15 Tage von Besisahar über den Tilicho-See zum Mesokanto La nach Jomsom
Tilicho-See-Trek
Der Tilicho-See-Trek folgt dem Annapurna-Rundweg bis Manang, verlässt ihn dann Richtung Tilicho-See auf 4.919 Metern und überquert mit dem Mesokanto La auf 5.099 Metern eine höhere, deutlich einsamere Passvariante direkt nach Jomsom.
- Dauer
- 15 Tage
- Schwierigkeit
- Schwer
- Max. Höhe
- 5.099 m
- Gruppengröße
- 2–10 Personen
- Startpunkt
- Besisahar
- Preis ab
- 1.690 €
Der Tilicho-See-Trek beginnt wie der klassische Annapurna-Rundweg in Besisahar und folgt demselben Marsyangdi-Tal über Chame und Pisang bis Manang auf 3.540 Metern. Ab Khangsar verlässt die Route den Hauptweg der meisten Trekkinggruppen und führt stattdessen zum Tilicho Base Camp auf 4.150 Metern, einem der wenigen Punkte im Annapurna-Gebiet, an dem der Weg über labiles, immer wieder rutschendes Geröll führt und entsprechend konzentriertes Gehen verlangt. Von dort erreichst du den Tilicho-See auf 4.919 Metern, einen der höchstgelegenen Seen der Welt, eingebettet zwischen den Steilwänden von Tilicho Peak und Nilgiri.
Statt zum Thorong La zurückzukehren, führt dieser Trek weiter zum Mesokanto La auf 5.099 Metern, einem höheren und deutlich weniger begangenen Übergang als der Standardpass des Rundwegs. Für diesen Abschnitt braucht es Zeltausrüstung und eine eigene Koch- und Trägercrew, da es zwischen Tilicho Base Camp und dem Abstieg ins Jomsom-Tal keine durchgehende Teahouse-Infrastruktur gibt. Der Pass selbst ist wetterabhängig: Bei Neuschnee kann die Route über mehrere Tage unpassierbar werden, weshalb wir diese Variante ausschließlich in den beiden stabilen Kernfenstern anbieten, kurz vor und kurz nach dem Monsun, wenn die Schneelage am zuverlässigsten einschätzbar ist.
Wer den Annapurna-Rundweg schon kennt oder eine Route ohne die Menschenmengen am Thorong La sucht, findet hier dieselbe landschaftliche Spannweite mit deutlich mehr Abgeschiedenheit. Höhenkrankheit ist auf dieser Route ein noch größeres Thema als beim Standard-Rundweg, weil der Tilicho-See selbst schon auf Passhöhe liegt und der Mesokanto La sie um weitere 180 Meter übertrifft. Reisen Nepal führt diese Variante mit erfahrenen Guides, die die Bedingungen am Pass laufend mit lokalen Kontakten in Manang und Jomsom abgleichen, und behält sich vor, bei ungünstiger Schneelage kurzfristig auf den regulären Rückweg über Manang umzuplanen.
Fünfzehn Tage Gesamtdauer, davon elf reine Trekkingtage plus ein zeltpflichtiger Passabschnitt ohne feste Infrastruktur, machen diese Route zu einer klaren Weiterentwicklung des Annapurna-Rundwegs, nicht zu einem Einsteiger-Trek. Wer bereits einen Mehrwochen-Trek über 4.000 Meter absolviert hat und gezielt nach weniger begangenen Wegen im selben Gebiet sucht, findet hier dieselbe Infrastruktur bis Manang, gefolgt von einem Abschnitt, den nur ein Bruchteil der jährlichen Annapurna-Trekker überhaupt sieht.
Impressionen
Bildergalerie
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
Ankunft am Tribhuvan International Airport auf 1.400 Metern, Transfer ins Hotel in Thamel. Am Nachmittag Briefing mit dem Guide zu Route, Ausrüstung und dem zeltpflichtigen Abschnitt über den Mesokanto La. Letzte Einkäufe für den Camping-Teil der Tour lassen sich in den Trekking-Läden rund um Thamel erledigen.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Fahrt nach Besisahar und Trekkingstart bis Ngadi
Sechs bis sieben Stunden Fahrt von Kathmandu nach Besisahar auf 760 Metern, danach die ersten Trekkingstunden entlang des Marsyangdi-Flusses bis Ngadi auf 930 Metern. Subtropische Vegetation und Reisterrassen prägen diesen Talabschnitt, der identisch mit dem Beginn des Annapurna-Rundwegs verläuft.
930 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag3
Ngadi nach Jagat
Der Weg folgt weiter dem Marsyangdi durch enge Schluchten und über mehrere Hängebrücken bis Jagat auf 1.300 Metern, einem historischen Kontrollposten der Route. Wasserfälle und dichter Wald bestimmen das Bild dieses konditionell fordernden Tages.
1.300 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Jagat nach Dharapani
Das Tal verengt sich zunehmend, Nadelwald löst die letzten Bananenstauden ab, und die Luft wird spürbar kühler. Dharapani auf 1.960 Metern liegt bereits im Einzugsgebiet der Manang-Region und zeigt einen ersten tibetisch geprägten Baustil.
