Reisen Nepal
Der markante Gipfel des Ama Dablam über dem Khumbu-Tal

Technische Expedition am „Matterhorn des Himalaya“

Ama Dablam Expedition

29 Tage für die Besteigung des Ama Dablam (6.812 m): technisches Klettern über drei Hochlager, für erfahrene Bergsteiger mit Vorerfahrung an Fixseilen und im Gemischtgelände.

Dauer
29 Tage
Schwierigkeit
Technisch
Max. Höhe
6.812 m
Gruppengröße
2–6 Personen
Startpunkt
Lukla
Preis ab
6.250 €

Die Ama Dablam Expedition ist eine 29-tägige technische Hochgebirgsbesteigung des 6.812 m hohen Ama Dablam im Khumbu-Gebiet, bei der du über drei Hochlager und Fels- sowie Eisgelände bis UIAA IV zum Gipfel aufsteigst. Der Berg zählt zu den markantesten der Welt: eine steile Felspyramide über dem Dorf Pangboche, gekrönt vom Hanging Glacier, der wie ein Anhänger (Dablam) unterhalb des Gipfels hängt. 6.812 Meter über dem Meeresspiegel liegen zwar deutlich unter dem Everest, doch die Kletterschwierigkeit macht den Ama Dablam zu einer der anspruchsvolleren kommerziell geführten Expeditionen im Himalaya. Reisen Nepal begleitet dich mit einem Climbing Sherpa im Verhältnis 1:1 über die gesamte Route, das heißt ein erfahrener Sherpa klettert individuell mit dir, nicht nur als Teil einer größeren Gruppe. Der Preis liegt ab 6.250 Euro pro Person und schließt Inlandsflüge, Permits, Vollpension sowie Fixseile an allen drei Hochlagern ein. Diese Expedition ist kein Einstieg ins Höhenbergsteigen: Sie setzt technisches Klettern an Fixseilen und im alpinen Gemischtgelände voraus, idealerweise ergänzt durch einen vorherigen 6.000er wie den Island Peak.

Für wen eignet sich die Ama Dablam Expedition?

Klettererfahrung an Fixseilen ist die wichtigste Voraussetzung für die Zielgruppe dieser Expedition, nicht reine Trekkingkondition. Der Ama Dablam verlangt Sicherheit im Umgang mit Steigeisen auf Fels, im Aufstieg an Fixseilen mit dem Jumar und im Abseilen unter Zeitdruck bei Kälte und Wind. Wer bereits einen technischen Sechstausender wie den Island Peak, den Lobuche Peak oder einen vergleichbaren Berg im alpinen Gemischtgelände bestiegen hat, bringt die Grundlage mit, die für diese Expedition zählt. Reisen Nepal führt diese Tour seit der Gründung 2016 mit einem festangestellten Team in Kathmandu, nicht über wechselnde Subunternehmer, und plant unkomprimierte Akklimatisierungstage statt eines durchgehetzten Programms. Das zeigt sich im Aufbau dieser Reise: drei separate Aufstiege ins Hochlager, bevor der eigentliche Gipfelversuch beginnt, dazu feste Pufferzeiten für Wetterumschwünge, die am Ama Dablam zwischen Frühjahr und Herbst schnell auftreten können. Gruppen bleiben mit maximal sechs Teilnehmern klein, damit der Climbing Sherpa wirklich individuell mit dir arbeitet und nicht mehrere Seilschaften gleichzeitig betreuen muss. Wer unsicher ist, ob die eigene Erfahrung ausreicht, sollte vor der Buchung ein Vorgespräch mit unserem Kathmandu-Team führen, das die persönliche Eignung anhand bisheriger Besteigungen einschätzt.

Route und Charakter

Lukla (2.860 m) ist der Ausgangspunkt der Expedition und zugleich einer der bekanntesten Bergflughäfen der Welt. Von dort führt die Route zunächst durch das klassische Khumbu-Tal über Phakding und Namche Bazaar (3.440 m) bis nach Tengboche (3.860 m) mit seinem berühmten Kloster, dann weiter über Pangboche (3.985 m) zum Ama Dablam Base Camp auf etwa 4.600 Metern. Dieser Zustieg dauert sieben Tage und dient nicht nur der Anreise, sondern der schrittweisen Akklimatisierung, bevor das technische Klettern beginnt. Ab dem Base Camp wechselt der Charakter der Tour vollständig: Statt Wanderwegen folgt die Route einem Grat aus Fels, Schnee und Eis, der in drei Hochlagern unterteilt ist. Camp 1 liegt auf etwa 5.700 Metern am Fuß des Südwestgrats und wird über festes Fels- und Blockgelände erreicht. Camp 2 auf rund 5.900 bis 6.000 Metern folgt nach der Passage des Yellow Tower, einem markanten gelben Felsband, das die technisch anspruchsvollste Kletterei der gesamten Route enthält. Camp 3 auf etwa 6.300 Metern liegt auf dem sogenannten Mushroom Ridge, einem exponierten Schnee- und Eisgrat, der seinen Namen von den pilzförmigen Wechten trägt, die der Wind dort formt. Vom letzten Hochlager führt der Gipfelgrat über eine ausgesetzte Schneeflanke, die Snow Dome genannt wird, zum 6.812 Meter hohen Gipfel. Der Rückweg verläuft über dieselbe Route zurück zum Base Camp und von dort erneut durch das Khumbu-Tal nach Lukla. Diese Streckenführung ist am Ama Dablam Standard, weil es praktisch keine Alternativroute gibt, die für kommerziell geführte Expeditionen infrage kommt.

Lukla (2.860 m) ist gleichzeitig der unsicherste Programmpunkt der gesamten Logistik, weil Flüge dort ausschließlich bei guter Sicht starten und Verspätungen von einem bis mehreren Tagen keine Seltenheit sind. Aus diesem Grund reserviert Reisen Nepal am Ende der Expedition bewusst einen Kathmandu-Tag mehr, als für den reinen Rückflug nötig wäre. Während des Zustiegs übernachtest du durchgehend in Teehäusern mit einfachen, aber beheizten Gemeinschaftsräumen, während ab dem Base Camp ausschließlich Expeditionszelte zum Einsatz kommen, betreut von einer eigenen Küchencrew, die für warme Mahlzeiten auch auf 6.300 Metern noch mitverantwortlich bleibt, indem sie Verpflegung für die Hochlager vorbereitet.

