Renjo La, Cho La und Kongma La: die anspruchsvollste Rundtour im Khumbu
Everest-Drei-Pässe-Trek
Der Everest-Drei-Pässe-Trek verbindet Gokyo-Tal, Everest Base Camp und Kala Patthar über drei Hochpässe jenseits der 5.300 m: 20 Tage für erfahrene Höhentrekker mit sehr guter Kondition.
- Dauer
- 20 Tage
- Schwierigkeit
- Schwer
- Max. Höhe
- 5.545 m
- Gruppengröße
- 2–10 Personen
- Startpunkt
- Lukla
- Preis ab
- 2.400 €
Der Everest-Drei-Pässe-Trek ist eine 20-tägige geführte Höhentour im Khumbu. Er verbindet die drei Pässe Renjo La (5.360 m), Cho La (5.420 m) und Kongma La (5.535 m) mit dem Gokyo-Tal, dem Everest Base Camp (5.364 m) und dem Kala Patthar (5.545 m) zu einer Runde. Wer den Everest Base Camp Trek und den Gokyo-Seen-Trek nicht gegeneinander abwägen will, bekommt hier beides. Statt auf demselben Weg hin und zurück zu gehen, überquerst du drei unmarkierte Hochpässe, jeder mit eigenen Ansprüchen an Orientierung und Trittsicherheit.
Ab 2.400 € pro Person, Einzelzimmerzuschlag 360 €. Start und Ende ist Lukla, per Inlandsflug ab Kathmandu. In den 20 Tagen stecken zwei Puffertage für Wetter an den Pässen, damit niemand hetzen muss. Wir stufen die Tour als schwer ein, und das meinen wir wörtlich. Wind, Kälte und Höhe über 5.000 Metern machen jeden Pass zu einem eigenen harten Tag.
Für wen sich der Drei-Pässe-Trek eignet
Markierungen gibt es kaum. Schneefelder, loses Geröll und vereiste Stellen ändern sich von Jahr zu Jahr und manchmal von Woche zu Woche. Du solltest schon eine mehrtägige Tour über 4.500 Metern hinter dir haben, am besten mit einem Pass wie dem Thorong La auf dem Annapurna-Rundweg. Kondition allein reicht nicht. Du brauchst Trittsicherheit auf unebenem, teils ausgesetztem Gelände bei Kälte und dünner Luft, und du musst Warnzeichen wie Kopfschmerzen oder Schwindel ernst nehmen können, statt sie wegzudrücken.
Deshalb führt dich ein Guide aus unserem fest angestellten Team in Kathmandu, der die drei Pässe selbst kennt und die Tage nach Wetter, Schnee und Verfassung der Gruppe plant. Bist du zum ersten Mal im Khumbu oder unsicher, ob deine Erfahrung reicht, nimm den Everest Base Camp Trek oder den Gokyo-Seen-Trek. Die drei Pässe laufen nicht weg.
So sieht ein Passtag aus. Du startest zwischen 3 und 4 Uhr mit Stirnlampe, solange der gefrorene Boden trägt und der Wind noch schläft. Zwei bis drei Stunden geht es über Moränenschutt und gefrorene Bachbetten, dann beginnt das eigentliche Passgelände, Schneefelder ohne festen Pfad, auf denen Steinmänner im Abstand von oft hundert Metern oder mehr die einzige Orientierung sind. An mehreren Stellen wird der Weg zu einem schmalen Band mit Absturzgefahr zur Seite, und dort zählt ein ruhiger Kopf mehr als Ausdauer. Oben bleibt nach vier bis fünf Stunden Aufstieg wegen Kälte und Wind meist nur kurz Zeit für Fotos. Der Abstieg auf der anderen Seite dauert oft genauso lang.
Route und Charakter
Es beginnt vertraut. Flug nach Lukla, über Phakding nach Namche Bazaar auf 3.440 Metern. Ab Namche verlässt du den Hauptweg nach Westen, über Thame ins hochalpine Gelände Richtung Renjo La. Vom ersten Pass auf 5.360 Metern siehst du Everest, Makalu und Cho Oyu zugleich, und dann geht es hinunter zu den türkisfarbenen Gokyo-Seen, wo ein Akklimatisierungstag mit dem Aufstieg auf den Gokyo Ri (5.357 m) eingeplant ist.
