Reisen Nepal
Trekkingpfad im Annapurna-Gebiet auf dem Weg zum Tilicho-See

15 Tage von Besisahar über den Tilicho-See zum Mesokanto La nach Jomsom

Tilicho-See-Trek

Der Tilicho-See-Trek folgt dem Annapurna-Rundweg bis Manang, verlässt ihn dann Richtung Tilicho-See auf 4.919 Metern und überquert mit dem Mesokanto La auf 5.099 Metern eine höhere, deutlich einsamere Passvariante direkt nach Jomsom.

Dauer
15 Tage
Schwierigkeit
Schwer
Max. Höhe
5.099 m
Gruppengröße
2–10 Personen
Startpunkt
Besisahar
Preis ab
1.690 €

Der Tilicho-See-Trek dauert 15 Tage und beginnt wie der Annapurna-Rundweg in Besisahar. Bis Manang auf 3.540 Metern folgst du dem Marsyangdi über Chame und Pisang. Dann biegst du ab. Über Khangsar geht es zum Tilicho-See auf 4.919 Metern, einem der höchstgelegenen Seen der Welt, eingeklemmt zwischen den Eiswänden von Tilicho Peak und Nilgiri. Statt über den vollen Thorong La gehst du danach über den Mesokanto La auf 5.099 Metern direkt hinunter nach Jomsom. Der Pass ist niedriger als der Thorong La, aber viel einsamer, und für diesen Abschnitt zeltest du mit eigener Koch- und Trägercrew.

Ab 1.690 € pro Person, Gruppen von 2 bis 10 Personen, eingestuft als schwer. Im Preis stecken Guide mit Erfahrung am Mesokanto La, Träger, Teehäuser bis zum Basislager, Zelte, Isomatten und Küche für den Passabschnitt, die Permits, die Fahrt nach Besisahar und der Flug von Jomsom nach Pokhara.

Für wen sich der Tilicho-See-Trek eignet

Für Trekker, die den Annapurna-Rundweg kennen oder sich die Menschen am Thorong La sparen wollen. Du bekommst dieselbe Spannweite vom subtropischen Tal bis zum Hochgebirge, und ab Khangsar dazu einen Abschnitt, den nur ein kleiner Teil der Annapurna-Trekker je sieht. Einsteiger sind hier falsch. Du solltest schon einen mehrtägigen Trek über 4.000 Metern hinter dir haben, sicher auf losem Geröll gehen und Nächte im Zelt in großer Höhe aushalten.

Zelterfahrung brauchst du nicht. Die Crew baut auf, kocht und packt zusammen. Was du brauchst, ist Ausdauer für elf Trekkingtage und einen Kopf, der ruhig bleibt, wenn der Weg über einen rutschenden Hang führt.

Route und Charakter

Die ersten Tage gehören dem Marsyangdi. Von Besisahar auf 760 Metern geht es durch Reisterrassen und subtropischen Wald nach Jagat, dann durch enge Schluchten nach Dharapani und Chame, wo die ersten Eisgipfel der Annapurna II auftauchen. Hinter Pisang nimmst du die obere Route über Ghyaru und Ngawal. Sie ist anstrengender, aber sie bringt dich höher und schenkt dir den besten Blick auf die Annapurna-Kette. In Manang bleibst du zwei Nächte.

Ab Khangsar wird es still. Der Weg zum Tilicho Base Camp auf 4.150 Metern quert lange Geröllhänge über einer tiefen Schlucht, an denen Steine nachrutschen, und hier gehst du zügig und konzentriert. Am nächsten Morgen steigst du zum See. Das Wasser ist tiefblau, oft mit Eisschollen bis in den Mai, und die Gletscher des Tilicho Peak reichen bis ans Ufer. Danach beginnt der Zeltabschnitt, über den Mesokanto La und durch ein einsames Tal hinunter ins Kali-Gandaki-Tal nach Jomsom, wo dich der Wind der Schlucht empfängt und weiter unten die Apfelgärten von Marpha warten.

