Reisen Nepal
Zwei Bergsteiger mit Steigeisen und Stöcken auf dem Gletscher zum Island Peak

Klassischer Trekkingpeak mit Gletscherüberquerung

Island Peak (Imja Tse)

Island Peak (Imja Tse), 6.189 m: 19 Tage über die klassische Everest-Base-Camp-Route mit Besteigungstraining am Basislager und einem technischen, aber gut abgesicherten Gipfeltag mit Fixseilen und Gletscherüberquerung.

Dauer
19 Tage
Schwierigkeit
Schwer
Max. Höhe
6.189 m
Gruppengröße
2–8 Personen
Startpunkt
Lukla
Preis ab
3.600 €

Der Island Peak, auf Nepali Imja Tse, ist ein technischer Trekkingpeak im Everest-Gebiet. Seinen Namen hat er von seiner Lage. Er ragt wie eine Insel aus dem Eis zwischen Lhotse, Nuptse und Baruntse. Die 19-tägige Route folgt dem klassischen Weg zum Everest Base Camp über Namche Bazaar, Tengboche und Dingboche und biegt bei Chukhung zum Basislager auf 5.087 Metern ab. Am Gipfeltag querst du einen Gletscher, steigst am Fixseil eine 45 bis 55 Grad steile Wand hinauf und stehst am Ende auf einem schmalen Schneegrat mit Blick auf Lhotse, Makalu und Ama Dablam.

Wir führen die Tour mit fest angestellten Climbing Sherpas, einer für je zwei Teilnehmer, mit kompletter Ausrüstung am Fixseil und zwei Puffertagen für Wetter und zusätzliche Akklimatisierung. Ab 3.600 € pro Person, inklusive Flüge Kathmandu-Lukla und zurück, Besteigungsgenehmigung und Nationalparkgebühr. Der Mera Peak liegt in einem eigenen, ruhigeren Tal. Der Island Peak verbindet dagegen zwei Ziele in einer Reise, den Weg zum Everest Base Camp und einen echten Sechstausender mit Fixseil. Unterwegs schläfst du in Teehäusern, am Fuß des Berges im Zelt.

Für wen eignet sich diese Besteigung?

Für erfahrene Trekker, die vom Wandern zum Bergsteigen wechseln wollen, ohne schon eine Kletterausbildung zu haben. Steigeisen und Jumar übst du am Basislager mit deinem Climbing Sherpa. Vorausgesetzt werden sie nicht. Vorausgesetzt werden Ausdauer und Höhentauglichkeit. An mehreren Tagen gehst du fünf bis sechs Stunden auf 4.000 bis 5.500 Metern, und dann kommt der Gipfeltag mit rund elf Stunden. Hast du schon einen mehrtägigen Trek über 4.000 Metern hinter dir, etwa den Everest Base Camp Trek, bringst du die richtige Grundlage mit.

Der Kopf zählt genauso. Start um Mitternacht bei Minusgraden, Helm und Gurt im Dunkeln anlegen, am Fixseil über eine ausgesetzte Stelle steigen. Deshalb begrenzen wir die Gruppen auf zwei bis acht Leute und planen zwei Puffertage ein, damit ein einzelner Schlechtwettertag nicht den Gipfel kostet.

Zu Hause trainierst du Ausdauer. Laufen, Bergwandern mit Gewicht im Rucksack, und wenn es in deiner Nähe geht, ein oder zwei Tage mit Steigeisen in einem Kurs. Wichtiger als Technik ist, an mehreren Tagen hintereinander bei immer weniger Sauerstoff konzentriert zu bleiben. Nach unserer Erfahrung scheitern Gipfelversuche seltener am Fixseil als an Erschöpfung, weil zu wenig Ausdauer trainiert wurde. Mehr dazu im Ratgeber zur Fitness für Gipfelbesteigungen.

Route und Charakter

Die ersten sieben Tage folgst du dem Weg zum Everest Base Camp und damit dem dichtesten Netz an Teehäusern im Khumbu. Von Lukla auf 2.860 Metern geht es am Dudh Koshi durch Kiefern- und Rhododendronwald nach Phakding und hinauf nach Namche Bazaar auf 3.440 Metern. Zwischen Tengboche mit seinem Kloster und Dingboche auf 4.410 Metern öffnet sich das Tal, die Bäume bleiben zurück, und Geröll und Moränen übernehmen.

