Trekking in der Everest-Region
Die Everest-Region, auf Nepali Khumbu, ist die bekannteste Trekkingregion des Himalaya und die Heimat der Sherpa. Von Lukla auf 2.860 Metern führen die Wege durch das Dudh-Kosi-Tal und über Namche Bazaar bis an den Fuß des höchsten Bergs der Erde. Fast alles ist Nationalpark. Teehäuser gibt es auf jeder Etappe, ein Zelt brauchst du also nicht. Kondition schon. Und Zeit für die Akklimatisierung, denn kaum eine Route bleibt unter 4.000 Metern.
Elf Treks und vier Gipfel
Keine Region hat bei uns mehr Touren. Wer nur eine Woche hat, geht den Everest View Trek oder den Pikey-Peak-Trek in sieben Tagen, und der Everest-Panorama-Trek bringt dich in neun Tagen bis Tengboche. Zum Base Camp selbst führen acht Varianten. Der klassische Everest Base Camp Trek dauert 15 Tage, der Kurztrek 12, die Luxus-Variante mit Premium-Lodges 14, und mit Helikopter-Rückflug bist du nach 10 Tagen zurück. Ohne Lukla-Flug kommst du per Jeep in 18 Tagen oder zu Fuß über die alte Jiri-Route in 21 Tagen ans Ziel. Für Erfahrene gibt es den Gokyo-Seen-Trek mit dem Gokyo Ri auf 5.357 Metern und den Drei-Pässe-Trek, der in 20 Tagen Renjo La, Cho La und Kongma La verbindet.
Wer höher will, findet hier vier Gipfel: Island Peak (6.189 m), Lobuche East (6.119 m), Mera Peak (6.461 m) und die technische Ama Dablam (6.812 m). Welche EBC-Variante zu dir passt, zeigt die Vergleichstabelle auf jeder dieser Tourseiten.
Landschaft und Höhe
Unten Kiefern- und Rhododendronwälder, Hängebrücken über tiefe Schluchten und Felder rund um die Dörfer. Ab Dingboche auf 4.410 Metern wird es karg, bis nur noch Gletscher, Moränen und Fels bleiben. Ama Dablam begleitet dich fast den ganzen Weg, und vom Kala Patthar auf 5.545 Metern siehst du den Everest, Nuptse und Lhotse aus der Nähe. Weil fast alle Routen schnell an Höhe gewinnen, gehören Ruhetage in Namche Bazaar und Dingboche fest in jedes Programm, mehr dazu in unseren Tipps zur Akklimatisierung.
Kultur der Sherpa
Das Khumbu ist bewohnt. Klöster wie Tengboche, Gebetsmühlen, Manimauern und Teehäuser in Familienhand prägen die Dörfer, und viele Familien leben seit Generationen hier. Namche Bazaar mit seinem Samstagsmarkt ist bis heute der Handelsplatz der Region. Mehr über die Menschen erzählt unser Artikel zur Sherpa-Kultur.
Anreise über Lukla
Die meisten Touren beginnen mit dem Flug nach Lukla, in der Hauptsaison oft ab Manthali statt Kathmandu. Der Flug hängt am Wetter und fällt regelmäßig aus, deshalb planen wir am Ende jeder Tour einen Puffertag ein. Die beste Zeit sind März bis Mai und September bis November, und wann du welche Route am besten gehst, steht in unserem Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.
Beste Reisezeit: März–Mai (Rhododendronblüte, klare Sicht) und September–November (stabilstes Wetter, beste Bergsicht).
Touren in der Everest-Region
Everest Base Camp Trek
15 Tage von Lukla durch das Dudh-Kosi-Tal zum Everest Base Camp und auf den Aussichtsberg Kala Patthar (5.545 m), mit zwei festen Akklimatisierungstagen und geführt von unserem eigenen Team in Kathmandu.
Island Peak (Imja Tse)
Island Peak (Imja Tse), 6.189 m: 19 Tage über die klassische Everest-Base-Camp-Route mit Besteigungstraining am Basislager und einem technischen, aber gut abgesicherten Gipfeltag mit Fixseilen und Gletscherüberquerung.
Ama Dablam Expedition
29 Tage für die Besteigung des Ama Dablam (6.812 m): technisches Klettern über drei Hochlager, für erfahrene Bergsteiger mit Vorerfahrung an Fixseilen und im Gemischtgelände.
Mera Peak
Der Mera Peak ist mit 6.461 Metern der höchste Trekkingpeak Nepals: eine 17-tägige Gletscherbesteigung ab Lukla durch das einsame Hinku-Tal, mit Steigeisen, Seilschaft und einem der weitesten Achttausender-Panoramen im Himalaya.
Lobuche East
Lobuche East verbindet die klassische Everest-Base-Camp-Route mit einem 6.119 Meter hohen Gipfel und einem steilen, fixseilgesicherten Schlussgrat, ideal für erfahrene Trekker mit Kletterambitionen.
