Reisen Nepal
Blick auf die Khumbu-Bergkette nahe Lobuche in der Everest-Region

Technischer Gipfel mit Fixseilen direkt am Everest-Base-Camp-Trail

Lobuche East

Lobuche East verbindet die klassische Everest-Base-Camp-Route mit einem 6.119 Meter hohen Gipfel und einem steilen, fixseilgesicherten Schlussgrat, ideal für erfahrene Trekker mit Kletterambitionen.

Dauer
18 Tage
Schwierigkeit
Schwer
Max. Höhe
6.119 m
Gruppengröße
2–10 Personen
Startpunkt
Lukla
Preis ab
2.750 €

Lobuche East ist ein 6.119 Meter hoher Trekkingpeak im Khumbu, von der Nepal Mountaineering Association als solcher eingestuft und wegen seines steilen, ausgesetzten Gipfelgrats einer der technisch schwierigeren dieser Kategorie. Bis auf 4.940 Meter folgst du dem klassischen Weg zum Everest Base Camp, über Namche Bazaar, Tengboche und Dingboche nach Lobuche. Dort biegst du zum High Camp ab, und ab da wird es alpin.

Am Gipfeltag bist du ab rund 5.700 Metern auf einem schmalen Grat aus Schnee und Eis unterwegs, der auf beiden Seiten steil abfällt, gesichert am Fixseil mit dem Jumar. Das ist geführtes Klettern mit Steigeisen, Gurt und Helm, Wandern ist es nicht mehr. Oben wartet eines der dichtesten Panoramen im Himalaya. Nuptse direkt gegenüber, dazu Everest, Ama Dablam und darunter der verzweigte Khumbu-Gletscher.

Wir führen die Tour mit unserem eigenen Team in Kathmandu, das die Route seit Jahren kennt, von der Logistik in den Teehäusern bis zum Ablauf am Grat. Wo Wetterfenster, Akklimatisierung und schwieriges Gelände zusammenkommen, entscheidet dieses Wissen oft über Gipfel oder Umkehr.

Für wen sich Lobuche East eignet

Für zwei Arten von Trekkern. Die einen kennen das Everest-Gebiet schon und suchen einen Gipfel, an dem geklettert wird, mit Steigeisen, Gurt und Fixseil als echtem Werkzeug am Gipfeltag. Die anderen planen sowieso eine Reise zum Everest Base Camp und wollen ein technisches Ziel dazu, statt am Base Camp umzukehren. Bis Lobuche sind beide Routen gleich, also lässt sich das gut verbinden.

Du brauchst die Fitness für einen mehrwöchigen Höhentrek und die Bereitschaft für echtes alpines Gelände. Klettererfahrung hilft. Pflicht ist sie nicht, weil dein Kletterguide dir die Technik am High Camp beibringt, und mehr zählt ohnehin, dass du bei Kälte, Müdigkeit und Höhe zugleich ruhig bleibst. Der Gipfeltag verlangt viele Stunden konzentrierte Bewegung in ausgesetztem Gelände. Mehr zur Vorbereitung im Ratgeber zur Fitness für Gipfelbesteigungen.

Suchst du einen sanfteren Einstieg ins Höhenbergsteigen, passen Island Peak oder Mera Peak oft besser, mehr dazu im Vergleich unten. Lobuche East ist für alle, die schon wissen, dass sie Höhe und Anstrengung vertragen, und den Schritt zu einem Gipfel mit echter Kletterei gehen wollen. Wir führen kleine Gruppen von 2 bis 10 Personen, damit dein Kletterguide am Gipfeltag jeden im Blick hat. An einem Grat mit wenig Platz an den Standplätzen ist das eine Frage der Sicherheit.

Route und Charakter

Die ersten acht Tage sind fast genau der klassische Everest Base Camp Trek, von Lukla über Phakding, Namche Bazaar, Tengboche und Dingboche nach Lobuche auf 4.940 Metern. Dort trennen sich die Wege. Der EBC-Weg führt weiter nach Gorak Shep, du gehst zum High Camp auf rund 5.400 Metern.

Vom High Camp aus geht es über Blockgelände und Schneefelder, bis ab etwa 5.700 Metern der Gipfelgrat beginnt, schmal, ausgesetzt und mit Fixseilen gesichert. Dieser Grat macht den Unterschied. Du steigst an teils steil abfallendem Gelände, gesichert mit dem Jumar.

