12 Tage ins Herz des Annapurna-Massivs, bis auf 4.130 Meter
Annapurna Base Camp Trek
Der Annapurna Base Camp Trek führt dich in 12 Tagen von Pokhara durch Rhododendronwälder und Bambusdschungel bis ins Amphitheater des Basislagers auf 4.130 Metern, umgeben von Annapurna I, Hiunchuli und Machapuchare. Moderat, ohne Technik, ab 1.150 €.
- Dauer
- 12 Tage
- Schwierigkeit
- Moderat
- Max. Höhe
- 4.130 m
- Gruppengröße
- 2–14 Personen
- Startpunkt
- Pokhara
- Preis ab
- 1.150 €
Der Annapurna Base Camp Trek bringt dich in zwölf Tagen von Kathmandu über Pokhara bis auf 4.130 Meter, mitten hinein in ein Amphitheater aus Fels und Gletschereis, umgeben von Annapurna I (8.091 m), Annapurna South, Hiunchuli und dem unbestiegenen Machapuchare (6.993 m). Anders als die großen Runden im Himalaya ist diese Route ein Teehaus-Trek ohne Zelte, ohne technische Kletterpassagen und mit einer Gruppengröße von 2 bis 14 Personen, moderat in der Einstufung, aber mit echten Gehzeiten und spürbarer Höhe. Du startest und endest in Pokhara, fährst zum Trailhead bei Nayapul und wanderst durch subtropische Wälder, Rhododendronhänge und alpines Weideland, bis die Vegetation verschwindet und nur noch Fels, Schnee und der Talkessel des Basislagers bleiben. Der Weg führt über Ghandruk oder Jhinu Danda, durch das Torfdorf Chhomrong, weiter über Bamboo, Dovan und Deurali bis zum Machapuchare Base Camp auf rund 3.700 Metern, bevor am nächsten Morgen das eigentliche Ziel erreicht wird. Ab 1.150 € pro Person organisieren wir Guide, Porter, Unterkunft und alle Permits, du musst dich nur noch auf den Weg konzentrieren.
Für wen sich der Annapurna Base Camp Trek eignet
Zwölf Tage sind kurz genug für einen Jahresurlaub und lang genug, um echte Höhe zu erleben, das ist der Kern dieser Route. Wer sich für den Everest Base Camp Trek entscheidet, plant meist zwei bis drei Wochen ein, wer den Annapurna-Rundweg wählt, oft ähnlich lang. Der Annapurna Base Camp Trek dagegen passt in einen Standardurlaub, ohne dass du auf das Gefühl verzichten musst, tatsächlich in einem Achttausender-Massiv gestanden zu haben. Er eignet sich für Trekker mit solider Grundfitness, die regelmäßig wandern, aber noch nie über 4.000 Meter waren, und die eine Route ohne Passüberquerung oder technische Ausrüstung suchen. Familien mit älteren Kindern, Paare, die ihren ersten Himalaya-Trek planen, und erfahrene Wanderer, die wenig Zeit, aber viel Landschaft wollen, finden hier ein Programm, das fordert, ohne zu überfordern. Die tägliche Gehzeit von vier bis sechs Stunden lässt genug Raum für Pausen in Teehäusern, warme Mahlzeiten und Gespräche mit anderen Trekkern und Guides. Anders als beim Rundweg gibt es keinen Tag mit Passhöhen über 5.000 Metern, dafür aber einen konzentrierten Anstieg auf den letzten Kilometern zum Basislager, der Kondition und Höhenanpassung gleichermaßen fordert. Wenn du eine Route suchst, die dir in begrenzter Zeit das volle Panorama der Annapurna-Kette zeigt, vom subtropischen Tal bis zum vergletscherten Kessel, ist das hier deine Option.
