Der Klassiker im Khumbu: 15 Tage zum Fuß des Everest
Everest Base Camp Trek
15 Tage von Lukla durch das Dudh-Kosi-Tal zum Everest Base Camp und auf den Aussichtsberg Kala Patthar (5.545 m), mit zwei festen Akklimatisierungstagen und geführt von unserem eigenen Team in Kathmandu.
- Dauer
- 15 Tage
- Schwierigkeit
- Anspruchsvoll
- Max. Höhe
- 5.545 m
- Gruppengröße
- 2–12 Personen
- Startpunkt
- Lukla
- Preis ab
- 1.890 €
Der Everest Base Camp Trek ist eine 15-tägige geführte Trekkingtour im Khumbu-Tal, die von Lukla auf 2.860 Metern über Namche Bazaar und Dingboche bis zum Everest Base Camp auf 5.364 Metern und weiter zum Aussichtsberg Kala Patthar auf 5.545 Metern führt. Die Route gilt als die meistgelaufene Mehrtagestour im Himalaya, und das aus nachvollziehbaren Gründen: Sie verbindet Sherpa-Dörfer wie Namche Bazaar und Pangboche, jahrhundertealte Klöster wie Tengboche mit freiem Blick auf Achttausender wie Lhotse, Nuptse und Cho Oyu. Reisen Nepal führt die Tour seit der Gründung 2016 mit einem festangestellten Team in Kathmandu, ab 1.890 € pro Person, inklusive Inlandsflügen Kathmandu-Lukla, Vollpension in Teahouses und allen erforderlichen Permits. Unser Büro in Berlin übernimmt die deutschsprachige Beratung vor der Buchung, die eigentliche Durchführung liegt komplett in der Hand des Teams vor Ort, ohne zwischengeschaltete Subunternehmer.
Zwei vollständige Akklimatisierungstage, einer in Namche Bazaar auf 3.440 Metern und einer in Dingboche auf 4.410 Metern, sind fest im Programm verankert und nicht optional dazubuchbar. Das unterscheidet unsere Planung von komprimierten Varianten, die den Höhenaufstieg auf zwölf oder dreizehn Tage pressen und damit das Risiko für Höhenkrankheit erhöhen. Wer zwei bis drei Wochen Zeit mitbringt, eine solide Grundkondition hat und mehrstündige Tagesetappen mit Rucksack nicht scheut, findet im Everest Base Camp Trek eine der zugänglichsten Annäherungen an einen Achttausender weltweit, ganz ohne Kletterausrüstung oder Seilsicherung.
Für wen eignet sich der Everest Base Camp Trek?
Seit April 2023 verlangt die nepalesische Regierung für Trekkingrouten im Khumbu-Gebiet einen lizenzierten Guide, unabhängige Alleingänge ohne Begleitung sind nicht mehr zulässig. Das kommt Reisenden ohne Himalaya-Erfahrung entgegen: Unser Team in Kathmandu übernimmt Permits, Unterkunftsorganisation und Notfallmanagement, während du dich auf das Gehen konzentrierst. Technisches Klettern ist auf der gesamten Route nicht erforderlich, keine Seile, keine Steigeisen, kein Gletscherüberquerungstraining. Trotzdem ist der Trek kein Spaziergang: Du bist an mehreren Tagen fünf bis acht Stunden mit Tagesrucksack unterwegs, bei Tagesetappen von teils über 600 Höhenmetern Aufstieg.
Zwei bis zwölf Teilnehmende pro Gruppe sind bei Reisen Nepal die Regel, das erlaubt engeren Kontakt zum Guide und flexiblere Tagesabläufe als in Großgruppen mit zwanzig oder mehr Personen, wie sie bei manchen Billiganbietern üblich sind. Geeignet ist die Tour für gesunde Erwachsene mit guter Grundausdauer, die regelmäßig wandern, laufen oder Rad fahren und keine schweren Vorerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Lunge haben. Vorherige Trekkingerfahrung in den Alpen hilft, ist aber keine Voraussetzung, wichtiger ist die Bereitschaft, sich auf zwei bewusst eingeplante Ruhetage einzulassen statt sie zu überspringen. Wer bereits einen Trek wie die Annapurna-Runde hinter sich hat, wird die Route als machbar empfinden, wer zum ersten Mal in dieser Höhe unterwegs ist, profitiert am meisten vom ausführlichen Akklimatisierungsprogramm. Familien mit älteren Kindern, Paare und Alleinreisende buchen bei uns etwa zu gleichen Teilen, gemeinsam ist ihnen meist die Bereitschaft, zwei Wochen ohne festen Zeitplan im engeren Sinn zu reisen und sich dem Tempo der Höhe anzupassen statt einem straffen Ablaufplan.
