Everest Base Camp und Kala Patthar zu Fuß erreichen, den Abstieg dir per Helikopter sparen
Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug
Du trekkst wie beim klassischen Everest Base Camp Trek zu Fuß bis ans Base Camp und auf den Kala Patthar, fliegst danach aber per Helikopter zurück: in 10 statt 15 Tagen und mit einem einmaligen Blick auf den Khumbu aus der Luft.
- Dauer
- 10 Tage
- Schwierigkeit
- Anspruchsvoll
- Max. Höhe
- 5.545 m
- Gruppengröße
- 2–8 Personen
- Startpunkt
- Lukla
- Preis ab
- 2.650 €
Der Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug ist eine 10-tägige geführte Trekkingtour im Khumbu, bei der du exakt wie auf der klassischen Route zu Fuß bis zum Everest Base Camp auf 5.364 m und auf den Kala Patthar auf 5.545 m aufsteigst, den mehrtägigen Abstieg dir danach aber per Helikopter ersparst. Der Aufstieg von Lukla über Namche Bazaar, Tengboche und Dingboche bis nach Gorak Shep dauert neun Tage und enthält dieselben zwei Akklimatisierungstage wie der 15-tägige klassische Everest Base Camp Trek. Am zehnten Tag steigst du in Gorak Shep oder Pheriche in den Helikopter, fliegst über den Khumbu-Gletscher, vorbei an Namche Bazaar und den Terrassenfeldern bei Lukla zurück nach Kathmandu. Der Preis liegt ab 2.650 € pro Person, die Gruppengröße bei 2 bis 8 Trekkern, der Schwierigkeitsgrad bei „anspruchsvoll", identisch zum klassischen Trek. Enthalten sind alle Inlandsflüge, der Helikopter-Rückflug, Teahouse-Unterkunft, Vollverpflegung auf dem Trek und sämtliche Permits für den Sagarmatha-Nationalpark. Drei bis vier Tage sparst du dir gegenüber dem klassischen Rückweg zu Fuß, ohne eine einzige Akklimatisierungsstufe des Aufstiegs zu überspringen. Seit 2016 organisiert unser Team in Kathmandu genau diese Kombination aus vollem Aufstieg und schnellerem Rückweg, mit festangestellten Guides, die die Wetterfenster für den Helikopterflug aus eigener Erfahrung im Khumbu kennen.
Warum der Helikopter-Rückflug eine sinnvolle Alternative ist
Der klassische Everest Base Camp Trek dauert 15 Tage, weil der Rückweg von Gorak Shep nach Lukla fast so lange dauert wie der Aufstieg: drei bis vier Tage bergab, über dieselben Hängebrücken und durch dieselben Dörfer, die du auf dem Weg nach oben bereits gesehen hast. Für viele Trekker ist genau dieser Teil der Reise verzichtbar, während der Aufstieg mit Everest Base Camp und Kala Patthar der eigentliche Grund für die Reise bleibt. 10 Tage Gesamtdauer bedeuten, dass du mit einem regulären Jahresurlaub auskommst, ohne beim Aufstieg selbst etwas zu kürzen. Das Konzept eignet sich für erfahrene Trekker mit guter Grundkondition, die volle Akklimatisierung und die klassischen Etappen wollen, aber Zeit sparen oder ihre Knie und Gelenke nach der Anstrengung der Höhe schonen möchten. Der Aufpreis für den Helikopterflug gegenüber dem klassischen Trek zahlt sich für Berufstätige mit begrenztem Urlaubskontingent, für Trekker mit Knieproblemen und für alle, die sich einen Rundflug über den Khumbu-Gletscher, den Everest und die Ama-Dablam-Kette als einmaliges Erlebnis wünschen, unmittelbar aus. 5 Tage weniger Reisezeit bedeuten auch 5 Tage weniger Teahouse-Nächte und Verpflegung unterwegs, was den höheren Flugpreis teilweise wieder ausgleicht.
