Nepals höchster Trekkingpeak: Gipfelerlebnis auf 6.461 Metern
Mera Peak
Der Mera Peak ist mit 6.461 Metern der höchste Trekkingpeak Nepals: eine 17-tägige Gletscherbesteigung ab Lukla durch das einsame Hinku-Tal, mit Steigeisen, Seilschaft und einem der weitesten Achttausender-Panoramen im Himalaya.
- Dauer
- 17 Tage
- Schwierigkeit
- Schwer
- Max. Höhe
- 6.461 m
- Gruppengröße
- 2–10 Personen
- Startpunkt
- Lukla
- Preis ab
- 2.650 €
Der Mera Peak steht mit 6.461 Metern an der Spitze aller nepalesischen Trekkingpeaks, jener Kategorie von Gipfeln, die die Nepal Mountaineering Association (NMA) unter einem vereinfachten Permit-System führt, das unterhalb einer vollen Expeditionsgenehmigung liegt. Trotz dieser Einstufung ist der Mera Peak eine echte Gletscherbesteigung: Steigeisen, Eispickel, Klettergurt und Seilschaft gehören am Gipfeltag zur Grundausstattung, nicht zur Kür. Die Route beginnt wie die zum Everest Base Camp mit dem Flug nach Lukla, biegt dann aber nach Süden ins abgelegene Hinku-Tal ab, weit weg vom Hauptweg durchs Khumbu. Über Kothe und Khare, das letzte Dorf und traditionelle Basislager für Ausrüstungscheck und Steigeisentraining, führt der Weg auf den Mera-Gletscher und schließlich zum High Camp, von wo aus der Gipfeltag im Dunkeln beginnt. Oben angekommen, öffnet sich ein Panorama, das seinesgleichen sucht: Everest, Lhotse, Makalu, Kangchenjunga und Cho Oyu, fünf Achttausender an einem einzigen klaren Morgen. 17 Tage dauert die komplette Tour, von der Ankunft in Kathmandu bis zum Rückflug aus Lukla, mit ausreichend Pufferzeit für Akklimatisation und einen möglichen zweiten Gipfelversuch bei schlechtem Wetter. Für erfahrene Nepal-Trekker ist der Mera Peak seit Jahren ein fester Programmpunkt, gerade weil er die Grenze zwischen Trekking und Bergsteigen so klar erlebbar macht: Zwei Wochen läufst du wie auf einem anspruchsvollen Höhentrek, die letzten Tage kletterst du wie auf einer echten Gletscherexpedition, samt Zeltlager, Frühstart und Seilschaft.
Für wen sich der Mera Peak eignet
Der Mera Peak richtet sich an erfahrene Trekker, die den Schritt zu einem echten Gipfelerlebnis machen wollen, ohne gleich eine mehrwöchige Expedition mit hohem technischem Kletteranspruch zu buchen. Du brauchst keine Vorerfahrung im alpinen Klettern, aber eine solide Grundfitness und die Bereitschaft, dich ernsthaft auf die Vorbereitung einzulassen: lange Gehtage in Höhe, Ausdauer über mehrere Stunden am Stück und Stabilität beim Gehen mit Steigeisen. Wer bereits einen mehrtägigen Trek in Höhen über 4.000 Metern gemacht hat, etwa zum Everest Base Camp oder Annapurna Base Camp, bringt eine gute Basis mit.
Genauso wichtig ist der Umgang mit der Höhe selbst. Auf dem Weg zum Gipfel überschreitest du wiederholt die Marke von 5.000 und 6.000 Metern, und die Akklimatisation entscheidet am Ende darüber, ob der Gipfelversuch gelingt. Unser Guide-Team in Kathmandu plant die Route deshalb bewusst mit mehreren Pufferzeiten und Trainingstagen in Khare, statt dich in gehetztem Tempo nach oben zu treiben. Wenn du körperlich fit bist, psychisch auf lange, kalte Tage vorbereitet und bereit, dich einem erfahrenen Kletterguide für den technischen Teil anzuvertrauen, ist der Mera Peak eine realistische und lohnende Zielmarke. Wichtig ist auch das Alter kein starres Kriterium: Wir begleiten regelmäßig Teilnehmer zwischen 20 und weit über 60 Jahren zum Gipfel, entscheidend ist immer die individuelle Kombination aus Fitness, Höhenverträglichkeit und mentaler Vorbereitung, nicht eine feste Zahl im Pass.