Schwierigkeit und technische Anforderungen

UIAA IV markiert den schwierigsten Kletterabschnitt der Route und entspricht einer Kletterei, bei der Hände und Füße aktiv Halt suchen müssen, nicht mehr nur Gehen im Steilgelände. Konkret betrifft das den Aufstieg zum und durch den Yellow Tower zwischen Camp 1 und Camp 2: eine Passage aus festem, aber steilem Fels, die mit Fixseilen gesichert ist und in Bergschuhen sowie teils mit Steigeisen an nacktem Fels geklettert wird. Diese Kombination aus Fels- und Eiskletterei im selben Gelände, alpin Gemischtgelände genannt, unterscheidet den Ama Dablam von reinen Schnee- und Gletschertouren. Die technische Gesamtbewertung AD (Assez Difficile) fasst dabei die Summe der Anforderungen zusammen: anhaltende Steilheit, ausgesetzte Grate und mehrere kurze, aber ernsthafte Kletterstellen statt einer einzelnen Schlüsselstelle.

Fixseiltechnik ist über weite Teile der Route zwingend, insbesondere zwischen Camp 1 und Camp 3. Du steigst dabei mit dem Jumar (Steigklemme) an fest verankerten Seilen auf und seilst dich beim Abstieg mit einem Sicherungsgerät ab, oft mehrfach am selben Tag und bei Kälte mit dicken Handschuhen. Diese Technik muss vor der Expedition sitzen, denn am Berg selbst bleibt dafür keine Zeit zum Üben. Camp 3 auf dem Mushroom Ridge verlangt zusätzlich Trittsicherheit auf einem schmalen, beidseitig stark abfallenden Schnee- und Firngrat, auf dem ein Fehltritt ohne Sicherung schwerwiegende Folgen hätte. Genau deshalb ist dieser Abschnitt durchgehend mit Fixseilen ausgestattet, die unser Climbing Sherpa gemeinsam mit dem Team vorbereitet.

Ab Camp 2 verschärft die Höhe jede dieser technischen Anforderungen zusätzlich. Oberhalb von 5.900 Metern reduziert Sauerstoffmangel Reaktionszeit und Kraft in den Armen spürbar, genau in dem Gelände, das die meiste Armkraft für Fixseiltechnik verlangt. Der Gipfeltag von Camp 3 zum 6.812 Meter hohen Gipfel und zurück dauert unter guten Bedingungen zehn bis zwölf Stunden und kombiniert alle genannten Elemente: Steigeisengehen auf Fels und Eis, Fixseilpassagen und exponierte Gratkletterei, alles in großer Höhe und bei Kälte. Wer diese Kombination unterschätzt, überschätzt in der Regel die eigene Kondition und nicht die technische Schwierigkeit selbst. Aus diesem Grund ist der Climbing Sherpa im Verhältnis 1:1 fester Bestandteil dieser Expedition: Er sichert dich individuell an den kritischen Passagen, statt eine ganze Gruppe gleichzeitig zu betreuen.

Der Abstieg birgt am Ama Dablam mehr Zwischenfälle als der Aufstieg, ein Muster, das für viele Berge im technischen Gelände gilt. Ermüdung nach dem Gipfeltag reduziert die Konzentration genau an den Fixseilpassagen, an denen volle Aufmerksamkeit am wichtigsten wäre, etwa beim Abseilen durch den Yellow Tower. Objektive Gefahren wie vereinzelter Steinschlag im unteren Streckenabschnitt zwischen Base Camp und Camp 1 sowie Wechten am Mushroom Ridge gehören zum realistischen Bild dieser Route, werden aber durch feste Fixseile, sorgfältige Routenwahl und die Erfahrung der Sherpa-Crew kalkulierbar gehalten. Reisen Nepal begegnet diesem Muster mit eingeplanter Erholungszeit vor dem Gipfelversuch und mit der 1:1-Betreuung, die gerade beim Abstieg nach dem Gipfeltag greift, wenn die eigene Aufmerksamkeit am stärksten nachlässt.

Voraussetzungen für die Ama Dablam Expedition

Ein vorheriger 6.000er-Gipfel ist die wichtigste Voraussetzung, die wir für diese Expedition empfehlen, idealerweise mit technischem Gelände wie am Island Peak oder Lobuche Peak. Reine Trekkingerfahrung, auch auf hohem Niveau wie beim Everest Base Camp Trek, reicht für den Ama Dablam nicht aus, weil die Route ab dem Base Camp echtes Klettern verlangt und keine reine Höhenwanderung mehr ist. Praktische Erfahrung mit Jumar und Abseilgerät an Fixseilen solltest du vor der Anreise mitbringen, etwa aus einem alpinen Kletterkurs oder von Klettersteigen im UIAA-IV-Bereich. Konditionell verlangt die Expedition Ausdauer über mehrere Wochen hinweg, nicht nur Kraft für einen einzelnen Gipfeltag: Du trägst an mehreren Tagen Gewicht zwischen den Hochlagern und musst dich nach Kletterpassagen in großer Höhe noch konzentrieren können. Ein aktueller Gesundheitscheck mit Belastungs-EKG ist vor jeder Expedition dieser Kategorie sinnvoll, insbesondere für Teilnehmer über 45 Jahre. Wenn du unsicher bist, ob deine bisherige Erfahrung ausreicht, prüft unser Kathmandu-Team deine Eignung im persönlichen Gespräch vor der Buchung, damit du am Berg nicht zum ersten Mal an Fixseilen kletterst.