Route und Charakter: identischer Aufstieg, anderer Rückweg
Ab Lukla auf 2.860 m folgt die Route neun Tage lang exakt dem klassischen Everest Base Camp Trek. Von Phakding führt der Weg durch Kiefernwälder und über Hängebrücken des Dudh Koshi nach Namche Bazaar auf 3.440 m, dem Handelszentrum der Sherpas und Tor zum Sagarmatha-Nationalpark. Nach dem ersten Akklimatisierungstag geht es weiter über Tengboche mit seinem berühmten Kloster nach Dingboche auf 4.410 m, wo der zweite Akklimatisierungstag eingeplant ist. Von dort steigst du über Lobuche und entlang der Moräne des Khumbu-Gletschers nach Gorak Shep auf 5.170 m, dem letzten bewohnten Ort vor dem Everest Base Camp. Die Landschaft verändert sich mit jeder Etappe: Auf Wälder und Terrassenfelder folgen alpine Weiden, dann Geröll und Gletschereis. Am achten Tag erreichst du das Everest Base Camp auf 5.364 m, am neunten Tag vor Sonnenaufgang den Kala Patthar auf 5.545 m, den höchsten Punkt der Tour mit dem besten Blick auf die Südwand des Everest im gesamten Khumbu. Bis hierhin unterscheidet sich diese Variante in keinem Detail vom klassischen Trek, weder in der Streckenführung noch in den Unterkünften oder der Anzahl der Gehstunden pro Tag. Dieselben Teahouses, dieselben Guides, dieselbe Route durch den Sagarmatha-Nationalpark: Der komplette Charakter des Aufstiegs bleibt erhalten, mit Blick auf Ama Dablam ab Tengboche und auf Nuptse und Pumori ab Lobuche.
Der Helikopter-Rückflug
Am zehnten Tag beginnt der Rückflug entweder in Gorak Shep auf 5.170 m oder, je nach Wetter und Zuladung, im tiefer gelegenen Pheriche auf 4.240 m. Der Helikopter, meist ein Modell für fünf bis sechs Passagiere, startet früh am Morgen, weil die Sicht über dem Khumbu vor 9 oder 10 Uhr am klarsten ist und sich später Wolken an den Graten bilden. Der Flug führt über den Khumbu-Gletscher, vorbei an Pumori und Nuptse, über Dingboche und Tengboche, dann über Namche Bazaar und die Terrassenfelder oberhalb von Lukla; einen Ausblick, den du in dieser Form aus keinem Fenster eines Teahouses hast. Je nach Zuladung und Treibstoffreserve zwischenlandet der Helikopter zum Auftanken in Lukla, bevor es weiter nach Kathmandu geht; bei guten Bedingungen ist auch ein Direktflug möglich. Die Flugzeit von Gorak Shep bis Lukla liegt bei rund 30 bis 40 Minuten, von Lukla nach Kathmandu bei weiteren 30 Minuten. Wegen der dünnen Luft auf über 5.000 m ist die Zuladung strikt begrenzt: Handgepäck an Bord ist auf ca. 5 bis 10 kg pro Person beschränkt, dein Hauptgepäck reist getrennt oder wurde bereits vorab mit einem Träger nach Lukla vorausgeschickt. Bei geteilten Flügen mit anderen Gästen entscheidet das Gesamtgewicht aller Passagiere darüber, wie viele Personen an Bord gehen; bei Bedarf setzen wir einen zusätzlichen Helikopter ein, damit niemand zurückbleibt.
Aus der Luft siehst du den Khumbu-Gletscher als graue Eis- und Geröllzunge zwischen Pumori und Nuptse, die Terrassenfelder um Namche Bazaar von oben und, bei klarem Wetter, die Südwand des Everest selbst noch einmal aus einer Perspektive, die du beim Trekking nie hast. Wetter ist der einzige Unsicherheitsfaktor: Wolken, Wind oder Schneefall können den Flug um Stunden oder einen Tag verschieben, weshalb im Programm ein Pufferreserve-Tag eingeplant ist und Flüge grundsätzlich für den frühen Vormittag angesetzt werden, wenn die Sicht am stabilsten ist. Wichtig zu verstehen ist, was der Helikopter tatsächlich ersetzt: nicht den Aufstieg und nicht die Akklimatisierung, sondern ausschließlich den mehrtägigen Fußweg zurück, den du nach Erreichen von Everest Base Camp und Kala Patthar ohnehin nicht mehr für die Höhenanpassung brauchst. Genau darin liegt die Zeitersparnis: 5 Tage weniger Gesamtdauer entstehen ausschließlich durch den Wegfall des Abstiegs, nicht durch einen verkürzten oder beschleunigten Aufstieg.