Von Gokyo führt die Route über Thagnak zum Cho La auf 5.420 Metern und weiter nach Dzongla und Lobuche. Zuerst geht es am Rand des Ngozumpa entlang, des längsten Gletschers Nepals, dann steil durch Blockgelände, und am Ende kommt eine kurze, ausgesetzte Querung über blankes Eis. Für unsere Guides ist das die technisch heikelste Etappe der Tour.
Ab Lobuche folgst du dem klassischen Weg über Gorak Shep zum Base Camp und auf den Kala Patthar, den höchsten Punkt der Reise mit freiem Blick auf die Südwestwand des Everest. Zum Schluss kommt der Kongma La auf 5.535 Metern, von Lobuche hinüber ins ruhige Chukhung-Tal, mit Blick auf den Khumbu-Gletscher von seiner selten besuchten Seite. Über Pangboche und Tengboche geht es zurück nach Namche und Lukla.
Schwierigkeit und Anforderungen
Schwer heißt hier drei Dinge. Höhe, lange Passtage und keine durchgehende Markierung. Jeder Pass wird an einem langen Tag überquert, meist sechs bis acht Stunden, mit Start vor Sonnenaufgang, um Wind und weichem Nachmittagsschnee zu entgehen. Auf dem Hauptweg zum Base Camp stehen Wegweiser, an den drei Pässen nur Steinmänner, und bei Nebel, Neuschnee oder schlechter Sicht findet der Guide den Weg. GPS hilft grob. Ortskenntnis ersetzen sie nicht, weil Schnee und sichtbarer Pfad sich von Woche zu Woche ändern, manchmal von Tag zu Tag.
Am Cho La kann je nach Saison und Schnee eine kurze Querung über Gletschereis Grödel oder leichte Steigeisen verlangen. Renjo La und Kongma La fordern vor allem mit langem, lockerem Blockgeröll auf beiden Seiten, wo ein unbedachter Tritt weit über dem nächsten Teehaus einen verstauchten Knöchel bedeuten kann.
Alle drei Pässe liegen über 5.300 Metern, und an mehreren Tagen bist du stundenlang über 5.000 Metern. Erfahrung und gute Vorbereitung senken das Risiko für Höhenkrankheit, auf null bringen sie es nicht. Deshalb gibt es volle Akklimatisierungstage in Namche Bazaar und Gokyo und zwei Puffertage für zusätzliche Anpassung oder schlechtes Wetter, mehr dazu in unserem Ratgeber zu Höhenkrankheit. Acht Stunden bei Kälte, dünner Luft und auf unebenem Boden verlangen mehr Kondition als der Base Camp Trek, und wenn du Zweifel hast, klärst du sie vor der Buchung mit mehrtägigen Bergtouren und Gewicht im Rucksack, nicht erst am Pass. Wir führen die Route nur in kleinen Gruppen von 2 bis 10 Personen, damit an den Pässen niemand allein zurückbleibt.
Zwischen dem letzten Teehaus vor einem Pass und dem ersten danach liegen oft sechs bis acht Stunden ohne Unterkunft und ohne Handyempfang. Umkehren ist schwierig. Auch ein Hubschrauber kommt nicht immer schnell, weil Rettungsflüge über 5.300 Metern stark vom Wetter abhängen. Versicherung mit Hubschrauberbergung ist Pflicht. Und bei klar schlechter Prognose verschiebt dein Guide den Passtag lieber, als unterwegs im Unwetter festzusitzen.
Permits und Formalitäten
Zwei Genehmigungen, beide im Preis enthalten. Das Permit für den Sagarmatha-Nationalpark wird bei Monjo kurz vor Namche kontrolliert. Die Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu kommt den Dörfern im Khumbu zugute. Beide gelten für die ganze Route mit allen drei Pässen, für Gokyo oder Chukhung brauchst du nichts extra, und eine TIMS-Karte ist im Khumbu nicht nötig. Weil die Behörden die Sätze ab und zu ändern, prüft unser Team in Kathmandu die Beträge vor jeder Abreise und besorgt beide Permits in den Vorbereitungstagen. Mehr dazu im Ratgeber zu Trekking-Permits.
Beste Reisezeit für den Drei-Pässe-Trek
März bis Mai und Oktober bis November. Dann sind Wege und Schnee an den drei Pässen am ehesten berechenbar, und bei Pässen ohne festen Pfad zählt genau das. Das Fenster ist enger als bei leichteren Treks im Khumbu. Der Base Camp Trek geht auch in den Randmonaten, an den Pässen steigt außerhalb der Hauptsaison das Risiko für Neuschnee, Eis und schlechte Sicht deutlich.
