Reisen Nepal

5 Tage auf einem Grat direkt unter dem Machapuchare

Mardi-Himal-Trek

Der Mardi-Himal-Trek führt dich in fünf Tagen ab Pokhara durch Rhododendronwald auf einen Grat direkt unter dem Machapuchare, bis zum Mardi Himal Base Camp auf 4.500 Metern, mit Blick auf Annapurna South, Hiunchuli und das Annapurna-Massiv.

Dauer
5 Tage
Schwierigkeit
Moderat
Max. Höhe
4.500 m
Gruppengröße
2–14 Personen
Startpunkt
Pokhara
Preis ab
520 €

Der Mardi-Himal-Trek ist der kurze Trek im Annapurna-Gebiet, der dich am höchsten bringt. In fünf Tagen gehst du ab Pokhara durch Rhododendronwald auf einen schmalen Grasrücken, der direkt auf den Machapuchare zuläuft, und steigst bis zum Mardi Himal Base Camp auf 4.500 Metern. Von dort siehst du die Südseite der Annapurna, den Hiunchuli und den Machapuchare so nah, als könntest du ihn berühren. Lange war der Weg kaum bekannt. Heute stehen Teehäuser bis ganz oben, und trotzdem ist es hier viel ruhiger als am Poon Hill oder am Annapurna Base Camp.

Für wen sich der Mardi-Himal-Trek eignet

Für alle, die eine knappe Woche in Pokhara haben und mehr wollen als einen Aussichtspunkt. Für Trekker, die den Poon-Hill-Trek schon kennen. Und für alle, die einen ersten Eindruck von großer Höhe suchen, ohne zwölf Tage für das Annapurna Base Camp einzuplanen.

Du solltest fit sein. Der Weg ist steil, vor allem zwischen Forest Camp und High Camp, und der Gipfeltag zum Base Camp dauert acht bis neun Stunden. Für Kinder und reine Einsteiger ist der Poon-Hill-Trek die bessere Wahl.

Route und Charakter

Von Pokhara fährst du eine Stunde nach Kande und gehst über das Australian Camp und Pothana in den Wald. Ab Pitam Deurali steigt der Pfad durch dichten Rhododendron- und Eichenwald, der im Frühjahr rot und rosa leuchtet. Bei Forest Camp auf rund 2.550 Metern übernachtest du mitten im Wald.

Dann kommt der Grat. Über Low Camp und Badal Danda verlässt du die Baumgrenze und gehst auf einem schmalen Rücken weiter, links und rechts tiefe Täler, vor dir der Fischschwanz des Machapuchare. High Camp auf rund 3.580 Metern liegt direkt darunter. Am nächsten Morgen steigst du im Dunkeln zum oberen Aussichtspunkt und weiter zum Base Camp auf 4.500 Metern, wo die Sonne über den Gletschern aufgeht. Zurück geht es über Low Camp nach Siding und mit dem Jeep nach Pokhara.

Schwierigkeit und Anforderungen

Moderat bis anspruchsvoll. Die Etappen sind kurz, aber steil, und du gewinnst in drei Tagen fast 3.000 Höhenmeter. Der Tag zum Base Camp ist der härteste, mit rund 900 Höhenmetern hinauf, dann fast 1.500 hinunter bis Low Camp. Auf dem Grat kann es windig sein. Bei Nässe ist der Weg rutschig, Stöcke helfen.

Der schnelle Aufstieg ist der Haken. Weil du ohne Ruhetag auf 4.500 Meter steigst, achtet dein Guide genau auf Zeichen von Höhenkrankheit, und wenn es dir in High Camp nicht gut geht, bleibst du am unteren Aussichtspunkt. Mehr im Ratgeber zu Höhenkrankheit.

Permits und Formalitäten

Der Trek liegt in der Annapurna Conservation Area. Du brauchst das ACAP und eine TIMS-Karte, die nur eine registrierte Agentur ausstellt, und ein lizenzierter Guide ist Pflicht. Beides besorgen wir für dich, es ist im Preis enthalten. Mehr im Ratgeber zu Trekking-Permits.

