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Nepal Wetter im November: Temperaturen, Sicht und Trekking

Im November ist Nepal so trocken und klar wie sonst kaum im Jahr. Kathmandu hat tagsüber 21 bis 23 °C, in Lobuche und Gorak Shep fallen die Nächte auf minus 12 bis minus 18 °C. Was das für deinen Trek heißt, welche Feste du erlebst und was in den Rucksack gehört.

Zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2026 · Ajay Shrestha, Gründer & Geschäftsführung

Trekker fotografiert die Ama-Dablam-Bergkette im Morgenlicht der Everest-Region

Der November ist für viele Guides der beste Trekkingmonat des Jahres. Der letzte Monsunregen ist lange vorbei, die Luft ist trocken und staubfrei, und an den meisten Tagen steht vom Morgen bis zum Abend keine Wolke am Himmel. Regen ist selten. In Kathmandu auf rund 1.400 Metern hat es tagsüber 21 bis 23 Grad und nachts 7 bis 10 Grad. In Namche Bazaar auf 3.440 Metern sind es in der Sonne 6 bis 10 Grad, nachts minus 3 bis minus 8, und in Lobuche oder Gorak Shep fallen die Nächte auf minus 12 bis minus 18 Grad. Die Tage werden kürzer. Gegen 17 Uhr ist es in den Tälern schon dunkel, und die Kälte kommt mit dem Schatten.

Temperaturen im November auf einen Blick

OrtTagNacht
Kathmandu (1.400 m)21 bis 23 °C7 bis 10 °C
Pokhara (820 m)23 bis 25 °C
Chitwan (Terai)26 bis 28 °C
Namche Bazaar (3.440 m)6 bis 10 °C in der Sonneminus 3 bis minus 8 °C
Lobuche, Gorak Shepminus 12 bis minus 18 °C

Klarer, kälter, etwas ruhiger

Gegenüber dem Oktober ist der November einen Hauch kühler und deutlich stabiler. Wolken am Nachmittag gibt es seltener, Stürme aus dem Golf von Bengalen erreichen Nepal kaum noch, und die Fernsicht vom Kala Patthar oder vom Gokyo Ri ist oft die beste des Jahres. In der ersten Monatshälfte sind die großen Routen noch voll. Ab Mitte November wird es merklich ruhiger, Lukla-Flüge und Lodges sind leichter zu bekommen, und auf dem Weg nach Gorak Shep gehst du nicht mehr in einer langen Reihe. Wie der Monat ins Jahr passt, zeigt unser Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.

Kloster Tengboche mit der Ama Dablam
Das Kloster Tengboche mit der Ama Dablam.

Tihar und Mani Rimdu

Fällt Tihar in den November, erlebst du Nepal im Lichterglanz. Fünf Tage lang werden Krähen, Hunde und Kühe geehrt, Häuser mit Öllampen und Blumengirlanden geschmückt, und abends ziehen Kinder singend von Tür zu Tür. In Kathmandu ist das ein guter Grund, einen Tag länger zu bleiben. Im Khumbu feiern die Mönche von Tengboche meist im Oktober oder November das Mani-Rimdu-Fest mit Maskentänzen im Klosterhof, das genaue Datum richtet sich nach dem tibetischen Kalender. Wer es sehen will, plant den Everest-Panorama-Trek mit seiner Nacht in Tengboche passend dazu. Frag uns nach dem Termin.

Kathmandu, Pokhara und das Tiefland

In Kathmandu sind die Tage mild und sonnig, die Abende frisch, und eine Fleecejacke reicht. Pokhara hat 23 bis 25 Grad am Tag und meist einen klaren Blick auf den Machapuchare, vor allem früh am Morgen. Im Terai um Chitwan ist es mit 26 bis 28 Grad angenehm. Gute Zeit für Safaris. Das Gras ist niedriger als im Oktober, und gegen Ende des Monats liegt morgens oft dichter Nebel über den Flüssen, der sich bis zum Vormittag auflöst.

Im Hochgebirge

Über 4.000 Metern wird der November zum Monat der Kälte. Am Everest Base Camp auf 5.364 Metern liegt die Temperatur tagsüber selbst in der Sonne oft nur knapp über null, und sobald Wind aufkommt, fühlt sie sich weit tiefer an. Bäche und Wasserleitungen frieren nachts zu. Am Thorong La auf 5.416 Metern und an den Pässen Cho La und Renjo La kann gegen Ende des Monats der erste Schnee fallen, meist bleibt es aber trocken und gut begehbar. Im Oberen Mustang wird es ab Ende November sehr kalt, und manche Familien in Lo Manthang ziehen für den Winter in tiefere Orte.

Welche Touren im November gehen

Alle großen Routen. Der Everest Base Camp Trek und der Gokyo-Seen-Trek profitieren am meisten von der klaren Luft, der Annapurna-Rundweg ist bis Ende November meist problemlos. Für Einsteiger sind der Poon-Hill-Trek und der Everest-View-Trek ideal, weil sie unter 4.000 Metern bleiben und die Kälte dort gut auszuhalten ist. Gipfelbesteigungen wie der Island Peak gehen ebenfalls, nur der Gipfeltag ist deutlich kälter als im Frühjahr.

Ausrüstung für den November

Pack wärmer als für den Oktober. Für Routen über 4.000 Meter brauchst du einen Schlafsack bis mindestens minus 15 Grad, besser minus 20, eine dicke Daunenjacke, Merino- oder Fleecelagen, warme Handschuhe und eine Mütze für die Nacht. Die Luft ist sehr trocken. Lippenpflege, Feuchtigkeitscreme und ein Buff gegen den Staub auf den Wegen helfen mehr, als du denkst. Nachts kommt die Trinkflasche mit warmem Wasser in den Schlafsack, dann friert sie nicht ein und wärmt zugleich die Füße. Die ganze Liste steht in unserer Packliste, und wie es im Winter weitergeht, liest du im Artikel zum Wetter im Dezember.

Fragen

Häufige Fragen

Ist der November besser als der Oktober?
Für die Sicht oft ja. Der November ist etwas kühler, aber stabiler, Wolken am Nachmittag sind seltener, und die Fernsicht vom Kala Patthar oder vom Gokyo Ri ist oft die beste des Jahres. Ab Mitte November wird es ruhiger auf den Wegen. Dafür sind die Nächte in der Höhe kälter, also pack wärmer.
Wie kalt ist es im November am Everest Base Camp?
Tagsüber liegt die Temperatur am Base Camp auf 5.364 Metern selbst in der Sonne oft nur knapp über null, und bei Wind fühlt sie sich weit tiefer an. Nachts fallen die Temperaturen in Lobuche und Gorak Shep auf minus 12 bis minus 18 Grad. Ein Schlafsack bis minus 15 Grad, besser bis minus 20, ist Pflicht.
Wann feiert Tengboche das Mani-Rimdu-Fest?
Meist im Oktober oder November, das genaue Datum richtet sich nach dem tibetischen Mondkalender und wechselt jedes Jahr. Die Mönche führen im Klosterhof von Tengboche Maskentänze auf, und viele Sherpa aus dem Tal kommen dazu. Wer dabei sein will, fragt bei der Planung nach dem Termin.

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