Schwierigkeit und Anforderungen

Schwer, aus drei Gründen. Die Höhe, die Länge und der Pass. Zwischen Khangsar und Jomsom schläfst du zwei Nächte über 4.000 Metern und zwei Nächte im Zelt, und der Passtag dauert rund acht Stunden über oft verschneites, wegloses Gelände. Technisch brauchst du keine Kletterei. Bei frischem Schnee können aber Grödel nötig sein, und welche du mitbringst, klären wir vorher mit dir.

Auch der Geröllhang vor dem Basislager verlangt Aufmerksamkeit. Bei Nässe oder Neuschnee wird er rutschig, und dein Guide entscheidet dann über Zeitpunkt und Tempo. Akklimatisiert wird in Manang mit einem Ruhetag, an dem du zu einem Aussichtspunkt über dem Ort aufsteigst und wieder unten schläfst. Weil der See schon auf Passhöhe liegt und der Mesokanto La noch 180 Meter darüber, misst der Guide ab Manang täglich mit dem Pulsoximeter. Mehr dazu im Ratgeber zu Höhenkrankheit.

Liegt am Pass zu viel Schnee, plant das Team um. Dann geht es vom See zurück nach Manang und über die reguläre Route weiter. Den See siehst du trotzdem.

Permits und Formalitäten

Die ganze Route liegt in der Annapurna Conservation Area. Du brauchst das ACAP und eine TIMS-Karte, die nur eine registrierte Agentur ausstellt, und im Annapurna-Gebiet ist ein lizenzierter Guide Pflicht. Beides ist im Preis enthalten und wird von unserem Team in Kathmandu besorgt. Kontrolliert wird an mehreren Posten, etwa in Besisahar, Chame, Manang und Jomsom. Mehr im Ratgeber zu Trekking-Permits.

Beste Reisezeit für den Tilicho-See-Trek

März bis Mai und September bis November. Am Mesokanto La ist das Fenster enger als am Thorong La, weil es dort keine Infrastruktur gibt, die einen Versuch bei Schnee absichert. Am verlässlichsten sind Mitte April bis Mitte Mai und Mitte Oktober bis Mitte November, wenn der Altschnee weg ist und noch kein neuer liegt. Im März und Anfang April kann der Pass noch zu sein. Der See ist dann oft gefroren.

Im Monsun von Juni bis August regnet es im unteren Marsyangdi-Tal kräftig, Erdrutsche sperren Wege, und am Pass fehlt die Sicht. Im Winter liegt am Mesokanto La meist zu viel Schnee. Mehr zur Planung im Ratgeber zur besten Reisezeit in der Annapurna-Region.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Der Schlafsack ist das wichtigste Stück. Für die Zeltnächte auf fast 5.000 Metern brauchst du einen mit Komfortbereich bis mindestens minus 15 Grad, und er ist nicht im Preis enthalten. Dazu eine warme Daunenjacke, Gamaschen gegen Schnee am Pass, wasserdichte, eingelaufene Bergschuhe mit fester Sohle und Stöcke für den Geröllhang und den langen Abstieg nach Jomsom.

Unten im Tal ist es warm, also pack Schichten. Eine Stirnlampe für den frühen Start am Passtag, Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz, starke Sonnencreme und ein Buff gegen den Wind in Jomsom gehören dazu. Die ganze Liste steht in unserer Packliste für Nepal-Treks.

Vergleich zum Annapurna-Rundweg

Bis Manang sind beide Routen gleich. Der Rundweg geht danach über Yak Kharka und Thorong Phedi zum Thorong La auf 5.416 Metern und hinunter nach Muktinath, mit Teehäusern auf beiden Seiten und vielen anderen Trekkern. Der Tilicho-Trek nimmt den Umweg über den See und den Mesokanto La. Er ist niedriger, aber abgelegener, verlangt Zelte und Crew und bringt dich an einen See, den Rundweg-Trekker nur als Tagesausflug kennen, wenn überhaupt.

Kennst du den Rundweg noch nicht und willst einfach die Annapurna umrunden, nimm den Rundweg. Suchst du Einsamkeit, den See und einen Pass, über den kaum jemand geht, ist Tilicho die bessere Wahl. Den Vergleich zu den anderen Annapurna-Routen findest du im Artikel Annapurna-Rundweg oder Base Camp Trek.

