Klassischer Trekkingpeak mit Gletscherüberquerung
Island Peak (Imja Tse)
Island Peak (Imja Tse), 6.189 m: 19 Tage über die klassische Everest-Base-Camp-Route mit Besteigungstraining am Basislager und einem technischen, aber gut abgesicherten Gipfeltag mit Fixseilen und Gletscherüberquerung.
- Dauer
- 19 Tage
- Schwierigkeit
- Schwer
- Max. Höhe
- 6.189 m
- Gruppengröße
- 2–8 Personen
- Startpunkt
- Lukla
- Preis ab
- 3.600 €
Island Peak (Imja Tse): 6.189 m im Herzen des Khumbu
Der Island Peak ist ein technischer Trekkingpeak im Everest-Gebiet Nepals, dessen Name auf seine Lage zurückgeht: Er ragt wie eine Insel aus dem Eis zwischen Lhotse, Nuptse und Baruntse. Die 19-tägige Route führt über die klassische Everest-Base-Camp-Trasse durch Namche Bazaar, Tengboche und Dingboche, bevor sie bei Chukhung Richtung Basislager auf 5.087 m abzweigt. Der Gipfeltag verlangt eine Gletscherüberquerung, Fixseiltechnik an einem 45 bis 55 Grad steilen Headwall und endet auf einem schmalen Schneegrat mit Blick auf Lhotse, Makalu und Ama Dablam. Reisen Nepal führt die Tour mit festangestellten Climbing Sherpas im Verhältnis 1:2, kompletter Gipfelausrüstung am Fixseil und zwei eingeplanten Pufferpuffertagen für Wetter und zusätzliche Akklimatisierung. Der Preis liegt ab 3.600 € pro Person, Inlandsflüge Kathmandu-Lukla-Kathmandu, Climbing Permit und Sagarmatha-Nationalpark-Gebühr sind inklusive. Anders als der Mera Peak, der über ein eigenes, ruhigeres Tal erschlossen wird, verbindet der Island Peak zwei Ziele in einer Reise: das Everest Base Camp und einen echten 6.000er-Gipfel mit Fixseilklettern. Neun Nächte verbringst du dabei in Teahouses entlang der Standardroute, vier Nächte im Zelt am Fuß des Berges, bevor der Rückweg über dieselbe Strecke nach Lukla führt.
Für wen eignet sich diese Besteigung?
Der Island Peak richtet sich an erfahrene Trekker, die den Schritt vom Wandern zum Bergsteigen machen wollen, ohne bereits eine technische Kletterausbildung mitzubringen. Steigeisen- und Jumar-Technik werden am Basislager auf 5.087 m unter Anleitung des Climbing Sherpas trainiert, nicht vorausgesetzt. Vorausgesetzt sind stattdessen Ausdauer und Höhentauglichkeit: An mehreren Tagen stehen fünf bis sechs Gehstunden bei 4.000 bis 5.500 m auf dem Programm, bevor der eigentliche Gipfeltag mit elf Stunden ansteht. Wer bereits einen mehrtägigen Trek in dieser Höhenlage absolviert hat, etwa den Everest Base Camp Trek oder eine vergleichbare Tour über 4.000 m, bringt die richtige Grundlage mit. Genauso wichtig ist die psychische Seite: ein Start um Mitternacht bei Minusgraden, Kletterhelm und Klettergurt im Dunkeln anlegen, am Fixseil über eine ausgesetzte Passage steigen. Reisen Nepal begrenzt die Gruppen deshalb auf zwei bis acht Teilnehmer und plant zwei Pufferpuffertage ein, damit ein einzelner schlechter Wettertag den Gipfelversuch nicht kostet. Wer diese Kombination aus Kondition, Kälteresistenz und Bereitschaft zum Fixseilklettern mitbringt, ist für den Island Peak vorbereitet, unabhängig vom bisherigen Kletterlevel. Ein gutes Vorbereitungstraining zu Hause umfasst regelmäßiges Ausdauertraining wie Laufen oder Bergwandern mit Gewicht im Rucksack, dazu ein bis zwei Übungstage mit Steigeisen im Klettergarten oder Hochseilpark, sollte lokal ein Angebot bestehen. Wichtiger als reine Klettertechnik ist die Fähigkeit, an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen bei sinkendem Sauerstoffangebot konzentriert zu bleiben. Erfahrungsgemäß scheitern Gipfelversuche seltener an der Fixseiltechnik selbst als an unterschätzter Erschöpfung durch zu wenig Vorbereitung im Ausdauerbereich.