Route und Charakter
Vier Vegetationszonen durchquert du auf dem Weg zum Annapurna Base Camp, das prägt den Charakter dieser Route mehr als jede Zahl auf der Karte. Ab Nayapul auf rund 1.070 Metern führt der Pfad zunächst durch Terrassenfelder, Reisfelder und subtropische Wälder mit Bananenstauden und Bambus. Über Ghandruk und Chhomrong, das eigentliche Tor zum Tal, steigt der Weg in Rhododendronwälder, die im Frühling in Rot- und Pinktönen blühen und im Herbst dichtes, dunkelgrünes Laub tragen. Zwischen Bamboo und Himalaya wird der Wald dichter und feuchter, Bambusdickicht säumt den Pfad, und du merkst, wie die Luft kühler und dünner wird. Ab Deurali löst sich der Wald auf, alpine Wiesen und Geröllfelder übernehmen, und die Bergwände des Tals rücken näher zusammen. Das namensgebende Ziel selbst ist ein natürliches Amphitheater: Annapurna I im Norden, Annapurna South und Hiunchuli im Westen, das markante, für Kletterer gesperrte Machapuchare im Osten. Wolken, Gletscherabbrüche und Lawinen sind von hier aus sicht- und hörbar, ohne dass du dich in Gefahr begibst, solange du auf dem markierten Weg bleibst. Charakteristisch für diese Route ist außerdem, wie eng Tal und Gipfel beieinanderliegen, an keinem anderen leicht zugänglichen Trek im Himalaya stehst du so schnell so nah an einem Achttausender. Die heißen Quellen von Jhinu Danda, ein kurzer Abstecher unterhalb von Chhomrong, sind der informelle Bonus dieser Tour: ein natürliches Becken direkt am Fluss, in dem sich müde Beine nach den ersten Anstiegstagen erholen. Teehäuser gibt es entlang der gesamten Strecke, meist einfach, aber mit warmen Mahlzeiten, festen Betten und, je nach Höhe, gelegentlich sogar heißer Dusche.
Schwierigkeit und Anforderungen
Moderat ist die offizielle Einstufung dieses Treks, was in der Praxis vier bis sechs Gehstunden pro Tag bedeutet, an einem Tag deutlich mehr. Der Tag von Machapuchare Base Camp zum Annapurna Base Camp und wieder zurück bis Bamboo oder Dovan ist mit acht bis neun Stunden der anspruchsvollste Abschnitt der gesamten Route, konditionell und mental. Technisches Können brauchst du nicht, keine Steigeisen, keine Seilsicherung, keine Gletscherüberquerung, aber du solltest regelmäßiges Ausdauertraining mitbringen, idealerweise Wandern oder Laufen über mehrere Monate vor Abreise. Die maximale Höhe von 4.130 Metern liegt unterhalb der kritischen Schwelle, ab der Höhenkrankheit statistisch häufiger auftritt, trotzdem steigt das Profil zwischen Chhomrong und dem Basislager spürbar schneller an als in den Tagen davor. Genau deshalb ist die Etappe zwischen Bamboo und Himalaya bewusst kurz gehalten, sie dient der Anpassung, bevor es über Deurali und MBC in dünnere Luft geht. Kopfschmerzen, leichte Kurzatmigkeit oder Schlafstörungen in den letzten beiden Nächten sind normal und kein Grund zur Sorge, dein Guide beobachtet die Gruppe mit einem Pulsoximeter und passt das Tempo an, falls nötig. Wetterfeste Kleidung, trittsicheres Schuhwerk und die Bereitschaft, bei Bedarf einen Tag langsamer zu gehen, sind wichtiger als sportliche Bestzeiten. Steinige, teils steile Passagen zwischen Deurali und MBC sowie ausgesetzte Abschnitte oberhalb von Chhomrong bei Nässe erfordern Trittsicherheit, sind aber ohne Kletterei zu bewältigen. Wer drei- bis viermal pro Woche aktiv ist und Tagestouren mit 800 bis 1.000 Höhenmetern gewohnt ist, bringt die passende Grundlage mit.
Permits und Formalitäten
Zwei Dokumente brauchst du für den Annapurna Base Camp Trek:
- ACAP – Annapurna Conservation Area Permit, berechtigt zum Betreten des gesamten Annapurna-Schutzgebiets von Nayapul bis zum Basislager.