Route und Charakter
Die ersten Tage der Tour unterscheiden sich kaum von einem klassischen Khumbu-Trek: Flug nach Lukla auf 2.860 Metern, dann hinein ins Bergland. Doch statt nach Norden Richtung Namche Bazaar abzubiegen, führt die Route über den Zatrwa La auf 4.610 Metern nach Südosten ins Hinku-Tal, eines der am wenigsten besuchten Trekkinggebiete im gesamten Everest-Raum. Hier gibt es keine großen Lodges mit Bäckerei und WLAN, sondern einfache Teehäuser, Rhododendronwälder und Ausblicke auf Mera Peak selbst, der über weite Strecken der Route sichtbar bleibt.
Kothe und Thangnak markieren die Etappen entlang des Hinku Drangka, bevor Khare auf 5.045 Metern erreicht wird, das letzte Dorf der Route und der zentrale Stützpunkt vor dem Gletscher. In Khare bleibst du mehrere Nächte: für die Akklimatisation, aber auch für das praktische Steigeisentraining auf dem unteren Gletscher, bei dem dein Kletterguide dir Schritt für Schritt zeigt, wie Gehen, Bremsen und Sichern am Seil funktionieren. Von Khare aus führt die Route über Base Camp und High Camp auf den Mera-Gletscher, eine offene, überwiegend spaltenarme Gletscherfläche, die dennoch Seilschaft und Routenkenntnis erfordert.
Der Charakter der Tour wechselt damit deutlich: von einem klassischen Höhentrekking in den ersten Tagen zu einer echten Gletscherbesteigung am Ende. Genau dieser Kontrast, gepaart mit dem Panorama am Gipfel auf fünf Achttausender gleichzeitig, macht den Mera Peak zu einem der eindrücklichsten Ziele im gesamten Himalaya. Unterwegs begegnest du kaum den großen Trekkinggruppen, die die Route zum Everest Base Camp prägen, sondern eher kleinen Sherpa-Familien, Yak-Karawanen und einzelnen anderen Kletterteams, die dasselbe Ziel verfolgen. Diese Ruhe ist Teil dessen, was den Mera Peak für viele Rückkehrer zum eigentlichen Höhepunkt ihrer Nepal-Erfahrung macht, mehr noch als der Gipfel selbst.
Schwierigkeit und Anforderungen
Der Begriff Trekkingpeak führt in die Irre, wenn er als Synonym für einfach verstanden wird. Der Mera Peak ist als schwer eingestuft, und das aus gutem Grund: Der Gipfeltag beginnt meist gegen zwei oder drei Uhr morgens bei Minusgraden, führt über mehrere Stunden Gletschergelände mit Steigeisen und Seilschaft und endet erst nach zehn bis zwölf Stunden wieder im High Camp. Spalten sind auf der Standardroute selten, aber vorhanden, weshalb dein Kletterguide die Gruppe grundsätzlich am Seil führt.
Technisches Klettern im Sinne von Fels- oder Eiswandpassagen erwartet dich nicht. Was du aber brauchst, ist Trittsicherheit auf hartem Schnee und Eis, Ausdauer bei Kälte und Sauerstoffmangel sowie die Fähigkeit, über viele Stunden konzentriert zu bleiben. Die Höhe selbst ist der größte limitierende Faktor: Ab Khare bewegst du dich durchgehend über 5.000 Metern, der Gipfel liegt bei 6.461 Metern, und in dieser Zone sinkt die Sauerstoffsättigung im Blut spürbar. Deshalb reisen wir mit Pulsoximeter und kontrollieren jeden Teilnehmer täglich.
