Der ruhige Panoramatrek im unteren Everest-Gebiet: Achttausender-Blick ohne Menschenmassen und ohne Bergflug
Pikey-Peak-Trek
Der Pikey-Peak-Trek führt dich in sieben Tagen durch die Sherpa- und Rai-Dörfer der Solu-Region zu einem der besten Aussichtspunkte auf Everest, Makalu und Kanchenjunga, fernab der überlaufenen Khumbu-Hauptroute und ganz ohne Bergflug.
- Dauer
- 7 Tage
- Schwierigkeit
- Leicht
- Max. Höhe
- 4.065 m
- Gruppengröße
- 2–14 Personen
- Startpunkt
- Kathmandu (Anfahrt nach Jiri/Shivalaya)
- Preis ab
- 780 €
Der Pikey-Peak-Trek ist eine siebentägige Trekkingtour durch die Solu-Region im unteren Everest-Gebiet, die dich ganz ohne Bergflug zu einem der weitesten Bergpanoramen Nepals führt. Du startest mit dem Fahrzeug in Kathmandu, fährst über kurvenreiche Bergstraßen nach Shivalaya und wanderst von dort fünf Trekkingtage lang durch Sherpa- und Rai-Dörfer, Wälder und Terrassenfelder bis auf den Gipfel des Pikey Peak auf 4.065 Metern. Tagesetappen zwischen 4 und 6 Gehstunden und eine Maximalhöhe von 4.065 Metern machen die Tour zu einem der leichtesten Treks im Programm von Reisen Nepal, geeignet für Reisende mit solider Grundkondition, auch ohne bisherige Höhenerfahrung.
Reisen Nepal bietet den Trek ab 780 Euro pro Person an, inklusive privater Fahrzeugtransfers, Vollpension unterwegs, Teehausübernachtungen, einer Hotelnacht in Kathmandu, staatlich lizenziertem Guide und Träger. Anders als die bekannten Routen im Khumbu-Tal, etwa der Everest Base Camp Trek oder der Everest-Panorama-Trek, erreichst du den Ausgangspunkt der Solu-Route komplett auf dem Landweg. Das nimmt dir das Risiko, das jeder kennt, der schon einmal auf einen Lukla-Flug gewartet hat: tagelange wetterbedingte Verspätungen, die den ganzen Reiseplan durcheinanderbringen. Wer die ruhige Seite des Everest-Gebiets sucht, mit echtem Dorfleben statt dicht getakteten Lodges, findet im Pikey-Peak-Trek eine der unmittelbarsten Optionen der Region.
Für wen lohnt sich der Pikey-Peak-Trek abseits der Khumbu-Hauptroute?
Der Pikey-Peak-Trek richtet sich an Reisende, die das Everest-Gebiet erleben wollen, ohne zwei Wochen einzuplanen oder sich in überfüllte Teehäuser einzureihen. Mit sieben Tagen Gesamtdauer, davon fünf Trekkingtagen, passt die Tour in ein knappes Zeitfenster, etwa als Ergänzung zu einer längeren Nepal-Reise oder als kompakter Erstkontakt mit dem Himalaya. Wer noch nie oberhalb von 3.000 Metern unterwegs war, findet hier einen Einstieg mit überschaubarem Risiko: Die Maximalhöhe von 4.065 Metern wird erst am fünften Tag erreicht, nach vier Tagen kontinuierlicher, langsamer Höhengewöhnung entlang der Solu-Route.
780 Euro pro Person kostet der Trek bei Reisen Nepal, spürbar weniger als viele Khumbu-Routen, unter anderem weil der teure Inlandsflug nach Lukla entfällt. Geeignet ist die Tour außerdem für alle, die Sherpa- und Rai-Dorfleben abseits der touristischen Infrastruktur erleben wollen, ohne auf ein Panorama mit mehreren Achttausendern zu verzichten. Auch Reisende in den Fünfzigern oder Sechzigern, die regelmäßig wandern, kommen mit Tagesetappen von 4 bis 6 Gehstunden gut zurecht. Wer dagegen unbedingt bis zum Everest Base Camp selbst vordringen will, braucht die längere Route im Khumbu-Tal, dazu mehr im Vergleichsabschnitt weiter unten.