- TIMS-Karte – Trekkers' Information Management System, registriert dich als Trekker und dient im Ernstfall der Ortung und Koordination von Rettungseinsätzen.
Beide Dokumente sind gesetzlich vorgeschrieben, ohne sie kommst du an den Kontrollposten in Ghandruk oder Chhomrong nicht weiter. Unser Team in Kathmandu kümmert sich um beide Permits vor deiner Abreise, du musst kein Amt besuchen und keine Formulare selbst ausfüllen, nur deinen Reisepass und ein Passfoto vorab bereithalten. Mehr zu den Formalitäten, inklusive Unterschieden zu anderen Regionen wie dem Everest- oder Manaslu-Gebiet, findest du in unserem Ratgeber zu Trekking-Permits, TIMS und ACAP. Zusätzlich brauchst du ein gültiges Nepal-Visum, das du bei Ankunft am Flughafen Kathmandu oder vorab online beantragst, sowie eine Reiseversicherung mit Bergungskostendeckung bis mindestens 4.500 Meter, auch wenn ABC selbst niedriger liegt.
Beste Reisezeit für den Annapurna Base Camp Trek
März bis Mai und September bis November sind die beiden Fenster, in denen diese Route ihr volles Potenzial zeigt. Im Frühling blühen die Rhododendronwälder zwischen Chhomrong und Himalaya in kräftigem Rot und Pink, die Tage sind mild, und die Sicht auf Annapurna South und Hiunchuli ist meist klar, besonders am frühen Morgen. Im Herbst, nach Ende des Monsuns, ist die Luft ausgewaschen und trocken, die Fernsicht auf das gesamte Massiv gehört zu den besten des Jahres, dafür sind die Teehäuser in Chhomrong und am Basislager selbst deutlich voller. Juni bis August, die Monsunzeit, ist auf dieser Route grundsätzlich machbar, weil die Wege im Annapurna-Gebiet gut ausgebaut sind, du musst aber mit täglichem Regen, Blutegeln in den unteren Waldabschnitten und eingeschränkter Sicht am Basislager selbst rechnen. Dezember bis Februar bringt klare, kalte Tage, nachts fallen die Temperaturen am Basislager und in MBC deutlich unter null, und gelegentliche Schneefälle können einzelne Etappen erschweren oder kurzzeitig blockieren. Für die beste Balance aus Sicht, Vegetation und Teehauskapazität empfehlen wir die zweite Aprilhälfte oder den Oktober, wenn Blüte oder Fernsicht ihren Höhepunkt erreichen, ohne dass die Wege überlaufen sind.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Schichten sind auf dem Annapurna Base Camp Trek wichtiger als ein einzelnes teures Ausrüstungsstück. Zwischen Nayapul auf 1.070 Metern und dem Basislager auf 4.130 Metern durchquerst du ein Temperaturgefälle von subtropisch warm bis nachts deutlich unter null. Die wichtigsten Punkte für diese spezifische Route:
- Feste, eingelaufene Trekkingschuhe mit gutem Profil für die steinigen, teils rutschigen Passagen zwischen Chhomrong und Bamboo.
- Ein Schlafsack, ausgelegt bis mindestens minus 10 Grad, für die kalten Nächte in MBC und am Basislager.
- Eine winddichte Außenschicht und warme Isolationsjacke für die Etappen ab Deurali, wo der Wald endet.
- Trekkingstöcke, besonders hilfreich beim langen Abstieg von ABC über Bamboo nach Jhinu Danda.
Eine Stirnlampe, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und ausreichend Wasseraufbereitung runden die Grundausstattung ab. Weil die richtige Auswahl über Komfort und Sicherheit entscheidet, haben wir eine ausführliche Packliste für Trekkingtouren in Nepal zusammengestellt, die du vor der Abreise durchgehen solltest.