Permits und Formalitäten

Die Ama-Dablam-Besteigungsgenehmigung ist die zentrale Genehmigung dieser Expedition und wird vom nepalesischen Tourismusministerium ausgestellt, da der Berg mit 6.812 Metern über der Grenze liegt, bis zu der die Nepal Mountaineering Association eigenständig Permits vergibt. Die Gebühr für dieses Climbing Permit hängt von der Saison ab, in Frühjahr und Herbst höher als in Winter oder Sommer, und ändert sich gelegentlich durch Anpassungen des Ministeriums, weshalb wir dir den aktuellen Betrag erst bei der Buchung nennen, statt eine veraltete Zahl zu verwenden. Zusätzlich benötigst du das Sagarmatha-Nationalpark-Permit, weil die gesamte Route durch dieses Schutzgebiet führt, sowie eine Registrierung im TIMS-System für Trekker im Khumbu. Reisen Nepal kümmert sich um beide Genehmigungen vollständig, inklusive der Verbindungsoffizier-Formalitäten, die für Expeditionen dieser Höhenkategorie vorgeschrieben sind. Für dich bedeutet das: Du reist mit gültigem Nepal-Visum an, das du bei Ankunft am Flughafen Kathmandu oder vorab online beantragst, und bringst deinen Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit mit. Eine Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung mit ausdrücklicher Expeditionsdeckung bis 7.000 Meter ist verpflichtend und wird vor Abflug von unserem Team geprüft.

Ein staatlich zugewiesener Verbindungsoffizier begleitet die Expedition offiziell bis zum Base Camp, in der Praxis übernimmt jedoch unser Kathmandu-Team die gesamte Kommunikation mit den Behörden, damit für dich am Berg kein zusätzlicher administrativer Aufwand entsteht. TIMS-Karte und Nationalpark-Permit werden bereits am zweiten Tag in Kathmandu ausgestellt und während der gesamten Expedition von unserem Guide mitgeführt, sodass du an den Kontrollpunkten im Khumbu-Gebiet nur deinen Reisepass vorzeigen musst.

Beste Reisezeit für den Ama Dablam

April, Mai, Oktober und November sind die einzigen Monate, in denen Reisen Nepal die Ama Dablam Expedition anbietet, weil nur in diesen Fenstern stabile Wetterperioden mit vertretbarem Risiko an den Hochlagern zusammenfallen. Zwischen Juni und September bringt der Monsun Schneefall und Nebel ins Khumbu-Gebiet, wodurch die Fixseilpassagen am Yellow Tower und am Mushroom Ridge vereist und rutschig werden und die Sicht für die Routenfindung fehlt. In den Wintermonaten Dezember bis Februar sinken die Temperaturen an den Hochlagern weit unter minus zwanzig Grad, während der Jetstream oft direkt über den Gipfel zieht und Windgeschwindigkeiten erzeugt, bei denen kein verantwortungsvoller Guide einen Gipfelversuch führt. Zwischen der Frühjahrs- und der Herbstsaison gibt es feine Unterschiede: Im Frühjahr liegt meist mehr Schnee auf dem Mushroom Ridge, was die Gehtechnik erleichtert, aber die Lawinengefahr an steilen Flanken erhöht, während der Herbst nach dem Monsun oft trockeneren, griffigeren Fels am Yellow Tower bietet. Unser Kathmandu-Team beobachtet die Wetterprognosen für beide Saisons laufend und legt den Gipfelversuch innerhalb der geplanten Pufferzeiten auf das stabilste verfügbare Fenster, statt starr am ursprünglichen Datum festzuhalten.

Ausrüstung für eine technische Expedition

Steigeisen mit zwei Frontalzacken sind für den Ama Dablam Pflicht, weil sie im Gemischtgelände am Yellow Tower und auf dem Mushroom Ridge sowohl auf Fels als auch auf Eis sicheren Halt geben müssen. Ein technischer Eispickel mit gebogenem Schaft ergänzt die Steigeisen für die steileren Eispassagen zwischen den Hochlagern, während ein klassischer Wanderpickel für diese Route nicht ausreicht. Für die Fixseilpassagen brauchst du eine Steigklemme (Jumar), ein Abseil- beziehungsweise Sicherungsgerät und einen Klettergurt, der auch über dicke Daunenkleidung passt, dazu einen Kletterhelm für die gesamte Zeit oberhalb des Base Camps. Doppelstiefel für Höhen über 6.000 Meter, ausgelegt für Temperaturen bis minus vierzig Grad, sind für Camp 3 und den Gipfeltag notwendig, ebenso wie dünnere Handschuhe für die Fixseilarbeit und dicke Expeditionshandschuhe für den Gipfeltag selbst. Ein Daunenanzug oder eine Kombination aus Daunenjacke und -hose für Höhen über 6.000 Meter gehört ebenso zur Grundausstattung wie ein Expeditionsschlafsack, der bis mindestens minus dreißig Grad ausgelegt ist. Die vollständige Packliste mit allen Details zu Schichten, Marken und Mietoptionen in Kathmandu findest du in unserem Reisewissen-Artikel zur Höhenausrüstung, den unser Team laufend aktualisiert.

Ein persönliches Erste-Hilfe- und Medikamenten-Set gehört neben der Kletterausrüstung ebenfalls in deinen Rucksack, abgestimmt mit unserem Team auf die individuelle Verträglichkeit von Höhenmedikamenten. Die Schichtung der Kleidung folgt am Ama Dablam demselben Prinzip wie bei anderen Höhenexpeditionen, Merino-Basisschicht, isolierende Mittelschicht und winddichte Außenschicht, muss für die Hochlager aber um eine zusätzliche, sehr warme Schicht ergänzt werden, weil du dort über mehrere Tage am Stück in Kälte campierst statt nur tagsüber unterwegs zu sein. Trekkingstöcke sind für den siebentägigen Zustieg sinnvoll, werden aber ab dem Base Camp durch den Eispickel ersetzt und bleiben dort im Gepäck.