Route und Charakter
Die ersten sieben Tage folgen der klassischen Everest-Base-Camp-Route und damit dem am besten ausgebauten Teahouse-Netz im Khumbu. Von Lukla auf 2.860 m führt der Weg zunächst entlang des Dudh Kosi durch Kiefern- und Rhododendronwald nach Phakding und weiter zum Handelszentrum Namche Bazaar auf 3.440 m. Zwischen Tengboche mit seinem Kloster und Dingboche auf 4.410 m öffnet sich das Tal, Baumgrenze und dichte Bewaldung liegen zurück, Geröll und Moränenlandschaft prägen das Bild. Bei Chukhung, dem letzten bewohnten Dorf vor dem Basislager, verlässt die Route die Hauptstrecke Richtung Everest Base Camp und biegt in das stille Imja-Tal ab. Von hier führt der Weg über Moränenschutt und Yakweiden zum Island Peak Base Camp auf 5.087 m, direkt unterhalb der Gletscherzunge. Der Charakter der Tour wechselt damit spürbar: von belebten Teahouse-Dörfern zu einem einsamen Zeltlager, umgeben vom Amphitheater aus Lhotse-Südwand, Nuptse und Ama Dablam. Genau dieser Kontrast, klassischer EBC-Anmarsch gefolgt von echtem Hochgebirgsgelände, macht den Island Peak zu einer der beliebtesten Kombinationen im Khumbu. Unterwegs liegen zwei Akklimatisierungstage in Namche Bazaar und Dingboche sowie ein dritter auf dem Chukhung Ri (5.550 m), von dem aus du bereits die Route über den Gletscher und den Headwall des Island Peak erkennen kannst. Diese drei Höhenstufen, dazu die stete Bewegung zwischen Aufstieg und Rückzug ins tiefere Tal, folgen dem bewährten Prinzip "hoch steigen, tief schlafen" und bereiten den Körper gezielt auf die 6.189 m am Gipfeltag vor.
Schwierigkeit und technische Anforderungen
Der Island Peak trägt den technischen Grad PD+ (Peu Difficile), was auf eine Gletscherbegehung mit Spaltenrisiko und einen kurzen, aber steilen Fixseilabschnitt kurz vor dem Gipfel hinweist. Der Gipfeltag beginnt gegen Mitternacht im Basislager, damit der Gletscher und der Headwall noch im gefrorenen Zustand und bei stabilen Bedingungen erreicht werden. Nach zwei bis drei Stunden Aufstieg über Geröll erreichst du den Gletscherrand, wo Steigeisen angelegt werden und die Seilschaft mit dem Climbing Sherpa beginnt. Über dem Gletscher liegen mehrere Spalten, die je nach Saison mit Leitern überbrückt werden; hier zählt sauberer Steigeisentritt, ruhiges Gehen am kurzen Seil und das Vertrauen in die Fixpunkte, die der Climbing Sherpa vorab kontrolliert. Direkt vor dem Gipfelaufbau folgt der Headwall, eine 45 bis 55 Grad steile Eis- und Schneewand, die komplett am Fixseil mit Jumar erklettert wird. Die Steigeisen greifen im blanken Eis, der Jumar sichert nach oben, während der Climbing Sherpa das Tempo der Gruppe koordiniert. Auf den letzten Metern verengt sich der Grat auf teils unter einen Meter Breite, mit Absturzgelände zu beiden Seiten, bis du auf 6.189 m den Gipfel erreichst. Anspruchsvoll ist weniger die reine Kletterschwierigkeit als die Kombination aus Höhe, Kälte, Nachtstart und Länge: Der gesamte Gipfeltag dauert rund elf Stunden, ohne dass technisches Vorwissen zwingend nötig ist, das komplette Handling von Steigeisen, Jumar und Fixseil wird beim Besteigungstraining am Basislager vermittelt. Ein zusätzliches Team fixiert die Seile am Headwall bereits Tage vor der eigentlichen Besteigung, sodass am Gipfeltag selbst niemand aus der Gruppe Seil legen muss, sondern sich ganz auf den eigenen Aufstieg konzentrieren kann. Der Abstieg vom Gipfel über den Headwall erfolgt am Fixseil im Abseilen oder kontrollierten Ablassen, je nach Kondition der Gruppe, bevor der lange Rückweg über den Gletscher und das Geröllfeld zurück zum Basislager wartet. Sauerstoffflaschen kommen am Island Peak wegen der vergleichsweise moderaten Höhe von 6.189 m in der Regel nicht zum Einsatz, entscheidend für den Erfolg sind stattdessen eine saubere Akklimatisierung in den Tagen zuvor und ausreichend Pufferpuffertage im Zeitplan.