Zwei bis drei Wochen Gesamtreisezeit in Nepal reichen vielen Gästen nicht, um zusätzlich zwei Wochen für einen Khumbu-Trek einzuplanen. Der Pikey-Peak-Trek lässt sich mit einer Woche Rundreise durch Kathmandu, Pokhara und Chitwan kombinieren, ohne dass die Gesamtreise auf vier Wochen anwächst. Auch preisbewusste Reisende, die auf einen zusätzlichen Inlandsflug verzichten wollen, sparen mit dieser Route direkt an den Nebenkosten, die bei Lukla-Flügen mit Gepäckgebühren und saisonalen Preisaufschlägen schnell zusammenkommen. Nicht geeignet ist der Trek dagegen für alle, die als Hauptziel unbedingt den Fuß des Everest selbst betreten wollen, denn dafür führt kein Weg an der Route durch das Khumbu-Tal vorbei.
Route und Charakter: die Solu-Region
Die Solu-Region liegt südlich des Khumbu-Tals und bildet den unteren, waldreichen Teil des Everest-Gebiets zwischen Jiri und dem Dudh-Koshi-Tal. Anders als die kahlen, alpinen Höhen um Namche Bazaar und das Everest Base Camp ist die Solu-Region von Bergwäldern, Terrassenfeldern und über Jahrhunderte bewirtschafteten Dörfern geprägt. Bauern bauen hier Kartoffeln, Gerste und Buchweizen an, Wasserbüffel und Yak-Kreuzungen weiden auf den Wiesen zwischen den Siedlungen. Die Route folgt dem historischen Zugangsweg, den schon Expeditionen der 1950er- und 1960er-Jahre nach Everest genommen haben, bevor der Flughafen in Lukla den Zugang verkürzte.
Sete, Junbesi und Phaplu sind die größeren Orte entlang der Strecke, dazwischen liegen kleine Weiler mit wenigen Teehäusern. Der Weg wechselt ständig zwischen Auf- und Abstiegen durch Rhododendron- und Kiefernwälder, vorbei an Chörten, Gebetsmühlen und Mani-Mauern, die den buddhistischen Sherpa-Einfluss der Region markieren. Erst am vierten und fünften Tag verlässt die Route den Wald und steigt über offenes Almgelände zum Pikey-Basislager und weiter zum Gipfel auf.
Der Sonnenaufgang am Pikey Peak auf 4.065 Metern gilt unter Kennern als eines der breitesten Bergpanoramen Nepals überhaupt. Von einem einzigen Punkt aus siehst du bei klarem Wetter Everest, Lhotse und Makalu im Osten, Kanchenjunga in der Ferne im Nordosten sowie die Rolwaling- und Numbur-Kette im Westen, ein Rundumblick, für den du im Khumbu-Tal selbst mehrere verschiedene Aussichtspunkte anlaufen müsstest. Genau dieser eine Punkt mit maximaler Weite macht den Pikey Peak zum eigentlichen Grund, warum Trekker diese sonst wenig bekannte Route überhaupt wählen.
Sechs bis sieben verschiedene Achttausender und Siebentausender lassen sich vom Gipfel aus an einem einzigen klaren Morgen zählen, ein Umfang, der sich im engeren Khumbu-Tal aufgrund der umliegenden Bergwände so nicht wiederholt. Namche Bazaar und Tengboche bieten zwar ebenfalls eindrucksvolle Ausblicke, liegen dabei aber stets im Talkessel zwischen benachbarten Gipfeln, die Teile des Panoramas verdecken. Der freistehende Gipfel des Pikey Peak dagegen erlaubt einen 360-Grad-Rundblick ohne verdeckende Bergrücken, was ihn zu einem der wenigen Punkte in Nepal macht, von dem aus sich vier Achttausender, Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenjunga, gemeinsam mit einer Reihe weiterer Sechs- und Siebentausender in einem einzigen Blick erfassen lassen.
Warum kein Flug nötig ist
Der Lukla-Flughafen gilt als einer der anspruchsvollsten Flughäfen der Welt: kurze Landebahn, wechselhafte Bergwinde, häufige Nebel am Vormittag. Wer zum Everest Base Camp oder auf den Everest-Panorama-Trek fliegt, plant deshalb immer einen Zeitpuffer ein, weil Flüge bei schlechtem Wetter tage- oder sogar mehrfach hintereinander ausfallen können. Genau dieses Risiko entfällt beim Pikey-Peak-Trek vollständig, weil die gesamte An- und Abreise mit dem Fahrzeug über die Straße nach Jiri beziehungsweise Shivalaya erfolgt.