Realistisch einschätzen solltest du auch die Kälte: Am High Camp und am Gipfel selbst fallen die Temperaturen deutlich unter null, ein Daunenanzug für den Gipfeltag ist keine Option, sondern Pflicht. Wer körperlich vorbereitet ist, die Steigeisentechnik in Khare ernst nimmt und mental auf einen langen, kalten Tag eingestellt ist, kommt mit guten Erfolgschancen zum Gipfel. Wer den Mera Peak dagegen als bloße Wanderung mit Höhenmetern unterschätzt, wird am Gipfeltag überrascht. Ein weiterer Punkt gehört zur ehrlichen Einschätzung dazu: Crevasse-Rettung und Seilhandling werden in Khare bewusst geübt, nicht weil auf der Standardroute ständig mit offenen Spalten zu rechnen ist, sondern weil dein Kletterguide will, dass du im Ernstfall ruhig und richtig reagierst. Genau diese Kombination aus einfacher Grundtechnik und ernsthafter Vorbereitung unterscheidet einen Trekkingpeak von einer bloßen Bergwanderung.
Permits und Formalitäten
Für den Mera Peak brauchst du mehr als das übliche Trekking-Permit. Je nach genauer Routenführung gilt entweder das Sagarmatha-Nationalpark-Permit oder das Makalu-Barun-Nationalpark-Permit, dazu kommt eine lokale Gebühr der zuständigen Rural Municipality für das Hinku-Tal. Entscheidend ist aber das dritte Dokument: das NMA Peak Climbing Permit, ausgestellt von der Nepal Mountaineering Association speziell für Mera Peak.
Dieses Permit ist der eigentliche Unterschied zwischen einem normalen Trekking und einer Trekkingpeak-Besteigung. Es setzt voraus, dass ein zertifizierter Kletterguide die Gruppe am Gipfeltag begleitet, regelt die Gruppengröße und ist an eine festgelegte Saison und Route gebunden. Wir übernehmen die komplette Beschaffung aller drei Genehmigungen für dich, inklusive der Vorabregistrierung bei der NMA, sodass du bei Ankunft in Kathmandu nur noch deinen Pass und die nötigen Passfotos mitbringen musst. Wichtig für die Reiseplanung: Eine Reise- und Bergungskostenversicherung mit Helikopterrettung bis mindestens 6.500 Metern ist für diese Tour verpflichtend, da reguläre Trekkingversicherungen die Höhe und den Gletscheranteil oft nicht abdecken. Prüfe deshalb vor der Buchung genau, ob deine Police explizit Bergsteigen bis mindestens 6.500 Meter und die Hubschrauberrettung vom Gletscher einschließt, viele Standardpolicen für Trekking decken diese Höhe nicht automatisch ab.
Beste Reisezeit für Mera Peak
März bis Mai und Oktober bis November sind die beiden Fenster, in denen der Mera Peak am zuverlässigsten machbar ist. Beide Perioden liegen zwischen den Monsunphasen und bieten stabile Wetterlagen mit klarem Himmel, besonders wichtig für den Gipfeltag, an dem gute Sicht über Route und Spaltenzonen entscheidend ist.
Im Frühjahr, von März bis Mai, ist der Schnee auf dem Gletscher oft griffiger und die Tage werden zunehmend länger, was mehr Spielraum für den frühen Start am Gipfeltag lässt. Der Herbst, Oktober bis November, gilt als klassische Hauptsaison im gesamten Everest-Gebiet: Die Sicht ist nach dem Monsun meist besonders klar, wodurch das Fünf-Achttausender-Panorama vom Gipfel aus am ehesten in voller Pracht sichtbar wird. Beide Saisons bringen nachts am High Camp und auf dem Gipfel Temperaturen deutlich unter null, unabhängig davon, wie mild es tagsüber in tieferen Lagen wirkt. Von einer Besteigung während der Monsunmonate Juni bis September raten wir grundsätzlich ab: Nebel, Neuschnee und schlechte Sicht erhöhen das Risiko auf dem Gletscher erheblich, ohne einen echten Vorteil zu bieten. Auch der Lukla-Flug selbst reagiert empfindlich auf Wetterlagen: In der Hauptsaison zwischen Oktober und November kann es an einzelnen Tagen zu Verzögerungen kommen, weshalb wir bewusst Pufferzeit sowohl vor als auch nach der eigentlichen Besteigung einplanen.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Für die allgemeine Trekkingausrüstung, von Schlafsack bis Wanderschuhen, findest du die komplette Übersicht in unserem Packliste-Guide. An dieser Stelle geht es um das, was den Mera Peak von einem normalen Trek unterscheidet: die technische Ausrüstung für den Gipfeltag.