Route und Charakter
Der Weg beginnt in Lukla auf 2.860 Metern und folgt zunächst dem Fluss Dudh Kosi durch subtropische Wälder mit Kiefern, Rhododendren und vereinzelten Wasserfällen bis Phakding und weiter nach Monjo, wo die Route in den Sagarmatha-Nationalpark eintritt. Zwischen Monjo und Namche Bazaar überquerst du mehrere Hängebrücken, darunter die hohe Hillary-Brücke kurz vor dem letzten steilen Aufstieg, an dem sich bei klarem Wetter der erste Blick auf den Everest öffnet. Namche Bazaar selbst liegt amphitheaterartig in einem Talkessel auf 3.440 Metern, mit Cafés, Ausrüstungsläden und einem traditionellen Samstagsmarkt, der bis heute von Sherpa- und Tibeter-Händlern beliefert wird.
Oberhalb von Namche wird die Vegetation lichter, Wälder aus Wacholder und Zwergrhododendron lösen die dichten Kiefernbestände ab, und Ama Dablam, einer der fotogensten Berge des Himalaya, begleitet den Weg über Tengboche bis Dingboche. Ab Dingboche auf 4.410 Metern verändert sich der Charakter der Landschaft grundlegend: Bäume verschwinden vollständig, die Route führt durch alpine Hochwüste mit Geröllfeldern, Yakweiden und Steinmauern um kleine Gerstenfelder. Zwischen Dughla und Lobuche verläuft der Pfad über die seitliche Moräne des Khumbu-Gletschers, vorbei an einem Gedenkstein-Feld für Bergsteiger, die am Everest ums Leben kamen.
Der letzte Abschnitt von Gorak Shep zum Everest Base Camp führt über instabiles Moränengelände direkt am Khumbu-Eisbruch entlang, dem technisch anspruchsvollsten Teil jeder Everest-Besteigung. Der Gipfel des Everest selbst ist vom Base Camp aus nicht sichtbar, verdeckt durch den Westgrat des Nuptse, weshalb der Aufstieg auf den Kala Patthar am folgenden Morgen den eigentlichen Ausblick liefert. Durchgehend prägen Yak-Karawanen das Bild des Weges: Die Tiere tragen Baumaterial, Gasflaschen und Proviant in die höher gelegenen Lodges, ein Geräusch aus Glockengeläut, das über weite Strecken zur ständigen Begleitung wird und an vielen engen Passagen den Vortritt verlangt.
Schwierigkeit und Anforderungen
Fünf bis acht Stunden Gehzeit pro Tag bei Tagesrucksackgewicht zwischen sechs und neun Kilogramm sind auf dieser Route die Regel, nicht die Ausnahme. Technisch bleibt der Everest Base Camp Trek durchgehend eine Wanderung auf befestigten Pfaden ohne Kletterpassagen, doch die Höhe macht ihn zu einer der anspruchsvolleren Trekkingtouren Nepals. Ab etwa 3.000 Metern sinkt der Sauerstoffgehalt der Luft spürbar, und ab Dingboche auf 4.410 Metern ist die Gefahr der akuten Höhenkrankheit real, mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Deshalb sind zwei vollständige Ruhetage fester, nicht verhandelbarer Teil unserer Planung, einer in Namche Bazaar, einer in Dingboche, jeweils mit kurzen Aufstiegen am Tag selbst nach dem Prinzip hoch steigen, tief schlafen.