Etwa 7 bis 8 Stunden dauert die Fahrt von Kathmandu nach Shivalaya, über kurvenreiche, aber ganzjährig befahrbare Bergstraßen durch die Vorberge des Himalaya. Diese Fahrt lässt sich, anders als ein Lukla-Flug, fest im Reiseplan verankern, ohne tagelange Pufferzeiten einzurechnen. Für Reisende mit begrenztem Zeitfenster, etwa einem festen Rückflugdatum aus Kathmandu, ist das ein handfester praktischer Vorteil: Du weißt am ersten Tag deiner Buchung bereits, wann du wo bist, statt auf eine Wetterfreigabe am Flughafen zu warten. Die Fahrt selbst ist zudem der erste inhaltliche Teil der Reise und keine reine Anreise zum Auftakt, weil sie schon Blicke auf Manaslu und die Vorberge des Himalaya freigibt.
Dieselbe Fahrzeugroute nutzt du am siebten Tag für die Rückfahrt von Phaplu nach Kathmandu, sodass sich der gesamte Trek ohne einen einzigen Inlandsflug durchführen lässt. Für alle, die schlechte Erfahrungen mit ausgefallenen Lukla-Flügen gemacht haben oder solche Berichte kennen, ist das ein eigenständiger Grund, den Pikey-Peak-Trek einer Khumbu-Route vorzuziehen.
Ramechhap beziehungsweise das nahe Manthali übernimmt in der Hauptsaison ohnehin einen Teil der Lukla-Flüge, weil der Flughafen in Kathmandu dann zu überlastet ist. Wer zum Everest Base Camp oder auf den Everest-Panorama-Trek bucht, fährt in diesem Fall bereits nachts 4 bis 5 Stunden von Kathmandu nach Manthali, nur um von dort aus überhaupt in Richtung Lukla zu fliegen. Beim Pikey-Peak-Trek entfällt dieser Umweg vollständig, die Fahrt nach Shivalaya beginnt zu einer normalen Tageszeit direkt in Kathmandu und führt ohne Zwischenstopp an einem zweiten Flughafen zum eigentlichen Ausgangspunkt der Route.
Kulturelles: Sherpa- und Rai-Dörfer abseits des Trubels
Sherpa- und Rai-Familien prägen die Dörfer entlang der Solu-Route seit Generationen, viele von ihnen leben von Landwirtschaft und nicht vom Tourismus. In Bhandar, Sete und Junbesi triffst du auf traditionelle Steinhäuser, kleine buddhistische Klöster und Feldarbeit, die sich über den Tagesrhythmus der Bewohner und nicht über Trekkingsaisons richtet. Junbesi selbst beherbergt ein Kloster mit langer Sherpa-Tradition und gilt als eines der kulturell dichtesten Dörfer der gesamten Route.
Verglichen mit Namche Bazaar oder Lukla im Khumbu-Tal, wo Teehäuser, Ausrüstungsläden und Cafés inzwischen die Ortsbilder dominieren, ist die touristische Infrastruktur in der Solu-Region deutlich schlanker. Das bedeutet einfachere Teehäuser mit kleinerer Auswahl, gleichzeitig aber auch direktere Gespräche mit Gastgebern, die noch nicht an tägliche Gruppen von zwanzig oder mehr Trekkern gewöhnt sind. Rai-Gemeinschaften, die weiter südlich stärker vertreten sind als im Khumbu, bringen eine eigene Sprache, eigene Feste und eine von den Sherpa unterschiedliche Kultur in die Region ein.
Auch Phaplu, der größte Ort auf der Route, bleibt trotz kleinem Flugplatz und Krankenhaus ein Landstädtchen im Vergleich zu den Zentren im Khumbu. Wer Wert auf unmittelbaren Kontakt mit Einheimischen legt statt auf eine durchorganisierte Trekkinginfrastruktur, findet in der Solu-Region entsprechend mehr Raum dafür.
Apfelplantagen prägen das Ortsbild rund um Junbesi, eine Folge landwirtschaftlicher Entwicklungsprojekte, die in der Solu-Region schon früher ansetzten als der Trekkingtourismus im Khumbu-Tal. Wer durch Junbesi wandert, sieht diese Mischung unmittelbar: Obstgärten neben traditionellen Getreidefeldern, ein Kloster mit langer Sherpa-Tradition in Sichtweite der Dorfschule. Diese Kombination aus lokaler Landwirtschaft und ruhiger klösterlicher Tradition gibt der Solu-Region einen eigenen kulturellen Charakter, der sich von der stärker touristisch geprägten Khumbu-Region unterscheidet.