Steigeisen, Eispickel, Klettergurt und Seil stellen wir dir leihweise, damit du diese Spezialausrüstung nicht extra anschaffen musst. Was du selbst mitbringen solltest, sind isolierte Bergstiefel, die mit Steigeisen kompatibel sind, sowie ein Daunenanzug für den Gipfeltag, denn die Kombination aus Höhe, Wind und nächtlichem Start bei Minusgraden verlangt nach einer Isolationsschicht, die eine normale Daunenjacke allein nicht leisten kann. Dazu kommen warme, gefütterte Handschuhe, eine gute Stirnlampe mit Ersatzbatterien für den Aufstieg im Dunkeln und eine Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz gegen die Gletscherblendung. In Khare übst du gemeinsam mit dem gesamten Team, sodass du dich mit der geliehenen Ausrüstung vertraut machst, bevor es auf den Gletscher geht. Ein häufiger Fehler ist, den Daunenanzug oder die Handschuhe erst kurz vor der Abreise zu kaufen und nie anzuprobieren: Teste jedes Ausrüstungsteil vorab mindestens einmal, im besten Fall bei echter Kälte, damit Passform und Handhabung am Gipfeltag nicht zur Nebensache werden, die dich Zeit und Energie kostet.
Vergleich zu anderen Gipfelbesteigungen
Innerhalb unseres Programms an Gipfelbesteigungen im Everest-Gebiet steht der Mera Peak am Anfang der Schwierigkeitsskala, aber nicht am Anfang der Höhe: Mit 6.461 Metern ist er höher als der Island Peak mit seinen 6.189 Metern. Trotzdem gilt er technisch als der zugänglichere der beiden, da die Gletscherpassage insgesamt gleichmäßiger verläuft und weniger ausgesetzte Passagen bietet als der markante Gipfelgrat des Island Peak.
Der Ama Dablam spielt dagegen in einer anderen Liga. Der markante Gipfel im Herzen des Khumbu verlangt echtes technisches Felsklettern, fixierte Seile über mehrere Lager und alpinistische Erfahrung, die über das hinausgeht, was auf einem Trekkingpeak verlangt wird. Wer sich fragt, wo er selbst hingehört: Der Mera Peak ist der richtige Einstieg für alle, die eine erste echte Gletscherbesteigung mit Seilschaft und Steigeisen erleben wollen, der Island Peak ein logischer nächster Schritt mit mehr Ausgesetztheit am Gipfelgrat, und der Ama Dablam das Ziel für alpinistisch erfahrene Kletterer.
Dein Weg auf den Mera Peak
Unser Team in Kathmandu plant jede Mera-Peak-Gruppe mit maximal zehn Teilnehmern, damit dein Kletterguide am Gipfeltag wirklich auf jeden Einzelnen eingehen kann. Die Route, das Guide-Verhältnis und die Pufferzeiten sind seit unserer Gründung 2016 über zahlreiche Durchführungen gewachsen und laufend an die aktuellen Bedingungen im Hinku-Tal angepasst.
Schreib uns dein Wunschdatum zwischen März und Mai oder Oktober und November, und wir prüfen gemeinsam mit dir, ob deine bisherige Höhenerfahrung und Fitness zum Anspruch dieser Tour passen. Bei Bedarf schlagen wir dir vorbereitende Treks in Nepal vor, die dich gezielt auf die Höhe und die Gehzeiten am Mera Peak einstimmen. Der erste Schritt ist ein kurzes Gespräch mit unserem Team, nicht die fertige Buchung.
Impressionen
Bildergalerie
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Ankunft in Kathmandu
Am ersten Tag landest du in Kathmandu auf 1.345 Metern, wo dich ein Vertreter unseres Teams am Flughafen empfängt und zu deinem Hotel im Thamel-Viertel bringt. Nach der langen Anreise bleibt der Nachmittag frei, um anzukommen und dich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Am Abend triffst du bei einem gemeinsamen Essen erstmals auf deinen Trekkingguide, der dir einen ersten Überblick über die kommenden 17 Tage gibt: Route, Wetterlage im Hinku-Tal und den aktuellen Zustand von Zatrwa La und Mera-Gletscher. Kathmandu selbst, mit seinen engen Gassen und Tempelanlagen, hebst du dir noch für den kommenden Tag auf, heute zählt vor allem Ruhe vor dem Abflug nach Lukla.