Bei Chukhung verlässt du die Hauptroute und biegst ins stille Imja-Tal ab. Über Moränenschutt und Yakweiden geht es zum Basislager auf 5.087 Metern, direkt unter der Gletscherzunge. Hier wird es einsam. Statt voller Teehausdörfer ein Zeltlager, rundum Lhotse-Südwand, Nuptse und Ama Dablam. Genau dieser Wechsel macht den Island Peak zu einer der beliebtesten Touren im Khumbu.

Akklimatisiert wird in drei Stufen. Ruhetage in Namche und Dingboche, dazu ein Aufstieg auf den Chukhung Ri (5.550 m), von dem du schon die Route über Gletscher und Steilwand siehst. Hoch steigen, tief schlafen, so bereitest du den Körper auf die 6.189 Meter vor. Mehr im Ratgeber zu Höhenkrankheit und Akklimatisierung.

Schwierigkeit und technische Anforderungen

Der Island Peak hat den Grad PD+, also Gletscher mit Spalten und ein kurzes, steiles Stück am Fixseil kurz vor dem Gipfel. Du startest gegen Mitternacht im Basislager, damit Gletscher und Wand noch gefroren sind. Nach zwei bis drei Stunden über Geröll legst du am Gletscherrand die Steigeisen an und gehst mit deinem Climbing Sherpa am Seil weiter. Auf dem Gletscher liegen Spalten, die je nach Saison mit Leitern überbrückt sind. Dort zählen sauberer Tritt, ruhiges Gehen am kurzen Seil und Vertrauen in die Fixpunkte, die dein Sherpa vorher prüft.

Dann die Wand. 45 bis 55 Grad steiles Eis und Schnee, komplett am Fixseil mit Jumar. Die Steigeisen greifen im Eis, der Jumar sichert nach oben. Auf den letzten Metern wird der Grat stellenweise schmaler als einen Meter, mit Abgrund auf beiden Seiten, bis du auf 6.189 Metern oben stehst.

Schwer macht den Tag weniger die Kletterei als Höhe, Kälte, Nachtstart und Länge. Rund elf Stunden bist du unterwegs. Ein eigenes Team fixiert die Seile an der Wand schon Tage vorher, sodass am Gipfeltag niemand aus der Gruppe Seil legen muss. Hinunter geht es am Fixseil, abseilend oder kontrolliert abgelassen, je nach Kraft der Gruppe, und dann über Gletscher und Geröll zurück ins Lager. Flaschensauerstoff braucht man am Island Peak in der Regel nicht. Gute Akklimatisierung und genug Puffer im Zeitplan bringen dich nach oben.

Permits und Formalitäten

Du brauchst die Besteigungsgenehmigung der Nepal Mountaineering Association für den Island Peak und das Permit für den Sagarmatha-Nationalpark. Dazu kommt die Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu. Wir stellen alle Anträge und rechnen alles in den Preis ein. Einen Verbindungsoffizier oder Expeditionslogistik wie an Achttausendern braucht es für einen Trekkingpeak nicht. Die Gebühr für die Besteigung hängt von der Saison ab und wird ab und zu angepasst, und wir rechnen sie bei jeder Buchung neu. Mehr im Ratgeber zu Permits.

Dazu kommt ein Nepal-Visum, das du am Flughafen Kathmandu bekommst. Und eine Versicherung, die Höhenbergsteigen bis mindestens 6.500 Meter und Hubschrauberbergung ausdrücklich abdeckt. Wir prüfen die Police vorher mit dir, weil normale Reiseversicherungen Klettern am Fixseil meist ausschließen.

Beste Reisezeit für den Island Peak

Zwei Fenster. März bis Mai vor dem Monsun und Oktober bis November danach, dann ist der Gletscher meist gut verschneit, Spalten sind leichter zu erkennen, und die Wand hat griffiges, tragfähiges Eis. Oktober und November sind am verlässlichsten. Der Monsun ist vorbei, die Sicht klar, und der Wind hat den Neuschnee noch nicht verharscht. Im April und Mai ist es im Tal wärmer, am Gipfeltag hat es trotzdem oft minus 15 bis minus 20 Grad.