Schwierigkeit: ehrlich betrachtet
Der Pikey-Peak-Trek ist als leicht eingestuft, und diese Einstufung hält auch bei genauerem Blick auf das Höhenprofil stand. Die Maximalhöhe von 4.065 Metern liegt deutlich unter den 5.364 Metern des Everest Base Camps, die Tagesetappen bewegen sich zwischen 4 und 6 Gehstunden auf überwiegend gut ausgetretenen Wegen. Steile Passagen gibt es vor allem am vierten und fünften Tag beim Aufstieg zum Pikey-Basislager und weiter zum Gipfel, ansonsten wechseln sich moderate Auf- und Abstiege durch Waldgebiet ab.
Vier Tage Höhengewöhnung liegen zwischen dem Start in Shivalaya auf 1.790 Metern und dem Gipfeltag auf 4.065 Metern, ein Anstieg, der sich über die gesamte Route verteilt statt in einem einzigen Sprung zu erfolgen. Damit bleibt das Risiko für Symptome der Höhenkrankheit gering, sofern du langsam gehst und ausreichend trinkst. Trekker ohne Erfahrung oberhalb von 3.000 Metern kommen mit dieser Route in aller Regel gut zurecht, solange eine grundlegende Fitness für mehrstündiges Gehen mit Tagesrucksack vorhanden ist.
Vorbereitung lohnt sich trotzdem: Wer vor der Anreise regelmäßig wandert oder Ausdauertraining betreibt, geht die Etappen entspannter an und genießt den Gipfeltag mehr, statt ihn nur durchzustehen. Für Familien mit trekkingerfahrenen Jugendlichen oder für Reisende, die einen ersten Kontakt mit dem Himalaya ohne technisches Risiko suchen, zählt der Pikey-Peak-Trek zu den zugänglichsten Optionen im gesamten Nepal-Programm.
Der Gipfeltag am fünften Tag verlangt den größten Einsatz der gesamten Route: Aufstehen vor Sonnenaufgang, Aufstieg in der Kälte, anschließend direkter Weiterweg nach Junbesi mit insgesamt rund 6 Gehstunden. An allen anderen Tagen bleibt genug Zeit für Pausen, sodass sich dieser eine anspruchsvollere Tag gut verkraften lässt. Dein Guide passt das Tempo grundsätzlich an die langsamste Person in der Gruppe an, ein Prinzip, das Reisen Nepal bei allen Treks unabhängig vom Schwierigkeitsgrad anwendet.
Permits und Formalitäten
Für den Pikey-Peak-Trek benötigst du eine TIMS-Karte (Trekkers' Information Management System) sowie eine lokale Trekkinggebühr für die Solu-Region. Anders als beim Everest Base Camp Trek fällt hier keine Sagarmatha-Nationalpark-Gebühr an, da die Route überwiegend außerhalb der Nationalparkgrenzen verläuft und stattdessen durch regional verwaltetes Gebiet führt.
Reisen Nepal organisiert beide Dokumente im Rahmen der Buchung, sodass du dich vor Ort um nichts kümmern musst. Die genaue Höhe der lokalen Trekkinggebühr kann sich ändern, da Gemeindeverwaltungen ihre Gebührenordnungen gelegentlich anpassen; Reisen Nepal hält die hinterlegten Beträge laufend aktuell und informiert dich vor Abreise über den aktuellen Stand. Ein gültiger Reisepass mit ausreichender Restgültigkeit reicht als Nachweis für beide Dokumente aus, ein separates Nepal-Visum brauchst du zusätzlich für die Einreise, unabhängig vom Trek.
Eine Reise- und Auslandskrankenversicherung mit Bergrettungsdeckung ist keine formale Zugangsvoraussetzung für die Solu-Region, gehört aber zu jeder Buchung bei Reisen Nepal fest dazu. Auf einer Route ohne Flugoption ist ein Helikopterrettungsflug im Ernstfall die einzige schnelle Möglichkeit, jemanden aus einem entlegenen Dorf wie Sete oder dem Pikey-Basislager zu evakuieren, deshalb solltest du die Deckungssumme deiner Police vor Abreise gegenprüfen.