Tag 9 von Lobuche über Gorak Shep zum Everest Base Camp ist mit rund acht Stunden Gehzeit der anspruchsvollste einzelne Tag, gefolgt vom frühmorgendlichen Aufstieg auf den Kala Patthar am nächsten Tag bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Wer zwei bis drei Monate vor Abreise gezielt Ausdauer trainiert, mit mehrstündigen Wanderungen und Höhenmetern in Serie, kommt spürbar leichter durch diese Phase. Mehr zu Symptomen, Vorbeugung und dem Medikament Diamox findest du im Reisewissen-Artikel zu Höhenkrankheit und Akklimatisierung.
Ein Pulsoximeter kommt bei uns täglich zum Einsatz: Der Guide misst damit die Sauerstoffsättigung jedes Teilnehmenden und passt bei Bedarf Tempo oder Zeitplan an. Realistisch erreichen die meisten körperlich vorbereiteten Trekker mit dieser Betreuung das Base Camp, Rückzüge wegen Höhenkrankheit sind bei ausreichend eingeplanter Akklimatisierungszeit selten. Im Zweifel gilt bei uns immer: Ein zusätzlicher Ruhetag oder ein kontrollierter Abstieg sind die sicherere Wahl als das starre Festhalten am Zeitplan.
Permits und Formalitäten
Für den Everest Base Camp Trek sind zwei Permits erforderlich: das Sagarmatha-Nationalpark-Permit für ca. 3.000 NPR und die Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr der lokalen Gemeindeverwaltung für ca. 2.000 NPR, beide Beträge können sich durch Gebührenanpassungen der nepalesischen Behörden ändern. Eine TIMS-Karte, wie in anderen Trekkinggebieten Nepals üblich, entfällt hier, da der Sagarmatha-Nationalpark ein eigenes Genehmigungssystem führt. Beide Permits sind im Reisepreis enthalten und werden von unserem Team in Kathmandu vor Abflug nach Lukla organisiert, du musst dich um nichts selbst kümmern.
Zusätzlich benötigst du ein Nepal-Visum, das bei Ankunft am Flughafen Kathmandu gegen Gebühr ausgestellt wird oder vorab online beantragt werden kann, sowie eine Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung, die Helikopterrettung bis mindestens 6.000 Meter Höhe abdeckt. Mehr Details zu Visumkosten, Gültigkeitsdauer und den Permit-Unterschieden der einzelnen Trekkingregionen Nepals findest du im Reisewissen-Artikel zu Trekking-Permits, TIMS und ACAP. Da sich Gebühren und Formalitäten von Jahr zu Jahr ändern können, halten wir diese Angaben bei Reisen Nepal laufend aktuell.
Beste Reisezeit für den Everest Base Camp Trek
Für den Everest Base Camp Trek eignen sich die Monate März bis Mai sowie September bis November am besten, jeweils mit stabilen Hochdrucklagen zwischen den Monsunperioden. Im Frühling blühen ab März die Rhododendronwälder zwischen Lukla und Namche in kräftigem Rot und Pink, die Temperaturen sind auf den unteren Etappen mild, oben am Kala Patthar aber weiterhin deutlich unter null. Im Herbst, direkt nach dem Monsun, ist die Luft am klarsten, die Sicht auf Lhotse, Ama Dablam und den Everest selbst erreicht dann oft ihre beste Qualität im ganzen Jahr, dafür sind die Nächte in Dingboche und Lobuche schon merklich kälter.