1.345 m0 Std. GehzeitHotel - Tag2
Kathmandu: Vorbereitung und Permits
Der zweite Tag in Kathmandu (1.345 m) dient der letzten Vorbereitung vor dem Aufbruch ins Hinku-Tal. Am Vormittag gehst du gemeinsam mit deinem Guide die vollständige Ausrüstungsliste durch, von Steigeisen-Passform bis Daunenanzug, und wir klären letzte Fragen zu Permits und Versicherung. Anschließend bleibt Zeit für einen kurzen Ausflug zum Durbar Square oder zur Stupa von Boudhanath, beide nur eine kurze Fahrt vom Hotel entfernt. Am Nachmittag erhältst du das NMA Peak Climbing Permit sowie das Nationalpark-Permit, beide bereits durch unser Büro vorbereitet. Der Abend gehört einem letzten gemeinsamen Briefing mit der gesamten Gruppe, inklusive Notfallprozeduren, bevor früh am nächsten Morgen der Flug nach Lukla ansteht.
1.345 m1 Std. GehzeitHotel - Tag3
Flug nach Lukla, Trek nach Chutanga
Der dritte Tag beginnt mit dem kurzen, aber spektakulären Flug von Kathmandu nach Lukla auf 2.860 Metern, dem Tor zum gesamten Everest-Gebiet. Von der berühmten Landebahn aus wandert die Gruppe jedoch nicht Richtung Namche Bazaar, sondern biegt südöstlich ab in Richtung Hinku-Tal. Der erste Trekkingtag führt durch Kiefernwald und vereinzelte Sherpa-Siedlungen hinauf nach Chutanga auf 3.050 Metern, wo die erste Lodge der Tour wartet. Die vier Gehstunden sind moderat, dienen aber bereits der Höhenanpassung nach dem schnellen Anstieg von Kathmandu aus. Ab hier wird die Route spürbar ruhiger als der Hauptweg zum Everest Base Camp: keine großen Teehausdörfer, kaum andere Trekkinggruppen, dafür erste Blicke auf die umliegenden Sechstausender.
3.050 m4 Std. GehzeitLodge - Tag4
Über den Zatrwa La nach Thuli Kharka
Der vierte Tag gilt als einer der anstrengendsten der gesamten Tour: der Übergang über den Zatrwa La auf 4.610 Metern. Der Aufstieg von Chutanga aus verläuft steil über Geröll und teils vereiste Passagen, besonders in den frühen Morgenstunden, weshalb ein zeitiger Start wichtig ist. Von der Passhöhe aus öffnet sich erstmals der Blick auf das Hinku-Tal und, bei klarer Sicht, auf Mera Peak selbst in der Ferne. Der Abstieg auf der anderen Seite führt durch alpines Grasland nach Thuli Kharka auf etwa 4.300 Metern. Mit rund sieben Gehstunden ist dies der längste Tag bis zum Gipfelversuch, gleichzeitig ein wichtiger Baustein der Akklimatisation, da du innerhalb weniger Stunden deutlich über 4.500 Meter steigst und danach wieder etwas absteigst.
4.300 m7 Std. GehzeitLodge - Tag5
Abstieg nach Kothe
Von Thuli Kharka aus führt der fünfte Tag hinunter ins eigentliche Hinku-Tal nach Kothe auf 3.691 Metern. Der Abstieg durch dichten Rhododendron- und Nadelwald ist landschaftlich einer der schönsten Abschnitte der Route, mit Blick auf den Hinku Drangka, den Gletscherfluss, der das Tal durchzieht. Kothe ist eine kleine Ansammlung von Lodges, die inzwischen fast ausschließlich Mera-Peak-Gruppen versorgen, ein deutliches Zeichen dafür, wie abgelegen dieser Teil des Everest-Gebiets ist. Die rund fünf Gehstunden sind angenehm zu laufen, da der Weg überwiegend bergab verläuft und der Körper Zeit hat, sich von der Passüberquerung des Vortags zu erholen, bevor es in den kommenden Tagen wieder stetig bergauf geht.