Vergleich zum Island Peak

Der Island Peak (6.189 m) ist der klassische erste Sechstausender für Trekker mit guter Kondition, aber wenig bis keiner Klettererfahrung, und genau darin liegt der Hauptunterschied zum Ama Dablam. Am Island Peak bewegst du dich überwiegend auf Gletscher und Firn mit einem einzigen kurzen, aber steilen Fixseilabschnitt kurz vor dem Gipfel, der in ein bis zwei Tagen ohne vorherige Kletterrouten erreicht wird. Der Ama Dablam dagegen verlangt Kletterei bis UIAA IV über mehrere Tage verteilt auf drei Hochlager, dazu die exponierte Gratkletterei am Mushroom Ridge, für die es am Island Peak keine Entsprechung gibt. Auch der Zeitrahmen unterscheidet sich deutlich: Der Island Peak lässt sich in rund 15 bis 18 Tagen inklusive Zustieg besteigen, während die Ama Dablam Expedition mit 29 Tagen fast doppelt so lange dauert, weil mehrere Rotationen zwischen den Hochlagern nötig sind, um Fixseile zu legen und den Körper stufenweise an die Höhe zu gewöhnen. Wer sich unsicher ist, ob die eigene Erfahrung für den Ama Dablam ausreicht, findet im Island Peak oder im Lobuche Peak eine sinnvolle Vorbereitungstour, die genau die Fixseiltechnik und Höhenerfahrung vermittelt, die am Ama Dablam vorausgesetzt wird.

Bereit für den Ama Dablam?

Ein persönliches Vorgespräch mit unserem Kathmandu-Team ist der erste Schritt vor jeder Buchung dieser Expedition, weil wir deine bisherigen Besteigungen, deine Fixseilerfahrung und deine körperliche Verfassung realistisch einschätzen wollen, bevor du dich für 29 Tage am Berg entscheidest. In diesem Gespräch klären wir auch, ob eine Vorbereitungstour wie der Island Peak sinnvoll ist oder ob deine bisherige Erfahrung für den direkten Einstieg in den Ama Dablam ausreicht. Die nächsten Frühjahrs- und Herbsttermine stimmen wir individuell mit dir ab, da wir Gruppen bewusst klein halten und der Climbing Sherpa im Verhältnis 1:1 begleitet, nicht als Massenprogramm. Schreib uns dein bisheriges Bergsteiger-Profil, dann melden wir uns mit einer ehrlichen Einschätzung zurück, ob der Ama Dablam für dich der richtige nächste Schritt ist.

Tag für Tag

Reiseverlauf

Höhenprofil
6.812 m
Tag 1Tag 29
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu

    Kathmandu (1.400 m) ist der Ausgangspunkt deiner Ama Dablam Expedition und der Ort, an dem dich unser Team am Flughafen Tribhuvan abholt. Nach der Ankunft checkst du in einem Hotel im Stadtteil Thamel ein und triffst am Abend erstmals dein Guide-Team sowie gegebenenfalls andere Teilnehmer der Gruppe. Der restliche Tag bleibt frei für die Zeitumstellung und einen ersten Spaziergang durch die engen Gassen Thamels mit ihren Ausrüstungsläden. Falls deine persönliche Kletterausrüstung noch unvollständig ist, findest du hier die letzte Gelegenheit, fehlende Teile wie Jumar, Karabiner oder Handschuhe nachzukaufen, bevor es am übernächsten Tag Richtung Lukla weitergeht.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Vorbereitungstag in Kathmandu

    1.400 Meter über dem Meeresspiegel liegt Kathmandu, wo an diesem zweiten Tag die letzten Vorbereitungen für die Expedition abgeschlossen werden. Am Vormittag prüft unser Team gemeinsam mit dir die vollständige Kletter- und Höhenausrüstung, von Steigeisen über Jumar bis zum Expeditionsschlafsack, und ergänzt fehlende Teile aus dem eigenen Materiallager. Am Nachmittag folgt ein ausführliches Briefing zur Route, zum technischen Grad AD und zum Ablauf der Hochlagerrotationen, bei dem du alle offenen Fragen zur Kletterei am Yellow Tower und am Mushroom Ridge stellen kannst. Optional besuchst du den Swayambhunath-Tempel oder das Pashupatinath-Tempelareal, bevor am nächsten Morgen der Flug nach Lukla ansteht.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  3. Tag3

    Flug nach Lukla und Trek nach Phakding

    Lukla (2.860 m) erreichst du nach einem kurzen, aber spektakulären Inlandsflug von Kathmandu, der als eine der eindrucksvollsten Flugstrecken des Himalaya gilt. Von der Landebahn aus beginnt der Trek direkt talabwärts entlang des Dudh-Koshi-Flusses in Richtung Phakding (2.610 m), wo du die erste Nacht in einem Teehaus verbringst. Die Strecke verläuft über drei Stunden auf gut ausgebautem Weg durch Kiefernwälder und vorbei an ersten Mani-Steinen und Gebetsfahnen, ein sanfter Einstieg nach dem Höhengewinn durch den Flug. Unterwegs passierst du das Dorf Chaurikharka und erste Blicke auf umliegende Sechstausender, ein Vorgeschmack auf das Khumbu-Gebiet, durch das die nächsten Tage führen.

    2.610 m3 Std. GehzeitTeahouse
  4. Tag4

    Phakding nach Namche Bazaar

    Namche Bazaar (3.440 m) ist das Ziel dieses sechsstündigen Wandertages und zugleich das inoffizielle Hauptdorf des Khumbu-Gebiets. Der Weg führt zunächst mehrfach über Hängebrücken über den Dudh Koshi, unter anderem die Hillary-Hängebrücke, bevor ein steiler, rund 600 Höhenmeter langer Anstieg durch Wald direkt vor Namche beginnt. Am Eingang zum Sagarmatha-Nationalpark wird dein Permit kontrolliert, ein guter Moment für eine kurze Pause mit dem ersten Blick auf den Everest in der Ferne. Namche selbst liegt amphitheaterartig in einem Talkessel und bietet mit Cafés, Ausrüstungsläden und einer Bank die letzte größere Infrastruktur vor dem Base Camp, weshalb hier auch der erste offizielle Akklimatisierungstag folgt.

    3.440 m6 Std. GehzeitTeahouse
  5. Tag5

    Akklimatisierungstag in Namche Bazaar

    3.440 Meter bleibt die Schlafhöhe an diesem Akklimatisierungstag in Namche Bazaar, auch wenn du tagsüber deutlich höher steigst. Der klassische Weg führt zum Everest View Hotel auf etwa 3.880 Metern, von wo aus du bei klarem Wetter erstmals Everest, Lhotse und Ama Dablam gleichzeitig siehst, den Berg, der in den kommenden Wochen dein Ziel ist. Dieses Prinzip, tagsüber hoch steigen und tief schlafen, ist zentral für eine gesunde Höhenanpassung und wird an mehreren Stellen der Expedition wiederholt. Nachmittags bleibt Zeit für einen Besuch des Sherpa-Kulturmuseums oder des lokalen Marktes, der samstags stattfindet, während dein Körper sich an die reduzierte Sauerstoffsättigung dieser Höhe gewöhnt.