Beste Reisezeit

März bis Mai und Oktober bis November. Im April blüht der Rhododendronwald, im Oktober und November ist die Sicht auf die Berge am klarsten. Im Winter liegt oberhalb von High Camp oft Schnee, und der Weg zum Base Camp kann gesperrt sein. Im Monsun verschwinden die Berge in Wolken, und im Wald warten Blutegel. Mehr im Ratgeber zur besten Reisezeit in der Annapurna-Region.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Gute Trekkingschuhe mit Profil, Stöcke für die steilen Abstiege, Kleidung in Schichten und eine warme Jacke für den frühen Start zum Base Camp. Nachts wird es in High Camp kalt, ein Schlafsack bis etwa minus 10 Grad ist sinnvoll. Stirnlampe, Sonnenschutz und Regenjacke gehören dazu. Die ganze Liste steht in unserer Packliste.

Vergleich zu anderen Annapurna-Treks

Der Poon-Hill-Trek ist ähnlich kurz, aber flacher und voller. Das Annapurna Base Camp ist länger und führt dich mitten in den Kessel unter den Achttausendern. Mardi Himal liegt dazwischen, kurz wie Poon Hill und fast so hoch wie das Base Camp, mit dem Grat als eigenem Erlebnis. Alle drei vergleicht unser Artikel Poon Hill, Mardi Himal oder Annapurna Base Camp. Viele, die Mardi gegangen sind, kommen für den Annapurna-Rundweg oder das Base Camp wieder.

Buchung und nächster Schritt

Gruppen haben 2 bis 14 Personen, Start und Ende ist Pokhara. Schreib uns deinen Wunschtermin. Wir planen dir auf Wunsch auch die Anreise von Kathmandu nach Pokhara mit.

Impressionen

Bildergalerie

Blühender Rhododendron vor dem Machapuchare
Annapurna South und Hiunchuli im Abendlicht über dem Wald
Sonnenuntergang über der Annapurna-Kette und den Wäldern
Zwei Trekkerinnen mit Blick auf den Machapuchare

Tag für Tag

Reiseverlauf

Orte auf dieser Tour:Pokhara

Höhenprofil
4.500 m
Tag 1Tag 5
  1. Tag1

    Pokhara – Kande – Pitam Deurali

    Nach dem Frühstück holt dich der Fahrer in Pokhara ab, und nach einer Stunde Fahrt beginnt der Trek in Kande auf rund 1.770 Metern. Zuerst geht es steil hinauf zum Australian Camp, einer Wiese mit dem ersten großen Blick auf Annapurna South, Machapuchare und die Annapurna-Kette. Kurze Pause. Dann führt der Weg über Pothana, wo das ACAP kontrolliert wird, durch Wald nach Pitam Deurali auf rund 2.100 Metern. Insgesamt bist du rund fünf Stunden unterwegs. Die Lodges liegen am Waldrand mit Blick nach Süden über die Hügel bis Pokhara. Am Abend leuchten die Berge rosa.

    2.100 m5 Std. GehzeitTeahouse
  2. Tag2

    Pitam Deurali – Forest Camp

    Rund fünf Stunden durch den Wald. Hinter Pitam Deurali verlässt du den Hauptweg Richtung Annapurna Base Camp und biegst auf den Pfad zum Mardi Himal ab. Er steigt stetig durch dichten Rhododendron- und Eichenwald, in dem Moos von den Ästen hängt und im April alles rot und rosa blüht. Es wird still. Außer Vögeln und dem Knirschen deiner Schuhe hörst du lange nichts. Forest Camp auf rund 2.550 Metern liegt auf einer Lichtung mitten im Wald, mit ein paar einfachen Lodges. Hier gibt es keinen Bergblick, dafür einen Abend am Feuer.

    2.550 m5 Std. GehzeitTeahouse
  3. Tag3

    Forest Camp – High Camp

    Der Tag, an dem sich alles öffnet. Rund sechs Stunden und 1.000 Höhenmeter. Über Low Camp auf rund 3.050 Metern verlässt du den Wald, und plötzlich steht der Machapuchare vor dir, nah und steil. Danach gehst du über Badal Danda auf einem schmalen Grasrücken, links und rechts tiefe Täler, mit Wolken, die oft unter dir hängen. High Camp auf rund 3.580 Metern liegt direkt unter dem Grat zum Mardi Himal. Die Lodges sind einfach. Abends misst dein Guide die Sauerstoffsättigung, weil du heute schnell an Höhe gewonnen hast.