Die Flugstrecke zwischen Kathmandu und Lukla, eine der wetteranfälligsten Nepals, läuft in beiden Saisonfenstern am zuverlässigsten, Wolken und Wind über dem Tal können den kleinen Flughafen auf 2.860 Metern aber auch dann zeitweise schließen. Von Dezember bis Februar sinken die Nachttemperaturen am Everest Base Camp auf zweistellige Minusgrade, was die Tour zwar möglich, aber deutlich unkomfortabler macht. Die Monsunmonate Juni bis August raten wir grundsätzlich ab: Wolken verdecken die Gipfel meist vollständig, und die unteren Waldabschnitte werden von Blutegeln bevölkert.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Phakding auf 2.610 Metern und der Kala Patthar auf 5.545 Metern markieren die Temperaturspanne, auf die deine Ausrüstung vorbereitet sein muss: tagsüber 15 bis 20 Grad im Wald, bis zu minus 15 Grad am Gipfelmorgen. Teahouses oberhalb von Dingboche sind nachts unbeheizt, ein warmer Schlafsack ist deshalb keine Kür, sondern Pflicht. Eine vollständige, tagesgenaue Packliste mit Mengenangaben findest du im Reisewissen-Artikel zur Packliste für Trekking in Nepal, abgestimmt auf genau diese Höhen- und Klimabedingungen. Für den Everest Base Camp Trek zählen vor allem diese fünf Ausrüstungsstücke:
- Daunenjacke mit Komfortbereich bis mindestens minus 15 bis minus 20 Grad, für den Gipfelmorgen am Kala Patthar unverzichtbar
- Eingelaufene, wasserdichte Trekkingschuhe mit stabilem Knöchelschutz, wichtiger als jedes andere Ausrüstungsstück, da Blasen auf Tag 3 kaum noch ausheilen
- Trekkingstöcke zur Entlastung der Knie, besonders auf den langen Abstiegstagen 11 und 12
- Stirnlampe für den Aufstieg auf den Kala Patthar vor Sonnenaufgang
- Wasserentkeimungstabletten oder ein Filter, da abgefülltes Wasser oberhalb von Namche deutlich teurer wird und unnötigen Plastikmüll erzeugt
Vergleich zu anderen Everest-Region-Treks
Der Everest-Drei-Pässe-Trek und der Everest-Panorama-Trek sind die zwei nächstliegenden Alternativen zum Everest Base Camp Trek in derselben Region, und viele Anfragen bei uns vergleichen genau diese drei Routen. Der Everest-Drei-Pässe-Trek führt über drei Hochpässe oberhalb von 5.300 Metern, Kongma La, Cho La und Renjo La, verlangt Erfahrung mit Schnee- und Geröllquerungen und eignet sich vor allem für Trekker, die den Everest Base Camp Trek bereits kennen oder generell sehr fit und höhenerprobt sind. Der Everest-Panorama-Trek dagegen endet meist schon bei Tengboche oder Namche Bazaar, dauert entsprechend kürzer und erreicht das Base Camp selbst nicht, ideal für alle mit begrenztem Zeitbudget oder moderaterem Anspruch an Kondition und Höhentauglichkeit.
Der Everest Base Camp Trek liegt bewusst dazwischen: Er erreicht das eigentliche Ziel, das Base Camp und den Aussichtsberg Kala Patthar mit direktem Everest-Blick, ohne die zusätzliche technische und konditionelle Hürde der drei Hochpässe. Für die meisten Erstbesucher der Everest-Region ist das der sinnvollste Kompromiss aus Erlebnistiefe, Sicherheit und realistischem Zeitaufwand von gut zwei Wochen.
Wann du deinen Everest Base Camp Trek buchen solltest
Die Gruppengröße bleibt bei Reisen Nepal auf zwei bis zwölf Personen begrenzt, in der Hauptsaison Oktober und November sind die bevorzugten Abflugtermine ab Lukla oft Wochen im Voraus ausgebucht, weil die tägliche Zahl der Landeslots am kleinen Flughafen begrenzt ist. Wer im Frühling reisen möchte, sollte die Anfrage idealerweise drei bis vier Monate vor der geplanten Abreise stellen, damit Inlandsflüge und Teahouse-Betten in der Hauptsaison noch verfügbar sind. Tag 14 ist bewusst als Pufferpuffer für Flugverzögerungen eingeplant, ein Detail, das viele günstigere Anbieter aus dem Programm streichen und das im Ernstfall über einen verpassten Rückflug entscheidet. Unser Team in Kathmandu meldet sich nach deiner Anfrage in der Regel innerhalb eines Werktags mit freien Terminen, Flugzeiten und einem persönlichen Fitness-Check, bevor die Buchung verbindlich wird.