Beste Reisezeit für den Pikey-Peak-Trek
März bis Mai sowie September bis Dezember gelten als die besten Monate für den Pikey-Peak-Trek, wenn die Sicht auf Everest, Makalu und Kanchenjunga vom Gipfel aus am klarsten ist. Im Frühling blühen zusätzlich die Rhododendronwälder entlang der unteren Etappen, was der Route zwischen Shivalaya und Sete eine zusätzliche Farbe verleiht, die im Herbst fehlt.
Von Juni bis August sorgt der Monsun für rutschige Wege und dichte Wolken, die das Panorama vom Pikey Peak meist verdecken, weshalb Reisen Nepal die Sommermonate für diesen Trek nicht empfiehlt. Januar und Februar bringen dagegen klare Sicht, aber auch Nachttemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt in den höheren Teehäusern, was für Reisende ohne Kälteerfahrung unangenehm werden kann. Dezember zählt noch zu den empfohlenen Monaten, allerdings mit spürbar kälteren Nächten als im Oktober.
Oktober und November gelten unter den erfahrenen Guides von Reisen Nepal als die zuverlässigsten Monate für den Gipfeltag, weil die Luft nach dem Monsun besonders klar ist und Niederschlag zu dieser Zeit selten vorkommt. März und April bringen dafür wärmere Tagestemperaturen auf den unteren Etappen und die Rhododendronblüte, kosten aber gelegentlich etwas Fernsicht durch aufziehenden Dunst am Nachmittag. Beide Fenster funktionieren für den Gipfelaufstieg zuverlässig, die Wahl hängt am Ende davon ab, ob dir klare Fernsicht oder blühende Wälder wichtiger sind.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Drei Schichten Oberbekleidung reichen für die meisten Tage: ein atmungsaktives Basisshirt, eine Fleece- oder Daunenzwischenschicht für die kühlen Morgen und Abende sowie eine winddichte Außenschicht für den Gipfeltag auf 4.065 Metern. Feste Trekkingschuhe mit eingelaufener Sohle sind Pflicht, da der Weg zwischen Shivalaya und dem Pikey-Basislager wiederholt über wurzeldurchzogene Waldpfade führt.
Eine Stirnlampe gehört für den Sonnenaufgangsaufstieg am fünften Tag in jeden Rucksack, weil du vor Tagesanbruch aufbrichst, um den Gipfel rechtzeitig zu erreichen. Handschuhe und eine warme Mütze lohnen sich für die Morgenstunden am Gipfeltag, auch wenn die Tour insgesamt als leicht gilt. Die vollständige Packliste mit allen Details zu Kleidung, Ausrüstung und Erste-Hilfe-Material findest du im Reisewissen-Artikel zur Packliste für Nepal-Treks.
Ein Schlafsack mit Komfortbereich bis etwa minus 5 Grad Celsius genügt für die meisten Nächte entlang der Route, da die Teehäuser bis auf die Unterkunft am Pikey-Basislager auf 3.620 Metern in moderater Höhe liegen. Trekkingstöcke erleichtern die wechselnden Auf- und Abstiege zwischen Bhandar und Sete deutlich, besonders bei nassem oder losem Untergrund nach Regen. Wasserreinigungstabletten oder ein Filtersystem sparen unterwegs Plastikflaschen und funktionieren auf dieser Route zuverlässig, da die Teehäuser durchgehend Zugang zu Quell- oder Leitungswasser bieten.
Vergleich zu den Khumbu-Treks
Der Everest Base Camp Trek führt über 14 bis 15 Tage bis auf 5.364 Meter direkt zum Fuß des höchsten Bergs der Erde, mit Flug nach Lukla und deutlich höherem Trekkingaufkommen entlang der gesamten Route. Der Everest-Panorama-Trek ist mit rund 9 bis 10 Tagen kürzer und erreicht mit dem Kala Patthar oder vergleichbaren Aussichtspunkten ähnliche Höhen wie der Pikey Peak, verläuft aber ebenfalls über den Lukla-Flughafen und durch das touristisch stark erschlossene Khumbu-Tal.