Schwierigkeit: der Aufstieg bleibt anspruchsvoll
Der Schwierigkeitsgrad „anspruchsvoll" bezieht sich vollständig auf den neuntägigen Aufstieg, der mit dem klassischen Everest Base Camp Trek identisch ist. Bis zu 8 Gehstunden am achten Tag, dazu Tagesetappen zwischen 4 und 6 Stunden, verlangen eine gute Grundkondition und mehrmonatiges Ausdauertraining vor der Reise. Die maximale Höhe von 5.545 m auf dem Kala Patthar liegt deutlich über der Marke, ab der Höhenkrankheit zum ernstzunehmenden Risiko wird, weshalb die beiden Akklimatisierungstage in Namche Bazaar und Dingboche unverändert im Programm bleiben und nicht zur Disposition stehen. Der Helikopter-Rückflug verkürzt die Gesamtdauer der Reise, nicht die Anforderungen an deine Fitness oder Höhenanpassung während des Aufstiegs; wer auf dem Weg zum Everest Base Camp Symptome der Höhenkrankheit unterschätzt, ist davon genauso betroffen wie auf dem klassischen Trek. Der einzige Unterschied liegt darin, dass du dir die körperliche Belastung des mehrtägigen Abstiegs sparst, der auf müden Beinen und nach der Anstrengung der Höhe für viele Trekker der unangenehmste Teil der klassischen Route ist. Erfahrener Umgang mit Kälte, Höhenluft und mehrstündigen Tagesetappen bleibt Voraussetzung; wir empfehlen vorherige Trekkingerfahrung auf mindestens 3.000 m. Diamox als vorbeugendes Medikament gegen Symptome der Höhenkrankheit besprichst du am besten vorab mit einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt, unabhängig davon, ob du zu Fuß oder per Helikopter zurückkehrst.
Permits und Formalitäten
Für diese Route benötigst du dieselben zwei Genehmigungen wie für den klassischen Everest Base Camp Trek: den Sagarmatha-Nationalpark-Permit für ca. 3.000 NPR und die Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu Rural Municipality für ca. 2.000 NPR. Eine separate TIMS-Karte ist auf dieser Route nicht mehr erforderlich, seit die Gebühren der Gemeindeverwaltung diese Funktion mit übernommen haben; wir kümmern uns vor Ort um die vollständige Abwicklung. Da du die Region auf demselben Weg betrittst wie beim klassischen Trek und erst am Ende per Helikopter aussteigst, ändert sich an den benötigten Genehmigungen nichts, auch wenn du früher als über den Landweg wieder in Kathmandu bist. Der Helikopterflug selbst benötigt keine zusätzliche Trekkinggenehmigung, unterliegt aber den Vorgaben der nepalesischen Zivilluftfahrtbehörde, die Flüge in dieser Höhe an Wetter- und Sichtbedingungen knüpft. Da sich Gebühren in Nepal gelegentlich ändern, prüfen wir die aktuellen Sätze vor jeder Buchung neu und halten diese Angaben auf dem aktuellen Stand. Deinen Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit und mehrere Passfotos solltest du für die Permit-Ausstellung in Kathmandu bereithalten, dasselbe gilt für die Reise- und Bergsportversicherung, die eine Helikopter-Evakuierung ausdrücklich mit abdecken sollte.