Auch die Dörfer prägen die Tour. Namche ist ein lebhafter Handelsort mit Ausrüstungsläden und Bäckereien, Tengboche hat sein Kloster auf einem freien Rücken, Dingboche und Lobuche werden immer karger und windiger. Vom bewaldeten Tal bis zur Geröllwüste am Gletscherrand bereitet dich diese Abfolge Schritt für Schritt auf das Gelände am High Camp vor. Willst du zusätzlich zum Base Camp, ist das von Lobuche aus ein kurzer Abstecher, die Logistik steht ja schon.

Schwierigkeit und Anforderungen

Unter den Trekkingpeaks Nepals gehört Lobuche East zu den technisch anspruchsvolleren. Schuld ist der Grat. Island Peak und Mera Peak sind sogar höher. Ab rund 5.700 Metern gehst du auf einem schmalen Grat aus Schnee und Eis, der auf beiden Seiten steil abfällt, gesichert am Fixseil mit dem Jumar. Du musst sauber von einem Seilabschnitt zum nächsten umhängen, mit Steigeisen sicher auf hartem Firn stehen und auch nach Stunden im Aufstieg konzentriert bleiben.

Der Grat ist ausgesetzt, und ein Fehltritt hat Folgen. Am Fixseil hängen allein reicht nicht, du brauchst echte Bewegungssicherheit im alpinen Gelände. Dein Kletterguide übt Jumar, Steigeisentechnik und Sicherung vorher am High Camp mit dir, aber der Gipfeltag bleibt körperlich und im Kopf hart. Höhe, Kälte, früher Start und schwieriges Gelände zusammen machen ihn zum Kern der Reise. Eine Alpin-Bewertung nennen wir bewusst nicht. Es zählen Sicherheit am Fixseil und Erfahrung mit Steigeisen.

Wind wird oft unterschätzt. Kräftige Böen sind auf dieser Höhe normal, sie kühlen stärker aus, als die Temperatur vermuten lässt, und stören an schmalen Stellen die Balance. Deshalb legt das Guide-Team die Startzeit so, dass der Grat möglichst vor dem stärkeren Wind ab dem späten Vormittag und vor den Nachmittagswolken hinter dir liegt.

Akklimatisiert wird wie am Everest Base Camp, mit festen Ruhetagen in Namche und Dingboche. Wie du Höhenkrankheit erkennst und vorbeugst, ist hier genauso wichtig wie Klettertechnik. Ein Körper, der sich nicht angepasst hat, kommt am Gipfeltag nicht weit, egal wie gut die Technik sitzt.

Permits und Formalitäten

Drei Genehmigungen, alle im Preis enthalten und von unserem Team vorab besorgt:

  • Das Permit für den Sagarmatha-Nationalpark, Pflicht im ganzen Khumbu und kontrolliert kurz vor Namche Bazaar.
  • Die Gebühr der Gemeinde Khumbu Pasang Lhamu, dieselbe wie auf dem Everest Base Camp Trek.
  • Die Besteigungsgenehmigung der Nepal Mountaineering Association für Lobuche East, ohne die die Besteigung nicht erlaubt ist.

Wir reichen alles vorab ein, sobald deine Reisedaten feststehen. Du brauchst nur ein Nepal-Visum, bei Ankunft in Kathmandu oder vorab online, und einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus gilt, dazu ein Passfoto. Für die Kletterausrüstung brauchst du keine eigene Genehmigung, die Leihgebühr ist im Preis enthalten. Pflicht ist eine Versicherung mit Bergungskosten bis mindestens 6.500 Meter, die wir bei der Anmeldung abfragen, weil ein Hubschrauber vom High Camp sonst teuer selbst bezahlt werden muss. Mehr im Ratgeber zu Permits.

Beste Reisezeit für Lobuche East

März bis Mai und Oktober bis November, aus denselben Gründen wie beim Base Camp. Dazu kommt der Zustand des Grats. Im Frühjahr ist der Schnee am Grat meist gut verfestigt, es wird langsam wärmer, und die längeren Tage geben beim frühen Start Spielraum. Unten blühen die Rhododendren, die Sicht ist meist stabil, nachmittags ziehen manchmal Wolken auf.