Buchung und nächster Schritt

Wir führen den Tilicho-See-Trek nur in den beiden stabilen Fenstern und mit höchstens zehn Teilnehmern, damit Zelte und Crew für alle reichen. Alleinreisende zahlen 260 € Einzelzimmerzuschlag für die Teehaus- und Hotelnächte. Schreib uns deinen Wunschtermin und deine bisherige Höhenerfahrung. Wir prüfen die Lage am Pass mit unseren Kontakten in Manang und Jomsom und melden uns mit einem Termin.

Impressionen

Bildergalerie

Wegverhältnisse auf dem Weg zum Tilicho-See
Trekker genießen die Aussicht nahe dem Tilicho-See
Zeltlager unter einer Felswand im Abendlicht

Tag für Tag

Reiseverlauf

Orte auf dieser Tour:KathmanduPokhara

Höhenprofil
5.099 m
Tag 1Tag 15
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu

    Du landest in Kathmandu auf 1.400 Metern, und ein Fahrer bringt dich ins Hotel in Thamel. Am Nachmittag triffst du deinen Guide zum Briefing. Ihr geht die Route durch, besonders den Zeltabschnitt über den Mesokanto La, für den du einen Schlafsack bis mindestens minus 15 Grad brauchst. Fehlt dir einer, leihst du ihn heute in Thamel. Dort gibt es auch Gamaschen, Handschuhe und eine warme Mütze, falls du sie zuhause vergessen hast. Danach hast du frei. Ein Abendessen mit Dal Bhat in einem der Lokale rund um Thamel ist ein guter Start, und dann geht es früh ins Bett, denn morgen wartet ein langer Fahrtag.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Fahrt nach Besisahar und Trekkingstart bis Ngadi

    Früh am Morgen fährst du sechs bis sieben Stunden von Kathmandu nach Besisahar auf 760 Metern, zuerst am Trishuli entlang, dann ins Tal des Marsyangdi. In Besisahar zeigt dein Guide das ACAP am ersten Kontrollposten. Danach gehst du die ersten vier Stunden. Reisterrassen, Bananenstauden und Bambus säumen den Weg nach Ngadi auf 930 Metern, und es ist warm und feucht. Kaum zu glauben, dass du in zehn Tagen an einem gefrorenen See auf fast 5.000 Metern stehst. Die Lodge in Ngadi ist einfach, das Essen gut, und abends hörst du den Fluss rauschen.

    930 m4 Std. GehzeitTeahouse
  3. Tag3

    Ngadi nach Jagat

    Rund sechs Stunden bis Jagat auf 1.300 Metern. Der Marsyangdi frisst sich hier tief in den Fels, und du gehst durch enge Schluchten, über mehrere Hängebrücken und an Wasserfällen vorbei, die bei Bahundanda und Syange von den Felswänden stürzen. An manchen Stellen teilst du den Weg mit der neuen Straße. Dein Guide nimmt, wo es geht, die alten Pfade auf der anderen Talseite. Jagat war früher ein Zollposten auf dem Handelsweg nach Tibet. Heute ist es ein kleines Dorf mit Steinhäusern und ein paar Lodges, eng an den Hang gebaut. Ein fordernder Tag. Die Beine merken die vielen Auf und Abs.

    1.300 m6 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Jagat nach Dharapani

    Sechs Stunden bis Dharapani auf 1.960 Metern. Das Tal wird enger, Nadelwald ersetzt die letzten Bananenstauden, und die Luft kühlt merklich ab. Bei Tal öffnet sich das Tal kurz zu einer flachen Ebene mit einem Wasserfall. Dann wird es wieder eng. Ab Dharapani sehen die Häuser anders aus, mit flachen Dächern und Gebetsfahnen, und die ersten tibetisch geprägten Familien wohnen hier. Hier stößt auch der Manaslu-Rundweg von Norden auf deine Route, und du triffst vielleicht Trekker, die gerade vom Larkya La kommen. Abends wird es zum ersten Mal richtig frisch.

    1.960 m6 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Dharapani nach Chame

    Fünf Stunden durch Kiefernwald bis Chame auf 2.710 Metern, dem Hauptort des Manang-Distrikts. Unterwegs tauchen die ersten Eisgipfel auf. Die Annapurna II steht plötzlich über dem Tal, und bei Timang siehst du bei klarem Wetter auch den Manaslu im Osten. Chame hat eine Bank, ein paar Läden und heiße Quellen am Flussufer, in die du die Füße hängen kannst. Nutz das. Ab hier wird es kälter, und die Duschen in den Lodges werden seltener und teurer, je weiter du ins Manang-Tal hinaufkommst.

