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Trekking-Permits in Nepal: TIMS, ACAP und Nationalpark-Gebühren erklärt

Für die meisten Trekkingrouten in Nepal brauchst du eine TIMS-Karte, die nur eine registrierte Agentur ausstellt, oft dazu ein regionales Permit wie ACAP. Im Everest-Gebiet gibt es kein TIMS, in den meisten Regionen ist ein lizenzierter Guide Pflicht, und in Sperrgebiete darfst du seit März 2026 auch allein, mit Guide.

Zuletzt aktualisiert am 6. August 2026 · Passang Dawa Sherpa, Senior Climbing Guide

Einheimische auf einem Trekkingpfad, der durch permit-pflichtiges Gebiet führt

Was ist die TIMS-Karte?

TIMS steht für Trekkers' Information Management System. Mit dieser Registrierung halten die Behörden fest, wer sich wo im Trekkinggebiet aufhält, damit im Notfall schneller klar ist, wer auf welcher Route unterwegs ist. In den meisten Trekkingregionen ist sie Pflicht. Selbst beantragen kannst du sie nicht mehr. Die Karte stellt eine in Nepal registrierte Trekkingagentur für dich aus, zusammen mit der Buchung deines Guides. Sie kostet ca. NPR 2.000, umgerechnet etwa 13 Euro. Weil sich Gebühren ändern, nennen wir hier Richtwerte, und den verbindlichen Betrag bestätigen wir dir vor Abreise.

Die Ausnahme: Everest und Khumbu ohne TIMS

Im Sagarmatha-Nationalpark, also in der Everest-Region rund um das Khumbu, verlangt niemand eine TIMS-Karte. Dafür brauchst du zwei andere Dokumente. Das Sagarmatha-Nationalpark-Permit für ca. NPR 3.000 und die Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu für ca. NPR 2.000. Das Nationalpark-Permit gibt es in Kathmandu oder am Kontrollposten in Monjo, kurz bevor der Weg in den Park führt, und die Gemeindegebühr wird in Lukla erhoben. Wer zum Everest Base Camp oder auf einen anderen Khumbu-Trek will, sollte das wissen. Verwechslungen sind häufig. Das gilt für das ganze Everest-Gebiet, auch für Solu mit Jiri, Phaplu und dem Pikey Peak. Wer über Jiri oder Shivalaya anreist, wie auf der Jiri-Route oder dem Pikey-Peak-Trek, kommt allerdings durch das Gaurishankar-Schutzgebiet und braucht dafür ein eigenes Permit. Geprüft wird es am Posten in Shivalaya.

Guide-Pflicht in den meisten Regionen

Allein ohne Guide trekken geht in den meisten Regionen Nepals nicht mehr. Für Annapurna, Langtang, Manaslu, Mustang, Dolpo und die anderen Schutz- und Sperrgebiete brauchst du einen lizenzierten Guide, den eine registrierte Agentur stellt, und über dieselbe Agentur laufen TIMS und die übrigen Permits. Die Ausnahme ist das Everest-Gebiet, wo du ohne Guide gehen darfst, auch wenn wir dir dort ebenfalls einen empfehlen. Für dich heißt das praktisch, dass du einen Trek in Nepal fast immer über einen Veranstalter buchst. Wir stellen Guide, Permits und Träger aus einer Hand. Alles aus einem Büro. Mehr dazu im Ratgeber Trekking in Nepal ohne Guide?

Porter und Wasserbüffel auf einem Steinweg in einem Gurung-Dorf
Ein Gurung-Dorf in der Annapurna-Region.

ACAP für die Annapurna-Region

Für Touren im Annapurna-Gebiet, etwa den Annapurna-Rundweg, den Weg zum Annapurna Base Camp oder den Poon-Hill-Trek, brauchst du das ACAP, das Annapurna Conservation Area Permit. Es kostet ca. NPR 3.000 und finanziert den Schutz der Annapurna Conservation Area, des größten Schutzgebiets Nepals. Anders als im Khumbu kommt es zur TIMS-Karte dazu. In der Annapurna-Region hast du also meist beide Dokumente.

Sperrgebiete: Oberes Mustang, Dolpo und andere

Einige Regionen Nepals sind Restricted Areas. Dort brauchst du Sondergenehmigungen, die mit TIMS oder ACAP wenig gemein haben. Dazu zählen das Obere Mustang und Dolpo. Diese Permits kosten mehrere hundert US-Dollar, oft nach Aufenthaltsdauer gestaffelt, und brauchen Vorlauf, weil die Behörden Auflagen machen, vor allem einen lizenzierten Guide. Die frühere Mindestgruppe von zwei Personen hat Nepal am 22. März 2026 abgeschafft, seitdem bekommt auch eine einzelne Person mit Guide das Permit. Welche Auflagen und Gebühren für deine Route und deinen Termin gelten, bestätigen wir dir bei der Buchung. Planst du den Ober-Mustang-Trek, sprich früh mit uns, damit genug Zeit für die Genehmigung bleibt.

Manaslu: drei Permits auf einmal

Die Manaslu-Region nordwestlich von Kathmandu, bekannt für den Manaslu-Rundweg-Trek um den achthöchsten Berg der Welt, folgt einer eigenen Logik. Weil sie Sperrgebiet ist, brauchst du drei Dokumente. Das Restricted Area Permit (RAP) für Manaslu, das Manaslu Conservation Area Permit (MCAP) und zusätzlich das ACAP, weil die Route am Ende in die Annapurna Conservation Area übergeht. Das RAP bekommst du nur mit einem lizenzierten, staatlich registrierten Guide, seit März 2026 auch als einzelne Person. Ohne Guide geht am Manaslu nichts.