Im Herbst kommst du direkt nach dem Monsun. Die Luft ist klar, die Fernsicht oft die beste des Jahres, und Neuschnee aus dem Spätsommer sorgt für griffige Verhältnisse am Grat. Dafür sind die Nächte am High Camp kälter als im Frühjahr. Außerhalb dieser Fenster raten wir ab. Im Winter sind Kälte und Wind am Grat kaum berechenbar, im Monsun von Juni bis September machen Nebel, Regen und instabiler Schnee den technischen Teil unnötig riskant. Ein fester Reservetag im Plan fängt kurzfristige Wetterumschwünge auf, ohne deinen Rückflug zu gefährden.

Ausrüstung, die für diese Tour zählt

Die normale Trekkingausrüstung, also Schlafsack, Schichten und Rucksack, steht in unserer Packliste. Hier geht es um das, was Lobuche East zusätzlich verlangt. Steigeisen und Pickel brauchst du am Gipfeltag zwingend, beides ist in der Leihgebühr enthalten, und eigenes, gewohntes Material darfst du gern mitbringen. Der Gurt sitzt den ganzen Gipfeltag und muss von Anfang an passen, dein Kletterguide prüft ihn beim Ausrüstungscheck in Kathmandu und noch einmal am High Camp. Mit dem Jumar, der Steigklemme fürs Fixseil, sicherst du dich am Grat und kommst voran. Die Handhabung übst du am Trainingstag.

Ein stabiler Helm schützt vor Stein- und Eisschlag und ist ebenfalls Leihausrüstung. Selbst mitbringen solltest du steigeisenfeste Bergstiefel, ein Paar warme Handschuhe zusätzlich zu den normalen und eine Stirnlampe mit Ersatzbatterien für den Start in der Nacht. Dünne Handschuhe unter den Fäustlingen helfen beim Jumar. Mit kalten Fingern spürst du Karabiner und Seil sonst kaum.

Vergleich zu anderen Gipfelbesteigungen

Lobuche East, Island Peak und Mera Peak sind die bekanntesten Trekkingpeaks im Everest-Gebiet, und meist wird zuerst die Höhe verglichen. Der Mera Peak ist mit 6.461 Metern der höchste der drei, technisch aber der zugänglichste, mit einem überwiegend gleichmäßigen Gipfelhang ohne ausgesetzten Grat. Der Island Peak liegt mit 6.189 Metern näher an Lobuche East. Auch dort gibt es kurz vor dem Gipfel ein Stück am Fixseil, aber kürzer und weniger durchgehend ausgesetzt.

Lobuche East ist mit 6.119 Metern der niedrigste der drei und am Gipfeltag trotzdem der technisch forderndste. Der lange, schmale Grat am Fixseil verlangt mehr Kletterbewegung und längere Konzentration. Hast du Island Peak oder Mera Peak schon bestiegen, ist Lobuche East ein passender, deutlich technischerer nächster Schritt. Unsicher, welcher Gipfel zu dir passt? Wir beraten dich anhand deiner bisherigen Trekking- und Bergerfahrung.

Bereit für den Gipfelgrat?

Lobuche East verlangt Vorbereitung, eine nüchterne Selbsteinschätzung und ein Team, das den Grat so gut kennt wie den Weg dorthin. Unsere Kletterguides führen die Tour seit Jahren in kleinen Gruppen von 2 bis 10 Personen, damit am Gipfeltag genug Zeit für jeden bleibt. Schreib uns deinen Wunschtermin zwischen März und Mai oder Oktober und November. Wir prüfen die Plätze, gleichen sie mit deiner Erfahrung ab und schicken dir einen Reiseplan mit allen Permits und der technischen Ausrüstung.