    3.440 m4 Std. GehzeitTeahouse
  6. Tag6

    Namche Bazaar nach Tengboche

    Tengboche (3.860 m) liegt auf einem markanten Bergrücken und beherbergt das bedeutendste Kloster des Khumbu-Gebiets, das Ziel dieses fünfstündigen Wandertages. Der Weg führt zunächst auf breitem Pfad mit Panoramablick auf Ama Dablam, Everest und Lhotse, bevor ein Abstieg zum Fluss bei Phunki Thanga und ein steiler Gegenanstieg nach Tengboche folgen. Der Höhenunterschied ist an diesem Tag spürbar, weshalb ein ruhiges Tempo wichtiger ist als schnelles Vorankommen. Am Nachmittag lohnt sich ein Besuch der Klosterzeremonie, sofern der Zeitplan es zulässt, während sich am Horizont der Ama Dablam zunehmend imposanter zeigt, je näher du seinem Fuß kommst. Die Nacht verbringst du in einem einfachen Teehaus direkt neben dem Kloster.

    3.860 m5 Std. GehzeitTeahouse
  7. Tag7

    Tengboche nach Pangboche

    Pangboche (3.985 m) ist eines der ältesten Sherpa-Dörfer im Khumbu-Gebiet und Ziel dieser vierstündigen Etappe durch Rhododendronwald und offenes Weideland. Der Weg verläuft überwiegend eben bis leicht ansteigend am Fluss entlang, mit stetig näher rückenden Blicken auf die Südwestwand des Ama Dablam, die von hier aus erstmals in voller Größe sichtbar wird. In Pangboche steht das älteste Kloster der Region, das traditionell von Expeditionsteams für eine Segnung vor der Besteigung besucht wird. Die Landschaft wird ab hier zunehmend karger und alpiner, ein deutliches Zeichen, dass der Trekkingabschnitt der Reise sich dem Ende nähert und das eigentliche Bergsteigen näher rückt.

    3.985 m4 Std. GehzeitTeahouse
  8. Tag8

    Akklimatisierungs- und Pufferwandertag bei Pangboche

    4.000 Meter markiert etwa die Höhe, die du an diesem eingeplanten Pufferwandertag rund um Pangboche erreichst, einem Tag ohne festes Zwischenziel, der ausschließlich der Akklimatisierung und dem Zeitpuffer dient. Sollte das Wetter auf dem restlichen Zustieg Verzögerungen verursacht haben, wird dieser Tag genutzt, um den Zeitplan wieder auszugleichen. Andernfalls führt eine leichte Wanderung zu einem Aussichtspunkt oberhalb von Pangboche mit Blick auf die Nordwand des Ama Dablam und die Route der ersten Hochlager. Diese Pufferzeit ist bewusst in den Zustieg eingebaut, weil Wetterumschwünge im Khumbu-Gebiet häufig auftreten und ein starrer Zeitplan ohne Reserve das Risiko am Berg später erhöhen würde.

    4.000 m3 Std. GehzeitTeahouse
  9. Tag9

    Pangboche zum Ama Dablam Base Camp

    Ama Dablam Base Camp (4.600 m) erreichst du nach einem fünfstündigen Aufstieg von Pangboche über zunehmend steiniges, alpines Gelände, das sich deutlich vom Waldweg der Vortage unterscheidet. Der Pfad führt vorbei an Wacholderbüschen und Geröllfeldern direkt zum Fuß der Südwestwand, wo das Basislager auf einer flachen Moräne mit direktem Blick auf die gesamte Route bis zum Gipfel liegt. Ab hier wohnst du in Zelten statt in Teehäusern, betreut von unserer eigenen Küchen- und Basislagercrew, die für die gesamte Dauer der Expedition vor Ort bleibt. Der Rest des Tages dient dem Einrichten des persönlichen Zeltes und einem ersten Überblick über Camp 1, Camp 2 und Camp 3, die von hier aus bei klarem Wetter teilweise sichtbar sind.

    4.600 m5 Std. GehzeitZelt
  10. Tag10

    Materialcheck und Puja-Zeremonie im Base Camp

    4.600 Meter bleibt die Höhe des Base Camps an diesem Tag, der vollständig der Vorbereitung auf die Kletterphase gewidmet ist. Am Vormittag findet die traditionelle Puja-Zeremonie statt, bei der ein Lama oder erfahrener Sherpa um sicheres Wetter und einen erfolgreichen Aufstieg bittet, ein fester Bestandteil jeder Expedition im Khumbu-Gebiet und Voraussetzung dafür, dass die Sherpas überhaupt in die Wand einsteigen. Anschließend prüft dein Climbing Sherpa gemeinsam mit dir jedes Ausrüstungsteil, das für die Hochlager benötigt wird, von Steigeisen bis Klettergurt. Eine kurze Übungssession am Fixseil direkt am Base Camp schließt den Tag ab und stellt sicher, dass Jumar- und Abseiltechnik vor dem ersten Aufstieg sitzen.

    4.600 m2 Std. GehzeitZelt
  11. Tag11

    Erste Rotation Richtung Camp 1

    5.200 Meter ist der ungefähre Umkehrpunkt dieser ersten Rotation, die dem Kennenlernen der unteren Route und der weiteren Akklimatisierung dient. Der Weg vom Base Camp führt über Blockgelände und die ersten fest installierten Fixseile in Richtung Camp 1, ohne dass an diesem Tag das Hochlager selbst erreicht wird. Diese kontrollierte Annäherung erlaubt es, Jumartechnik und Steigeisengehen auf Fels unter realen Bedingungen zu testen, während der Körper sich schrittweise an die dünnere Luft oberhalb von 5.000 Metern gewöhnt. Am späten Nachmittag steigst du zurück zum Base Camp ab, wo du zur Erholung auf 4.600 Metern schläfst, dem bewährten Prinzip aus dem Zustieg folgend: hoch steigen, tief schlafen.