3.691 m5 Std. GehzeitLodge - Tag6
Kothe nach Thangnak
Der sechste Tag folgt dem Hinku Drangka flussaufwärts von Kothe nach Thangnak auf 4.356 Metern. Das Tal wird zunehmend enger und alpiner, Wald weicht Latschenkiefer und schließlich offenem Weideland, während im Hintergrund bereits die vergletscherten Flanken des Mera Peak sichtbar werden. Die vier Gehstunden sind moderat, doch der Höhengewinn von über 600 Metern macht den Tag zu einem wichtigen Schritt der Akklimatisation. Thangnak selbst besteht nur aus einer Handvoll einfacher Lodges, deutlich rustikaler als die Unterkünfte weiter unten im Tal. Ab hier spürst du die dünnere Luft bei Anstrengung bereits deutlicher, weshalb der Guide das Tempo bewusst langsam hält.
4.356 m4 Std. GehzeitLodge - Tag7
Akklimatisation in Thangnak, Ausflug zum Sabai Tsho
Tag sieben ist als Akklimatisationstag in Thangnak (4.356 m) eingeplant, mit einem optionalen Ausflug zum Sabai Tsho, einem Gletschersee oberhalb des Dorfes. Der Aufstieg zum See dauert rund drei Stunden hin und zurück und bringt dich kurzzeitig über 4.600 Meter, bevor du zum Schlafen wieder nach Thangnak absteigst, nach dem klassischen Prinzip hoch steigen, tief schlafen. Der Blick vom See auf die umliegenden Gipfel, darunter erste Ausläufer des Mera-Massivs, ist eine der ruhigeren Belohnungen der Tour. Der Nachmittag bleibt frei für Ruhe, Wäsche waschen und ein längeres Gespräch mit dem Guide über die Steigeisentechnik, die in den kommenden Tagen in Khare geübt wird.
4.356 m3 Std. GehzeitLodge - Tag8
Aufstieg nach Khare
Von Thangnak aus erreichst du am achten Tag Khare auf 5.045 Metern, das letzte Dorf der Route und der zentrale Stützpunkt vor dem Gletscher. Der Weg führt über Moränenschutt und zunehmend karges Gelände, mit dem Mera-Gletscher und dem Gipfel selbst nun ständig in Sichtweite. Die vier Gehstunden verlaufen in moderatem Tempo, da die Höhe spürbar zunimmt und viele Teilnehmer hier erste leichte Höhensymptome wie Kopfschmerzen bemerken, die wir täglich mit dem Pulsoximeter kontrollieren. Khare selbst ist mehr Basislager als Dorf: einfache Lodges, ein kleiner Ausrüstungsverleih und eine Handvoll Guides, die hier auf ihre Gruppen warten. Ab jetzt beginnt der eigentliche Bergsteiger-Teil der Tour.
5.045 m4 Std. GehzeitLodge - Tag9
Akklimatisation und Klettertraining in Khare
Der neunte Tag ist der zweite Akklimatisationstag, diesmal kombiniert mit praktischem Klettertraining auf dem unteren Mera-Gletscher oberhalb von Khare (5.045 m). Dein zertifizierter Kletterguide zeigt dir hier Schritt für Schritt den Umgang mit Steigeisen, das Gehen am fixen Seil, Auf- und Abstiegstechnik am Jümar sowie einfache Selbstsicherung, alles auf einem übersichtlichen, wenig steilen Gletscherabschnitt. Für die meisten Teilnehmer ist dies der erste direkte Kontakt mit Gletschereis, weshalb wir bewusst Zeit einplanen, statt das Training zu hetzen. Die praktischen vier Stunden am Eis wirken zugleich als weiterer Akklimatisationsschritt. Am Abend bespricht die Gruppe gemeinsam mit den Guides den Zeitplan für Base Camp, High Camp und den Gipfeltag, abhängig von der aktuellen Wetterprognose.