Impressionen

Bildergalerie

Trekkinggruppe auf dem Weg zum Lobuche-East-Basislager
Blick über Lukla, Ausgangspunkt der Lobuche-East-Besteigung
Trekker auf einem Steinhaufen unter dem Nuptse
Pumori über dem Geröllfeld des Khumbu-Gletschers

Tag für Tag

Reiseverlauf

Orte auf dieser Tour:KathmanduLukla

Höhenprofil
6.119 m
Tag 1Tag 18
  1. Tag1

    Ankunft in Kathmandu und Ausrüstungscheck

    Ankunft am Flughafen Tribhuvan, Transfer ins Hotel, dann das Briefing mit deinem Guide-Team zu Route, Ausrüstung und Verhältnissen am Berg. Am Nachmittag prüft dein Kletterguide mit dir Steigeisen, Klettergurt, Helm und Jumar und ergänzt, was fehlt, aus dem Leihbestand. Persönliches wie Bergstiefel kaufst du in Thamel, wo ein Trekkingladen neben dem anderen liegt. Der Abend gehört der Ruhe. Gut zwei Wochen am Berg verlangen einen ausgeschlafenen Kopf.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  2. Tag2

    Flug nach Lukla und Trekkingstart nach Phakding

    Eine halbe Stunde Flug, dann landest du auf einer der kürzesten und steilsten Pisten im Himalaya, in Lukla auf 2.860 Metern. Von dort gehst du drei Stunden leicht bergab am Dudh Koshi entlang nach Phakding auf 2.610 Metern. Der Weg ist breit. Du teilst ihn mit Yak-Karawanen und Trägern, die Baumaterial und Getränkekisten in die höheren Dörfer schleppen, und gehst an Manimauern und Gebetsfahnen vorbei. Kurz und langsam, damit sich dein Körper an die Höhe gewöhnt.

    2.610 m3 Std. GehzeitLodge
  3. Tag3

    Aufstieg nach Namche Bazaar

    Über Hängebrücken voller Gebetsfahnen geht es am Fluss entlang zum Kontrollposten des Sagarmatha-Nationalparks in Monjo, wo dein Permit geprüft wird. Dann kommt einer der härtesten Anstiege der Route, über 600 Höhenmeter kurz vor dem Ziel. Zwischen den Bäumen siehst du bei klarem Wetter zum ersten Mal den Everest. Nach rund sechs Stunden erreichst du Namche Bazaar auf 3.440 Metern, das größte Dorf im Khumbu, halbrund in den Hang gebaut. Du bleibst zwei Nächte.

    3.440 m6 Std. GehzeitLodge
  4. Tag4

    Akklimatisierung in Namche Bazaar

    Der Akklimatisierungstag in Namche Bazaar (3.440 m) folgt dem Prinzip climb high, sleep low. Du steigst auf rund 3.880 Meter zum Everest View Hotel oder ins Sherpa-Dorf Khumjung und kehrst zum Schlafen nach Namche zurück. Von oben siehst du Everest, Lhotse und Ama Dablam nebeneinander, und die vier Stunden Bewegung helfen dem Körper mehr als ein Tag im Bett. Am Nachmittag lohnt das Museum des Nationalparks. Viel trinken, regelmäßig essen und auf Kopfschmerzen oder Schwindel achten.

    3.440 m4 Std. GehzeitLodge
  5. Tag5

    Weiter nach Tengboche

    Erst ein angenehmer Höhenweg mit freiem Blick auf den Ama Dablam, dann hinunter zum Fluss und steil wieder hinauf durch Rhododendronwald, der im Frühjahr rot und rosa blüht. Rund fünf Stunden. Tengboche auf 3.860 Metern liegt auf einem freien Rücken mit dem bekanntesten Kloster des Khumbu. Kommst du zur richtigen Zeit, hörst du die Puja der Mönche mit Muschelhörnern und Trommeln. Die Nacht ist kalt und windig. Der Sonnenuntergang über Everest und Ama Dablam entschädigt dafür.

    3.860 m5 Std. GehzeitLodge
  6. Tag6

    Aufstieg nach Dingboche

    Durch Wald hinunter und über Pangboche das Imja-Tal hinauf, offen und windig, mit dem Ama Dablam den ganzen Tag aus wechselnden Winkeln neben dir. Die Bäume bleiben zurück, und Steinmauern ersetzen den Wald. Nach fünf bis sechs Stunden erreichst du Dingboche auf 4.410 Metern. Die Höhe spürst du jetzt deutlicher. Langsamer gehen, bewusster atmen. Dingboche ist ein Knotenpunkt für Trekker und Bergsteiger, mit Lodges, Solarstrom und einfachen Duschen.

