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Nepal Wetter im Oktober: Temperaturen, Feste und Trekking

Der Oktober ist Nepals beliebtester Trekkingmonat. Nach dem Monsun ist die Luft klar, Kathmandu hat tagsüber 24 bis 27 °C, und in Lobuche fallen die Nächte auf minus 5 bis minus 12 °C. Was das für deinen Trek heißt, wie voll es wird und was du einpacken solltest.

Zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2026 · Ajay Shrestha, Gründer & Geschäftsführung

Blick auf die Khumbu-Bergkette nahe Lobuche in der Everest-Region

Im Oktober zeigt sich Nepal von seiner klarsten Seite. Der Monsun ist meist in der ersten Oktoberwoche vorbei, der Regen hat den Staub aus der Luft gewaschen, und die Achttausender stehen von früh bis spät gestochen scharf am Himmel. In Kathmandu auf rund 1.400 Metern hat es tagsüber 24 bis 27 Grad und nachts 13 bis 16 Grad. Ab etwa 3.500 Metern wird es frisch. In Namche Bazaar sind es in der Sonne 10 bis 15 Grad, nachts um null, und in Dingboche oder Lobuche fällt das Thermometer nachts auf minus 5 bis minus 12 Grad. Der Himmel ist fast immer blau, und in Kathmandu regnet es im ganzen Monat meist nur an drei bis fünf Tagen.

Warum der Oktober so beliebt ist

Stabiles Wetter, gute Sicht und angenehme Temperaturen in den Tälern kommen in keinem anderen Monat so zuverlässig zusammen. Das wissen alle. Rund um den Everest, am Annapurna und im Manaslu-Gebiet ist der Oktober deshalb der vollste Monat des Jahres, die Lukla-Flüge sind lange im Voraus ausgebucht, und in Orten wie Namche, Dingboche oder Manang sind die besseren Zimmer früh vergeben. In der Hochsaison starten die Flüge nach Lukla außerdem oft ab Manthali statt ab Kathmandu, mehr dazu im Artikel über Lukla-Flüge ab Manthali. Wer im Oktober reisen will, bucht am besten vier bis sechs Monate vorher. Wie der Monat ins ganze Jahr passt, zeigt unser Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.

Dashain und Tihar

Im Herbst feiert Nepal seine zwei größten Feste. Dashain dauert rund zwei Wochen und fällt je nach Mondkalender in den späten September oder in den Oktober, und Tihar, das Lichterfest, folgt etwa drei Wochen danach. Viele Nepalesen fahren dann zu ihren Familien. Busse und Inlandsflüge sind voll, manche Läden und Behörden in Kathmandu schließen für ein paar Tage, und in den Dörfern hängen Bambusschaukeln und Lichterketten. Für deinen Trek ändert das wenig. Plane die Tage in Kathmandu aber mit etwas Puffer ein.

Kathmandu, Pokhara und das Tiefland

In Kathmandu ist der Oktober angenehm warm, und abends reicht meist ein leichter Pullover. Pokhara auf rund 820 Metern ist mit 26 bis 28 Grad am Tag noch wärmer, und gerade am Morgen spiegeln sich Machapuchare und die Annapurna-Kette im Phewa-See. Im Terai um Chitwan hat es 28 bis 32 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit. Die Safarisaison beginnt. Weil das Elefantengras nach dem Monsun noch sehr hoch steht, siehst du Nashörner und andere Tiere im November und Dezember oft besser als Anfang Oktober.

Lhotse und Ama Dablam im Abendlicht über dem Wald
Abendlicht auf Lhotse und Ama Dablam.

Im Hochgebirge

In der Höhe sind die Tage im Oktober sonnig und die Nächte kalt, aber noch nicht so eisig wie im Dezember. Am Everest Base Camp auf 5.364 Metern hast du tagsüber in der Sonne null bis 5 Grad, bei Wind deutlich weniger, und in Gorak Shep sind nachts minus 10 bis minus 15 Grad möglich. Am Thorong La auf 5.416 Metern liegt meist wenig Schnee. Der Pass ist gut begehbar. Wolken ziehen in der Regel erst am Nachmittag auf, morgens ist es fast immer klar, und deshalb starten Guides lange Etappen und Gipfeltage früh.

Wenn ein Sturm kommt

Ganz sicher ist auch der Oktober nicht. Ausläufer von Wirbelstürmen aus dem Golf von Bengalen bringen ab und zu zwei, drei Tage Regen in den Tälern und viel Neuschnee in der Höhe. Im Oktober 2014 löste der Zyklon Hudhud im Annapurna-Gebiet einen Schneesturm aus, in dem über 40 Menschen starben, viele von ihnen rund um den Thorong La. Seitdem verfolgen Guides die Wettermeldungen genau. Kommt eine Warnung, wartet die Gruppe einen Tag in Manang oder Dingboche, statt in den Sturm zu laufen. Für Touren über 5.000 Meter lohnt sich deshalb ein Reservetag.

Welche Touren im Oktober gehen

Fast alle. Der Everest Base Camp Trek, der Annapurna-Rundweg und der Manaslu-Rundweg sind jetzt in ihrer besten Zeit, ebenso Gipfel wie der Island Peak. Wer es ruhiger mag, weicht auf weniger bekannte Routen aus, etwa den Pikey-Peak-Trek in Solu, der auch im Oktober nie überlaufen ist. Und das Obere Mustang im Regenschatten ist im Oktober angenehm mild, bevor es dort im November richtig kalt wird.

Ausrüstung für den Oktober

Du brauchst Sommer und Winter zugleich. In den Tälern wanderst du im T-Shirt und mit Sonnenhut, über 4.000 Metern brauchst du abends eine Daunenjacke, Mütze und Handschuhe. Ein Schlafsack bis etwa minus 10 Grad reicht für die meisten Routen, für Nächte in Gorak Shep oder im Hochlager am Thorong La eher bis minus 15. Die Sonne brennt. Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, eine gute Sonnenbrille und Lippenpflege gehören ins Tagesgepäck. Die ganze Liste steht in unserer Packliste, und wie es danach weitergeht, liest du im Artikel zum Wetter im November.

Fragen

Häufige Fragen

Wie ist das Wetter in Nepal im Oktober?
Klar und stabil. Der Monsun ist meist in der ersten Oktoberwoche vorbei. In Kathmandu hat es tagsüber 24 bis 27 Grad und regnet nur an drei bis fünf Tagen im Monat. In Namche sind es in der Sonne 10 bis 15 Grad, in Dingboche und Lobuche nachts minus 5 bis minus 12 Grad.
Wie früh muss ich für Oktober buchen?
Am besten vier bis sechs Monate vorher. Der Oktober ist rund um den Everest, am Annapurna und am Manaslu der vollste Monat des Jahres. Lukla-Flüge sind lange im Voraus ausgebucht, und in Namche, Dingboche oder Manang sind die besseren Zimmer früh vergeben.
Gibt es im Oktober Stürme in Nepal?
Selten, aber ja. Ausläufer von Wirbelstürmen aus dem Golf von Bengalen bringen ab und zu zwei, drei Tage Regen und viel Neuschnee in der Höhe. 2014 löste der Zyklon Hudhud am Annapurna einen tödlichen Schneesturm aus. Bei einer Warnung wartet die Gruppe einen Tag, deshalb lohnt für Touren über 5.000 Meter ein Reservetag.

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