Permits und Formalitäten
Für den Island Peak sind zwei Genehmigungen erforderlich: die Island-Peak-Besteigungsgenehmigung, ausgestellt von der Nepal Mountaineering Association für Trekkingpeaks der Kategorie B, sowie das Sagarmatha-Nationalpark-Permit für den gesamten Anmarsch durch den Khumbu. Hinzu kommt die Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr der lokalen Rural Municipality, die seit einigen Jahren zusätzlich zur Nationalpark-Gebühr erhoben wird. Reisen Nepal übernimmt die komplette Antragstellung für alle drei Genehmigungen und rechnet sie fest in den Reisepreis ein, sodass am Checkpoint in Monjo und am Basislager keine Überraschungen entstehen. Anders als bei Achttausendern verlangt die Kategorie B keine Verbindungsoffiziere oder aufwendige Expeditionslogistik, was den bürokratischen Aufwand für einen Trekkingpeak wie den Island Peak überschaubar hält. Die genaue Höhe der Climbing-Permit-Gebühr hängt von der Saison ab, da die Nepal Mountaineering Association für die Vor- und Nachmonsunzeit unterschiedliche Sätze ansetzt und Gebühren gelegentlich angepasst werden; wir halten die Kalkulation bei jeder Buchung aktuell. Unabhängig von den Permits brauchst du für die Einreise ein Nepal-Visum, das am Flughafen Kathmandu ausgestellt wird, sowie eine Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung, die explizit Höhenbergsteigen bis mindestens 6.500 m und Hubschrauberrettung abdeckt. Diese Police prüfen wir vor Abreise gemeinsam mit dir, da Standardreiseversicherungen Klettern am Fixseil in der Regel ausschließen. Am Checkpoint in Monjo, kurz hinter Lukla, und erneut am Kontrollposten bei Chukhung wird der Sagarmatha-Nationalpark-Permit kontrolliert, eine Kopie führen wir für die gesamte Gruppe mit.
Beste Reisezeit für den Island Peak
Die Vormonsunzeit von März bis Mai und die Nachmonsunzeit von Oktober bis November bieten die stabilsten Bedingungen für den Gipfeltag. In diesen Fenstern liegt der Gletscher meist gut verschneit und die Spalten sind leichter erkennbar, während der Headwall griffiges, tragfähiges Eis bietet. Oktober und November gelten unter Bergführern als die zuverlässigste Phase, da der Monsun gerade abgezogen ist, die Sicht klar und der Neuschnee auf dem Gletscher noch nicht durch Wind verharscht ist. April und Mai bringen wärmere Temperaturen im Tal, am Basislager musst du nachts trotzdem mit Werten deutlich unter dem Gefrierpunkt rechnen, am Gipfeltag oft um minus 15 bis minus 20 Grad. Die Monsunmonate Juni bis September fallen wegen Nebel, Regen im Tal und erhöhter Spaltengefahr auf dem Gletscher aus, ebenso die tiefsten Wintermonate Dezember und Januar, in denen Kälte und Wind am Headwall das Fixseilklettern deutlich riskanter machen. Reisen Nepal legt Starttermine bewusst in diese beiden Hauptfenster und beobachtet die Wetterlage am Basislager laufend, damit die zwei eingeplanten Pufferpuffertage im Zweifel für einen zweiten Gipfelversuch reichen. Tagsüber liegen die Temperaturen entlang der Route zwischen Namche und Dingboche in den Hauptsaisons meist zwischen 5 und 15 Grad, nachts am Basislager fällt das Thermometer regelmäßig auf minus 10 Grad und darunter, was bei der Wahl von Schlafsack und Isomatte zu berücksichtigen ist.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Steigeisen, Klettergurt, Kletterhelm und Jumar bringst du persönlich mit, da Passform und Gewöhnung an die eigene Ausrüstung am Fixseil über Sicherheit entscheiden; eine vollständige Übersicht findest du in unserem Packliste-Reisewissen-Artikel. Die eigentliche Gipfelausrüstung, also Fixseile, Eisschrauben, Leitern über Gletscherspalten und das Verankerungsmaterial am Headwall, stellt der Climbing Sherpa und ist im Reisepreis enthalten. Für die kalten Nächte am Basislager auf 5.087 m brauchst du einen Schlafsack, der bis mindestens minus 20 Grad ausgelegt ist, sowie doppelte Handschuhe: dünne Fleecehandschuhe für den Aufstieg über Geröll und dickere Daunen- oder Isolationshandschuhe für den Fixseilabschnitt am Gletscher. Eine Stirnlampe mit Ersatzbatterien ist Pflicht, da der Gipfeltag um Mitternacht im Dunkeln beginnt. Wichtig ist außerdem eine Isomatte mit hohem R-Wert für das Zeltcamp, da der Boden am Basislager gefroren ist. Wer keine eigene technische Kletterausrüstung besitzt, kann Steigeisen, Klettergurt und Helm in Kathmandu oder Namche Bazaar leihen; wir beraten dich vor der Reise dazu, welche Größen und Modelle für den Island Peak geeignet sind. Für den Anmarsch entlang der EBC-Route selbst gilt die normale Trekkingausrüstung: feste Wanderschuhe mit steifer Sohle, mehrschichtige Kleidung und Trekkingstöcke, dazu Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, da die UV-Belastung oberhalb von 4.000 m deutlich höher liegt als im Flachland.