1.960 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Dharapani nach Chame
Der Weg führt durch Kiefernwald am Marsyangdi entlang bis Chame auf 2.710 Metern, dem Verwaltungssitz des Manang-Distrikts. Erste schneebedeckte Gipfel, darunter Annapurna II, werden ab hier sichtbar.
2.710 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Chame nach Pisang
Vorbei an der senkrechten Felswand Paungda Danda öffnet sich das Tal zunehmend, Bäume werden seltener. Pisang auf 3.200 Metern bietet mit seinem oberen Dorf und dem alten Kloster einen ersten nahen Blick auf die Annapurna-Kette.
3.200 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Pisang nach Manang über die obere Route
Über Ghyaru und Ngawal, die klassische obere Variante mit zusätzlicher Höhengewinnung zur Akklimatisierung, erreichst du Manang auf 3.540 Metern. Trockene, wüstenartige Hänge erinnern hier bereits stark an Tibet.
3.540 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Akklimatisierungstag in Manang
Ein fest eingeplanter Höhentag zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Manang, etwa Richtung Gangapurna-Gletschersee, dient der Vorbereitung auf die kommenden Tage jenseits von 4.000 Metern. Der Guide bespricht am Nachmittag die Wetter- und Schneelage am Mesokanto La mit lokalen Kontakten.
3.540 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Manang nach Khangsar
Hier verlässt die Route den Hauptpfad des Annapurna-Rundwegs. Ein kurzer, ruhiger Tag durch trockenes Steppengelände bringt dich nach Khangsar auf 3.734 Metern, dem letzten Dorf mit regulärer Teahouse-Infrastruktur vor dem Tilicho-Abschnitt.
3.734 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Khangsar nach Tilicho Base Camp
Der Weg quert lange, exponierte Geröllhänge oberhalb einer tiefen Schlucht, ein Abschnitt, der bei Nässe oder Neuschnee besondere Vorsicht verlangt und zügiges Gehen erfordert. Tilicho Base Camp auf 4.150 Metern liegt direkt unterhalb des Sees und dient als Ausgangspunkt für den folgenden Tag.
4.150 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag11
Tilicho-See und weiter zum Hochlager am Mesokanto La
Früher Aufstieg zum Tilicho-See auf 4.919 Metern, einem der höchstgelegenen Seen der Welt, umgeben von den Steilwänden des Tilicho Peak. Von dort führt die Route weiter, jetzt mit Zelt- und Kochcrew, zu einem Hochlager nahe der Passroute, da ab hier keine Teahouses mehr zur Verfügung stehen.
4.950 m7 Std. GehzeitCamp - Tag12
Überquerung des Mesokanto La
Der höchste Punkt der gesamten Tour, 5.099 Meter, wird an diesem langen Tag über oft schneebedecktes, wegloses Gelände erreicht. Der Abstieg auf der Jomsom-Seite führt durch ein einsames, kaum begangenes Tal zu einem tieferen Zeltlager.
3.700 m8 Std. GehzeitCamp - Tag13
Abstieg nach Jomsom
Der letzte Trekkingtag führt aus dem abgelegenen Seitental hinunter ins breite Kali-Gandaki-Tal und nach Jomsom auf 2.720 Metern, wo mit dem kleinen Flughafen und ersten Läden wieder reguläre Infrastruktur erreicht wird.
2.720 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag14
Flug Jomsom–Pokhara
Kurzer Flug über das Kali-Gandaki-Tal zwischen Dhaulagiri und Annapurna nach Pokhara auf 830 Metern. Der restliche Tag bleibt zur freien Verfügung am Phewa-See, ein deutlicher Kontrast zu den Zeltnächten der vergangenen Tage.
830 m0 Std. GehzeitHotel - Tag15
Rückreise nach Kathmandu und Abreise
Flug oder Fahrt von Pokhara zurück nach Kathmandu, anschließend Transfer zum Flughafen für den internationalen Rückflug. Dieser Tag dient zugleich als Zeitpuffer für den Fall wetterbedingter Verzögerungen bei den Bergflügen.
1.400 m0 Std. GehzeitTransfer zum Flughafen
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Vollpension in Teahouses bis Tilicho Base Camp, Zeltcamp mit Kochcrew über den Mesokanto La
- Lizenzierter Trekkingguide mit Passerfahrung am Mesokanto La
- Porter (max. 2 Trekker pro Porter) sowie zusätzliche Träger für Zeltausrüstung
- Alle Permits (ACAP, TIMS)
- Transport Kathmandu–Besisahar und Jomsom–Pokhara–Kathmandu
- Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter
- Zelte, Isomatten und Kochausrüstung für den zeltpflichtigen Streckenabschnitt
Nicht inklusive
- Internationale Flüge
- Nepal-Visum
- Unterkunft/Verpflegung in Kathmandu/Pokhara außerhalb des Treks
- Persönliche Ausrüstung (inkl. Schlafsack für den Zeltabschnitt)
- Trinkgelder
- Reise- und Bergungskostenversicherung (Helikopterrettung dringend empfohlen wegen der abgelegenen Streckenführung)
- Alkoholische Getränke
Dokumente
Erforderliche Permits
- ACAP – Annapurna Conservation Area Permit
- TIMS-Karte
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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