Juni bis September fällt weg, wegen Nebel, Regen im Tal und höherer Spaltengefahr. Auch Dezember und Januar meiden wir, weil Kälte und Wind an der Wand das Steigen am Fixseil deutlich riskanter machen. Zwischen Namche und Dingboche hat es in der Saison tagsüber meist 5 bis 15 Grad, während am Basislager das Thermometer nachts regelmäßig unter minus 10 Grad fällt, was du bei Schlafsack und Isomatte bedenken musst. Es wird kalt. Wir beobachten das Wetter am Basislager laufend, damit die Puffertage im Zweifel für einen zweiten Versuch reichen.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Steigeisen, Gurt, Helm und Jumar bringst du selbst mit, weil Passform und Vertrautheit am Fixseil über Sicherheit entscheiden. Leihen geht auch. Fixseile, Eisschrauben, Leitern und Anker an der Wand stellt das Climbing-Team, sie sind im Preis enthalten. Für die Nächte am Basislager brauchst du einen Schlafsack bis mindestens minus 20 Grad und eine Isomatte mit hohem R-Wert, weil der Boden gefroren ist. Nimm zwei Paar Handschuhe mit, dünne aus Fleece für das Geröll und dicke Daunenhandschuhe für Gletscher und Fixseil. Eine Stirnlampe mit Ersatzbatterien ist Pflicht. Der Gipfeltag beginnt im Dunkeln.

Ohne eigene Kletterausrüstung bekommst du Steigeisen, Gurt und Helm in Kathmandu oder Namche, und wir sagen dir vorher, welche Größen und Modelle passen. Für den Weg bis Chukhung reicht normale Trekkingausrüstung, also feste Schuhe mit steifer Sohle, mehrere Schichten, Stöcke und starker Sonnenschutz, weil die UV-Strahlung über 4.000 Metern viel stärker ist. Die ganze Liste steht in unserer Packliste.

Vergleich zu Ama Dablam und Mera Peak

Suchst du nach dem Island Peak mehr Kletterei, ist Ama Dablam der nächste Schritt. Mit 6.812 Metern ist sie höher, verlangt Fels- und Eisklettern im mittleren Schwierigkeitsgrad, feste Hochlager statt eines einzelnen Gipfeltags und mehrere Wochen am Berg. Am Island Peak reicht das Training vor Ort. Für Ama Dablam solltest du schon Erfahrung am Fixseil in steilem Fels und Eis mitbringen, am besten von einem Trekkingpeak wie diesem.

Der Island Peak ist damit ein guter erster Schritt. Du lernst Fixseil, Steigeisen auf Gletschereis und die Routine eines Nachtstarts unter echten Bedingungen, ohne Risiko und Zeitaufwand einer wochenlangen Expedition. Viele unserer Gäste kommen ein oder zwei Jahre später für Ama Dablam oder einen ähnlich technischen Gipfel wieder. Der Mera Peak ist höher (6.461 m), technisch aber einfacher, ohne steile Wand am Fixseil, und günstiger ab 2.650 €.

Bereit für den Gipfel?

Der Island Peak verbindet den Weg zum Everest Base Camp mit einem gut abgesicherten Gipfeltag auf über 6.000 Metern, geführt von unserem fest angestellten Team aus Kathmandu, das seit 2016 auf dieser Route unterwegs ist. Gruppen von zwei bis acht Leuten starten von März bis Mai und Oktober bis November, Climbing Sherpa, Fixseilausrüstung und Permits sind im Preis ab 3.600 € enthalten. Schreib uns deinen Wunschtermin. Wir prüfen Plätze und Lukla-Flüge und schicken dir eine Vorbereitungs- und Packliste für dein Training zu Hause.