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
1.400 Meter liegt Kathmandu, wo dein Everest Base Camp Trek mit der Ankunft am internationalen Flughafen Tribhuvan beginnt. Ein Fahrer unseres Teams holt dich ab und bringt dich zum Hotel im Zentrum, meist im Viertel Thamel mit seinen engen Gassen voller Ausrüstungsläden und kleiner Restaurants. Am Abend triffst du deinen Guide beim gemeinsamen Briefing: Er geht das Tagesitinerar durch, prüft deine Ausrüstung auf Vollständigkeit und beantwortet letzte Fragen zu Höhenkrankheit, Packliste oder dem Flug nach Lukla am nächsten Morgen. Je nach Ankunftszeit bleibt oft noch Zeit für einen ersten Spaziergang oder einen Besuch bei einem der Tempel in Laufnähe, bevor es früh ins Bett geht, denn der Weckruf für den Flughafentransfer kommt am zweiten Tag zeitig.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Flug nach Lukla, Trek nach Phakding
2.610 Meter hoch liegt Phakding, dein erstes Etappenziel nach dem kurzen Inlandsflug von Kathmandu nach Lukla. Der 25- bis 35-minütige Flug führt an einem der spektakulärsten Landeanflüge der Welt vorbei, bevor die Propellermaschine auf der kurzen, ansteigenden Landebahn des Tenzing-Hillary-Flughafens auf 2.860 Metern aufsetzt. In Lukla übernehmen die Porter dein Hauptgepäck, und der eigentliche Trek beginnt: ein sanfter, rund dreieinhalbstündiger Einstieg entlang des türkisfarbenen Dudh Kosi durch Kiefernwälder und vorbei an ersten Mani-Wänden und Gebetsfahnen. Der moderate erste Tag dient bewusst der Eingewöhnung, du gewöhnst dich an Rucksack, Tempo und Höhenluft, bevor die Route ab morgen steiler wird. Übernachtung in einer Teahouse-Lodge direkt am Fluss.
2.610 m3.5 Std. GehzeitTeahouse - Tag3
Phakding – Namche Bazaar
3.440 Meter hoch liegt Namche Bazaar, das Ziel dieser rund sechsstündigen und konditionell fordernden Etappe. Der Weg führt zunächst gemütlich am Dudh Kosi entlang, überquert mehrere Hängebrücken und passiert bei Monjo den Eingang zum Sagarmatha-Nationalpark, wo dein Permit kontrolliert wird. Kurz danach beginnt der steile Schlussanstieg: gut 600 Höhenmeter über Serpentinen durch dichten Kiefern- und Rhododendronwald, an dessen Ende sich bei klarer Sicht der erste Blick auf den Everest-Gipfel öffnet, meist von einer kleinen Aussichtsplattform kurz vor dem Ort. Namche Bazaar selbst liegt amphitheaterartig in einem Talkessel, mit Cafés, Ausrüstungsläden und Internetcafés, ein deutlicher Kontrast zu den kleinen Weilern der ersten beiden Tage. Die zwei Übernachtungen hier dienen der ersten wichtigen Akklimatisierungsphase der Tour.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Akklimatisierung in Namche Bazaar
3.440 Meter bleibt die Höhe an diesem ersten Akklimatisierungstag, denn du übernachtest ein zweites Mal in Namche Bazaar. Nach dem Prinzip hoch steigen, tief schlafen führt eine rund dreistündige Wanderung hinauf zum Everest View Hotel auf etwa 3.880 Metern, von dessen Terrasse sich bei gutem Wetter ein weiter Panoramablick auf Everest, Lhotse und Ama Dablam öffnet. Der Weg führt oft über die Sherpa-Dörfer Khumjung und Khunde mit ihrem alten Kloster und der von Edmund Hillary gegründeten Schule. Zurück in Namche bleibt Zeit für den Samstagsmarkt, an dem Händler aus Tibet und dem Tal Gemüse, Ausrüstung und Haushaltswaren verkaufen, oder einfach für Ruhe, warmes Essen und viel Wasser trinken.