Beste Reisezeit für diese Route
Die beste Reisezeit für den Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug sind die Monate März bis Mai und September bis November, dieselben Fenster wie beim klassischen Trek, aber mit einer zusätzlichen Überlegung: stabile Flugbedingungen. Klare Morgenhimmel in der Nachmonsunzeit ab Ende September und in der Vormonsunzeit im März und April erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Helikopter am geplanten Tag ohne Verschiebung fliegen kann. Die Monsunmonate Juni bis August bringen Wolken und Regen bis in die hoch gelegenen Täler, was Flüge deutlich unzuverlässiger macht als in der Trockenzeit, während die Wintermonate Dezember bis Februar zwar oft klare Sicht, aber Kälte bis unter minus 15 Grad in Gorak Shep und mehr Schneefall auf den hohen Pässen bringen. Oktober und November gelten unter erfahrenen Guides als die zuverlässigsten Monate für die Kombination aus Trekkingwetter und Hubschraubersicht, weil die Luft nach dem Monsun besonders klar ist. Wer flexibel plant, sollte ein bis zwei Pufferreserve-Tage um den Rückflug herum einkalkulieren, insbesondere kurz vor Beginn oder Ende der Monsunzeit im Mai und September, wenn sich die Wetterlage im Khumbu schneller ändern kann als in der Hauptsaison.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Neben der üblichen Trekkingausrüstung für Höhen über 5.000 m, wie sie unser Reisewissen-Artikel zur Packliste im Detail beschreibt, gilt für diese Route eine zusätzliche Regel: Packe dein Gepäck von Anfang an mit Blick auf die Zuladungsgrenze des Helikopters. Ein Daunenschlafsack für Temperaturen bis minus 20 Grad, eine gute Daunenjacke, Trekkingstöcke und feste, eingelaufene Trekkingschuhe mit hohem Schaft bleiben Pflicht, wie bei jedem EBC-Trek. Wichtig für den Rückflug: Nur ca. 5 bis 10 kg Handgepäck kommen mit dir an Bord, alles Übrige reist getrennt über den Landweg oder wird bereits am neunten Tag in Gorak Shep für den separaten Weitertransport gepackt. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist auf über 5.000 m unverzichtbar, ebenso eine Stirnlampe für den Aufstieg zum Kala Patthar vor Sonnenaufgang. Eine gute Kamera oder ein Smartphone mit vollem Akku lohnt sich besonders für den Flugtag, an dem du den Khumbu aus einer Perspektive siehst, die sonst nur Bergsteigern und Piloten vorbehalten ist. Ein Fensterplatz ist beim Helikopter nicht reservierbar, ein leichter Rucksack mit den wichtigsten Wertsachen griffbereit erspart dir am Flugtag unnötiges Suchen im aufgeteilten Gepäck.
Vergleich zum klassischen Everest Base Camp Trek
Der klassische Everest Base Camp Trek und diese Variante mit Helikopter-Rückflug bieten bis zum Kala Patthar exakt dasselbe Erlebnis: dieselbe Route, dieselben Unterkünfte, dieselben zwei Akklimatisierungstage, dieselben 5.364 m am Everest Base Camp und 5.545 m auf dem Kala Patthar. Der Unterschied liegt ausschließlich in der zweiten Hälfte der Reise: 15 Tage mit mehrtägigem Fußabstieg beim klassischen Trek gegenüber 10 Tagen mit Helikopterflug bei dieser Variante, bei einem Aufpreis von aktuell etwa 300 bis 500 € gegenüber der klassischen Route. Den Aufpreis solltest du zahlen, wenn du nur begrenzten Urlaub zur Verfügung hast und fünf Tage weniger unterwegs sein musst, wenn deine Knie oder Gelenke nach mehrtägigen Abstiegen in großer Höhe stark beansprucht sind, oder wenn dich die Aussicht auf einen Rundflug über den Khumbu-Gletscher und die Achttausender-Kette selbst reizt. Wer dagegen Zeit hat, den Abstieg als Teil der Reise mag, unterwegs noch einmal in Namche Bazaar einkehren will oder das Budget für den Helikopterflug lieber spart, ist mit dem klassischen Trek besser bedient. Beide Routen führen zu denselben zwei Höhepunkten, Everest Base Camp und Kala Patthar; die Entscheidung zwischen ihnen betrifft ausschließlich Zeitbudget, Körper und Reisebudget, nicht die Substanz des Erlebnisses.
Bereit für den Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug?
Mit 2 bis 8 Trekkern pro Gruppe, festen Terminen in den Hauptsaisons und einem eingeplanten Pufferreserve-Tag für den Rückflug ist diese Route so kalkuliert, dass du das komplette EBC-Erlebnis in 10 statt 15 Tagen erlebst. Sprich uns an, wenn du Fragen zu Terminen, Zuladung oder der Kombination mit weiteren Tagen in Kathmandu hast, unser Team vor Ort kennt die Wetterfenster für den Rückflug aus eigener Erfahrung. Buche frühzeitig, besonders für die stark nachgefragten Termine im Oktober und November, da die Helikopterkapazität im Khumbu während der Hauptsaison begrenzt ist und kurzfristige Buchungen oft nicht mehr möglich sind.