Der Pikey-Peak-Trek ist mit sieben Tagen die kürzeste der drei Optionen und die einzige ganz ohne Bergflug. Wer authentisches Dorfleben ohne Warteschlangen an Teehäusern sucht oder das Risiko eines ausgefallenen Lukla-Flugs von vornherein ausschließen will, ist mit dieser Route besser bedient als mit einer der beiden Khumbu-Alternativen. Wer dagegen das Everest Base Camp selbst mit eigenen Augen sehen möchte oder unbedingt durch Namche Bazaar und Tengboche wandern will, braucht den Everest Base Camp Trek oder den Everest-Panorama-Trek, weil der Pikey-Peak-Trek diese Orte nicht anläuft.
Preislich liegt der Pikey-Peak-Trek mit 780 Euro pro Person deutlich unter den beiden längeren Routen, allein durch den Wegfall des Lukla-Flugs und die kürzere Gesamtdauer mit entsprechend weniger Übernachtungen und Verpflegungstagen. Für Reisende, die mehrere Nepal-Reisen planen, eignet sich der Pikey-Peak-Trek zudem als Einstieg, dem später ein anspruchsvollerer Khumbu-Trek folgen kann, sobald du weißt, wie dein Körper auf die Höhe reagiert.
Der Pikey-Peak-Trek als kompakter Einstieg ins Everest-Gebiet
Sieben Tage, ein Gipfel auf 4.065 Metern und keine Flugplanung: Der Pikey-Peak-Trek bündelt das Wesentliche des unteren Everest-Gebiets in einer kurzen, gut planbaren Route. Reisen Nepal führt die Tour seit Jahren mit festangestelltem Team in Kathmandu, ohne Subunternehmer, mit denselben Guides, die die Solu-Region aus eigener Erfahrung kennen. Wenn du ein überschaubares Zeitfenster hast, kulturelle Tiefe einem überlaufenen Panoramapunkt vorziehst und die Flugunsicherheit nach Lukla umgehen willst, ist der Pikey-Peak-Trek die passende Route für deinen nächsten Nepal-Aufenthalt.
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Fahrt von Kathmandu nach Shivalaya
Rund 7 bis 8 Stunden dauert die Fahrt mit dem Fahrzeug von Kathmandu nach Shivalaya, dem Ausgangspunkt der klassischen Solu-Route auf 1.790 Metern. Die Strecke führt über kurvenreiche Bergstraßen durch die Vorberge des Himalaya, vorbei an Reisterrassen, kleinen Dörfern und stellenweise mit Blick auf entfernte Schneegipfel wie Manaslu. Anders als eine Anreise per Inlandsflug lässt sich diese Fahrt fest im Zeitplan verankern, ohne Rücksicht auf Wetterlagen am Flughafen nehmen zu müssen. Unterwegs legt der Fahrer Pausen in kleinen Ortschaften ein, in denen du erste Eindrücke vom ländlichen Nepal abseits Kathmandus bekommst. In Shivalaya angekommen, checkst du in einem einfachen Teehaus ein und lässt den Abend am Fluss ausklingen. Der Ort markiert historisch den alten Zugangsweg zum Everest-Gebiet, den schon frühe Expeditionen vor dem Bau des Flughafens in Lukla genutzt haben. Am nächsten Morgen beginnt von hier aus der eigentliche Trekkingteil der Reise in Richtung Bhandar. Auch wenn dieser erste Tag noch keinen einzigen Trekkingschritt enthält, gehört er inhaltlich schon zur Route: Die Fahrt selbst zeigt dir bereits, wie ländlich und bergig das Umland von Kathmandu jenseits der Hauptstadt wird, sobald du das Kathmandutal verlässt.
1.790 m0 Std. GehzeitTeahouse - Tag2
Trekking von Shivalaya nach Bhandar
6 Gehstunden führen dich am ersten Trekkingtag von Shivalaya auf 1.790 Metern hinauf nach Bhandar auf 2.190 Metern, einem Dorf mit gemischter Sherpa- und Rai-Bevölkerung. Der Weg beginnt mit einem steilen Abstieg zum Fluss, bevor er sich auf der anderen Talseite wieder durch Terrassenfelder und lichte Wälder nach oben schraubt. Diese wechselnden Auf- und Abstiege sind typisch für die gesamte Solu-Route und fordern etwas mehr Ausdauer, als die reine Höhendifferenz vermuten lässt. Unterwegs passierst du kleine Weiler, in denen Bauern Kartoffeln, Mais und Buchweizen anbauen, sowie vereinzelte Chörten am Wegesrand. In Bhandar angekommen, erwartet dich ein einfaches Teehaus mit Blick über die umliegenden Hänge. Der Ort liegt bereits deutlich abseits jeglicher touristischer Infrastruktur, sodass du hier auf sehr wenige andere Trekkinggruppen triffst. Der Abend eignet sich gut, um dich mit deinem Guide über die kommenden, etwas anspruchsvolleren Tage in Richtung Pikey Peak zu besprechen. Bereits an diesem ersten Trekkingtag merkst du, dass die Solu-Route deutlich stiller ist als vergleichbare Etappen im Khumbu-Tal, mit langen Wegabschnitten, auf denen dir außer lokalen Bewohnern niemand begegnet.