Vergleich zu Ama Dablam
Wer nach dem Island Peak mehr Kletteranspruch sucht, findet in der Ama Dablam Expedition die technisch deutlich anspruchsvollere Alternative im Programm von Reisen Nepal. Ama Dablam liegt mit 6.812 m höher als der Island Peak und verlangt Felsklettern und Eiskletterpassagen im mittleren Schwierigkeitsgrad, feste Hochlager statt eines einzigen Gipfeltags sowie mehrere Wochen Aufenthalt am Berg. Während beim Island Peak Steigeisen- und Jumar-Training vor Ort ausreicht, solltest du für Ama Dablam bereits Erfahrung mit Fixseilklettern in steilem Fels- und Eisgelände mitbringen, idealerweise von einem vorherigen Trekkingpeak wie dem Island Peak selbst. Der Island Peak eignet sich damit als logischer erster Schritt: Er vermittelt Fixseiltechnik, Steigeisengang auf Gletschereis und die Routine eines Nachtstarts unter realen Bedingungen, ohne das Risiko und den Zeitaufwand einer mehrwöchigen Expedition. Viele unserer Gäste buchen den Island Peak gezielt als Vorbereitung, bevor sie sich ein bis zwei Jahre später an Ama Dablam oder einen vergleichbaren 6.000er mit höherem technischem Anspruch wagen. Wer dagegen einen ersten Trekkingpeak ohne Gletscherquerung sucht, findet im Mera Peak eine konditionell fordernde, technisch aber einfachere Alternative mit ähnlichem Preisniveau.
Bereit für den Gipfel?
Der Island Peak verbindet die klassische Everest-Base-Camp-Route mit einem echten, gut abgesicherten 6.000er-Gipfeltag, geführt von unserem festangestellten Kathmandu-Team, das seit 2016 auf genau dieser Route unterwegs ist. Gruppen starten mit zwei bis acht Teilnehmern in den Fenstern März bis Mai und Oktober bis November, Climbing Sherpa, Fixseilausrüstung und alle Permits sind im Preis ab 3.600 € enthalten. Schreib uns dein Wunschdatum, wir prüfen Verfügbarkeit und Flugslots nach Lukla und schicken dir die passende Vorbereitungs- und Packliste für dein Training zu Hause. Bei Fragen zur Route, zum Besteigungstraining am Basislager oder zur passenden Kletterausrüstung erreichst du unser Team direkt per E-Mail.