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Flug nach Lukla und Trekkingstart nach Phakding
Der Flug von Kathmandu nach Lukla dauert nur rund 30 Minuten, führt aber über einige der spektakulärsten Berglandschaften Nepals bis zur Landung auf der kurzen, ansteigenden Landebahn des Tenzing-Hillary-Flughafens auf 2.860 m. Von Lukla aus beginnt der Trek mit einem moderaten Abstieg und anschließendem leichten Auf und Ab entlang des Dudh-Koshi-Flusses bis nach Phakding auf 2.610 m. Der erste Tag dient bewusst der Eingewöhnung: Du gehst nur rund 3 Stunden, passierst erste Gebetsmühlen und Chörten und gewöhnst dich an das Tempo der Teahouse-Trekkingroute. Dein Guide bespricht mit dir die ersten Grundregeln zum Höhenverhalten, etwa ausreichend Wasser zu trinken und langsam zu gehen. Am Nachmittag erreichst du dein erstes Teahouse in Phakding, direkt am Fluss gelegen, mit Blick auf die bewaldeten Hänge des Dudh-Koshi-Tals. Diese Etappe ist identisch mit der des klassischen Everest Base Camp Trek.
2.610 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag2
Phakding nach Namche Bazaar
Namche Bazaar auf 3.440 m ist mit rund 6 Gehstunden eines der anspruchsvollsten Teilstücke der gesamten Route, weil ein Höhenunterschied von über 800 m auf vergleichsweise kurzer Strecke bewältigt werden muss. Der Weg führt zunächst durch Kiefern- und Rhododendronwälder, über mehrere Hängebrücken des Dudh Koshi, darunter die berühmte Hillary-Hängebrücke, und am Kontrollposten des Sagarmatha-Nationalparks vorbei, wo dein Permit erstmals geprüft wird. Der letzte, steile Anstieg zum Sherpa-Handelsort Namche Bazaar zieht sich, belohnt dich aber mit dem ersten offiziellen Blick auf den Everest zwischen den Bergketten, sofern das Wetter mitspielt. Namche selbst ist das größte Dorf im Khumbu, mit Bäckereien, Ausrüstungsläden und einer Bank; hier verbringst du zwei Nächte, denn hier beginnt bereits die erste Akklimatisierungsphase der Reise. Die Unterkunft in deinem Teahouse liegt meist am Hang, mit Blick über das amphitheaterförmige Dorf.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag3
Akklimatisierung in Namche Bazaar
Der zweite Tag in Namche Bazaar auf 3.440 m ist ein Akklimatisierungstag nach dem Prinzip „hoch steigen, tief schlafen": Du wanderst rund 4 Stunden auf über 3.800 m, kehrst zum Schlafen aber wieder auf die Höhe von Namche zurück. Die beliebteste Option ist der Aufstieg zum Everest View Hotel, von dessen Terrasse aus du bei klarem Wetter Everest, Lhotse und Ama Dablam gleichzeitig siehst. Alternativ führt der Weg nach Khumjung, einem traditionellen Sherpa-Dorf mit einer alten Klosterschule und, der lokalen Überlieferung nach, einem angeblichen Yeti-Schädel im örtlichen Kloster. Dieser Tag ist keine reine Ruhepause, sondern ein aktiver Teil der Akklimatisierungsstrategie, die auch beim klassischen Everest Base Camp Trek unverändert eingehalten wird. Am Nachmittag bleibt Zeit, Namche Bazaar zu erkunden, letzte Ausrüstung nachzukaufen oder im Café mit Blick auf die Berge zu entspannen.
3.440 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Namche Bazaar nach Tengboche
Von Namche Bazaar nach Tengboche auf 3.860 m führt die Route rund 5 Gehstunden über einen der landschaftlich eindrücklichsten Abschnitte der Tour, mit durchgehendem Blick auf Ama Dablam, Everest und Thamserku. Der Weg verläuft zunächst relativ eben entlang des Hangs bis Sanasa, fällt dann zum Dudh Koshi ab und steigt auf der anderen Talseite steil durch Wälder wieder an. Tengboche erreichst du am Nachmittag; das dortige Kloster ist das geistige Zentrum des gesamten Khumbu-Tals und, sofern die Mönche gerade Zeremonien abhalten, oft von tiefen Hörnern und Gesängen erfüllt. Von der Klosterwiese aus hast du bei klarem Himmel einen der schönsten Panoramablicke der ganzen Reise, mit Ama Dablams markanter Pyramide direkt gegenüber. Die Nacht in Tengboche ist spürbar kälter als in Namche, ein erster Vorgeschmack auf die Temperaturen der kommenden Tage.