2.190 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag3
Trekking von Bhandar nach Sete
6 Gehstunden bringen dich von Bhandar über den Ort Kenja weiter hinauf nach Sete auf 2.575 Metern, wobei der Weg an diesem Tag stetig an Höhe gewinnt. Zunächst steigst du ab ins Tal nach Kenja, überquerst einen Fluss und beginnst danach den längeren Aufstieg durch dichter werdenden Bergwald. Rhododendron- und Kiefernbestände säumen die Route, dazwischen liegen kleine Weiler mit einzelnen Teehäusern, die abseits jeglichen Trubels wirken. Mit zunehmender Höhe wird die Vegetation karger und die Luft spürbar kühler, ein erstes Vorzeichen der Höhenlagen, die in den kommenden Tagen folgen. Sete selbst ist ein kleines Bergdorf, das überwiegend vom Trekkingtourismus in Richtung Pikey Peak lebt, allerdings in einem Bruchteil des Umfangs, den vergleichbare Dörfer im Khumbu-Tal erleben. Die Übernachtung im Teehaus in Sete markiert den letzten Halt vor dem eigentlichen Aufstieg zum Pikey-Basislager und damit den Übergang von den bewaldeten unteren Etappen zu den offeneren Höhenlagen. Trinke an diesem Tag bewusst mehr als üblich, denn die kontinuierliche Höhenzunahme der vergangenen drei Tage summiert sich, auch wenn die Route insgesamt als leicht gilt.
2.575 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Aufstieg zum Pikey-Basislager
5 Gehstunden führen dich von Sete auf 2.575 Metern hinauf zum Basislager unterhalb des Pikey Peak auf 3.620 Metern, dem letzten Zwischenziel vor dem Gipfeltag. Der Weg verläuft zunächst weiter durch dichten Bergwald, bevor die Bäume zunehmend kleiner werden und schließlich offenem Almgelände Platz machen. Mit jedem Höhenmeter öffnet sich der Blick weiter auf die umliegende Bergkette, ein erster Vorgeschmack auf das Panorama, das dich am nächsten Morgen vom Gipfel aus erwartet. Diese vierte Nacht auf 3.620 Metern dient der weiteren Höhengewöhnung nach dem stetigen Anstieg der vergangenen drei Tage und bereitet deinen Körper gezielt auf die Maximalhöhe von 4.065 Metern am folgenden Tag vor. Das Teehaus am Basislager ist einfacher ausgestattet als in den tiefer gelegenen Dörfern, bietet dafür aber bereits erste ungehinderte Ausblicke. Weil der Gipfeltag früh beginnt, legst du dich an diesem Abend zeitig schlafen und bereitest wärmende Kleidung für den Aufstieg im Dunkeln vor. Dein Guide bespricht mit dir die genaue Aufbruchszeit für den nächsten Morgen, abhängig von Wetterlage und Sonnenaufgangszeit, damit du den Gipfel möglichst bei bester Sicht erreichst.
3.620 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Sonnenaufgang am Pikey Peak und Abstieg nach Junbesi
Vor Sonnenaufgang brichst du zum Gipfel des Pikey Peak auf 4.065 Metern auf, dem höchsten und zugleich eindrucksvollsten Punkt der gesamten Route. Oben angekommen, erwartet dich bei klarem Wetter eines der weitesten Bergpanoramen Nepals: Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenjunga sind ebenso zu sehen wie die Rolwaling- und Numbur-Kette, alle von einem einzigen freistehenden Aussichtspunkt aus. Nach ausgiebiger Zeit am Gipfel für Fotos und Panoramablicke steigst du wieder ab und setzt den Weg über insgesamt rund 6 Gehstunden fort bis zum Sherpa-Dorf Junbesi auf deutlich niedrigerer Höhe. Junbesi gehört zu den kulturell dichtesten Orten der Route, mit einem traditionsreichen Kloster, Apfelplantagen und einer Dorfschule, die das ländliche Solu-Leben unmittelbar erfahrbar machen. Der lange, aber überwiegend absteigende Tagesabschnitt fordert nach dem frühen Start zwar Ausdauer, wird aber durch das Gipfelerlebnis und die Ankunft in einem der schönsten Dörfer der Region mehr als aufgewogen. Für die meisten Reisenden bleibt dieser Tag, der Aufstieg zum Gipfel und der Abstieg nach Junbesi, der inhaltliche Höhepunkt der gesamten sieben Tage.