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
Tag 1 beginnt auf 1.400 m in Kathmandu, wo dich unser Team am Flughafen Tribhuvan abholt und zum Hotel im Viertel Thamel oder Boudha bringt. Am Nachmittag bleibt Zeit, dich vom Flug zu erholen und dich im Basar mit letzter Ausrüstung einzudecken, falls etwas fehlt. Am Abend folgt ein ausführlicher Ausrüstungscheck mit deinem Guide: Steigeisen, Klettergurt, Helm und Jumar werden gemeinsam durchgesehen, offene Fragen zur Route und zum Besteigungstraining klären wir direkt vor Ort. Dieser Abend ist auch der Moment, um die Gruppe kennenzulernen, mit der du die kommenden 19 Tage unterwegs bist.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Flug nach Lukla, Trek nach Phakding
Ein 35-minütiger Panoramaflug bringt dich von Kathmandu auf 1.400 m zur Lukla-Landebahn auf 2.860 m, direkt am Rand des Khumbu-Tals gelegen. Nach kurzer Pause im letzten Straßendorf der Route beginnt der erste Gehtag: 3,5 Stunden auf breitem Pfad entlang des Dudh Kosi, vorbei an Mani-Wänden und Gebetsfahnen, bis Phakding auf 2.610 m. Der Einstieg fällt bewusst kurz aus, um Körper und Kreislauf an die Höhe zu gewöhnen. Am Flussufer von Phakding stehen die ersten Teahouses der Tour, ein sanfter Start vor den steileren Etappen der kommenden Tage. Der ruhige Fluss und die ersten Blicke auf schneebedeckte Gipfel wie den Kongde Ri machen diesen Tag zu einem sanften Auftakt vor den steileren Etappen.
2.610 m3.5 Std. GehzeitTeahouse - Tag3
Phakding – Namche Bazaar
Sechs Gehstunden führen von Phakding auf 2.610 m über mehrere Hängebrücken, darunter die bekannte Hillary-Brücke, hinauf zum Sagarmatha-Nationalpark-Checkpoint bei Monjo. Dort wird dein Permit kontrolliert, bevor der eigentliche Aufstieg beginnt: 600 Höhenmeter auf steilem Waldpfad bis Namche Bazaar auf 3.440 m, dem Handelszentrum des Khumbu. Namche liegt amphitheaterförmig im Talkessel und bietet die letzte gut ausgebaute Infrastruktur vor den höheren Etappen, von Apotheken bis zu Ausrüstungsläden. Der Aufstieg ist die erste ernsthafte konditionelle Prüfung der Tour und markiert zugleich das Ende der Waldzone. Der Duft von Kiefern und der Blick auf die ersten schneebedeckten Gipfel begleiten dich auf dem letzten steilen Stück vor Namche.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Akklimatisierung in Namche Bazaar
Der erste von drei Akklimatisierungstagen bleibt auf 3.440 m in Namche Bazaar, folgt aber dem Prinzip Höhe gewinnen, tief schlafen. Eine dreistündige Wanderung führt zum Everest View Hotel auf rund 3.880 m, von wo aus bei klarer Sicht Everest, Lhotse und Ama Dablam erstmals gemeinsam sichtbar werden. Der Rückweg führt zurück nach Namche zum Übernachten auf niedrigerer Höhe. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung für den Sherpa-Kulturmuseumsbesuch oder einfach Ruhe, da der Körper in dieser Phase beginnt, mehr rote Blutkörperchen zu bilden und sich an die dünnere Luft anzupassen. Wer mag, nutzt den Nachmittag auch für einen Kaffee in einer der Bäckereien Namches, die sich seit Jahren bei Trekkern großer Beliebtheit erfreuen.
3.440 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Namche – Tengboche
Fünf Gehstunden führen von Namche Bazaar auf 3.440 m zunächst auf einem Höhenweg mit freiem Blick auf Ama Dablam, bevor ein steiler Abstieg zum Fluss bei Phunki Thanga folgt. Der Gegenanstieg durch Rhododendronwald zum Kloster Tengboche auf 3.860 m gilt als einer der landschaftlich eindrucksvollsten Abschnitte der Route, mit Lhotse und Ama Dablam direkt vor Augen. Tengboche beherbergt das größte Kloster im Khumbu, oft ist bei Ankunft ein Puja-Ritual der Mönche zu hören. Die Nacht hier ist meist kalt, da das Kloster exponiert auf einem Bergrücken liegt. Unterwegs begegnest du regelmäßig Yak-Karawanen, die Versorgungsgüter zu den höher gelegenen Dörfern transportieren, ein vertrautes Bild entlang der gesamten Route.
3.860 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Tengboche – Dingboche
Von Tengboche auf 3.860 m führt der Weg zunächst durch Wacholder- und Rhododendronbestände, die mit zunehmender Höhe lichter werden, bis die letzten Bäume bei Pangboche zurückbleiben. Nach fünf Gehstunden erreichst du Dingboche auf 4.410 m, ein weites Hochtal mit Steinmauern zum Schutz der Gerstenfelder vor Wind. Die Vegetation ist hier auf niedrige Sträucher und Polsterpflanzen reduziert, das Landschaftsbild wird zunehmend alpin. Dingboche dient als zweiter wichtiger Akklimatisierungsknoten der Route, mit direktem Blick auf die Südwand des Lhotse und den markanten Gipfel des Taboche. Der spürbar kühlere Wind und die karge Vegetation erinnern daran, dass ab hier die Akklimatisierung zum wichtigsten Tagesthema wird.