Dezember bis Februar bringt oft klare Sicht, aber auch Kälte und Schnee, die einzelne Pässe zeitweise sperren. Juni bis September fällt wegen Nebel, rutschigem Geröll und fehlender Sicht ganz weg. Auch innerhalb der Saison lohnt ein Blick auf den Monat. Anfang März ist noch Winter. Mitte März bis Mitte Mai und der Oktober sind für alle drei Pässe hintereinander am verlässlichsten. Wir beobachten das Wetter vor jeder Abreise und passen die Planung mit dem Guide vor Ort an. Mehr im Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Für die Pässe zählen ein paar Dinge mehr als auf dem normalen Base Camp Trek. Gamaschen halten Schnee und Geröll aus den Schuhen, vor allem auf den Schotterflanken von Renjo La und Kongma La. Stabile Stöcke entlasten die Knie auf den langen Abstiegen und geben Halt auf den vereisten Stellen am Cho La. Eine Gletscherbrille mit hohem UV-Schutz schützt auf den Schneefeldern vor Schneeblindheit. Für den Cho La hat dein Guide leichte Grödel dabei und gibt sie aus, wenn die Eisquerung es verlangt.
Dazu die normale Höhenausrüstung für minus 15 bis minus 20 Grad an den Passmorgen, also Daunenjacke, mehrere Schichten und ein passender Schlafsack. Feste, eingelaufene Stiefel mit steifer Sohle sind Pflicht, weil weiche Wanderschuhe auf scharfkantigem Geröll und Eis schnell nachgeben. Die ganze Liste steht in unserer Packliste für Nepal-Treks.
Vergleich zum Everest Base Camp Trek und zum Gokyo-Seen-Trek
Der Everest Base Camp Trek dauert 15 Tage und erreicht mit Base Camp und Kala Patthar dieselben höchsten Punkte, lässt aber alle drei Pässe aus und bleibt meist auf dem markierten Hauptweg. Er passt, wenn du zum ersten Mal im Khumbu bist oder Höhe ohne Passquerungen willst. Der Gokyo-Seen-Trek mit 17 Tagen konzentriert sich auf das Gokyo-Tal und den Gokyo Ri und lässt Base Camp und Pässe weg.
Die Runde nimmt beides. Das Gokyo-Tal, das Base Camp, den Kala Patthar und dazu drei Hochpässe, die in keiner der kürzeren Routen vorkommen. Dafür zahlst du mit mehr Tagen, viel mehr Zeit über 5.000 Metern und höheren Ansprüchen an Erfahrung und Kondition als bei beiden anderen.
Warum sich der Aufwand lohnt
Vom Renjo La siehst du vier Achttausender auf einmal. Am Cho La stehst du mitten im Blockgelände über dem Gletscher, und vom Kongma La schaust du auf den Khumbu-Gletscher von seiner östlichen Seite, die kaum jemand zu sehen bekommt. Dafür brauchst du drei lange Passtage mit frühem Wecken, Kälte und echter Trittarbeit. Unser Team in Kathmandu kennt die Route selbst, organisiert sie seit 2016 und plant die 20 Tage so, dass Akklimatisierung und Puffer vor Tempo gehen. Passt das, schreib uns. Wir sprechen mit dir über Termin, Kondition und Vorbereitung.
Alle Wege zum Everest Base Camp im Vergleich
Gleiches Ziel, 8 Varianten: Sie unterscheiden sich vor allem bei Dauer, An- und Abreise (Flug, Jeep, Helikopter) und Unterkunft.
