in einer halben Stunde nach Juphal auf rund 2.475 Metern. Von dort gehst du etwa zwei Stunden durch Kiefernwald hinunter nach Dunai, dem Hauptort des Distrikts Dolpa.
2.150 m2 Std. GehzeitZelt - Tag5
Dunai nach Tarakot
Der Weg folgt dem Thuli Bheri nach Osten, vorbei an kleinen Dörfern, und biegt dann nach Tarakot ab. Das alte Festungsdorf liegt auf einem Felssporn über dem Fluss und war lange ein Handelsplatz zwischen Tiefland und Tibet.
2.540 m5.5 Std. GehzeitZelt - Tag6
Tarakot nach Laini
Ein langer Anstieg in ein engeres Seitental, erst durch Eichen- und Rhododendronwald, dann über die Baumgrenze. Laini ist ein Hirtenlager, du gewinnst heute über 800 Höhenmeter.
3.370 m6.5 Std. GehzeitZelt - Tag7
Laini nach Simara
Über Hochweiden und kleine Bäche erreichst du ein offenes Lager am Hang. Die Landschaft wird trockener und kahler, und das tibetische Hochland kündigt sich an.
3.755 m5.5 Std. GehzeitZelt - Tag8
Simara nach Dho Tarap
Über offenes Weideland kommst du in den weiten Talboden von Dho Tarap, eines der höchsten dauerhaft bewohnten Dörfer Nepals. Flache Steinhäuser, Chörten und Gebetsfahnen stehen auf der Hochebene.
3.950 m4.5 Std. GehzeitZelt - Tag9
Ruhetag in Dho Tarap
Der Ruhetag dient der Akklimatisierung vor den Pässen und ist deshalb fest eingeplant. Du kannst eines der Klöster im Tal besuchen, zu den Weiden über dem Dorf gehen oder im Camp ausruhen.
3.950 m2 Std. GehzeitZelt - Tag10
Zum Basislager des Numa La
Der Weg steigt stetig nach Norden an einem Gletscherbach entlang bis zu einem flachen Lager unter dem Pass. Den Nachmittag nutzt du zum Ausruhen, Trinken und Packen, denn morgen geht es vor Sonnenaufgang los.
4.350 m4.5 Std. GehzeitZelt - Tag11
Über den Numa La nach Danighat
Der härteste Tag des Treks. Drei bis vier Stunden steigst du über Geröll und je nach Saison Schnee zum Numa La auf rund 5.300 Metern, dann steil hinunter zum Lager in Danighat.
4.510 m8 Std. GehzeitZelt - Tag12
Über den Baga La nach Yak Kharka
Der zweite Pass in Folge, der Baga La auf rund 5.170 Metern. Oben siehst du zum ersten Mal den Phoksundo-See, dann folgt ein langer Abstieg von über 1.300 Metern.
3.860 m7 Std. GehzeitZelt - Tag13
Yak Kharka zum Phoksundo-See
Durch ein offenes Tal geht es hinunter zum Phoksundo-See und am Ufer entlang zum Lager beim Dorf Ringmo. Das türkisblaue Wasser liegt zwischen hohen Felswänden.
3.612 m4.5 Std. GehzeitZelt - Tag14
Ruhetag am Phoksundo-See
Zeit zum Erholen nach den Pässen. Du kannst am Ufer zum Wasserfall am Südende gehen oder Ringmo mit seinem kleinen Bön-Kloster besuchen.
3.612 m3 Std. GehzeitZelt - Tag15
Phoksundo-See nach Chepka
Durch die steile, bewaldete Schlucht des Suli Gad geht es rund 1.000 Meter bergab, teils über einfache Brücken. Die Vegetation wechselt schnell von alpinem Gelände zu Mischwald.
2.678 m5.5 Std. GehzeitZelt - Tag16
Chepka nach Rupghat
Weiter talwärts am Suli Gad entlang, das Tal wird breiter und die Dörfer häufiger. Das Lager liegt am Flussufer.
2.070 m5.5 Std. GehzeitZelt - Tag17
Rupghat nach Juphal
Durch Felder und Dörfer steigst du zurück nach Juphal. Am Abend kocht das Küchenteam ein letztes gemeinsames Essen.
2.475 m4.5 Std. GehzeitZelt - Tag18
Flug nach Nepalgunj und Kathmandu
Eine halbe Stunde nach Nepalgunj, dann weiter nach Kathmandu. Beide Flüge hängen am Wetter, deshalb planst du danach einen Puffertag ein.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag19
Abreise
Transfer zum Flughafen. Wenn du verlängern willst, etwa in Pokhara oder Chitwan, planen wir das mit dir.
1.400 m0 Std. Gehzeit
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Flughafentransfers in Kathmandu
- Hotel in Kathmandu mit Frühstück
- Stadtbesichtigung in Kathmandu mit Guide
- Inlandsflüge Kathmandu–Nepalgunj–Juphal und zurück
- Übernachtung in Nepalgunj
- Vollpension während des Treks
- Zeltcamp mit Schlafzelten, Matten, Essenszelt und Küchenteam
- Lizenzierter Trekkingguide (Pflicht im Sperrgebiet), Koch, Träger oder Packtiere
- Alle Permits (Sperrgebietspermit Lower Dolpo, Shey-Phoksundo-Nationalpark)
- Versicherung, Ausrüstung und Verpflegung des Teams
- Erste-Hilfe-Ausrüstung
Nicht inklusive
- Internationale Flüge
- Nepal-Visum
- Mittag- und Abendessen in Kathmandu
- Eintritte bei Besichtigungen
- Zusätzliche Nächte bei Flugverspätung oder früherer Rückkehr
- Persönliche Ausrüstung (Schlafsack bis mindestens −15 °C)
- Reiseversicherung mit Bergung
- Trinkgelder
Dokumente
Erforderliche Permits
- Lower Dolpo Restricted Area Permit
- Shey Phoksundo National Park Permit
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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