    5.200 m5 Std. GehzeitZelt
  12. Tag12

    Pufferrest im Base Camp

    4.600 Meter, die Höhe des Base Camps, bleibt an diesem vollständigen Ruhetag unverändert, der der Regeneration nach der ersten Rotation dient. Muskelkater und leichte Kopfschmerzen sind an diesem Punkt der Expedition normal und werden von unserem Team beobachtet. Der Tag bietet Gelegenheit, Ausrüstung zu trocknen, Kletterseile und Karabiner erneut zu prüfen und mit anderen Teammitgliedern die nächste Rotation zu besprechen, bei der erstmals eine Nacht in Camp 1 ansteht. Leichte Bewegung im Base Camp selbst, etwa ein kurzer Spaziergang zur Moräne, unterstützt die Erholung besser als vollständige Inaktivität im Zelt.

    4.600 m1 Std. GehzeitZelt
  13. Tag13

    Base Camp nach Camp 1

    Camp 1 auf etwa 5.700 Metern ist das Ziel dieser zweiten Rotation, bei der erstmals eine Nacht oberhalb von 5.000 Metern ansteht. Der Aufstieg vom Base Camp führt über zunehmend steiles Fels- und Blockgelände, gesichert durch Fixseile, an denen du mit dem Jumar aufsteigst. Camp 1 liegt auf einer schmalen Terrasse am Südwestgrat, exponiert, aber mit ausreichend Platz für die Expeditionszelte. Die dünnere Luft macht sich hier deutlich bemerkbar, weshalb der Abend der Ruhe und ausreichender Flüssigkeitszufuhr gewidmet ist. Dein Climbing Sherpa bleibt die gesamte Nacht in unmittelbarer Nähe, ein Vorteil des Betreuungsverhältnisses von 1:1, das gerade an den ersten Hochlagernächten spürbar wird.

    5.700 m5 Std. GehzeitZelt
  14. Tag14

    Camp 1 nach Camp 2 über den Yellow Tower

    Camp 2 auf rund 5.900 Metern wird an diesem Tag über den Yellow Tower erreicht, die technisch anspruchsvollste Felspassage der gesamten Route mit Kletterei bis UIAA IV. Der gelbe Felsturm verlangt konzentriertes Klettern an Fixseilen, teils mit Steigeisen an nacktem Fels, über mehrere Seillängen hinweg. Nach dem Yellow Tower führt der Weg über gemischtes Gelände aus Fels und Firn weiter zu den Zeltplätzen von Camp 2, die in eine steile Flanke eingebettet liegen. Diese Rotation dient nicht nur der Akklimatisierung, sondern auch dem Legen zusätzlicher Fixseile für den späteren Gipfelversuch. Die Nacht auf knapp 6.000 Metern ist körperlich fordernd und ein wichtiger Test, wie dein Körper auf diese Höhe reagiert.

    5.900 m6 Std. GehzeitZelt
  15. Tag15

    Abstieg von Camp 2 zum Base Camp

    Base Camp (4.600 m) ist nach dieser zweiten Rotation wieder das Tagesziel, erreicht über denselben Weg durch den Yellow Tower und über Camp 1 zurück. Der Abstieg an Fixseilen erfordert eigene Technik und volle Konzentration, insbesondere im unteren, felsigen Abschnitt, wo Ermüdung nach zwei Nächten in großer Höhe die größte Fehlerquelle darstellt. Dein Climbing Sherpa sichert dich an den ausgesetzten Stellen individuell ab, während er gleichzeitig die verbleibenden Fixseile für den Gipfelversuch kontrolliert. Zurück im Base Camp erwartet dich eine warme Mahlzeit und die Möglichkeit, ausgiebig zu duschen und zu regenerieren, bevor mehrere Ruhetage zur vollständigen Erholung vor dem eigentlichen Gipfelversuch folgen.

    4.600 m5 Std. GehzeitZelt
  16. Tag16

    Erholungstag im Base Camp

    4.600 Meter, die vertraute Höhe des Base Camps, ist an diesem Tag ausschließlich der Erholung gewidmet, nachdem der Körper zwei anstrengende Rotationen mit Nächten auf über 5.700 Metern hinter sich hat. Guter Schlaf, ausreichende Kalorienzufuhr und viel Flüssigkeit stehen im Vordergrund, während unser Team parallel die Wetterprognose für die kommenden Tage auswertet. Diese Erholungsphase ist kein optionaler Zusatz, sondern fester Bestandteil des Programms, weil der Gipfelversuch nur mit vollständig regenerierten Kräften realistische Erfolgsaussichten hat. Bei Bedarf finden kurze medizinische Checks statt, etwa eine Sauerstoffsättigungsmessung, um den individuellen Akklimatisierungsstand jedes Teilnehmers zu dokumentieren.

    4.600 m1 Std. GehzeitZelt
  17. Tag17

    Wetterpuffer im Base Camp

    4.600 Meter bleibt die Höhe an diesem zweiten Pufferrasttag, der bewusst als Wetterreserve im Zeitplan steht und je nach Prognose auch für einen weiteren Ruhetag oder den vorgezogenen Start Richtung Camp 1 genutzt werden kann. Verlässliche Wettermodelle für Höhen über 6.000 Meter erfassen oft erst wenige Tage im Voraus ein stabiles Fenster, weshalb Flexibilität an dieser Stelle der Expedition wichtiger ist als ein starrer Zeitplan. Unser Team bespricht an diesem Tag gemeinsam mit dir die Strategie für den bevorstehenden Gipfelversuch, inklusive Zeitpunkt des Aufbruchs von Camp 3 und Alternativtagen, falls der Wind zu stark bleibt. Bis dahin nutzt du die Zeit im Base Camp zur letzten Materialkontrolle.