4.065 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Trekking von Junbesi nach Phaplu
4 Gehstunden führen dich von Junbesi auf 2.440 Metern hinunter nach Phaplu, dem größten Ort der gesamten Solu-Region. Der Weg verläuft überwiegend bergab durch Wälder und an Terrassenfeldern vorbei, mit wiederholten Blicken zurück auf die Bergkette, die du am Vortag vom Pikey Peak aus gesehen hast. Nach den anstrengenderen Höhenmetern der vorangegangenen Tage ist diese Etappe die entspannteste der gesamten Tour und lässt Raum, das Solu-Dorfleben noch einmal in Ruhe wahrzunehmen. Phaplu selbst verfügt über einen kleinen Flugplatz und ein Krankenhaus, bleibt aber trotz dieser Infrastruktur ein überschaubares Landstädtchen ohne den touristischen Betrieb der bekannten Khumbu-Orte. Mit der Ankunft in Phaplu endet der eigentliche Trekkingteil der Reise, die verbleibenden Kilometer bis Kathmandu legst du am folgenden Tag mit dem Fahrzeug zurück. Der Abend eignet sich für ein gemeinsames Fazit mit deinem Guide und für erste Gespräche über den morgigen Rückweg. Nutze die zusätzliche Zeit in Phaplu ruhig für einen kurzen Spaziergang durch den Ort, bevor es am folgenden Tag zurück in den Verkehr und die Menschenmenge Kathmandus geht.
2.440 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Rückfahrt von Phaplu nach Kathmandu
Rund 8 bis 9 Stunden dauert die Rückfahrt mit dem Fahrzeug von Phaplu über kurvenreiche Bergstraßen zurück nach Kathmandu auf etwa 1.400 Metern. Die Strecke folgt größtenteils derselben Route wie die Anfahrt am ersten Tag, diesmal jedoch mit dem Gipfelerlebnis am Pikey Peak und den Begegnungen in den Solu-Dörfern bereits hinter dir. Unterwegs legt der Fahrer erneut Pausen ein, sodass genug Zeit für eine letzte Mahlzeit unterwegs oder einen kurzen Fotostopp bleibt. Am Nachmittag oder frühen Abend erreichst du wieder Kathmandu, wo der Trek offiziell endet und du in dein Hotel gebracht wirst. Die gesamte An- und Abreise dieser sieben Tage ist damit ohne einen einzigen Inlandsflug erfolgt, ein Unterschied, den du besonders im Vergleich zu Khumbu-Routen mit Lukla-Flug zu schätzen weißt. Je nach Ankunftszeit bleibt dir für den Abend noch Gelegenheit, in einem Restaurant in Thamel den Trek gemeinsam mit deinem Guide ausklingen zu lassen. In sieben Tagen hast du damit einen kompletten Rundweg durch die Solu-Region zurückgelegt, von der Anfahrt über den Gipfel des Pikey Peak bis zur Rückkehr nach Kathmandu, ganz ohne Bergflug.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Private Fahrzeugtransfers Kathmandu – Shivalaya – Kathmandu
- Vollpension während des Treks (Frühstück, Mittag- und Abendessen)
- Übernachtungen in Teehäusern/Lodges entlang der Route sowie 1 Hotelübernachtung in Kathmandu
- Englischsprachiger, staatlich lizenzierter Trekkingguide
- Träger (max. 2 Trekker pro Träger)
- TIMS-Karte und lokale Trekkinggebühren für die Solu-Region
Nicht inklusive
- Internationaler Flug nach/von Kathmandu
- Nepalesisches Visum
- Reise- und Auslandskrankenversicherung (inkl. Bergrettung)
- Trinkgelder für Guide und Träger
- Persönliche Ausrüstung und Getränke unterwegs
Dokumente
Erforderliche Permits
- TIMS-Karte
- Lokale Trekkinggebühr
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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