    4.410 m5 Std. GehzeitLodge
  7. Tag7

    Akklimatisierung: Nangkartshang Peak

    Heute steigst du auf den Nangkartshang über Dingboche, auf rund 5.100 Meter, steil, aber ohne Kletterei. Rund vier Stunden hin und zurück. Oben stehen Makalu im Osten, Ama Dablam, Lhotse und die Wand des Nuptse direkt vor dir. Mehr als der Blick zählt die Wirkung, denn der kurze Ausflug in die Höhe regt deinen Körper an, mehr rote Blutkörperchen zu bilden. Das hilft später in Lobuche und im High Camp. Abends wieder Dingboche.

    4.410 m4 Std. GehzeitLodge
  8. Tag8

    Ankunft in Lobuche

    Über den offenen, steinigen Talboden am Khumbu-Gletscher und an den Gedenksteinen für die Toten des Everest vorbei erreichst du in rund fünf Stunden Lobuche auf 4.940 Metern. Der Wind pfeift oft ungebremst. Ab jetzt ist warme Kleidung Pflicht, den ganzen Tag. Lobuche besteht aus ein paar einfachen Lodges, mehr Lager als Dorf. Am Abend bespricht dein Guide-Team mit dir die Klettertage, Wetterfenster und den Ablauf am Gipfelgrat.

    4.940 m5 Std. GehzeitLodge
  9. Tag9

    Optionaler Abstecher zum Everest Base Camp

    Wer will, macht heute einen Abstecher über Gorak Shep auf 5.170 Metern zum Everest Base Camp auf 5.364 Metern und zurück, rund acht Stunden über Moränen neben dem Khumbu-Gletscher. Weil der Zustieg nach Lobuche ohnehin auf der Base-Camp-Route liegt, lässt sich das ohne zusätzliche Logistik machen, und viele verbinden so beide Ziele. Das Lager selbst ist außerhalb des Frühjahrs ein stiller Platz aus Fels und Eis. Wer lieber ruht, bleibt in Lobuche. Abends ein frühes, reichliches Essen.

    4.940 m8 Std. GehzeitLodge
  10. Tag10

    Aufstieg zum Lobuche High Camp

    Rund drei Stunden steigst du stetig über einen immer felsigeren Grat zum High Camp auf etwa 5.400 Metern. Zum ersten Mal schläfst du im Zelt, das Küchenteam baut eine kleine Zeltküche auf, und am Nachmittag prüft dein Kletterguide jedes Teil deiner Ausrüstung und erklärt den Ablauf des Gipfeltags. Vom Lager aus siehst du den Gipfelgrat, schmal, teils vereist und steiler als alles bisher. Die Nacht ist kalt und für viele unruhig. Ein guter Schlafsack macht den Unterschied.

    5.400 m3 Std. GehzeitZelt
  11. Tag11

    Klettertraining am High Camp

    Ein Trainingstag. Rund drei Stunden übt dein Kletterguide mit dir an einem flacheren Schneefeld beim Lager, wo Fehler keine Folgen haben, das Gehen mit Steigeisen auf Schnee und Eis, den Jumar am Fixseil und das Sichern mit dem Klettergurt. Auch erfahrene Trekker mit wenig alpiner Praxis brauchen diese Auffrischung, denn am Gipfelgrat ist kein Platz für Unsicherheit. Das Team beobachtet die Wetterprognose und legt mit dir die Startzeit fest, meist weit vor Sonnenaufgang.

    5.400 m3 Std. GehzeitZelt
  12. Tag12

    Gipfeltag: Lobuche East (6.119 m)

    Gegen ein oder zwei Uhr nachts brichst du auf, erst über Blockgelände und Schneefelder, dann auf den Gipfelgrat, an dem ab etwa 5.700 Metern Fixseile liegen. Hier sicherst du dich durchgehend mit dem Jumar. Langsam, konzentriert, trotz Kälte und dünner Luft. Nach fünf bis sechs Stunden stehst du, wenn Wetter und Kraft reichen, auf dem Lobuche East auf 6.119 Metern, mit Nuptse gegenüber, der Flanke des Everest, dem Ama Dablam und dem ganzen Khumbu-Gletscher unter dir. Abstieg über High Camp bis Lobuche, rund zehn Stunden insgesamt.