3.440 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Namche – Tengboche
3.860 Meter hoch liegt Tengboche, das Ziel dieser rund fünfstündigen Etappe entlang des Dudh-Kosi-Tals mit fast durchgehendem Blick auf den markanten Gipfel des Ama Dablam. Der Weg fällt zunächst leicht ab bis zur Flussüberquerung bei Phunki Tenga, wo kleine Wassermühlen mit Gebetsmühlen die Kraft des Flusses nutzen, bevor ein steiler, rund 600 Höhenmeter langer Anstieg durch Rhododendronwald zum Kloster Tengboche führt. Tengboche gilt als geistiges Zentrum des gesamten Khumbu-Tals, das größte Kloster der Region, in dem buddhistische Mönche bis heute täglich Zeremonien abhalten. Am späten Nachmittag lohnt sich der Besuch der Puja im Hauptgebäude, während draußen bei klarem Himmel Everest, Lhotse und Nuptse gleichzeitig sichtbar sind, ein Panorama, das viele Trekker als Höhepunkt der ersten Tourhälfte beschreiben.
3.860 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Tengboche – Dingboche
4.410 Meter hoch liegt Dingboche, wo die Landschaft nach dieser rund fünfstündigen Etappe endgültig ihren Charakter wechselt. Hinter Tengboche wird der Wald spürbar lichter, Wacholder und Zwergrhododendron ersetzen die hohen Kiefern, und der Weg passiert Pangboche mit dem ältesten Kloster im Khumbu-Tal. Nach der Überquerung der Imja Khola öffnet sich das weite Hochtal von Dingboche, umgeben von Steinmauern, die kleine Gerstenfelder vor Yaks schützen. Bäume gibt es hier praktisch keine mehr, die Vegetation besteht aus niedrigen alpinen Polstern, und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht werden deutlich größer. Dingboche ist zugleich der Ausgangspunkt für den zweiten Akklimatisierungstag am folgenden Tag.
4.410 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Akklimatisierung in Dingboche
4.410 Meter bleibt die Schlafhöhe, während du an diesem zweiten Akklimatisierungstag auf den Nangkartshang Peak steigst, einen Aussichtsberg auf rund 5.100 Metern oberhalb von Dingboche. Der etwa vierstündige Auf- und Abstieg führt über einen gut sichtbaren Grat mit freiem Blick auf Ama Dablam, Lhotse und bei klarem Wetter sogar auf den weiter östlich gelegenen Makalu, den fünfthöchsten Berg der Welt. Der Aufstieg ist spürbar anstrengender als die Höhenmeter allein vermuten lassen, da der Sauerstoffgehalt der Luft hier bereits deutlich reduziert ist, genau das ist der Sinn des Tages: Der Körper produziert unter kontrollierter Belastung zusätzliche rote Blutkörperchen, bevor es am nächsten Tag weiter in Richtung Lobuche geht.
4.410 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Dingboche – Lobuche
4.940 Meter hoch liegt Lobuche, erreicht nach einer rund fünfstündigen Etappe durch zunehmend karge Hochgebirgslandschaft. Kurz hinter Dingboche führt der Weg über Thukla, wo ein steiler, kurzer Aufstieg zu einem weitläufigen Gedenkstein-Feld führt: Dutzende Chörten und Steinpyramiden erinnern hier an Bergsteiger, die am Everest ihr Leben verloren. Oberhalb des Gedenkfelds verläuft der Pfad über die seitliche Moräne des Khumbu-Gletschers, karg, windig und ohne jede Vegetation, mit ersten direkten Blicken auf das Gletschereis. Lobuche selbst ist eine kleine Ansammlung von Teahouses ohne festes Dorf drumherum, spürbar einfacher als die Unterkünfte der Tage zuvor, aber mit freiem Blick auf Nuptse direkt gegenüber.