Impressionen

Bildergalerie

Zeltlager in der Moräne unter einer Eiswand
Bergsteiger auf dem Gletscher unter der Island-Peak-Wand
Bergsteiger am Gipfelgrat des Island Peak
Bergsteiger im steilen Firn kurz vor dem Gipfel
Zwei Bergsteiger vor den Gipfeln des oberen Khumbu

Tag für Tag

Reiseverlauf

Orte auf dieser Tour:KathmanduLukla

Höhenprofil
6.189 m
Tag 1Tag 19
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu

    Unser Team holt dich am Flughafen Tribhuvan ab und bringt dich ins Hotel in Thamel. Am Nachmittag erholst du dich vom Flug oder kaufst in Thamel, was noch fehlt. Abends steht der Ausrüstungscheck an. Mit deinem Guide gehst du Steigeisen, Klettergurt, Helm und Jumar durch, prüfst, ob die Bergstiefel passen, und klärst Fragen zur Route und zum Training am Berg. Bei dieser Gelegenheit lernst du auch die Gruppe kennen, mit der du die nächsten 19 Tage unterwegs bist.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Flug nach Lukla, Trek nach Phakding

    Gut eine halbe Stunde dauert der Flug nach Lukla auf 2.860 Metern. Nach einer Tasse Tee gehst du los, rund dreieinhalb Stunden auf breitem Pfad am Dudh Koshi entlang, an Manimauern und Gebetsfahnen vorbei, bis Phakding auf 2.610 Metern. Über dem Tal steht der vergletscherte Kongde Ri. Ein bewusst kurzer erster Tag, damit sich Körper und Kreislauf an die Höhe gewöhnen. Die Lodges liegen am Fluss.

    2.610 m3.5 Std. GehzeitTeahouse
  3. Tag3

    Phakding – Namche Bazaar

    Über mehrere Hängebrücken geht es bis Monjo, wo am Checkpoint des Sagarmatha-Nationalparks dein Permit geprüft wird. Nach der hohen Hillary-Brücke beginnt der eigentliche Aufstieg, gut 600 Höhenmeter auf steilem Waldpfad bis Namche Bazaar auf 3.440 Metern. Rund sechs Stunden, die erste echte Prüfung für die Kondition, und dann liegt Namche vor dir, das Handelszentrum des Khumbu mit Apotheken, Ausrüstungsläden und Bäckereien. Hier bleibst du zwei Nächte.

    3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Akklimatisierung in Namche Bazaar

    Der erste von drei Akklimatisierungstagen. Rund drei Stunden steigst du zum Everest View Hotel auf etwa 3.880 Metern und siehst bei klarem Wetter Everest, Lhotse und Ama Dablam nebeneinander. Dann zurück nach Namche zum Schlafen. Hoch gehen, tief schlafen. Am Nachmittag kannst du das Sherpa-Kulturmuseum besuchen, in einer Bäckerei sitzen oder einfach ruhen, während dein Körper beginnt, mehr rote Blutkörperchen zu bilden.

    3.440 m3 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Namche – Tengboche

    Erst ein Höhenweg mit freiem Blick auf den Ama Dablam, dann steil hinunter zum Fluss bei Phunki Tenga und durch Rhododendronwald wieder hinauf zum Kloster Tengboche auf 3.860 Metern. Rund fünf Stunden. Unterwegs kommen dir Yak-Karawanen entgegen, die Vorräte in die höheren Dörfer tragen, und in Tengboche, dem größten Kloster im Khumbu, hörst du bei der Ankunft oft die Puja der Mönche. Die Nacht auf dem freien Bergrücken ist kalt.

    3.860 m5 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Tengboche – Dingboche

    Wacholder und Rhododendron werden lichter, und hinter Pangboche bleiben die letzten Bäume zurück. Nach rund fünf Stunden erreichst du Dingboche auf 4.410 Metern, ein weites Hochtal mit Steinmauern, die die Gerstenfelder vor dem Wind schützen. Die Landschaft wird alpin. Vor dir steht die Südwand des Lhotse, im Westen der Taboche. Ab hier dreht sich jeder Tag um die Akklimatisierung, und du bleibst zwei Nächte.