    4.600 m1 Std. GehzeitZelt
  18. Tag18

    Base Camp nach Camp 1: Aufstieg zum Gipfelversuch

    Camp 1 (5.700 m) ist an diesem Tag erneut das Ziel, diesmal jedoch als erster Tag des eigentlichen Gipfelversuchs statt einer weiteren Rotation. Der Aufstieg über das nun bekannte Fels- und Blockgelände fällt körperlich leichter als beim ersten Mal, weil die Fixseiltechnik inzwischen vertraut ist und der Körper sich an die Höhe angepasst hat. Die Stimmung im Team ist an diesem Tag spürbar konzentrierter, weil ab jetzt jeder Tag direkt auf den Gipfeltag hinführt. Dein Climbing Sherpa bespricht mit dir die genauen Zeitfenster für die kommenden Tage, abgestimmt auf die aktuelle Wetterprognose, und kontrolliert ein letztes Mal die persönliche Ausrüstung vor dem Weiterstieg zu Camp 2.

    5.700 m5 Std. GehzeitZelt
  19. Tag19

    Camp 1 nach Camp 2

    Camp 2 auf etwa 5.900 Metern ist das Ziel dieses zweiten Tages im Gipfelversuch, erneut über die Fixseile des Yellow Tower. Mit der Erfahrung aus der vorherigen Rotation fällt die Orientierung an den Kletterstellen leichter, auch wenn die Höhe und die kumulierte Erschöpfung der letzten Tage jeden Schritt spürbar schwerer machen. Camp 2 dient als Zwischenstation, an der Teams sich üblicherweise für den Weiterstieg zu Camp 3 am folgenden Tag sammeln. Der Blick von hier reicht bereits über weite Teile des Khumbu-Gebiets bis zum Everest und Lhotse, ein Ausblick, den nur wenige Bergsteiger aus dieser Höhe und Perspektive erleben. Die Nacht verläuft kurz, da der nächste Aufstieg früh beginnt.

    5.900 m6 Std. GehzeitZelt
  20. Tag20

    Camp 2 nach Camp 3 auf dem Mushroom Ridge

    Camp 3 auf etwa 6.300 Metern liegt auf dem Mushroom Ridge, einem schmalen, exponierten Schnee- und Firngrat, der diesem Tag seinen Namen gibt. Der Aufstieg von Camp 2 führt über gemischtes Gelände aus Fels und Eis, bevor der Grat selbst beginnt, auf dem durchgehende Trittsicherheit und volle Konzentration gefragt sind, gesichert an Fixseilen über die gesamte Länge. Die Zeltplätze von Camp 3 sind klein und liegen unmittelbar am Grat, weshalb hier besonders diszipliniert mit Ausrüstung und Bewegungsfreiraum umgegangen wird. Ab dieser Höhe wird zusätzlicher Sauerstoff für einzelne Teilnehmer je nach individueller Verfassung vorbereitet, auch wenn er standardmäßig nicht durchgehend genutzt wird. Der Abend dient der letzten Ruhe vor dem Gipfeltag, der in den frühen Morgenstunden beginnt.

    6.300 m5 Std. GehzeitZelt
  21. Tag21

    Gipfeltag: Camp 3 zum Gipfel und Abstieg nach Camp 2

    6.812 Meter, der Gipfel des Ama Dablam, ist das Ziel dieses längsten und anspruchsvollsten Tages der gesamten Expedition, der meist lange vor Sonnenaufgang beginnt. Vom Mushroom Ridge führt die Route über den sogenannten Snow Dome, eine ausgesetzte Schneeflanke, zum Gipfelgrat, der die letzten, konzentrationsintensiven Meter bis zum höchsten Punkt bildet. Der gesamte Aufstieg verläuft an Fixseilen mit Steigeisen auf Fels-, Eis- und Schneegelände im ständigen Wechsel, begleitet durchgehend von deinem Climbing Sherpa. Der Blick vom Gipfel reicht über Everest, Lhotse, Makalu und weite Teile des östlichen Himalaya, doch die Zeit oben bleibt bewusst kurz. Der Abstieg zurück zu Camp 2 dauert oft ebenso lange wie der Aufstieg und verlangt nach der Anstrengung besondere Vorsicht an den Fixseilen.

    6.812 m10 Std. GehzeitZelt
  22. Tag22

    Abstieg von Camp 2 zum Base Camp

    Base Camp (4.600 m) ist nach dem Gipfeltag das ersehnte Ziel, erreicht über den vollständigen Abstieg durch Camp 1 und den Yellow Tower zurück ins Tal. Nach der Anstrengung des Vortages ist dieser Tag körperlich fordernd, auch wenn die Höhe stetig abnimmt, weil Erschöpfung und nachlassende Konzentration an den Fixseilen die größte Gefahr dieses Abschnitts darstellen. Dein Climbing Sherpa bleibt bis zum letzten Fixseil eng an deiner Seite und passt das Tempo bewusst an deine Verfassung an. Im Base Camp angekommen, erwartet dich das restliche Team mit einer warmen Mahlzeit und oft einer kleinen Feier, bevor mehrere Tage vollständiger Erholung und der Abstieg ins Khumbu-Tal folgen.

    4.600 m5 Std. GehzeitZelt
  23. Tag23

    Erholungs- und Reservetag im Base Camp

    4.600 Meter bleibt die Höhe an diesem ersten von zwei abschließenden Reservetagen im Base Camp, die für Erholung nach dem Gipfelversuch und als zusätzlicher Zeitpuffer eingeplant sind. Nach mehreren Tagen in großer Höhe braucht der Körper spürbar Zeit zur Regeneration, weshalb an diesem Tag kein Programm ansteht außer Essen, Schlafen und leichter Bewegung im Base Camp. Sollte der Gipfelversuch aus Wettergründen verschoben worden sein, dient dieser Tag stattdessen als zusätzliches Zeitfenster für einen zweiten Versuch, abgestimmt mit dem gesamten Team und dem verbleibenden Zeitplan bis zum Rückflug. In den meisten Fällen ist der Gipfel zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits erreicht und der Tag dient ausschließlich der Erholung.