    3.580 m6 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    High Camp – Mardi Himal Base Camp – Low Camp

    Der härteste Tag, rund acht bis neun Stunden. Um 5 Uhr startest du mit Stirnlampe und steigst auf dem Grat zum oberen Aussichtspunkt auf rund 4.200 Metern, wo die Sonne über der Annapurna South aufgeht. Wer kann, geht weiter zum Base Camp auf 4.500 Metern, direkt unter den Eiswänden des Mardi Himal. Hier oben ist es still und kalt. Dann geht es lange hinunter, über High Camp, wo du frühstückst, und weiter bis Low Camp auf rund 3.050 Metern. Die Knie arbeiten. Abends schläfst du deutlich tiefer und merkst, wie die Luft wieder dichter wird.

    4.500 m9 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Low Camp – Siding – Pokhara

    Rund fünf Stunden steil bergab durch Wald und Terrassenfelder nach Siding auf rund 1.750 Metern, einem kleinen Dorf, in dem die Bauern Hirse und Mais anbauen. Unterwegs kommst du durch Dörfer, in die kaum Trekker kommen. Mittags Dal Bhat. Von Siding bringt dich ein Jeep in rund zwei Stunden auf einer holprigen Piste zurück nach Pokhara auf rund 820 Metern. Am Nachmittag bist du am Phewa-See. Das Hotel in Pokhara ist nicht im Preis enthalten, wir buchen es dir aber gern, und abends lohnt ein Essen am Seeufer zum Abschied von deiner Crew.

    820 m5 Std. Gehzeit

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Transport Pokhara–Kande und Siding–Pokhara
  • Vollpension in Teahouses während des Treks
  • Lizenzierter Trekkingguide
  • Porter (max. 2 Trekker pro Porter)
  • Alle Permits (ACAP, TIMS über unsere Agentur)
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter

Nicht inklusive

  • Internationale Flüge
  • Nepal-Visum
  • Anreise nach Pokhara und Unterkunft dort
  • Persönliche Ausrüstung
  • Trinkgelder
  • Reise- und Bergungskostenversicherung
  • Warme Duschen, WLAN und Aufladen unterwegs

Dokumente

Erforderliche Permits

  • ACAP – Annapurna Conservation Area Permit
  • TIMS-Karte (über registrierte Agentur)

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

Planung

Beste Reisezeit

Jan
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Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Fragen

Häufige Fragen zu Mardi-Himal-Trek

Wie schwer ist der Mardi-Himal-Trek?
Moderat bis anspruchsvoll. Die Etappen sind kurz, aber steil, und du steigst in drei Tagen fast 3.000 Höhenmeter. Der Tag zum Base Camp auf 4.500 Metern dauert acht bis neun Stunden. Klettern musst du nicht, aber du brauchst gute Kondition.
Wie unterscheidet sich Mardi Himal vom Poon-Hill-Trek?
Beide dauern rund fünf Tage ab Pokhara. Poon Hill geht bis 3.210 Meter auf gepflasterten Wegen durch Dörfer und ist voller. Mardi Himal geht bis 4.500 Meter auf einem einsamen Grat direkt unter dem Machapuchare und ist anstrengender.
Welche Permits brauche ich?
Das ACAP für die Annapurna Conservation Area und eine TIMS-Karte, die nur eine registrierte Agentur ausstellt. Ein lizenzierter Guide ist im Annapurna-Gebiet Pflicht. Beides besorgen wir, es ist im Preis enthalten.
Wie hoch ist das Risiko für Höhenkrankheit?
Höher, als die kurze Dauer vermuten lässt, weil du ohne Ruhetag in drei Tagen von rund 1.800 auf 4.500 Meter steigst. Dein Guide misst ab High Camp die Sauerstoffsättigung, und wer Probleme hat, bleibt am unteren Aussichtspunkt auf rund 4.200 Metern.
Wann ist die beste Reisezeit?
März bis Mai und Oktober bis November. Im April blüht der Rhododendronwald zwischen Forest Camp und Low Camp rot und rosa, im Herbst ist die Sicht auf Machapuchare und Annapurna South am klarsten. Im Winter von Dezember bis Februar ist es oben bitterkalt, und Schnee kann den Grat zum Base Camp sperren. Im Monsun von Juni bis September sind die Wege nass, im Wald gibt es Blutegel, und die Berge stecken meist in Wolken.
Gibt es auf dem Weg Teehäuser?
Ja, bis High Camp gibt es an jedem Etappenziel einfache Lodges mit Mehrbettzimmern und warmem Essen. Oberhalb von High Camp gibt es keine Unterkünfte. Den Tag zum Base Camp gehst du deshalb ohne Gepäck und kommst am selben Tag zurück.