Was das RAP kostet, hängt von Aufenthaltsdauer und Saison ab. Für die ersten Tage liegt es, ähnlich wie im Oberen Mustang und in Dolpo, bei mehreren hundert US-Dollar, danach sinkt der Tagessatz, und MCAP und ACAP kommen mit deutlich niedrigeren Gebühren dazu. Die gültigen Beträge bestätigen wir dir vor jeder Buchung. Alles über Guide-Pflicht und die Regeln seit 2026 erklärt unser Artikel zum Sperrgebiet Manaslu.

Überblick nach Region

RegionPermits
Everest/KhumbuSagarmatha-Nationalpark-Permit (ca. NPR 3.000) und Gemeindegebühr Khumbu Pasang Lhamu (ca. NPR 2.000), kein TIMS, Guide empfohlen, aber keine Pflicht
Solu mit Anreise über Jiri oder ShivalayaGaurishankar-Schutzgebiet-Permit, kein TIMS, für den Khumbu-Teil zusätzlich die Permits oben
LangtangLangtang-Nationalpark-Permit und TIMS über eine Agentur, mit Guide-Pflicht, ab Sundarijal zusätzlich der Eintritt in den Shivapuri-Nagarjun-Nationalpark
AnnapurnaTIMS über eine Agentur (ca. NPR 2.000) und ACAP (ca. NPR 3.000), mit Guide-Pflicht
ManasluRAP (mehrere hundert US-Dollar, nach Tagen gestaffelt), MCAP und ACAP, mit Guide-Pflicht, auch allein möglich
Oberes MustangRAP (mehrere hundert US-Dollar, nach Aufenthaltsdauer gestaffelt) und ACAP
DolpoRAP und Nationalpark-Permit für Shey Phoksundo

Diese Übersicht ersetzt keine Prüfung deiner Route. Manche Treks verbinden mehrere Regionen und damit mehrere Permit-Systeme, etwa wenn es vom Manaslu weiter Richtung Annapurna geht. Schau deshalb auf die konkrete Route. Der Name der Region allein sagt wenig. Was Permits im Gesamtbudget ausmachen, zeigt unser Kostenüberblick für eine Nepal-Reise.

Wer kümmert sich um die Permits?

Wir. Als in Nepal registrierte Agentur darf unser Team in Kathmandu die TIMS-Karte ausstellen lassen und besorgt alle Dokumente, von der TIMS-Karte über das ACAP bis zu den Sondergenehmigungen für Manaslu, Oberes Mustang oder Dolpo. Du schickst uns vorab deine Reisedaten und eine Passkopie, den Rest erledigen wir vor Ort, und wenn der Trek beginnt, hast du alle Papiere schon in der Hand.

Fragen

Häufige Fragen

Brauche ich für den Everest-Base-Camp-Trek eine TIMS-Karte?
Nein. Im Sagarmatha-Nationalpark, also der gesamten Khumbu-Region um den Everest, gilt keine TIMS-Pflicht. Stattdessen brauchst du das Sagarmatha-Nationalpark-Permit (ca. NPR 3.000) und die Khumbu-Pasang-Lhamu-Rural-Municipality-Gebühr (ca. NPR 2.000), die du in Kathmandu oder am Checkpoint in Monjo erhältst.
Kann ich TIMS und ACAP selbst beantragen oder brauche ich eine Agentur?
Die TIMS-Karte kannst du nicht selbst beantragen. Sie wird nur über eine in Nepal registrierte Trekkingagentur ausgestellt. Weil in den meisten Regionen außerdem ein lizenzierter Guide Pflicht ist, laufen auch ACAP und Sondergenehmigungen praktisch immer über die Agentur. Bei Reisen Nepal ist das alles erledigt, bevor dein Trek beginnt.
Was kostet ein Permit für Ober-Mustang oder Dolpo?
Permits für Restricted Areas wie Ober-Mustang oder Dolpo kosten mehrere Hundert US-Dollar, oft gestaffelt nach Aufenthaltsdauer, und müssen mit deutlichem Vorlauf beantragt werden. Genaue Kosten hängen von Region und Reisedauer ab und sollten frühzeitig mit dem Veranstalter geklärt werden.
Werden die Permits unterwegs mehrfach kontrolliert?
Ja, an mehreren Posten entlang der Route. Im Khumbu prüft der Posten in Monjo das Nationalpark-Permit, in der Annapurna Conservation Area kontrollieren mehrere Posten TIMS-Karte und ACAP, und in Sperrgebieten kommen die Sondergenehmigungen dazu. Trag deine Dokumente deshalb während des ganzen Treks griffbereit bei dir.
Was passiert, wenn ich mein Permit unterwegs verliere?
Melde den Verlust so schnell wie möglich deinem Guide oder direkt bei der nächstgelegenen Kontrollstelle beziehungsweise dem ausstellenden Büro. In der Regel lässt sich gegen eine Gebühr und mit einer Kopie deines Reisepasses ein Ersatzdokument ausstellen, allerdings kostet das Zeit, die auf einer durchgeplanten Tour fehlt. Bei Reisen Nepal führt unser Guide-Team ohnehin Kopien der wichtigsten Unterlagen mit, was den Prozess im Ernstfall deutlich beschleunigt.

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