3.860 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Tengboche nach Dingboche
Von Tengboche nach Dingboche auf 4.410 m wechselt die Landschaft in rund 5 Gehstunden spürbar: Der dichte Rhododendronwald unterhalb von Tengboche lichtet sich zunehmend, bis ab Pangboche nur noch niedrige Sträucher und alpine Weiden übrig bleiben. Der Weg folgt dem Imja-Khola-Tal, vorbei an Manisteinmauern und kleinen Sherpa-Siedlungen, mit Ama Dablam die meiste Zeit in Sichtweite. Dingboche selbst liegt in einem offenen, von Steinmauern durchzogenen Hochtal, das an eine Hochgebirgssteppe erinnert und deutlich trockener und windiger ist als die bewaldeten Abschnitte weiter unten. Der Höhenunterschied von über 500 m gegenüber Tengboche macht diesen Tag zu einem der spürbareren Anstiege der Route, weshalb ein langsames Gehtempo und ausreichend Flüssigkeitsaufnahme wichtig sind. Dein Teahouse in Dingboche wird für zwei Nächte zur Basis, denn hier folgt die zweite und letzte Akklimatisierungsphase vor dem Everest Base Camp.
4.410 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Akklimatisierung in Dingboche
Der zweite Akklimatisierungstag der Reise führt von Dingboche auf 4.410 m in rund 4 Stunden zum Nangkartshang-Aussichtspunkt auf über 5.000 m, dem höchsten Punkt, den du vor dem eigentlichen Everest-Base-Camp-Abschnitt erreichst. Von oben eröffnet sich ein weiter Blick auf Makalu, den fünfthöchsten Berg der Erde, sowie auf Island Peak und die Bergkette rund um Chukhung. Der Aufstieg ist steil und die dünne Luft macht sich hier bereits deutlich bemerkbar, weshalb dein Guide das Tempo bewusst niedrig hält. Zum Schlafen kehrst du wieder nach Dingboche zurück, exakt nach dem Akklimatisierungsprinzip, das auch die erste Ruhephase in Namche Bazaar bestimmt hat. Diese zweite Anpassungsphase ist entscheidend dafür, dass dein Körper auf die kommenden Tage über 4.900 m vorbereitet ist, und wird auf dieser Route in keiner Weise gegenüber dem klassischen 15-tägigen Everest Base Camp Trek verkürzt.
4.410 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Dingboche nach Lobuche
Von Dingboche nach Lobuche auf 4.940 m führt die Route in rund 5 Gehstunden durch zunehmend karge, von Gletschermoränen geprägte Landschaft. Kurz hinter Dughla passierst du die Gedenksteine für Bergsteiger, die am Everest ihr Leben verloren haben; ein stiller, oft bewegender Moment auf halber Strecke. Danach steigt der Weg entlang der seitlichen Moräne des Khumbu-Gletschers weiter an, mit Blick auf Nuptse und die schroffen Gipfel rund um Pumori. Die Vegetation ist an diesem Punkt fast vollständig verschwunden, Fels, Geröll und Gletschereis bestimmen das Bild. Lobuche selbst besteht nur aus einer Handvoll Teahouses in exponierter Lage; nachts fallen die Temperaturen hier häufig auf deutlich unter null Grad. Der bevorstehende Weg zum Everest Base Camp am folgenden Tag macht eine frühe Nachtruhe sinnvoll.