    4.600 m1 Std. GehzeitZelt
  24. Tag24

    Zweiter Reservetag im Base Camp

    4.600 Meter, die Höhe des Base Camps, bleibt auch an diesem letzten geplanten Pufferrasttag unverändert, der die Expedition gegen unvorhergesehene Verzögerungen absichert. Materialrückbau beginnt an diesem Tag: Fixseile, die nicht mehr benötigt werden, werden von den Sherpas eingesammelt, geprüft und für den Rücktransport oder die Wiederverwendung vorbereitet, ganz im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Berg. Für dich bedeutet dieser Tag vollständige Erholung vor dem mehrtägigen Rückweg ins Tal, der ab morgen wieder auf gewohnten Trekkingpfaden verläuft statt an Fixseilen. Ein letzter Blick zurück zur Route über Camp 1, Camp 2 und Camp 3 macht vielen Teilnehmern an diesem Punkt erst richtig bewusst, welche Strecke in den vergangenen Wochen bewältigt wurde.

    4.600 m1 Std. GehzeitZelt
  25. Tag25

    Base Camp nach Pangboche

    Pangboche (3.985 m) beziehungsweise das nahegelegene Deboche ist das Ziel dieses langen Abstiegstages, der den Base Camp endgültig hinter dir lässt. Der Weg folgt derselben Route wie beim Aufstieg, fühlt sich jedoch durch den nun deutlich höheren Sauerstoffgehalt der Luft spürbar leichter an. Nach Wochen in Zelten ist die Rückkehr in ein Teehaus mit richtigem Bett und wärmerer Luft für die meisten Teilnehmer ein willkommener Kontrast. Unterwegs bleibt Zeit, sich noch einmal umzudrehen und den Ama Dablam aus der Ferne zu betrachten, diesmal mit dem Wissen, wie die Route aus der Nähe tatsächlich aussieht. Der Abstieg verläuft über sechs Stunden durch zunehmend grünere und bewaldete Landschaft.

    3.985 m6 Std. GehzeitTeahouse
  26. Tag26

    Pangboche nach Namche Bazaar

    Namche Bazaar (3.440 m) ist nach fünf Stunden Abstieg über Tengboche das Ziel dieses Tages, der die Rückkehr in die Zivilisation des Khumbu-Gebiets spürbar macht. Der Weg führt über denselben Pfad wie beim Aufstieg, diesmal überwiegend bergab durch Rhododendronwald und über die Hängebrücken des Dudh Koshi. In Namche angekommen, erwartet dich wieder das gewohnte Angebot an Cafés und warmen Duschen, ein deutlicher Unterschied zu den vergangenen Wochen im Hochgebirge. Der Abend eignet sich gut für ein erstes gemeinsames Resümee der Expedition im Team, bevor am folgenden Tag der letzte Trekkingabschnitt zurück nach Lukla ansteht und die Reise sich langsam ihrem Ende nähert.

    3.440 m5 Std. GehzeitTeahouse
  27. Tag27

    Namche Bazaar nach Lukla

    Lukla (2.860 m) markiert nach vier Stunden Abstieg das Ende des Trekkingabschnitts und damit auch das Ende der eigentlichen Expedition im Gelände. Der Weg führt größtenteils bergab durch das untere Khumbu-Tal, vorbei an den bereits bekannten Hängebrücken und Dörfern, die sich seit dem Aufstieg kaum verändert haben. In Lukla angekommen, bleibt Zeit für eine letzte gemeinsame Feier mit dem gesamten Team, einschließlich der Träger und Basislagercrew, die die Expedition über Wochen begleitet haben. Die Nacht im Teehaus ist die letzte vor dem Rückflug nach Kathmandu, der am folgenden Morgen je nach Wetterlage frühzeitig angesetzt wird, da Flüge in und aus Lukla wetterabhängig sind.

    2.860 m4 Std. GehzeitTeahouse
  28. Tag28

    Rückflug nach Kathmandu

    Kathmandu (1.400 m) erreichst du an diesem Tag über den kurzen Rückflug von Lukla, der wetterbedingt gelegentlich Verzögerungen am frühen Morgen mit sich bringt, weshalb ein Zeitpuffer im Programm bewusst eingeplant ist. Nach der Landung bringt dich unser Team zurück ins Hotel in Kathmandu, wo als Erstes eine heiße Dusche und ein Bett ohne Zeltplane auf dich wartet. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung für Souvenireinkäufe in Thamel, einen Massagetermin zur Erholung der beanspruchten Muskulatur oder einfach Ruhe nach fast vier Wochen im Hochgebirge. Am Abend lädt Reisen Nepal traditionell zu einem gemeinsamen Abschlussessen ein, bei dem Fotos und Erlebnisse der gesamten Expedition ausgetauscht werden.

    1.400 m1 Std. GehzeitHotel
  29. Tag29

    Abreise aus Kathmandu

    Kathmandu (1.400 m) ist der Ort, an dem die Ama Dablam Expedition nach 29 Tagen offiziell endet und von dem aus dein internationaler Rückflug startet. Je nach Abflugzeit bleibt am Vormittag Zeit für letzte Erledigungen, etwa den Kauf von Ausrüstung als Erinnerung oder einen letzten Besuch in einem der Tempel der Stadt. Unser Team organisiert den Transfer zum Flughafen Tribhuvan rechtzeitig vor deinem Abflug und verabschiedet sich persönlich von jedem Teilnehmer. Mit dem Gipfel des Ama Dablam im Gepäck endet hier eine der anspruchsvollsten technischen Expeditionen, die Reisen Nepal im Programm führt, und für viele Teilnehmer der Beginn der Planung für den nächsten großen Berg.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Inlandsflüge Kathmandu–Lukla–Kathmandu
  • Übernachtung in Teahouses und Hochlagerzelten
  • Vollpension während der gesamten Expedition
  • Climbing Sherpa (1:1) inklusive Fixseilen an den Hochlagern
  • Besteigungsgenehmigung (Climbing Permit) für den Ama Dablam
  • Sauerstoff und Ausrüstung für den Notfall

Nicht inklusive

  • Internationaler Flug nach Kathmandu
  • Nepal-Visum
  • Persönliche Kletterausrüstung
  • Auslandskranken- und Bergungskostenversicherung mit Expeditionsdeckung
  • Trinkgelder

Dokumente

Erforderliche Permits

  • Ama-Dablam-Besteigungsgenehmigung
  • Sagarmatha-Nationalpark-Permit

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

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Fragen

Häufige Fragen zu Ama Dablam Expedition