Vergleich zu anderen Annapurna-Routen
Drei Trekkingrouten teilen sich die Annapurna-Region, und sie unterscheiden sich deutlicher, als die gemeinsame Bergkette vermuten lässt. Der Annapurna-Rundweg umrundet das gesamte Massiv, führt über den Thorong La auf über 5.400 Metern und dauert je nach Variante 15 bis 18 Tage, er bietet mehr kulturelle Vielfalt zwischen tibetisch geprägten Hochtälern und tiefen Flusstälern, verlangt dafür aber deutlich mehr Zeit und eine echte Passüberquerung. Der Poon-Hill-Trek ist das Gegenteil, kompakt in vier bis fünf Tagen, mit einem Höhepunkt auf rund 3.210 Metern am Aussichtspunkt Poon Hill, ideal für alle mit wenig Zeit oder ohne Erfahrung in größerer Höhe. Der Annapurna Base Camp Trek liegt genau dazwischen: zwölf Tage, ein klares Ziel statt einer Rundtour, und mit 4.130 Metern spürbar höher als Poon Hill, aber ohne die logistische und konditionelle Wucht des Rundwegs. Wer Zeit sparen, aber trotzdem das Gefühl haben will, mitten im Hochgebirge zu stehen, umgeben von Achttausendern statt sie nur aus der Ferne zu sehen, ist mit dieser Route besser bedient als mit den beiden anderen.
Bereit für den Weg zum Basislager?
Die Plätze für die Hauptsaisonen März bis Mai und September bis November sind bei uns oft schon Monate im Voraus ausgebucht, weil Teehauskapazitäten in Chhomrong, Himalaya und am Basislager selbst begrenzt sind. Wenn du dich für einen festen Zeitraum interessierst, schreib uns dein Wunschdatum und deine Gruppengröße, wir prüfen die Verfügbarkeit bei unserem Team in Kathmandu und melden uns innerhalb von zwei Werktagen mit einem Vorschlag für Guide, Unterkunft und Anreise ab Pokhara zurück. Für Alleinreisende gilt ein Einzelzimmerzuschlag von 220 €, für Gruppen ab vier Personen sprechen wir gerne über individuelle Starttermine außerhalb der Standardabfahrten. Wer sich unsicher ist, ob die eigene Fitness ausreicht, kann uns vorab kurz schreiben, wir geben ehrlich Auskunft, ob der Anspruch passt, oder empfehlen als Alternative den Poon-Hill-Trek. Der nächste Schritt liegt bei dir: Kontaktiere uns mit deinem Wunschtermin, und wir kümmern uns um Permits, Guide, Porter und die gesamte Logistik zwischen Kathmandu, Pokhara und dem Annapurna Base Camp.
Impressionen
Bildergalerie
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
Kathmandu empfängt dich auf 1.400 Metern, sobald du aus dem Flughafengebäude von Tribhuvan International trittst. Ein Fahrer von Reisen Nepal holt dich ab und bringt dich zu deinem Hotel im Stadtteil Thamel, dem Ausgangspunkt fast aller Trekkingtouren in Nepal. Der Nachmittag steht dir frei, um dich zu akklimatisieren, durch die engen Gassen zu bummeln oder einfach den Jetlag abzuschütteln. Am Abend triffst du deinen Guide zu einem ausführlichen Briefing: Ablauf der kommenden zwölf Tage, Ausrüstungscheck, letzte offene Fragen zu Permits, Wetter und Gesundheit. Wer noch Ausrüstung nachkaufen oder ausleihen möchte, findet in Thamel eine große Auswahl an Trekkingläden. Diese erste Nacht dient vor allem der Ankunft, nicht der Anstrengung, morgen geht es weiter nach Pokhara.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Kathmandu nach Pokhara
Pokhara liegt auf rund 827 Metern am Fewa-See und ist mit einem kurzen Flug von etwa 25 Minuten oder einer rund sechs- bis siebenstündigen Fahrt entlang des Trishuli-Flusses von Kathmandu aus erreichbar. Beide Varianten bieten unterwegs erste Blicke auf die Annapurna-Kette, bei klarem Wetter zeichnen sich Machapuchares markante Doppelspitze und die Flanken von Annapurna South bereits am Horizont ab. In Pokhara angekommen, checkst du in dein Hotel nahe dem See ein und hast Zeit, letzte Besorgungen zu machen, Bargeld zu tauschen oder Ausrüstung zu vervollständigen. Der Abend eignet sich für einen Spaziergang an der Uferpromenade, bevor am nächsten Morgen die eigentliche Trekkingroute beginnt. Gehzeit gibt es an diesem Tag keine, er dient der Anreise und letzten Vorbereitung.