Gokyo-Seen-Trek
17-tägige Trekkingreise zu den türkisfarbenen Gokyo-Seen im Everest-Gebiet, mit Aufstieg auf den Gokyo Ri (5.357 m) für Panoramablick auf Everest, Lhotse, Makalu und Cho Oyu, mit deutlich weniger Trekkern als auf der klassischen EBC-Route.
Everest-Drei-Pässe-Trek
Der Everest-Drei-Pässe-Trek verbindet Gokyo-Tal, Everest Base Camp und Kala Patthar über drei Hochpässe jenseits der 5.300 m: 20 Tage für erfahrene Höhentrekker mit sehr guter Kondition.
Everest-Panorama-Trek
In neun Tagen inklusive Flügen wanderst du von Lukla nach Namche Bazaar, steigst am Ruhetag zum Everest View Hotel auf 3.880 m und übernachtest am Kloster Tengboche direkt gegenüber der Ama Dablam, ohne die Höhe und Dauer eines Base-Camp-Treks.
Pikey-Peak-Trek
Der Pikey-Peak-Trek führt dich in sieben Tagen durch die Sherpa- und Rai-Dörfer der Solu-Region zu einem der besten Aussichtspunkte auf Everest, Makalu und Kanchenjunga, fernab der überlaufenen Khumbu-Hauptroute und ganz ohne Bergflug.
Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug
Du trekkst wie beim klassischen Everest Base Camp Trek zu Fuß bis ans Base Camp und auf den Kala Patthar, fliegst danach aber per Helikopter zurück: in 10 statt 15 Tagen und mit einem einmaligen Blick auf den Khumbu aus der Luft.
Jiri Route Trek
21 Tage von der alten Roadhead Jiri über das Gaurishankar-Schutzgebiet und das Hügelland von Solu-Khumbu bis zum Everest Base Camp (5.364 m) und zum Kala Patthar, geführt von unserem eigenen Team in Kathmandu.
Everest Base Camp Kurztrek
12 Tage von Lukla zum Everest Base Camp (5.364 m) und Kala Patthar auf derselben Route wie unser Standardtrek, mit gestraffter Akklimatisierung für Reisende mit wenig Zeit und vorhandener Höhenerfahrung.
Everest Base Camp Luxus Trek
14 Tage von Lukla zum Everest Base Camp (5.364 m) und Kala Patthar auf derselben Route wie unser Standardtrek, mit Premium-Lodges, kleineren Gruppen und mehr Komfort, wo immer entlang des Weges verfügbar.
Everest Base Camp per Jeep
Wer dem unsicheren Lukla-Flug aus dem Weg gehen will, fährt mit dem Jeep von Kathmandu über die alte Jiri-Route bis Bhandar und trekkt von dort in sechs Tagen zum Anschluss an den klassischen Everest Base Camp Trek. Zurück geht es per Kurzflug ab Lukla.
Everest-View-Trek
In sieben Tagen fliegst du nach Lukla, wanderst durch Phakding und Namche Bazaar bis zum Aussichtspunkt beim Everest View Hotel auf rund 3.880 m, dem kompaktesten Weg zu Sherpa-Kultur und Himalaya-Panorama ohne die Länge und Höhe des vollständigen Base-Camp-Treks.
| Tour | Tage | Max. Höhe | Schwierigkeit | Beste Reisezeit | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Pikey-Peak-Trek | 7 | 4.065 m | Leicht | Mär–Mai, Sep–Dez | 780 € |
| Everest-View-Trek | 7 | 3.880 m | Leicht | Mär–Mai, Sep–Dez | 890 € |
| Everest-Panorama-Trek | 9 | 3.880 m | Moderat | Mär–Mai, Sep–Dez | 1.090 € |
| Everest Base Camp Trek mit Helikopter-Rückflug | 10 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 2.650 € |
| Everest Base Camp Kurztrek | 12 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 1.690 € |
| Everest Base Camp Luxus Trek | 14 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 3.200 € |
| Everest Base Camp Trek | 15 | 5.545 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 1.890 € |
| Mera Peak | 17 | 6.461 m | Schwer | Mär–Mai, Okt–Nov | 2.650 € |
| Gokyo-Seen-Trek | 17 | 5.357 m | Anspruchsvoll | Mär–Mai, Sep–Nov | 2.050 € |
| Lobuche East | 18 | 6.119 m | Schwer | Mär–Mai, Okt–Nov | 2.750 € |
| Everest Base Camp per Jeep | 18 | 5.545 m | Schwer | Mär–Mai, Sep–Nov | 2.380 € |
| Island Peak (Imja Tse) | 19 | 6.189 m | Schwer | Mär–Mai, Okt–Nov | 3.600 € |
| Everest-Drei-Pässe-Trek | 20 | 5.545 m | Schwer | Mär–Mai, Okt–Nov | 2.400 € |
| Jiri Route Trek | 21 | 5.545 m | Schwer | Mär–Mai, Sep–Nov | 2.450 € |
| Ama Dablam Expedition | 29 | 6.812 m | Technisch | Apr–Mai, Okt–Nov | 6.250 € |
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