    2.710 m5 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Chame nach Pisang

    Fünf Stunden bis Pisang auf 3.200 Metern. Hinter Bhratang führt der Weg an der Paungda Danda vorbei, einer riesigen, glatt geschliffenen Felswand, die sich über dem Fluss wölbt. Danach öffnet sich das Tal. Die Bäume werden weniger, die Landschaft trockener, und du kommst in den Regenschatten der Annapurna. Pisang liegt zweigeteilt. Unten stehen die Lodges, oben am Hang das alte Dorf mit seinem Kloster, und der kurze Aufstieg dorthin am Nachmittag lohnt sich doppelt, für den Blick auf Annapurna II und für die Höhe, die du heute zusätzlich mitnimmst.

    3.200 m5 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Pisang nach Manang über die obere Route

    Sechs Stunden über die obere Route nach Manang auf 3.540 Metern. Statt im Tal zu bleiben, steigst du steil nach Ghyaru auf rund 3.700 Metern hinauf, und dort oben stehst du gegenüber der Annapurna II, III und IV mit dem Gangapurna daneben. Einer der schönsten Abschnitte der ganzen Tour. Über Ngawal mit seinen Gebetsmühlen und Chörten geht es auf halber Höhe weiter und dann hinunter nach Braga und Manang. Die Hänge sind trocken und staubig, die Dörfer aus Stein gebaut, und vieles erinnert an Tibet. Der Umweg kostet Kraft, hilft aber bei der Akklimatisierung.

    3.540 m6 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Akklimatisierungstag in Manang

    Ruhetag in Manang. Ruhig heißt hier, dass du nicht weiterziehst. Am Vormittag steigst du mit dem Guide zu einem Aussichtspunkt über dem Ort, etwa zum Gletschersee des Gangapurna oder zum Kloster Praken Gompa, und kommst am Mittag zurück. Insgesamt rund vier Stunden. Am Nachmittag bespricht dein Guide mit Kontakten in Manang die Lage am Mesokanto La, wie viel Schnee liegt und ob in den letzten Tagen jemand drüber ist. Danach entscheidet er, ob der Pass in Frage kommt. In Manang gibt es Bäckereien und ein kleines Kino mit Bergfilmen.

    3.540 m4 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Manang nach Khangsar

    Ein kurzer Tag, nur rund drei Stunden. Hinter Manang verlässt du den Hauptweg des Rundwegs und gehst nach Westen, über den Fluss und durch trockenes Steppengelände nach Khangsar auf 3.734 Metern. Hier wird es leer. Die meisten Rundweg-Trekker biegen nach Norden Richtung Thorong La ab, und du siehst plötzlich kaum noch jemanden. Khangsar ist ein altes Steindorf mit einem kleinen Kloster und Feldern, auf denen Gerste und Buchweizen wachsen. Es ist das letzte richtige Dorf vor dem See. Der freie Nachmittag hilft deinem Körper, sich weiter an die Höhe zu gewöhnen.

    3.734 m3 Std. GehzeitTeahouse
  10. Tag10

    Khangsar nach Tilicho Base Camp

    Fünf Stunden bis zum Tilicho Base Camp auf 4.150 Metern, und heute zählt jeder Schritt. Hinter Khangsar führt der Weg über lange, steile Geröllhänge hoch über einer tiefen Schlucht, an denen Steine nachrutschen. Nicht stehen bleiben. Dein Guide gibt das Tempo vor und sagt dir, wo du zügig gehen und wo du warten sollst, und bei Nässe oder Neuschnee verschiebt er den Abschnitt notfalls. Danach wird es ruhiger. Das Basislager besteht aus ein paar einfachen Lodges am Fuß des Hangs, direkt unter dem See, und abends wird es dort sehr kalt.