    6.119 m10 Std. GehzeitLodge
  13. Tag13

    Reservetag für Wetter und Erholung

    Ein fester Puffer, weil sich Wetterfenster am Berg fast immer verschieben. Fällt der geplante Gipfeltag wegen Wind, Schnee oder schlechter Sicht aus, geht ihr heute, ohne Aufpreis und ohne Hektik. War der Gipfel schon erfolgreich, ist es ein Ruhetag in Lobuche, wo sich der Körper schneller erholt als im High Camp. Diese Reserve macht den Lobuche East realistisch planbar. Dein Guide-Team bespricht mit dir, wie der Rückweg danach läuft.

    4.940 m0 Std. GehzeitLodge
  14. Tag14

    Abstieg nach Pangboche

    Rund sechs Stunden über Pheriche nach Pangboche auf rund 3.930 Metern, und jeder Höhenmeter tut gut. Nach Tagen aus Fels, Schnee und Geröll tauchen wieder Rhododendren und Kiefern auf. In Pheriche betreiben freiwillige Ärzte eine kleine Höhenklinik, die in der Saison Vorträge für Trekker hält, und Pangboche hat eines der ältesten Klöster im Khumbu, ruhiger als Tengboche. Der Hunger kommt zurück. Ein gutes Zeichen.

    3.930 m6 Std. GehzeitLodge
  15. Tag15

    Rückweg nach Namche Bazaar

    Rund sechs Stunden zurück nach Namche Bazaar, durch die Wälder unter Tengboche und über die Hängebrücken, auf dem Weg vom Aufstieg, aber mit mehr Kraft und einem Blick für Dinge, die dir beim ersten Mal entgangen sind. In Namche warten eine heiße Dusche und richtiger Kaffee. Am Abend sitzt du mit anderen Trekkern und Bergsteigern zusammen. Geschichten über Gipfel und Wetterglück machen die Runde.

    3.440 m6 Std. GehzeitLodge
  16. Tag16

    Letzter Trekkingtag zurück nach Lukla

    Der letzte Trekkingtag, rund sechs Stunden, bergab nach Lukla auf 2.860 Metern, wo sich die letzten Kilometer mit ein paar Gegenanstiegen ziehen. Am Nachmittag sammelt dein Team die Leihausrüstung ein, Steigeisen, Pickel, Gurte und Helme. Am Abend gibt es das Abschiedsessen mit Guides und Trägern, oft Dal Bhat und ein Bier auf den Gipfel. Wenn du möchtest, gibst du jetzt das Trinkgeld, freiwillig und nach eigenem Ermessen.

    2.860 m6 Std. GehzeitLodge
  17. Tag17

    Rückflug nach Kathmandu

    Die Flüge aus Lukla starten früh, wenn die Sicht im Tal noch klar ist, und bei schlechtem Wetter werden sie verschoben. In Kathmandu bringt dich der Transfer ins Hotel. Nach Nächten im Zelt sind Dusche und Bett ein Fest. Der Rest des Tages ist frei für Thamel, Souvenirs oder ein Essen mit der Gruppe, und dein Team bleibt erreichbar, etwa für Fragen zu Anschlussflügen oder einen Besuch in Boudhanath.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel
  18. Tag18

    Abreise

    Je nach Abflugzeit bringt dich unser Team rechtzeitig zum Flughafen Tribhuvan. Bleibt noch Zeit, gehst du zum Durbar Square oder trinkst einen letzten Kaffee abseits der Hauptstraßen von Thamel. Für viele ist das der Moment, an dem die vergangenen 18 Tage greifbar werden, vom Flug nach Lukla bis zum Gipfelgrat auf 6.119 Metern. Verschiebt sich dein Flug, hilft dir unser Team in Kathmandu weiter.