4.940 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Lobuche über Gorak Shep zum Everest Base Camp
Der Weg von Lobuche über Gorak Shep zum Everest Base Camp ist mit rund 8 Gehstunden der längste und anstrengendste Tag der gesamten Route. Zunächst erreichst du auf sandigem Gelände entlang des Khumbu-Gletschers Gorak Shep auf 5.170 m, wo du dein Gepäck für den Weitermarsch deponierst und eine erste Mahlzeit einnimmst. Von dort führt der Weg über Geröll und Gletschermoräne, streckenweise direkt über den Khumbu-Gletscher, bis zum eigentlichen Everest Base Camp auf 5.364 m. Zur Hauptexpeditionssaison im Frühjahr stehen hier hunderte Zelte der Everest-Expeditionen, außerhalb der Saison wirkt der Platz karger, aber nicht weniger eindrucksvoll, mit dem gewaltigen Khumbu-Eisbruch direkt vor dir. Der eigentliche Gipfel des Everest ist von hier aus wegen der umliegenden Bergkette nicht sichtbar, das erlebst du erst am folgenden Tag auf dem Kala Patthar. Am Abend kehrst du erschöpft, aber am Etappenziel angekommen, zur Übernachtung nach Gorak Shep zurück.
5.170 m8 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Kala Patthar und Rückkehr nach Gorak Shep
Der Aufstieg auf den Kala Patthar beginnt lange vor Sonnenaufgang, um den höchsten Punkt der Reise auf 5.545 m rechtzeitig für das erste Licht auf dem Everest zu erreichen. Der rund 2-stündige Aufstieg von Gorak Shep ist steil und in der Kälte des frühen Morgens spürbar anstrengend, wird aber mit dem besten Blick auf die Südwand des Mount Everest im gesamten Khumbu belohnt, umrahmt von Nuptse, Lhotse und Pumori. Von hier aus liegt der gesamte Weg, den du in den vergangenen Tagen zurückgelegt hast, wie eine Karte unter dir. Nach ausreichend Zeit für Fotos und den Ausblick steigst du in insgesamt rund 4 Gehstunden zurück nach Gorak Shep ab, wo du die Vorbereitungen für den Helikopterflug am folgenden Tag triffst: Gepäck sortieren nach Handgepäck und separat transportiertem Gepäck, letzte Wetter-Updates von deinem Guide. Dieser Tag markiert den höchsten Punkt und zugleich das Ende des Fußaufstiegs der gesamten Reise.
5.545 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Helikopterflug nach Lukla und Kathmandu
Der zehnte und letzte Tag beginnt früh mit dem Helikopter-Rückflug ab Gorak Shep auf 5.170 m oder, je nach Wetterlage und Zuladung, aus dem tiefer gelegenen Pheriche auf 4.240 m. Der Flug führt über den Khumbu-Gletscher und vorbei an Pumori, Nuptse und Ama Dablam, dann über Dingboche, Tengboche und Namche Bazaar, bis die Terrassenfelder und Wälder oberhalb von Lukla in Sicht kommen. Je nach Treibstoffreserve und Gesamtzuladung der Gruppe zwischenlandet der Helikopter zum Auftanken auf dem Flughafen von Lukla, bevor es weiter nach Kathmandu geht; bei günstigen Bedingungen ist auch ein Direktflug möglich. Die gesamte Flugzeit liegt bei etwa einer Stunde, gegenüber drei bis vier Tagen Fußabstieg auf der klassischen Route. In Kathmandu angekommen, transferieren wir dich zu deinem Hotel; der restliche Tag steht dir zur freien Verfügung, etwa für ein erstes warmes Duschen, ein Essen im Thamel-Viertel oder einfach Ruhe nach neun intensiven Trekkingtagen.
1.400 m0 Std. Gehzeit
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Alle Inlandsflüge Kathmandu–Lukla inkl. Flughafensteuern
- Helikopter-Rückflug von Gorak Shep/Pheriche nach Lukla bzw. Kathmandu
- Unterkunft in Teahouses während des Treks und Hotel in Kathmandu
- Vollverpflegung während des Treks (Frühstück, Mittag-, Abendessen)
- Erfahrener englischsprachiger Trekkingguide und Träger (max. 2 Trekker pro Träger)
- Alle Permits (Sagarmatha-Nationalpark, Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr) sowie TIMS-Karte
Nicht inklusive
- Internationaler Flug nach und von Kathmandu
- Nepalesisches Visum
- Reise- und Bergsportversicherung inkl. Helikopter-Evakuierung
- Trinkgelder für Guide und Träger
- Persönliche Ausrüstung, Getränke und Ausgaben in Kathmandu
Dokumente
Erforderliche Permits
- Sagarmatha-Nationalpark-Permit
- Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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