| Tour | Tage | Max. Höhe | Schwierigkeit | Beste Reisezeit | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Everest Base Camp Helikopter-Tagestour | 1 | 5.545 m | Leicht | Mär–Mai, Sep–Nov | 1.050 € |
| Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug | 10 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 2.650 € |
| Everest Base Camp Kurztrek | 12 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 1.690 € |
| Everest Base Camp Luxus Trek | 14 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 3.200 € |
| Everest Base Camp Trek | 15 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 1.890 € |
| Everest Base Camp per Jeep | 18 | 5.545 m | Schwer | Mär–Mai, Sep–Nov | 2.380 € |
| Everest-Drei-Pässe-Trek (diese Tour) | 20 | 5.545 m | Schwer | Mär–Mai, Okt–Nov | 2.400 € |
| Jiri Route Trek | 21 | 5.545 m | Schwer | Mär–Mai, Sep–Nov | 2.450 € |
Impressionen
Bildergalerie
Tag für Tag
Reiseverlauf
Orte auf dieser Tour:KathmanduLukla
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
Unser Team empfängt dich am Flughafen Tribhuvan und bringt dich ins Hotel. Ankommen, in deinem Tempo. Am Abend triffst du deinen Guide. Er erklärt dir den Ablauf der 20 Tage, erzählt von den drei Pässen Renjo La, Cho La und Kongma La und beantwortet deine Fragen zu Ausrüstung und Gesundheit. Dabei lernt er auch dich kennen, deine Erfahrung, dein Tempo, deine Sorgen, damit er die Tour wo nötig anpassen kann.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Vorbereitung in Kathmandu
Am Vormittag prüft dein Guide mit dir die Ausrüstung, und Lücken wie Gamaschen oder eine Gletscherbrille schließt du in Thamel. Unser Team besorgt derweil das Permit für den Sagarmatha-Nationalpark und die Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu. Der Nachmittag bleibt frei, auch als Puffer, falls sich der Flugplan nach Lukla verschiebt. Zeit für die Altstadt oder einen der Stupas am Stadtrand. Morgen früh geht es los.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag3
Flug nach Lukla, Trek nach Phakding
Eine halbe Stunde Flug, und die Maschine setzt auf der kurzen, ansteigenden Piste von Lukla auf 2.860 Metern auf. Von dort gehst du leicht bergab am Dudh Koshi entlang, durch Kiefernwald, über Hängebrücken und an Manimauern und den ersten Sherpa-Dörfern vorbei. Rund drei Stunden bis Phakding auf 2.610 Metern. Nach dem Höhensprung im Flugzeug tut die ruhige Bewegung gut. Am Nachmittag ruhst du dich für den steilen Weg nach Namche aus.
2.610 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Phakding – Namche Bazaar
Am Fluss entlang, über die hohe Hillary-Brücke und durch Monjo, wo am Eingang des Nationalparks dein Permit geprüft wird. Dann steigt der Pfad durch Kiefern und Rhododendron, und zum Schluss kommen rund 600 steile Höhenmeter bis Namche Bazaar auf 3.440 Metern. Auf halber Höhe siehst du bei klarem Wetter zum ersten Mal den Everest. Rund sechs Stunden. Namche ist das Handelszentrum des Khumbu und der Ort für deine erste Akklimatisierung.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Akklimatisierung in Namche Bazaar
Hoch gehen, tief schlafen. Rund drei Stunden wanderst du zum Everest View Hotel oder nach Khumjung, beides deutlich über Namche, mit einem weiten Blick auf Everest, Lhotse und Ama Dablam. Dann zurück zur zweiten Nacht in Namche. Ausruhen heißt hier aktiv vorbereiten. Die nächsten Etappen liegen jenseits von 4.000 m. Am Nachmittag ist Zeit für das Sherpa-Museum, eine Bäckerei oder ein Nickerchen.
3.440 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Namche Bazaar – Thame
Statt nach Tengboche gehst du nach Westen. Ein ruhiger Weg, denn die meisten Gruppen im Khumbu gehen nicht über den Renjo La. Vorbei an kleinen Klöstern, Gerstenfeldern und alten Sherpa-Häusern erreichst du nach rund fünf Stunden Thame auf 3.820 Metern, das Heimatdorf mehrerer berühmter Everest-Bergsteiger. Es ist der letzte Ort mit etwas Infrastruktur, bevor die Route abgelegen und alpin wird.
3.820 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Thame – Lungden
Der Wald bleibt endgültig zurück. Rund fünf Stunden geht es durch offenes, hochalpines Gelände mit Yakweiden und kleinen Siedlungen, die nur in der Saison bewohnt sind, hinauf nach Lungden auf 4.380 Metern. Du schläfst gut 500 Meter höher als in Thame. Am Nachmittag geht dein Guide mit dir den Passtag durch, die frühe Weckzeit, den Zustand am Renjo La und den Zeitplan bis Gokyo.
4.380 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Überquerung des Renjo La – Gokyo
Der erste Pass. Im Dunkeln geht es los, weil der gefrorene Boden morgens besser hält als der weiche Schnee am Nachmittag. In rund vier Stunden steigst du über Blockgelände und Schneefelder, auf denen nur Steinmänner den Weg zeigen, zum Renjo La auf 5.360 Metern. Oben stehen Everest, Lhotse, Makalu und Cho Oyu auf einen Blick vor dir, einer der weitesten Ausblicke der Tour. Auf der Ostseite geht es steil über Geröll und alten Schnee hinunter zu den türkisen Gokyo-Seen. Rund acht Stunden.