827 m0 Std. GehzeitHotel - Tag3
Fahrt nach Nayapul und Trek nach Ghandruk
Nayapul auf etwa 1.070 Metern ist der Ausgangspunkt deines Treks, nach rund 90 Minuten Fahrt von Pokhara aus beginnt hier der eigentliche Fußweg. Der Pfad führt zunächst durch Terrassenfelder und kleine Dörfer entlang des Modi-Khola-Flusses, vorbei an Reis- und Hirseterrassen, die sich die Hänge hinaufziehen. Nach und nach steigt der Weg über steinerne Treppen an, gesäumt von subtropischem Wald mit Bananenstauden und ersten Rhododendronbäumen. Ziel des Tages ist Ghandruk auf 1.940 Metern, eines der größten Gurung-Dörfer der Region, bekannt für seine traditionelle Architektur aus Steinhäusern mit Schieferdächern. Bei klarer Sicht öffnet sich hier bereits ein erster eindrucksvoller Blick auf Annapurna South und Machapuchare. Rund fünf Stunden bist du heute unterwegs, die Übernachtung erfolgt in einem einfachen, aber komfortablen Teehaus.
1.940 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Ghandruk nach Chhomrong
Chhomrong, das Tor zum inneren Annapurna-Tal, erreichst du heute nach einer Etappe mit deutlichem Auf und Ab. Von Ghandruk führt der Weg zunächst hinab in ein tiefes Flusstal, bevor er auf der anderen Seite wieder ansteigt, ein Muster, das für diesen Abschnitt der Route typisch ist. Rhododendron- und Eichenwälder begleiten dich, dazwischen immer wieder Ausblicke auf Annapurna South und Hiunchuli, die von hier aus zum Greifen nah wirken. Chhomrong selbst liegt auf 2.170 Metern, verteilt über mehrere Terrassen am Hang, mit Blick direkt auf Machapuchare. Das Dorf ist der letzte größere Ort vor dem eigentlichen Aufstieg ins Heiligtum und bietet die letzte Gelegenheit für frisches Gemüse und größere Auswahl in den Teehäusern. Etwa fünf Stunden Gehzeit, teils steil, teils eben, machen diesen Tag konditionell fordernd, aber gut zu bewältigen.
2.170 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Chhomrong nach Bamboo
Ab Chhomrong beginnt der eigentliche Weg ins Heiligtum, zunächst über eine lange, steile Treppe hinab zum Chhomrong Khola und wieder hinauf nach Sinuwa. Der Wald wird dichter, Bambusdickicht und Moos überziehen die Bäume entlang des schmalen Pfads, der sich nun an der steilen Talflanke entlangzieht. Zwischen Sinuwa und Bamboo wechseln sich kurze, knackige Anstiege mit ebenen Passagen durch dichten Wald ab, die Luft wird spürbar feuchter und kühler. Bamboo, benannt nach genau diesem Bambusbewuchs, liegt auf 2.310 Metern und ist ein kleiner Teehaus-Cluster direkt am Fluss. Dieser Abschnitt markiert auch den Punkt, ab dem die Höhe schneller zunimmt als in den Tagen zuvor, weshalb die kommenden Etappen bewusst kürzer gehalten sind. Rund sechs Stunden bist du heute unterwegs, mit spürbar mehr Auf und Ab als die Gesamthöhenmeter vermuten lassen.