5.045 m4 Std. GehzeitLodge - Tag10
Khare zum Mera Base Camp
Am zehnten Tag verlässt die Gruppe Khare in Richtung Mera Base Camp auf etwa 5.300 Metern. Der Weg führt direkt auf den Gletscher hinauf, erstmals mit angelegten Steigeisen und am Seil, sodass sich die Technik aus dem Training vom Vortag sofort in der Praxis bewährt. Das Base Camp besteht aus Zelten, die unser Team vorab aufgebaut hat, samt Küchenzelt und Vollverpflegung. Die vier Gehstunden sind konditionell überschaubar, doch die Höhe und die ungewohnte Umgebung auf dem offenen Gletscherfeld fordern spürbar mehr Konzentration als das Wandern der vergangenen Tage. Der Blick von hier auf die Gipfelpyramide des Mera Peak macht das bevorstehende Ziel erstmals greifbar.
5.300 m4 Std. GehzeitZelt - Tag11
Base Camp zum High Camp
Der elfte Tag bringt dich vom Base Camp zum High Camp auf rund 5.800 Metern, dem letzten Lager vor dem Gipfelversuch. Der Aufstieg über den offenen Gletscher ist konditionell fordernd, aber technisch unkompliziert, die Route verläuft überwiegend auf mäßig geneigtem Terrain mit wenigen sichtbaren Spalten. Das High Camp liegt exponiert auf einem Felsgrat über dem Gletscher, mit einem der eindrücklichsten Sonnenuntergänge der gesamten Tour, wenn die umliegenden Sechs- und Siebentausender in Abendlicht getaucht werden. Wegen der dünnen Luft und der Kälte geht die Gruppe früh schlafen, meist schon kurz nach dem Abendessen, denn der Aufbruch zum Gipfel erfolgt in der Nacht, üblicherweise gegen zwei oder drei Uhr morgens.
5.800 m5 Std. GehzeitZelt - Tag12
Gipfeltag: Mera Peak (6.461 m)
Tag zwölf ist der Gipfeltag: Aufbruch vom High Camp gegen zwei oder drei Uhr morgens, bei Stirnlampenlicht und Minusgraden, angeseilt und mit vollständiger Gletscherausrüstung. Der Aufstieg auf den Gipfel des Mera Peak (6.461 m) zieht sich über mehrere Stunden stetiger, mäßig steiler Gletscherhänge, unterbrochen von kurzen steileren Passagen kurz unterhalb des Gipfelgrats. Mit der Morgendämmerung erreichst du, bei guten Bedingungen, den höchsten Punkt: Von hier siehst du an einem klaren Tag fünf Achttausender gleichzeitig, Everest, Lhotse, Makalu, Kangchenjunga und Cho Oyu, ein Panorama, das nur wenige Gipfel im Himalaya bieten. Nach kurzer Zeit am Gipfel beginnt der lange Abstieg zurück über High Camp und Base Camp bis nach Khare, insgesamt zehn bis zwölf Stunden auf den Beinen, erschöpft, aber mit dem Gipfelerfolg im Gepäck.
6.461 m11 Std. GehzeitLodge - Tag13
Pufferzeit in Khare
Der dreizehnte Tag ist bewusst als Pufferzeit in Khare (5.045 m) eingeplant, für den Fall, dass Wetter oder körperlicher Zustand den Gipfelversuch am Vortag verhindert haben. Konnte der Gipfel bereits erreicht werden, nutzt die Gruppe den Tag zur Erholung, mit ausgiebigem Frühstück, Wäsche waschen und einem entspannten Spaziergang durch die nähere Umgebung. War ein zweiter Versuch nötig, dient dieser Tag als tatsächlicher zweiter Gipfeltag mit demselben Ablauf wie zuvor beschrieben. Diese eingebaute Flexibilität ist einer der Gründe, warum die Tour insgesamt 17 Tage dauert, statt den Zeitplan zu eng zu takten und den Erfolg vom Wetter eines einzigen Tages abhängig zu machen.
5.045 m3 Std. GehzeitLodge - Tag14
Abstieg nach Kothe
Am vierzehnten Tag beginnt der Rückweg aus dem Hinku-Tal, zunächst von Khare zurück nach Kothe auf 3.691 Metern. Der Abstieg über sechs Stunden fühlt sich nach den anstrengenden Tagen am Gletscher spürbar leichter an, mit deutlich mehr Sauerstoff in der Luft und wieder dichterem Bewuchs entlang des Weges. Viele Teilnehmer bemerken hier zum ersten Mal seit Tagen wieder richtigen Appetit und einen erholsameren Schlaf, ein deutliches Zeichen für die Erholung nach der Höhenbelastung am Gipfel. In Kothe angekommen, lässt die Gruppe den Gipfeltag gemeinsam Revue passieren, oft bei einem kleinen improvisierten Feiern mit dem gesamten Trekking- und Küchenteam.