    4.150 m5 Std. GehzeitTeahouse
  11. Tag11

    Tilicho-See und weiter zum Hochlager am Mesokanto La

    Um 5 Uhr startest du zum See. Rund drei Stunden geht es in Serpentinen steil hinauf, dann stehst du am Tilicho-See auf 4.919 Metern, tiefblau, oft noch mit Eisschollen, und darüber die Gletscher des Tilicho Peak, die bis ans Ufer reichen. Ein unwirklicher Ort. Nach der Pause verlässt du die Teehäuser für die nächsten zwei Tage. Die Crew ist mit Zelten und Küche vorausgegangen, und ihr folgt dem Ufer zu einem Hochlager nahe der Passroute auf rund 4.950 Metern. Insgesamt sieben Stunden. Die Nacht im Zelt ist kalt, aber das Essen der Köche ist warm.

    4.950 m7 Std. GehzeitZelt
  12. Tag12

    Überquerung des Mesokanto La (5.099 m)

    Der Passtag, rund acht Stunden. Vor Sonnenaufgang steigst du über oft verschneites, wegloses Gelände zum Mesokanto La auf 5.099 Metern, dem höchsten Punkt der Tour. Oben blickst du zurück auf den See und nach vorn auf den Dhaulagiri und das Kali-Gandaki-Tal. Dann geht es lange hinunter. Der Abstieg auf der Jomsom-Seite führt durch ein einsames Tal, in dem du den ganzen Tag niemandem begegnest, bis zu einem tieferen Lager auf rund 3.700 Metern. Die Knie arbeiten. Stöcke helfen. Am Abend gibt es mit der Crew oft ein kleines Fest, weil der schwierigste Teil hinter euch liegt.

    5.099 m8 Std. GehzeitZelt
  13. Tag13

    Abstieg nach Jomsom

    Rund fünf Stunden geht es aus dem Seitental hinunter ins breite, windige Kali-Gandaki-Tal und nach Jomsom auf 2.720 Metern. Hier ist alles anders als auf der Marsyangdi-Seite. Trockene, kahle Hänge, Steinhäuser mit Holzstapeln auf den Dächern und ab Mittag ein heftiger Talwind, der Staub durch die Gassen treibt. Jomsom hat einen kleinen Flughafen, Läden und Lodges mit heißen Duschen. Die erste seit Tagen. Am Abend verabschiedest du dich von der Zeltcrew und den Trägern, und dafür ist ein Trinkgeld in einem Umschlag üblich.

    2.720 m5 Std. GehzeitTeahouse
  14. Tag14

    Flug Jomsom–Pokhara

    Der Flug von Jomsom nach Pokhara startet früh, weil der Wind ab dem späten Vormittag zu stark wird. Rund 20 Minuten fliegst du durch die tiefe Schlucht des Kali Gandaki zwischen Dhaulagiri und Annapurna, mit den Gipfeln auf beiden Seiten fast auf Augenhöhe. In Pokhara auf rund 820 Metern ist es warm. Der Rest des Tages gehört dir, am Phewa-See, beim Bootfahren oder einfach in einem Café an der Uferpromenade. Fällt der Flug aus, fährst du stattdessen mit dem Jeep über die Straße nach Pokhara, was einen ganzen Tag dauert.

    830 m0 Std. GehzeitHotel
  15. Tag15

    Rückreise nach Kathmandu und Abreise

    Du fliegst oder fährst von Pokhara zurück nach Kathmandu. Mit dem Flugzeug dauert es eine halbe Stunde, mit dem Auto rund sieben Stunden. Unser Team bringt dich danach zum Flughafen für deinen Heimflug. Plane den Abflug am besten erst am Abend oder am nächsten Tag, weil dieser letzte Tag auch als Puffer dient, falls der Flug in Jomsom verschoben wurde. Fünfzehn Tage, ein See auf fast 5.000 Metern und ein Pass, den kaum jemand kennt, liegen dann hinter dir.