    4.410 m5 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Akklimatisierung in Dingboche

    Rund vier Stunden hinauf auf den Nangkartshang bis etwa 5.100 Meter und wieder zurück. Von oben siehst du Makalu, Lhotse und das ganze obere Khumbu, und du merkst, wie dein Körper auf die neue Höhe reagiert. Ein guter Test. Wer Kopfschmerzen oder schlechten Schlaf hat, spricht offen mit dem Guide, denn genau dafür sind diese Tage da. Am Nachmittag Tee, Ruhe und Gespräche mit Gruppen, die zu anderen Gipfeln unterwegs sind.

    4.410 m4 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Dingboche – Chukhung

    In Dingboche verlässt du den Strom der EBC-Trekker und biegst nach Osten ins Imja-Tal ab. Rund vier Stunden über offenes Weideland mit Yakherden, dann erreichst du Chukhung auf 4.730 Metern, das letzte bewohnte Dorf vor dem Base Camp. Es wird ruhig. Die Lodges sind klein, vor dir stehen Lhotse und Nuptse, und am Ende des Tals hebt sich der Island Peak langsam als eigener Berg aus der Landschaft.

    4.730 m4 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Akklimatisierung: Chukhung Ri

    Der dritte Akklimatisierungstag ist zugleich der Testlauf für den Gipfel. In rund fünf Stunden steigst du auf den Chukhung Ri auf rund 5.550 Meter, steiler und ausgesetzter als die Touren davor. Oben liegt der Island Peak mit Gletscher und Gipfelwand zum Greifen nah, dazu Lhotse, Makalu und Baruntse. Zurück in Chukhung schläfst du ein letztes Mal in einer Lodge. Für viele wird die Besteigung an diesem Tag zum ersten Mal greifbar.

    4.730 m5 Std. GehzeitTeahouse
  10. Tag10

    Chukhung – Island Peak Base Camp

    Über steiniges Gelände und Moränenschutt unterhalb der Gletscherzunge erreichst du in rund vier Stunden das Island Peak Base Camp auf 5.087 Metern. Pflanzen gibt es keine mehr. Die Zelte stehen in einem Kessel aus Lhotse-Südwand, Nuptse und dem Island Peak direkt gegenüber, und hier schläfst du die nächsten fünf Nächte. Am Nachmittag richtest du dich im Zelt ein, und das Küchenteam kocht im Gemeinschaftszelt ein warmes Abendessen.

    5.087 m4 Std. GehzeitZelt
  11. Tag11

    Besteigungstraining im Base Camp

    Ein Trainingstag am Lager. Dein Climbing Sherpa übt mit dir Steigeisen und Klettergurt anlegen, Gehtechnik im steilen Gelände, den Jumar am Fixseil und das Queren einer Spalte auf der Leiter. Jeder Handgriff wird mehrmals wiederholt, bis Aufsteigen und Abseilen sitzen. Auch das Umhängen der Sicherung an einem Fixpunkt übst du hier, wo nichts passieren kann. Wer noch nie Steigeisen getragen hat, lernt an diesem Tag alles, was der Gipfeltag verlangt.

    5.087 m3 Std. GehzeitZelt
  12. Tag12

    Puffertag / zusätzliche Akklimatisierung

    Der erste von zwei Puffertagen. Sieht die Vorhersage für den geplanten Gipfeltag schlecht aus, verschiebt sich alles um einen Tag, ohne dass die Tour in Gefahr gerät. Ist das Wetter stabil, gehst du eine kurze Übungsrunde am Gletscherrand oder ruhst dich vor der langen Nacht aus, und genau diese Reserve ist einer der Gründe, warum am Island Peak so viele Gruppen den Gipfel erreichen. Dein Climbing Sherpa prüft am Nachmittag noch einmal jedes Ausrüstungsteil.

    5.087 m2 Std. GehzeitZelt
  13. Tag13

    Gipfeltag: Base Camp – Island Peak – Base Camp

    Start gegen Mitternacht, erst mit Stirnlampe über Geröll, dann am Gletscherrand Steigeisen an und ans Seil. Über den Gletscher geht es an Spalten vorbei, manche auf Leitern, bis zum Fuß der Gipfelwand, 45 bis 55 Grad steiles Eis und Schnee, die du komplett am Fixseil mit dem Jumar hinaufsteigst. Ein schmaler Grat führt zum Gipfel auf 6.189 Metern, mit Lhotse, Makalu und Baruntse vor dir. Am kältesten ist es kurz vor Sonnenaufgang. Zurück im Base Camp nach rund elf Stunden.