4.790 m8 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Gokyo Ri und Akklimatisierung
Früh am Morgen steigst du in rund zwei Stunden auf den Gokyo Ri auf 5.357 Metern, steil, aber ohne technische Schwierigkeiten. Oben siehst du bei klarem Wetter vier Achttausender, Everest, Lhotse, Makalu und Cho Oyu, und unter dir den Ngozumpa-Gletscher und die Seen. Danach geht es zurück nach Gokyo auf 4.790 Metern. Der Rest des Tages ist Erholung. Die zweite Nacht am See hilft dem Körper vor dem nächsten Pass.
5.357 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Gokyo – Thagnak
Ein kurzer Tag, rund drei Stunden, quer über den Ngozumpa-Gletscher, Nepals längsten, dessen graue Moränen ganz anders aussehen als die türkisen Seen. Thagnak auf 4.700 Metern ist ein Weiler am Fuß des Cho La. Bewusst wenig Belastung vor dem schwierigsten Pass der Tour. Am Nachmittag erklärt dir dein Guide die Route, auch die kurze Querung über Gletschereis kurz vor dem höchsten Punkt, für die je nach Verhältnissen Grödel oder leichte Steigeisen ausgegeben werden.
4.700 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag11
Überquerung des Cho La – Dzongla
Der Cho La auf 5.420 Metern ist der technisch anspruchsvollste Pass. Vor Sonnenaufgang geht es über steiles Blockgelände hinauf, und kurz vor dem Pass folgt die ausgesetzte Querung über Gletschereis, mit Grödeln oder leichten Steigeisen. Dein Guide führt die Gruppe Schritt für Schritt. Danach kommt ein langer, teils rutschiger Abstieg über Geröll nach Dzongla auf 4.830 Metern. Rund acht Stunden in Kälte und dünner Luft. Volle Konzentration bis zum letzten Schritt.
4.830 m8 Std. GehzeitTeahouse - Tag12
Dzongla – Lobuche
Nach dem Cho La ein kürzerer Tag, rund vier Stunden. Der Weg läuft entlang der Seitenmoräne des Khumbu-Gletschers nach Lobuche auf 4.940 Metern, mit Nuptse und Pumori im Blick. Lobuche ist ein kleiner Ort nur aus Lodges, einfach, aber gut genug. Hier triffst du wieder auf die Trekker der klassischen Base-Camp-Route. Früh essen, früh schlafen. Morgen wartet ein langer Tag.
4.940 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag13
Lobuche – Gorak Shep – Everest Base Camp
Über die Moräne erreichst du am Vormittag Gorak Shep auf 5.170 Metern, die letzte Station mit Lodges. Nach einer Pause geht es am Nachmittag über den Gletscher zum Everest Base Camp auf 5.364 Metern, im Frühjahr voller Expeditionszelte, sonst still. Direkt vor dir hängt der Khumbu-Eisbruch, Beginn der klassischen Route auf den Everest. Zurück in Gorak Shep hast du rund acht Stunden hinter dir. Und morgen geht es noch höher.
5.364 m8 Std. GehzeitTeahouse - Tag14
Kala Patthar – Abstieg nach Lobuche
Vor Sonnenaufgang steigst du auf den Kala Patthar auf 5.545 Metern, den höchsten Punkt der Tour und den besten Platz für die Südwestwand des Everest, den du ohne Kletterei erreichst. Neben dem Everest stehen Nuptse und Changtse, unter dir der Eisbruch. Es ist bitterkalt, zieh alles an, was du hast. Nach dem Abstieg nach Gorak Shep geht es zurück nach Lobuche, rund sechs Stunden insgesamt. Morgen kommt der letzte Pass.
5.545 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag15
Überquerung des Kongma La – Chukhung
Der Kongma La auf 5.535 Metern ist der höchste und einsamste der drei Pässe. Früh geht es über den Khumbu-Gletscher und dann über langes, lockeres Blockgeröll hinauf, das bei Eis viel Trittsicherheit verlangt. Weil hier so wenige gehen, hängt die Orientierung stark an deinem Guide. Oben siehst du Makalu und den Gletscher von einer Seite, die kaum jemand kennt. Dann geht es steil hinunter ins ruhige Tal von Chukhung auf 4.730 Metern. Rund acht Stunden. Alle drei Pässe geschafft.