4.410 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Akklimatisierung in Dingboche
Der zweite Akklimatisierungstag bleibt auf 4.410 m in Dingboche, mit einer vierstündigen Wanderung auf den Nangkartshang Peak bis etwa 5.100 m. Der Aussichtspunkt bietet Panoramablick auf Makalu, Lhotse, Cho Oyu und das gesamte obere Khumbu-Tal und dient als wichtiger Test, wie der Körper auf die neue Höhenstufe reagiert. Der Rückweg zum Übernachten in Dingboche folgt demselben Höhenprofil, tief schlafen, hoch gewesen. Wer an diesem Tag Kopfschmerzen oder Schlafstörungen bemerkt, bespricht das offen mit dem Guide, da die Akklimatisierungstage genau für solche Anpassungssignale eingeplant sind. Am Nachmittag bleibt genug Zeit für Ruhe, warme Getränke und Gespräche mit anderen Gruppen, die ebenfalls auf dem Weg zu höher gelegenen Zielen sind.
4.410 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Dingboche – Chukhung
Nach sieben Tagen auf der Everest-Base-Camp-Route zweigt der Weg bei Dingboche auf 4.410 m nach Osten ins Imja-Tal ab, weg vom Hauptstrom der EBC-Trekker. Vier Gehstunden über offenes, von Yakherden geprägtes Weideland führen nach Chukhung auf 4.730 m, dem letzten bewohnten Dorf vor dem Island Peak Base Camp. Ab hier wird die Route spürbar ruhiger, die Teahouses kleiner und einfacher. Chukhung liegt bereits im direkten Blickfeld von Lhotse, Nuptse und dem noch fernen Gipfel des Island Peak, der sich langsam als eigenständige Formation aus dem Talschluss abzeichnet. Die Zahl der Trekker auf dem Weg nimmt merklich ab, da die meisten EBC-Gruppen weiter Richtung Lobuche ziehen, während sich der Island Peak als eigenes Ziel abzeichnet.
4.730 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Akklimatisierung: Chukhung Ri
Der dritte und letzte Akklimatisierungstag führt von Chukhung auf 4.730 m in fünf Stunden auf den Chukhung Ri, einen Aussichtsgipfel auf 5.550 m. Der Aufstieg ist steiler und ausgesetzter als die vorherigen Akklimatisierungstouren und dient bewusst als konditioneller Testlauf vor dem Gipfeltag. Oben angekommen liegt der Island Peak mit seinem Gletscher und dem Headwall zum Greifen nah, dazu Panoramablick auf Lhotse, Makalu und Baruntse. Der Rückweg zum Übernachten in Chukhung schließt die dritte Akklimatisierungsstufe der Tour ab, bevor am Folgetag der Aufstieg zum Basislager beginnt. Für viele markiert dieser Ausblick den Moment, an dem die bevorstehende Besteigung erstmals greifbar wird.
4.730 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Chukhung – Island Peak Base Camp
Vier Gehstunden führen von Chukhung auf 4.730 m über zunehmend steinigeres Gelände und Moränenschutt zum Island Peak Base Camp auf 5.087 m. Die Vegetation verschwindet hier vollständig, der Weg folgt dem Talgrund unterhalb der Gletscherzunge. Am Basislager stehen die Zelte für die kommenden vier Nächte, umgeben vom Amphitheater aus Lhotse-Südwand, Nuptse und dem eigentlichen Island Peak direkt gegenüber. Die Ankunft am Nachmittag lässt genug Zeit, das Lager einzurichten und sich an die neue Höhenstufe zu gewöhnen, bevor am nächsten Tag das eigentliche Besteigungstraining beginnt. Das Küchenteam richtet ein warmes Abendessen im Gemeinschaftszelt, ein wichtiger Moment, um vor dem Trainingstag noch einmal aufzutanken.