    6.189 m11 Std. GehzeitZelt
  14. Tag14

    Puffertag für den Gipfeltag

    Der zweite Puffer. Musste der Gipfelversuch wegen Wetter verschoben werden oder ist ein zweiter Versuch nötig, ist heute der Tag. Hat alles geklappt, schläfst du aus, trinkst viel, trocknest die Ausrüstung und packst für den Abstieg. Ein einzelner Sturmtag kostet so nicht den Gipfel. Am Nachmittag sprecht ihr mit dem Guide über den Gipfeltag und den Rückweg.

    5.087 m0 Std. GehzeitZelt
  15. Tag15

    Island Peak Base Camp – Pangboche

    Rund sechs Stunden geht es bergab, über Chukhung und Dingboche bis Pangboche auf 3.930 Metern, und mit jedem Meter atmest du leichter, während die Beine die letzten Tage spüren. Pangboche hat eines der ältesten Klöster im Khumbu, und um das Dorf wachsen wieder Wacholder und erste Bäume. Der Appetit kommt zurück. Ein gutes Zeichen nach den Tagen in großer Höhe.

    3.930 m6 Std. GehzeitTeahouse
  16. Tag16

    Pangboche – Namche Bazaar

    Über Tengboche und Phunki Tenga geht es in rund sechs Stunden zurück nach Namche Bazaar, auf bekanntem Weg, aber mit freiem Kopf. Jetzt siehst du Dinge, die beim Aufstieg im Hintergrund blieben, die Klosterfassade in Tengboche, die Häuser der Sherpa, die Yaks am Weg. In Namche warten eine heiße Dusche und eine lange Speisekarte. Abends tauscht die Gruppe die Fotos vom Gipfel aus.

    3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse
  17. Tag17

    Namche – Lukla

    Die letzte Etappe, rund sechseinhalb Stunden. Bergab am Dudh Koshi entlang über die Hängebrücken vom Anfang der Reise zurück nach Lukla auf 2.860 Metern, wo die Treppen kurz vor dem Dorf noch einmal Kraft kosten. Am Abend essen alle gemeinsam mit dem Climbing Sherpa und der Crew. Wenn du möchtest, gibst du jetzt das Trinkgeld, freiwillig und nach eigenem Ermessen, üblich sind 5 bis 10 Prozent des Reisepreises für alle zusammen.

    2.860 m6.5 Std. GehzeitTeahouse
  18. Tag18

    Flug Lukla – Kathmandu

    Am Morgen fliegst du zurück nach Kathmandu, je nach Wetter früh oder am Vormittag. Der Nachmittag ist frei für Dusche, Schlaf, Wäsche und Einkäufe in Thamel. Die Kletterausrüstung packst du für den Heimflug. Am Abend lädt Reisen Nepal die Gruppe zum Essen ein, um den Gipfel zu feiern. Der einzige feste Termin des Tages.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  19. Tag19

    Abreise

    Unser Team bringt dich rechtzeitig vor deinem Rückflug zum Flughafen, abgestimmt auf deine Flugzeit. Am Vormittag bleibt oft noch Zeit für einen letzten Kaffee in der Nähe des Hotels. Damit enden 19 Tage, von der ersten Nacht in Thamel über die Everest-Route bis zum Gipfelgrat auf 6.189 Metern. Der Kontakt zu unserem Team in Kathmandu bleibt auch danach.

    1.400 m0 Std. Gehzeit

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Inlandsflüge Kathmandu–Lukla–Kathmandu
  • Übernachtung in Teahouses und Zelten am Hochlager
  • Vollpension während der gesamten Tour
  • Climbing Sherpa (1:2) inklusive Gipfelausrüstung (Fixseile, Leitern am Gletscherspalt)
  • Besteigungsgenehmigung (Climbing Permit) für den Island Peak
  • Sagarmatha-Nationalpark- und Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr

Nicht inklusive

  • Internationaler Flug nach Kathmandu
  • Nepal-Visum
  • Persönliche Kletterausrüstung (Steigeisen, Klettergurt, Helm, Jumar)
  • Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung mit Höhen-/Kletterdeckung
  • Trinkgelder