4.940 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Lobuche – Gorak Shep – Everest Base Camp
5.364 Meter hoch liegt das Everest Base Camp, das Ziel dieser rund achtstündigen Königsetappe der Tour. Der Weg führt zunächst über die Moräne nach Gorak Shep auf 5.164 Metern, einem ehemaligen ausgetrockneten Gletschersee, wo du dein Gepäck in der Lodge zurücklässt, bevor es weiter zum eigentlichen Base Camp geht. Der letzte Abschnitt verläuft über instabiles Geröll direkt entlang des Khumbu-Eisbruchs, dem gefährlichsten Abschnitt jeder Everest-Besteigung, in der Frühjahrssaison meist übersät mit den bunten Zelten der Expeditionsteams. Der Everest-Gipfel selbst ist vom Base Camp aus nicht zu sehen, verdeckt vom Westgrat des Nuptse, dafür beeindrucken Eistürme, Gletscherspalten und die schiere Ausgesetztheit des Ortes. Am Nachmittag geht es zurück nach Gorak Shep zur Übernachtung, müde, aber am eigentlichen Ziel der Reise angekommen.
5.364 m8 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Gorak Shep – Kala Patthar – Pheriche
5.545 Meter hoch liegt der Kala Patthar, der höchste Punkt der gesamten Tour und Ziel des frühmorgendlichen Aufstiegs noch vor Sonnenaufgang. Bei Kopflampen- und Sternenlicht geht es in klirrender Kälte, oft deutlich unter minus 15 Grad, den steilen Schuttrücken hinauf, belohnt von einem der bekanntesten Bergpanoramen der Welt: Der Everest-Gipfel selbst wird hier erstmals auf der ganzen Tour sichtbar, umrahmt von Nuptse, Lhotse und Pumori im ersten Licht der Sonne. Nach dem Abstieg zurück nach Gorak Shep und einem späten Frühstück beginnt der lange Rückweg: über Lobuche und die Gedenkstätte bei Thukla hinunter ins tiefer gelegene Pheriche auf 4.240 Metern, insgesamt rund sieben Stunden Gehzeit mit spürbar mehr Sauerstoff bei jedem Höhenmeter Abstieg. Der Körper erholt sich hier hörbar schneller als noch zwei Tage zuvor.
5.545 m7 Std. GehzeitTeahouse - Tag11
Pheriche – Namche Bazaar
3.440 Meter, zurück auf Namche-Höhe, erreichst du nach einer rund sechsstündigen Abstiegsetappe von Pheriche. Der Weg folgt streckenweise einer anderen Route als beim Aufstieg, am Westufer der Imja Khola vorbei an Pangboche und durch Wälder, die jetzt in umgekehrter Richtung durchquert werden. Mit jedem Höhenmeter Abstieg wird die Luft dichter, der Appetit kehrt zurück, und das Lauftempo der Gruppe zieht spürbar an. Viele Trekker nehmen die vertraute Landschaft jetzt bewusster wahr als beim angestrengten Aufstieg, mit Blick für Details wie Klosterfassaden, Yakherden oder die Architektur der Steinhäuser, die auf dem Weg nach oben oft im Kampf gegen die Höhe untergingen. Die Nacht verbringst du erneut in Namche Bazaar.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag12
Namche – Lukla
2.840 Meter liegt Lukla, das Ziel dieser letzten, rund sechseinhalbstündigen Trekkingetappe zurück durch das untere Dudh-Kosi-Tal. Der Weg führt größtenteils bergab durch die inzwischen vertrauten Kiefern- und Rhododendronwälder, vorbei an den Hängebrücken und Dörfern der ersten Tage, diesmal in umgekehrter Reihenfolge und mit spürbar mehr Kondition als beim Hinweg. In Lukla endet der eigentliche Trekkinganteil der Reise, und am Abend gibt es traditionell ein gemeinsames Abschiedsessen mit Guide und Portern, oft mit Musik und Tanz der Crew. Es ist der passende Moment für ein angemessenes Trinkgeld, das in Nepal einen wesentlichen Teil des Einkommens von Guides und Portern ausmacht und separat vom Reisepreis gehandhabt wird.