2.310 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Bamboo nach Himalaya
Himalaya, ein kleines Teehaus-Dorf auf 2.920 Metern, ist das Ziel dieser bewusst kurz gehaltenen Etappe. Der Wald aus Bambus und Rhododendron wird lichter, vereinzelt geben Lücken in den Bäumen den Blick auf die umliegenden Grate frei. Der Pfad steigt stetig, aber gleichmäßig an, ohne die langen Treppenpassagen der Vortage, was dem Körper Gelegenheit gibt, sich an die zunehmende Höhe zu gewöhnen. Diese Anpassung ist kein Zufall: Zwischen Bamboo und dem Basislager gewinnst du auf wenigen Kilometern über 1.200 Höhenmeter, und ein moderates Tempo an diesem Tag reduziert das Risiko von Kopfschmerzen und Schlafproblemen in den folgenden Nächten deutlich. Am Nachmittag ist genug Zeit für Tee, ein Nickerchen oder ein Gespräch mit anderen Trekkern, die denselben Weg gehen. Etwa fünf Stunden Gehzeit bei überschaubarer Steigung prägen diesen Tag.
2.920 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Himalaya nach Deurali
Deurali auf 3.230 Metern liegt bereits oberhalb der Waldgrenze, der dichte Rhododendron- und Bambuswald der Vortage weicht hier zunehmend offenem Gelände mit niedrigem Gebüsch und Geröll. Lawinenrinnen an den steilen Hängen über dem Tal sind von hier aus deutlich sichtbar, ein Hinweis darauf, warum Guides die Route je nach Schneelage und Jahreszeit genau beobachten. Die Luft ist merklich dünner, und auch bei moderatem Tempo bemerkst du die Höhe beim Gehen stärker als noch zwei Tage zuvor. Der Pfad selbst ist technisch unproblematisch, folgt aber engen Passagen entlang des Flusses, die bei Nässe oder Schnee rutschig werden können. Mit rund vier Stunden ist dies eine der kürzeren Etappen der Tour, bewusst so geplant, um genug Zeit für Ruhe und Flüssigkeitsaufnahme zu lassen, beides wichtig für die Akklimatisierung in den kommenden Tagen.
3.230 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Deurali zum Machapuchare Base Camp
Machapuchare Base Camp, kurz MBC, erreichst du auf 3.700 Metern nach einer der landschaftlich eindrucksvollsten Etappen der gesamten Route. Der Weg führt durch ein enges Tal, eingerahmt von steilen, oft schneebedeckten Flanken, mit dem Gipfel von Machapuchare direkt über dir. Vegetation gibt es hier kaum noch, alpines Ödland und Geröllfelder bestimmen das Bild, dazwischen einzelne Büschel widerstandsfähiger Polsterpflanzen. MBC selbst besteht aus einer Handvoll Teehäusern in einem weiten, offenen Talkessel, der schon einen Vorgeschmack auf das Amphitheater des Basislagers gibt. Die Nacht hier ist kalt, oft deutlich unter null Grad, und viele Trekker spüren die Höhe erstmals deutlicher, etwa durch leichte Kopfschmerzen oder unruhigen Schlaf. Dein Guide behält Sauerstoffsättigung und Puls im Blick und bespricht mit dir, wie du dich fühlst. Etwa vier Stunden Gehzeit bei stetigem, moderatem Anstieg liegen hinter dir, wenn du hier ankommst.
3.700 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Annapurna Base Camp und Abstieg nach Bamboo
Annapurna Base Camp, das eigentliche Ziel der gesamten Reise, erreichst du am frühen Vormittag nach etwa zwei Stunden Aufstieg von MBC, auf 4.130 Metern inmitten eines natürlichen Amphitheaters aus Fels und Eis. Annapurna I mit 8.091 Metern erhebt sich direkt vor dir, flankiert von Annapurna South, Hiunchuli und dem markanten, unbestiegenen Machapuchare, das von hier aus völlig anders wirkt als von unten. Der Moment am Basislager ist meist kurz, aber intensiv: Zeit für Fotos, eine warme Suppe und ein Blick auf das Gedenkfeld für verunglückte Bergsteiger. Anschließend beginnt der lange Abstieg über MBC, Deurali und Himalaya bis nach Bamboo oder Dovan. Mit acht bis neun Stunden Gesamtgehzeit ist dies der anspruchsvollste Tag der Tour, entschädigt aber durch das Gipfelerlebnis am Morgen und spürbar leichteres Atmen mit jedem Höhenmeter Abstieg.