    1.400 m0 Std. Gehzeit

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Vollpension in Teahouses bis Tilicho Base Camp, Zeltcamp mit Kochcrew über den Mesokanto La
  • Lizenzierter Trekkingguide mit Passerfahrung am Mesokanto La
  • Porter (max. 2 Trekker pro Porter) sowie zusätzliche Träger für Zeltausrüstung
  • Alle Permits (ACAP, TIMS)
  • Transport Kathmandu–Besisahar und Jomsom–Pokhara–Kathmandu
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter
  • Zelte, Isomatten und Kochausrüstung für den zeltpflichtigen Streckenabschnitt

Nicht inklusive

  • Internationale Flüge
  • Nepal-Visum
  • Unterkunft/Verpflegung in Kathmandu/Pokhara außerhalb des Treks
  • Persönliche Ausrüstung (inkl. Schlafsack für den Zeltabschnitt)
  • Trinkgelder
  • Reise- und Bergungskostenversicherung (Helikopterrettung dringend empfohlen wegen der abgelegenen Streckenführung)
  • Alkoholische Getränke

Dokumente

Erforderliche Permits

  • ACAP – Annapurna Conservation Area Permit
  • TIMS-Karte

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

Planung

Beste Reisezeit

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Nov
Dez

Fragen

Häufige Fragen zu Tilicho-See-Trek

Was unterscheidet den Tilicho-See-Trek vom klassischen Annapurna-Rundweg?
Bis Manang sind beide Routen gleich. Danach geht der Rundweg über den Thorong La auf 5.416 Metern nach Muktinath, mit Teehäusern auf beiden Seiten und vielen anderen Trekkern. Der Tilicho-Trek biegt über Khangsar zum Tilicho-See ab und überquert den Mesokanto La auf 5.099 Metern. Der Pass ist niedriger, aber viel einsamer, verlangt Zelte und Crew und führt direkt nach Jomsom.
Wie zuverlässig lässt sich der Mesokanto La überqueren?
Er hängt vom Schnee ab. Am verlässlichsten ist er etwa von Mitte April bis Mitte Mai und von Mitte Oktober bis Mitte November, wenn der Altschnee weg ist und noch kein neuer liegt. Unser Guide klärt die Lage in Manang mit lokalen Kontakten. Ist der Pass zu, geht es vom See zurück nach Manang und über die reguläre Route weiter, und den See siehst du trotzdem.
Brauche ich Zelterfahrung für diesen Trek?
Nein. Die Crew baut die Zelte auf und ab und kocht für dich. Zwischen dem See und Jomsom gibt es keine Teehäuser, deshalb bringen wir Zelte, Isomatten und eine Küche mit. Du brauchst nur einen eigenen Schlafsack mit Komfortbereich bis mindestens minus 15 Grad. Den kannst du in Kathmandu auch leihen.
Wie hoch ist das Risiko einer Höhenkrankheit auf dieser Route?
Höher als auf dem Rundweg bis Manang. Der See liegt schon auf 4.919 Metern, und du schläfst zwei Nächte über 4.000 Metern, eine davon im Zelt fast auf der Höhe des Sees. Der Ruhetag in Manang ist fest eingeplant, und ab dort misst dein Guide täglich mit dem Pulsoximeter. Erfahrung über 4.000 Metern hilft sehr.
Welche Fitness und Erfahrung sollte ich mitbringen?
Schwer, wegen Höhe, Länge und des weglosen Passes. Klettern musst du nicht. Du brauchst aber Erfahrung mit mehrtägigen Höhentreks, gute Ausdauer und sicheren Tritt auf losem Geröll, vor allem am Hang vor dem Basislager. Bist du zum ersten Mal in Nepal und noch nie in großer Höhe gewesen, nimm zuerst den Annapurna-Rundweg oder einen kürzeren Trek.
Welche Permits sind für den Tilicho-See-Trek nötig?
Die ganze Route liegt in der Annapurna Conservation Area. Du brauchst das ACAP und eine TIMS-Karte, die nur eine registrierte Agentur ausstellt, und ein lizenzierter Guide ist Pflicht. Beides besorgt unser Team in Kathmandu, es ist im Preis enthalten. Dazu kommt dein Nepal-Visum.
Warum ist der Mesokanto La weniger bekannt als der Thorong La?
Der Thorong La liegt am Hauptweg des Rundwegs, mit Teehäusern auf beiden Seiten, und tausende Trekker gehen jede Saison darüber. Der Mesokanto La liegt abseits. Es gibt keine Unterkünfte, du brauchst Zelte und Crew, und die Wegfindung im Schnee ist schwieriger. Deshalb kommen nur wenige her, obwohl der Weg mit dem See mindestens genauso eindrucksvoll ist.