5.087 m4 Std. GehzeitZelt - Tag11
Besteigungstraining im Base Camp
Ein ganzer Trainingstag am Basislager auf 5.087 m bereitet dich konkret auf den Gipfeltag vor: Anlegen von Steigeisen und Klettergurt, Gehtechnik im steilen Gelände, Umgang mit dem Jumar am Fixseil sowie Verhalten bei einer Spaltenquerung mit Leiter. Der Climbing Sherpa übt jeden Handgriff mehrfach mit dir, bis Auf- und Abseilen am Fixseil sitzen. Auch das Ablegen und Wechseln der Sicherung am Fixpunkt, ein kritischer Moment am echten Berg, wird hier in sicherem Gelände trainiert. Wer vorher noch nie Steigeisen getragen hat, bekommt an diesem Tag alles vermittelt, was für den Gipfeltag nötig ist.
5.087 m3 Std. GehzeitZelt - Tag12
Pufferpuffertag / zusätzliche Akklimatisierung
Der erste von zwei eingeplanten Pufferpuffertagen bleibt am Basislager auf 5.087 m und dient als Sicherheitsreserve im Zeitplan. Zeigt die Wettervorhersage für den geplanten Gipfeltag ungünstige Bedingungen, verschiebt sich der Zeitplan um diesen Tag, ohne dass der restliche Ablauf der Tour gefährdet wird. Ist das Wetter stabil, nutzt die Gruppe den Tag für eine kurze Übungstour am Gletscherrand oder einfach zur Erholung vor der anstrengenden Nacht. Diese Flexibilität ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren am Island Peak, da ein einzelner Schlechtwettertag sonst den gesamten Gipfelversuch kosten könnte. Der Climbing Sherpa nutzt die Zeit außerdem für einen letzten Ausrüstungscheck, damit am Gipfeltag selbst keine technischen Überraschungen auftreten.
5.087 m2 Std. GehzeitZelt - Tag13
Gipfeltag: Base Camp – Island Peak – Base Camp
Start gegen Mitternacht vom Basislager auf 5.087 m, zunächst über Geröll mit Stirnlampe, dann am Gletscherrand Anlegen der Steigeisen und Anseilen mit dem Climbing Sherpa. Über den Gletscher geht es an mehreren Spalten vorbei, teils per Leiter überquert, hin zum Fuß des Headwalls, einer 45 bis 55 Grad steilen Eis- und Schneewand, die komplett am Fixseil mit Jumar erklettert wird. Der schmale Gipfelgrat führt zuletzt auf 6.189 m, mit freiem Blick auf Lhotse, Makalu und Baruntse. Der elfstündige Tag endet mit Abstieg über dieselbe Route zurück zum Basislager. Die Kälte kurz vor Sonnenaufgang ist die größte Herausforderung des Tages, warme Handschuhe und ein steter Rhythmus helfen über die kritische Phase am Headwall hinweg.
6.189 m11 Std. GehzeitZelt - Tag14
Pufferpuffertag für den Gipfeltag
Der zweite Pufferpuffertag bleibt reserviert für den Fall, dass der Gipfelversuch vom Vortag wetterbedingt verschoben werden musste oder ein zweiter Versuch nötig ist. War die Besteigung am Tag 13 erfolgreich, dient dieser Tag am Basislager auf 5.087 m der Erholung nach der langen, kalten Nacht: ausschlafen, viel trinken, die Ausrüstung trocknen und packen für den Abstieg. Diese doppelte Absicherung im Zeitplan ist einer der Gründe, warum die Erfolgsquote am Island Peak bei sorgfältig geplanten Touren vergleichsweise hoch liegt, ein einzelner Sturmtag muss den Gipfel nicht kosten. Der Guide nutzt die Gelegenheit auch für ein kurzes Debriefing zum Gipfeltag und beantwortet offene Fragen zur Rückreise.
5.087 m0 Std. GehzeitZelt - Tag15
Island Peak Base Camp – Pangboche
Nach dem erfolgreichen Gipfeltag beginnt der Abstieg: sechs Gehstunden vom Basislager auf 5.087 m zurück über Chukhung und Dingboche bis Pangboche auf 3.930 m. Der Körper reagiert auf den raschen Höhenverlust meist mit spürbar leichterem Atmen und mehr Energie, während die Beine die Anstrengung der vergangenen Tage zu spüren bekommen. Pangboche beherbergt eines der ältesten Klöster im Khumbu und liegt bereits wieder im dichteren Baumbestand. Der lange Abstiegstag markiert den Übergang von der einsamen Hochgebirgszone zurück in die tiefer gelegenen Dörfer der Everest-Region. Viele Teilnehmer bemerken an diesem Tag, wie der Appetit zurückkehrt, ein deutliches Zeichen der Erholung nach den Tagen in großer Höhe.