4.730 m8 Std. GehzeitTeahouse - Tag16
Puffertag in Chukhung
Ein Puffer für schlechtes Wetter an einem der Pässe. Lief alles nach Plan, kannst du in rund drei Stunden Richtung Chukhung Ri wandern, mit Blick auf Lhotse, Ama Dablam und den Island Peak, oder einfach in der Sonne vor der Lodge sitzen. Nach drei Passtagen in kurzer Folge tut die Pause gut. Chukhung ist ruhig, mit viel weniger Betrieb als Lobuche. Ab morgen geht es nur noch bergab.
4.730 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag17
Chukhung – Namche Bazaar
Rund sieben Stunden über Dingboche, Pangboche und Tengboche zurück nach Namche Bazaar auf 3.440 Metern. Über 1.200 Höhenmeter an einem Tag, aber mit jedem Kilometer wird die Luft dichter, und der Weg fühlt sich leichter an als die Zahlen. In Tengboche lohnt ein Blick ins Kloster. Namche empfängt dich mit warmer Dusche, Kuchen und schnellem Internet, ein großer Unterschied zu Lungden, Dzongla und Chukhung.
3.440 m7 Std. GehzeitTeahouse - Tag18
Namche Bazaar – Lukla
Die letzte Etappe, rund sieben Stunden talabwärts auf dem Weg der ersten Tage, nach Lukla auf 2.860 Metern. Nach über zwei Wochen in den Bergen kennst du jede Brücke. In Lukla endet die gemeinsame Zeit mit deinem Träger, der dich seit dem dritten Tag begleitet hat. Am Abend sitzt du mit Guide und Trägerteam zusammen, und wenn du möchtest, gibst du jetzt das Trinkgeld, freiwillig, üblich sind 5 bis 10 Prozent des Reisepreises.
2.860 m7 Std. GehzeitTeahouse - Tag19
Flug nach Kathmandu
Am frühen Morgen fliegst du zurück nach Kathmandu, wenn das Wetter am stabilsten ist. Dein Fahrer bringt dich ins Hotel. Der Nachmittag gehört dir, nach drei Pässen über 5.300 Metern. Heiße Dusche, ein Restaurant außerhalb der Teehausküche, Schlaf. Wenn du willst, sprichst du mit deinem Guide noch einmal über die Tour und deine Weiterreise.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag20
Puffertag und Abreise
Dieser Tag ist der Puffer, falls der Flug aus Lukla sich verschoben hat. Lief alles nach Plan, hast du einen freien Tag im Kathmandu-Tal, für Bhaktapur, Boudhanath oder letzte Einkäufe. Je nach Flugzeit bringt dich unser Team zum Flughafen. Hinter dir liegen 20 Tage mit Renjo La, Cho La und Kongma La, Gokyo und dem Everest Base Camp, eine der vollständigsten Routen im ganzen Khumbu.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Inlandsflüge Kathmandu–Lukla–Kathmandu
- Alle Übernachtungen: Hotel in Kathmandu, Teehäuser während des Treks
- Vollpension (Frühstück, Mittag- und Abendessen) während des gesamten Treks
- Erfahrener, englischsprachiger Trekkingguide
- Träger (max. 15 kg Gepäck pro Person)
- Alle erforderlichen Permits und Nationalpark-Gebühren
Nicht inklusive
- Internationaler Flug nach und von Kathmandu
- Nepal-Visum
- Reise- und Rücktransportversicherung (inkl. Hubschrauberrettung)
- Trinkgelder für Guide und Träger
- Persönliche Trekkingausrüstung
Dokumente
Erforderliche Permits
- Sagarmatha-Nationalpark-Permit
- Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
Planung
Beste Reisezeit
Fragen
Häufige Fragen zu Everest-Drei-Pässe-Trek
Für wen ist der Everest-Drei-Pässe-Trek geeignet?
Wie unterscheidet sich diese Tour vom Everest Base Camp Trek und vom Gokyo-Seen-Trek?
Wann ist die beste Zeit für den Drei-Pässe-Trek?
Brauche ich Steigeisen oder Klettererfahrung für die drei Pässe?
Wie hoch ist das Risiko der Höhenkrankheit auf dieser Tour?
Alternativen
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