    1.400 m0 Std. GehzeitHotel

Kosten & Leistungen

Leistungen inklusive

  • Vollpension in Teahouses/Lodges bis Lobuche
  • Zeltunterkunft und Vollverpflegung am High Camp
  • Lizenzierter Trekkingguide plus zertifizierter Kletterguide für den Gipfeltag
  • Porter
  • Gletscher- und Kletterausrüstung-Leihgebühr (Steigeisen, Eispickel, Klettergurt, Jumar, Fixseile am Gipfelgrat)
  • Alle Permits (Nationalpark, Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr, NMA Peak Permit)
  • Inlandsflug Kathmandu–Lukla–Kathmandu
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter

Nicht inklusive

  • Internationale Flüge
  • Nepal-Visum
  • Unterkunft/Verpflegung in Kathmandu außerhalb der Tour
  • Persönliche technische Ausrüstung (Bergstiefel, Klettersteigset)
  • Trinkgelder
  • Reise- und Bergungskostenversicherung (Helikopterrettung bis mindestens 6.500 m ist für diese Tour Pflicht)
  • Warme Duschen/WLAN unterwegs

Dokumente

Erforderliche Permits

  • Sagarmatha-Nationalpark-Permit
  • NMA Peak Climbing Permit für Lobuche East
  • Khumbu-Pasang-Lhamu-Gebühr

Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).

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Fragen

Häufige Fragen zu Lobuche East

Kann ich Lobuche East mit einem Besuch des Everest Base Camp verbinden?
Ja, das ist sogar eine der häufigsten Kombinationen für diese Tour. Die Route bis Lobuche auf 4.940 Metern ist identisch mit dem klassischen Everest Base Camp Trek, von dort aus lässt sich ein Tagesausflug über Gorak Shep zum Base Camp selbst problemlos einbauen, bevor du zum High Camp und zum Gipfel weiterziehst. Sprich uns bei der Buchung einfach darauf an, wir passen den Zeitplan entsprechend an und kalkulieren die zusätzlichen ein bis zwei Tage direkt mit ein.
Wie technisch ist der Gipfeltag am Lobuche East?
Deutlich technischer als bei den meisten anderen Trekkingpeaks. Ab etwa 5.700 Metern führt ein schmaler Grat aus Schnee und Eis zum Gipfel, der auf beiden Seiten steil abfällt, und du steigst dort am Fixseil mit Jumar und Steigeisen auf. Dafür brauchst du echte Bewegungssicherheit in steilem, ausgesetztem Gelände, über mehrere Stunden und bei Kälte. Unser Kletterguide übt das vorher am High Camp mit dir, aber der Tag bleibt körperlich und im Kopf fordernd.
Brauche ich Vorerfahrung im technischen Klettern für Lobuche East?
Zwingend vorgeschrieben ist sie nicht, hilfreich aber schon. Wenn du bereits einen anderen Trekkingpeak wie Island Peak bestiegen hast oder Erfahrung mit Steigeisen und Fixseilen mitbringst, fällt dir der Gipfeltag leichter. Ohne Vorerfahrung übt unser zertifizierter Kletterguide die nötige Technik, Jumar-Handling, Steigeisentechnik, Sicherung, konkret mit dir am High Camp, bevor es an den eigentlichen Grat geht. Wichtiger als Vorerfahrung ist eine gute körperliche Grundfitness und die Bereitschaft, sich unter Anleitung auf neues, technisches Gelände einzulassen.
Welche Versicherung brauche ich für diese Tour?
Eine Reise- und Bergungskostenversicherung ist für Lobuche East verpflichtend, und zwar mit Deckung für Helikopterrettung bis mindestens 6.500 Meter. Da der Gipfeltag bis auf 6.119 Meter führt und der High Camp bereits auf 5.400 Metern liegt, reicht eine normale Reiseversicherung ohne Höhenbergsteige-Klausel meist nicht aus. Prüfe vor der Buchung explizit, ob deine Police Bergsteigen mit technischer Kletterausrüstung und die entsprechende Höhe abdeckt, wir fragen den Nachweis bei der Anmeldung ab.
Wie hoch ist die Erfolgsquote am Gipfel von Lobuche East?
Eine feste Zahl nennen wir bewusst nicht, weil sie stark von Wetter, Akklimatisierung und Kondition der Gruppe abhängt. Drei Dinge erhöhen die Chancen. Genug Akklimatisierungstage auf dem Weg, ein fester Reservetag für das Wetter und ein Kletterguide, der den Grat gut genug kennt, um im Zweifel umzukehren, statt ein Risiko einzugehen. Alle drei sind Teil unserer Planung.