3.691 m6 Std. GehzeitLodge - Tag15
Kothe nach Thuli Kharka
Der fünfzehnte Tag führt von Kothe zurück nach Thuli Kharka auf rund 4.300 Metern, denselben Weg wie beim Hinaufweg, nun aber bergauf statt bergab. Die sechs Gehstunden sind konditionell spürbar, da der Weg nach der Erholung in tieferen Lagen wieder deutlich an Höhe gewinnt. Der Blick zurück ins Hinku-Tal und auf die inzwischen vertraute Silhouette des Mera Peak wirkt aus dieser Perspektive noch einmal anders als beim ersten Durchqueren. Die Lodge in Thuli Kharka liegt exponiert, oft mit Wind, weshalb ein frühes Zubettgehen sinnvoll ist vor der Überquerung des Zatrwa La am folgenden Tag.
4.300 m6 Std. GehzeitLodge - Tag16
Über den Zatrwa La zurück nach Lukla
Tag sechzehn bringt die letzte große Herausforderung der Rückreise: die erneute Überquerung des Zatrwa La auf 4.610 Metern, diesmal von der Hinku-Seite aus. Der frühe Start ist wichtig, da der Pass am Nachmittag häufiger von Wind und aufziehenden Wolken betroffen ist. Nach der Passhöhe folgt ein langer, teils steiler Abstieg zurück nach Lukla auf 2.860 Metern, insgesamt rund sieben Gehstunden. In Lukla angekommen, empfängt dich nach den ruhigen Tagen im Hinku-Tal wieder mehr Betrieb: Lodges, Cafés und die aktive Landebahn. Der Abend gehört einem gemeinsamen Abschlussessen mit der gesamten Guide- und Trägermannschaft, oft der emotionalste Abend der gesamten Tour.
2.860 m7 Std. GehzeitLodge - Tag17
Rückflug nach Kathmandu
Der letzte Tag beginnt mit dem Rückflug von Lukla nach Kathmandu (1.345 m), abhängig vom Wetter meist am frühen Morgen. Nach der Landung bringt dich unser Team zurück zu deinem Hotel, wo eine warme Dusche und ein bequemes Bett nach 16 Tagen im Gelände besonders willkommen sind. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung, für letzte Einkäufe im Thamel-Viertel, ein ruhiges Café oder einfach Erholung. Am Abend laden wir dich zu einem gemeinsamen Abschiedsessen ein, bei dem Guide und Team dir offiziell zur erfolgreichen Besteigung des Mera Peak gratulieren, bevor am nächsten Tag dein internationaler Rückflug oder die Weiterreise ansteht.
1.345 m0 Std. GehzeitHotel
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Vollpension in Teehäusern/Lodges bis Khare
- Zeltunterkunft und Vollverpflegung am Base Camp und High Camp
- Lizenzierter Trekkingguide
- Zertifizierter Kletterguide für den Gipfeltag
- Porter
- Leihgebühr für Gletscherausrüstung (Steigeisen, Eispickel, Klettergurt, Seil)
- Alle Permits (Nationalpark-Permit, NMA Peak Climbing Permit, lokale Gebühr)
- Inlandsflug Kathmandu-Lukla-Kathmandu
- Erste-Hilfe-Ausrüstung inkl. Pulsoximeter
Nicht inklusive
- Internationale Flüge
- Nepal-Visum
- Unterkunft und Verpflegung in Kathmandu außerhalb der Tour
- Persönliche technische Ausrüstung (Bergstiefel für den Gipfeltag, Daunenanzug empfohlen)
- Trinkgelder
- Reise- und Bergungskostenversicherung (Helikopterrettung bis mindestens 6.500 m ist Pflicht)
- Warme Duschen und WLAN unterwegs
Dokumente
Erforderliche Permits
- Sagarmatha-Nationalpark-Permit oder Makalu-Barun-Nationalpark-Permit (je nach Route)
- NMA Peak Climbing Permit für Mera Peak
- Lokale Gebiets-Permit (Rural Municipality)
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
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