3.930 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag16
Pangboche – Namche Bazaar
Sechs Gehstunden führen von Pangboche auf 3.930 m zurück über Tengboche und Phunki Thanga nach Namche Bazaar auf 3.440 m, größtenteils auf bereits bekanntem Terrain. Die vertraute Strecke lässt Zeit, Details wahrzunehmen, die beim Hinweg wegen der Höhenanpassung noch im Hintergrund standen, etwa die Klosterarchitektur in Tengboche oder Details der Sherpa-Architektur unterwegs. In Namche angekommen, wartet mit Warmwasserdusche und größerer Auswahl an Speisen wieder etwas mehr Komfort als in den vergangenen Tagen im Zelt. Für viele markiert dieser Tag den emotionalen Abschluss der Bergetappe der Reise. Am Abend tauscht die Gruppe oft Fotos vom Gipfeltag aus, ein erster Rückblick auf die vergangene Woche.
3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag17
Namche – Lukla
Die letzte Trekkingetappe führt von Namche Bazaar auf 3.440 m in 6,5 Stunden zurück nach Lukla auf 2.860 m, größtenteils bergab entlang des Dudh Kosi über dieselben Hängebrücken wie am Anfang der Reise. Der Weg fühlt sich nach den Tagen in großer Höhe deutlich leichter an, auch wenn die vielen Treppenstufen kurz vor Lukla noch einmal Kondition fordern. In Lukla angekommen, bleibt am Abend Zeit für ein gemeinsames Essen mit der Gruppe und dem Climbing Sherpa, oft der erste entspannte Ausklang nach dem angespannten Zeitplan rund um den Gipfeltag. Einige nutzen die Gelegenheit noch für ein letztes Souvenir aus einem der kleinen Läden entlang der Hauptstraße von Lukla.
2.840 m6.5 Std. GehzeitTeahouse - Tag18
Flug Lukla – Kathmandu
Ein kurzer Rückflug bringt dich von Lukla auf 2.860 m zurück nach Kathmandu auf 1.400 m, wetterabhängig am Morgen oder Vormittag. Der freie Nachmittag eignet sich für ein Nickerchen im Hotel, eine warme Dusche ohne Zeitdruck oder letzte Besorgungen im Basar von Thamel. Am Abend lädt Reisen Nepal die Gruppe zu einem gemeinsamen Essen ein, um den erfolgreichen Gipfel zu feiern und die vergangenen 17 Tage Revue passieren zu lassen. Dieser Abend ist meist der einzige feste Programmpunkt, alles andere bleibt bewusst frei zur eigenen Gestaltung. Auch Wäsche waschen und die Kletterausrüstung für den Rückflug verstauen gehören zum entspannten Programm dieses freien Nachmittags.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag19
Abreise
Am letzten Tag der Reise bringt dich unser Team rechtzeitig vor deinem Rückflug zum Flughafen Tribhuvan in Kathmandu auf 1.400 m. Je nach Abflugzeit bleibt am Vormittag noch etwas Spielraum für einen letzten Spaziergang oder eine Tasse Kaffee in der Nähe des Hotels. Der Transfer zum Flughafen ist im Reisepreis enthalten und wird individuell auf deinen Flug abgestimmt. Damit endet die 19-tägige Reise über die klassische Everest-Base-Camp-Route zum Gipfel des Island Peak, von der ersten Ankunft in Kathmandu bis zum erfolgreichen Abschluss der Besteigung. Der Abschied fällt vielen nach den intensiven gemeinsamen Tagen am Berg spürbar schwer, der Kontakt zum Kathmandu-Team bleibt aber auch danach bestehen.
1.400 m0 Std. Gehzeit
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Inlandsflüge Kathmandu–Lukla–Kathmandu
- Übernachtung in Teahouses und Zelten am Hochlager
- Vollpension während der gesamten Tour
- Climbing Sherpa (1:2) inklusive Gipfelausrüstung (Fixseile, Leitern am Gletscherspalt)
- Besteigungsgenehmigung (Climbing Permit) für den Island Peak
- Sagarmatha-Nationalpark- und Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr
Nicht inklusive
- Internationaler Flug nach Kathmandu
- Nepal-Visum
- Persönliche Kletterausrüstung (Steigeisen, Klettergurt, Helm, Jumar)
- Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung mit Höhen-/Kletterdeckung
- Trinkgelder
Dokumente
Erforderliche Permits
- Island-Peak-Besteigungsgenehmigung
- Sagarmatha-Nationalpark-Permit
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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