4.130 m9 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Abstieg nach Jhinu Danda
Jhinu Danda, berühmt für seine natürlichen heißen Quellen direkt am Modi-Khola-Fluss, ist das Ziel dieses Abstiegstages auf 1.780 Metern. Der Weg führt zunächst zurück durch die Bambus- und Rhododendronwälder, die du auf dem Hinweg bereits kennengelernt hast, diesmal überwiegend bergab, was die Oberschenkel stärker fordert als die Lunge. Über Chhomrong, wo du noch einmal einen letzten Blick zurück auf Machapuchare und Annapurna South werfen kannst, führt ein steiler Abstieg direkt zu den Quellen hinunter. Nach mehreren Tagen auf steinigen Pfaden und dünner Luft ist das warme Wasser der Quellen eine der beliebtesten Belohnungen der gesamten Tour, viele Trekker verbringen hier den späten Nachmittag. Mit rund sechs Stunden Gehzeit, überwiegend abwärts, ist dies konditionell ein fordernder, aber landschaftlich entspannender Tag.
1.780 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag11
Jhinu Danda über Nayapul zurück nach Pokhara
Nayapul, der Ausgangspunkt deines Treks vor acht Tagen, ist heute auch der Endpunkt der Wanderung. Von Jhinu Danda führt der Weg zunächst hinunter zum Fluss und dann über sanftere Pfade durch Dörfer und Terrassenfelder, die dir inzwischen vertraut vorkommen. Nach etwa vier Stunden Gehzeit erreichst du Nayapul, wo dich ein Fahrzeug für die rund 90-minütige Fahrt zurück nach Pokhara erwartet. Der Kontrast ist deutlich spürbar: von schmalen Bergpfaden zurück in eine Stadt am See, mit heißer Dusche, weichem Bett und einer Speisekarte, die weit über Dal Bhat hinausgeht. Der Abend steht dir frei, viele nutzen ihn für ein gemeinsames Essen mit Guide und Porter zum Abschluss der Tour oder für erste Souvenireinkäufe entlang der Lakeside-Promenade.
827 m4 Std. GehzeitHotel - Tag12
Rückreise nach Kathmandu und Abflug
Kathmandu erreichst du am letzten Tag entweder per Kurzflug oder auf dem Landweg zurück von Pokhara, je nach gebuchter Variante und Flugplan. Je nach Abflugzeit deines internationalen Rückflugs bleibt dir in Kathmandu noch Zeit für letzte Einkäufe in Thamel, einen Besuch des Durbar Square oder einfach Ruhe nach den anstrengenden Bergtagen. Ein Fahrer von Reisen Nepal bringt dich rechtzeitig zum Flughafen Tribhuvan International, wo deine Reise endet, zwölf Tage nachdem sie begonnen hat. Was bleibt, sind Bilder vom Amphitheater am Basislager, die Erinnerung an die heißen Quellen von Jhinu Danda und das Wissen, wie sich vier Vegetationszonen und über 3.000 Höhenmeter Unterschied auf eigenen Beinen anfühlen. Gehzeit gibt es an diesem letzten Tag keine mehr, er dient ausschließlich der Rückreise und dem Abschied von Nepal.
1.400 m0 Std. GehzeitHotel
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Vollpension in Teehäusern/Lodges während des Treks
- Lizenzierter Trekkingguide
- Porter (max. 2 Trekker pro Porter)
- Alle Permits (ACAP, TIMS)
- Transport Pokhara–Trailhead–Pokhara
- Abholung am Flughafen Pokhara
- Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter
Nicht inklusive
- Internationale Flüge
- Nepal-Visum
- Unterkunft/Verpflegung in Pokhara vor/nach dem Trek
- Persönliche Ausrüstung
- Trinkgelder
- Reise- und Bergungskostenversicherung
- Alkoholische und warme Getränke unterwegs
- Dusche/WLAN in höher gelegenen Lodges (meist gebührenpflichtig)
Dokumente
Erforderliche Permits
- ACAP – Annapurna Conservation Area Permit
- TIMS-Karte
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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