2.840 m6.5 Std. GehzeitTeahouse - Tag13
Flug Lukla – Kathmandu
1.400 Meter, zurück auf Kathmandu-Höhe, landest du nach dem kurzen Rückflug von Lukla, idealerweise am frühen Morgen, da die Flugstrecke ab Mittag häufiger von Wind und Wolken betroffen ist. In Kathmandu angekommen, bringt dich der Fahrer zurück ins Hotel, wo als erstes eine heiße Dusche und frische Kleidung nach elf Tagen Teahouse-Leben ansteht. Der freie Nachmittag eignet sich für einen Bummel durch die Gassen von Thamel mit ihren Läden, Rooftop-Restaurants und Wäschereien, oder einfach zum Ausruhen im Hotel. Viele Gruppen lassen den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen, um die vergangenen zwei Wochen und die Erinnerungen an das Base Camp noch einmal zu teilen.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag14
Pufferpuffer / Kathmandu
1.400 Meter, weiterhin in Kathmandu, ist dieser Tag fest als Pufferpuffer für den wetteranfälligen Flug zwischen Lukla und Kathmandu eingeplant. Verzögerungen oder Ausfälle wegen Wind, Nebel oder Wolken über dem Tal sind auf dieser Strecke keine Seltenheit, besonders in der Hauptsaison, weshalb wir bewusst einen ganzen Reservetag ohne feste Verpflichtungen einplanen. Läuft der Rückflug am Vortag planmäßig, nutzt die Gruppe den freien Tag für eine geführte Besichtigung von Kathmandus UNESCO-Weltkulturerbestätten, etwa die Stupa von Boudhanath, den Tempelkomplex Pashupatinath oder den Durbar Square im historischen Stadtzentrum. So bleibt der Tag in jedem Fall sinnvoll gefüllt, ob als Sicherheitsreserve oder als kultureller Abschluss der Reise.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag15
Abreise
1.400 Meter über Kathmandu endet die Reise am letzten Morgen mit dem Transfer zum internationalen Flughafen Tribhuvan, abgestimmt auf die Abflugzeit deines Rückflugs. Ein Fahrer unseres Teams holt dich rechtzeitig im Hotel ab, üblicherweise drei Stunden vor internationalem Abflug, um Zeit für Check-in und Sicherheitskontrollen einzuplanen. Damit endet der 15-tägige Everest Base Camp Trek dort, wo die Berge langsam wieder in den Hintergrund treten und der Alltag näherrückt, mit einem Höhenprofil von 1.400 bis 5.545 Metern, das die meisten Reisenden noch lange nach der Rückkehr beschäftigt. Bei Fragen zur Reise oder zu deinen Fotos vom Kala Patthar steht dir unser Team in Kathmandu und in Berlin auch nach der Abreise weiterhin gerne zur Verfügung.
1.400 m0 Std. Gehzeit
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Inlandsflüge Kathmandu–Lukla–Kathmandu
- Alle Übernachtungen in Teahouses
- Vollpension während des Trekkings
- Englisch-/deutschsprachiger Guide sowie Porter (1 pro 2 Personen)
- Sagarmatha-Nationalpark-Gebühr und lokale Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
- Alle Transfers in Kathmandu
Nicht inklusive
- Internationaler Flug nach Kathmandu
- Nepal-Visum
- Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung
- Trinkgelder für Guide und Porter
- Persönliche Ausrüstung
Dokumente
Erforderliche Permits
- Sagarmatha-Nationalpark-Permit
- Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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Häufige Fragen zu Everest Base Camp Trek
Stimmen unserer Gäste
Erfahrungen von Teilnehmenden
Perfekt organisiert, unser Guide Passang kannte jeden Stein auf dem Weg. Die zwei Akklimatisierungstage haben sich definitiv gelohnt – niemand in der Gruppe hatte ernsthafte Höhenprobleme.
Julia M. · Oktober 2025
Kommunikation vorab aus Berlin war top, vor Ort hat sich das Team in Kathmandu um alles gekümmert. Kala Patthar bei Sonnenaufgang war der Moment der Reise.
Thomas K. · April 2025
Landschaftlich überwältigend, Teahouses waren einfach, aber sauber. Wer Komfort erwartet, sollte sich vorher genau informieren – wir wurden dazu aber sehr ehrlich beraten.
Sabine R. · November 2024