Dokumente

Erforderliche Permits

  • Island-Peak-Besteigungsgenehmigung
  • Sagarmatha-Nationalpark-Permit

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

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Beste Reisezeit

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Dez

Fragen

Häufige Fragen zu Island Peak (Imja Tse)

Braucht man vorherige Klettererfahrung für den Island Peak?
Nein, technisches Vorwissen ist für den Island Peak nicht erforderlich. Steigeisen- und Jumar-Technik sowie das Verhalten am Fixseil trainierst du an einem eigenen Trainingstag im Basislager auf 5.087 m mit dem Climbing Sherpa, bevor der Gipfeltag ansteht. Vorausgesetzt sind stattdessen sehr gute Ausdauer und Höhentauglichkeit, etwa durch vorherige Trekking-Erfahrung über 4.000 m, zum Beispiel beim Everest Base Camp Trek. Wer diese konditionelle Basis mitbringt, lernt das restliche Handwerk direkt vor Ort.
Wie technisch ist der eigentliche Gipfeltag am Island Peak?
Der Gipfeltag trägt den Grad PD+ und umfasst eine Gletscherüberquerung mit Spaltenrisiko, teils per Leiter, sowie einen 45 bis 55 Grad steilen Fixseilhang, den Headwall, kurz vor dem Gipfel. Aufgestiegen wird komplett am Fixseil mit Jumar, das die Seile vorab fixierende Team übernimmt die Sicherung. Anspruchsvoll ist vor allem die Kombination aus Nachtstart, Kälte, Höhe und Länge, der gesamte Tag dauert rund elf Stunden. Reine Kletterschwierigkeit im technischen Sinn bleibt dabei überschaubar.
Was unterscheidet den Island Peak von der Ama Dablam Expedition?
Der Island Peak (6.189 m) gilt als klassischer Trekkingpeak mit einem einzigen, gut abgesicherten Gipfeltag am Fixseil, ohne feste Hochlager. Ama Dablam (6.812 m) ist dagegen eine mehrwöchige technische Expedition mit Fels- und Eiskletterpassagen im mittleren Schwierigkeitsgrad und mehreren Hochlagern am Berg, für die bereits Fixseilerfahrung vorausgesetzt wird. Viele Bergsteiger nutzen den Island Peak deshalb als Vorbereitung, bevor sie sich an Ama Dablam wagen. Beide Touren führt Reisen Nepal mit festangestellten Climbing Sherpas.
Welche Faktoren entscheiden über den Erfolg am Island Peak?
Der wichtigste Faktor ist eine saubere Akklimatisierung in den Tagen vor dem Gipfeltag, unterstützt durch drei Höhenstufen entlang der Route und zwei eingeplante Puffertage für Wetter. Häufiger als technisches Unvermögen führt unterschätzte Erschöpfung durch zu wenig Ausdauertraining zu Hause zum Abbruch. Auch die Gruppengröße spielt eine Rolle: Reisen Nepal begrenzt Gruppen auf zwei bis acht Teilnehmer und stellt Climbing Sherpas im Verhältnis 1:2, damit am Fixseil niemand lange warten muss. Stabile Wetterfenster im März bis Mai oder Oktober bis November erhöhen die Erfolgschancen zusätzlich.
Welche Kletterausrüstung stellt Reisen Nepal, welche muss ich selbst mitbringen?
Reisen Nepal stellt die gesamte Gipfelausrüstung: Fixseile, Eisschrauben, Leitern über Gletscherspalten und das Verankerungsmaterial am Headwall, geführt vom Climbing Sherpa im Verhältnis 1:2. Persönlich mitbringen musst du Steigeisen, Klettergurt, Kletterhelm und Jumar, da Passform und Gewöhnung an die eigene Ausrüstung am Fixseil sicherheitsrelevant sind. Wer keine eigene technische Ausrüstung besitzt, kann sie in Kathmandu oder Namche Bazaar leihen. Die normale Trekkingausrüstung wie Schlafsack, Isomatte und warme Kleidung ist in der allgemeinen Packliste beschrieben.