10 Tage durch die Wüstenhochebene zur verbotenen Stadt Lo Manthang
Ober-Mustang-Trek
Zehn Tage über ein tibetisch geprägtes Wüstenplateau bis zur ummauerten Königsstadt Lo Manthang auf 3.840 m. Moderat im Gelände, außergewöhnlich in Kultur und Landschaft, und dank Regenschatten auch im Monsun bereisbar.
- Dauer
- 10 Tage
- Schwierigkeit
- Moderat
- Max. Höhe
- 3.840 m
- Gruppengröße
- 2–12 Personen
- Startpunkt
- Jomsom
- Preis ab
- 2.200 €
Der Ober-Mustang-Trek ist eine zehntägige Trekkingroute durch die Wüstenlandschaft des ehemaligen Königreichs Lo, mit Lo Manthang, der ummauerten früheren Hauptstadt, als höchstem Punkt auf 3.840 m. Du startest und endest in Jomsom, erreichbar per Kurzflug von Pokhara, und bewegst dich von dort über Kagbeni ins Sperrgebiet Ober-Mustang: ein Hochplateau aus rotem und ockerfarbenem Gestein, erodierten Klippen und verstreuten, tibetisch geprägten Dörfern. Bis 1992 durfte kein Ausländer diese Region betreten, das ehemalige Königreich blieb über Jahrhunderte politisch und kulturell von Tibet geprägt, nicht von Kathmandu. Diese Isolation ist bis heute spürbar: Ober-Mustang liegt im Regenschatten von Annapurna und Dhaulagiri und wirkt landschaftlich näher an der tibetischen Hochebene als an klassischem Himalaya-Trekking mit grünen Tälern und Gletscherblick. Der Schwierigkeitsgrad ist moderat, die Wege sind breit, oft Jeep-Pisten, und die Höhengewinne pro Tag fallen geringer aus als bei Pass-Treks wie dem Annapurna-Circuit. Wer stattdessen Wert auf kulturelle Tiefe, jahrhundertealte Klöster und ein außergewöhnliches Landschaftsbild legt, findet hier eine der eigenständigsten Trekkingrouten Nepals.
Warum diese Route – und für wen sie passt
Ober-Mustang eignet sich für zwei Arten von Reisenden besonders gut. Die erste Gruppe sucht die Kultur und Landschaft des tibetischen Hochplateaus, ohne dafür einen Hochpass über 5.000 m oder technisches Gelände in Kauf zu nehmen: breite Täler, sanfte Anstiege, Übernachtungen durchgehend in Teehäusern. Lehmhäuser, Gebetsfahnen im Wind, Chörten an jeder Wegkreuzung. Wer den Annapurna-Circuit oder das Everest-Basislager schon kennt und etwas grundlegend anderes sucht, findet in Lo Manthang, dem Königspalast und den jahrhundertealten Klöstern von Ghami und Charang, ein Ziel mit eigenem Charakter. Die zweite Gruppe sind Reisende, die während der Monsunmonate Juni bis August nach Nepal kommen und trotzdem trekken wollen. Während der Rest des Landes in Wolken und Regen versinkt, bleibt Ober-Mustang im Regenschatten trocken und meist wolkenfrei. Das macht die Region zu einer der wenigen verlässlichen Trekkingoptionen im nepalesischen Sommer. Hinzu kommt die Abgeschiedenheit selbst: Mit maximal zwölf Personen pro Gruppe und einem Permit-System, das die Besucherzahl begrenzt, bleiben die Dörfer und Klosteranlagen ruhig, ganz anders als die stark frequentierten Hauptrouten im Everest- oder Annapurna-Gebiet.
Route und Charakter
Der Trek beginnt in Kagbeni, dem Kontrollpunkt, an dem dein Sperrgebietspermit zum ersten Mal geprüft wird. Von hier führt die Route nordwärts durch ein zunehmend trockenes Tal, vorbei an Chele, Syangboche und Ghami, bis du nach sechs Tagen Lo Manthang erreichst: die ummauerte frühere Hauptstadt des Königreichs Lo, auf 3.840 m gelegen. Die Landschaft wechselt unterwegs von grünem Flusstal zu einer fast marsianischen Wüste aus rotem, ockerfarbenem und grauem Fels, in die über Jahrtausende Höhlensysteme und Erosionsformen geschnitten wurden, manche einst als Meditationskammern und Begräbnisstätten genutzt. Die Dörfer bestehen aus weiß getünchten, flachen Lehmhäusern im tibetischen Baustil, mit Klöstern, die teilweise über 500 Jahre alt sind. Lo Manthang öffnete erst 1992 für ausländische Trekker, bis dahin war das gesamte Gebiet politisch und touristisch abgeriegelt. Die Stadtmauer, der Königspalast und die vier Hauptklöster stammen im Kern aus dem 15. Jahrhundert und sind bis heute in Nutzung. Der Grundriss der Stadt ist bis heute nahezu unverändert: eine annähernd quadratische, geschlossene Lehmmauer mit einem einzigen Haupttor im Süden, dahinter ein dichtes Netz enger, teils überdachter Gassen, in deren Zentrum der fünfstöckige Königspalast liegt, flankiert von den vier großen Klöstern Jampa, Thubchen, Chodhe und Choprang. Schätzungsweise 150 Familien leben noch innerhalb der historischen Mauern, viele Häuser werden seit Generationen von denselben Sippen bewohnt. Die roten Klippen entlang der Route entstehen durch jahrtausendelange Wind- und Wassererosion weicher Sedimentschichten, manche Formationen ragen über 50 Meter auf und verändern ihre Farbe mit dem Tageslicht, von blassem Ocker am Morgen zu tiefem Rostrot in der Nachmittagssonne. Ein Muster, das dir schnell auffällt: der Wind. Am frühen Nachmittag frischt er auf dem offenen Plateau spürbar auf und kann Staub und Sand über weite Strecken tragen. Guides planen deshalb die meisten Gehstunden bewusst in den Vormittag, mit früher Ankunft in der jeweiligen Unterkunft, während der Nachmittag Zeit für Kloster- und Dorfbesichtigungen lässt.
Schwierigkeit und Anforderungen
Der Ober-Mustang-Trek gilt als moderat, eine Einstufung, die sich aus zwei Faktoren ergibt. Erstens bewegst du dich zwar durchgehend auf Höhen zwischen 2.800 m und 3.840 m, aber die täglichen Höhenunterschiede sind im Vergleich zu Treks mit Pass-Überquerungen gering, meist zwischen 300 und 500 Höhenmetern. Zweitens verläuft ein großer Teil der Strecke auf breiten Pfaden und teils befahrbaren Jeep-Pisten, nicht auf schmalen Bergsteigen oder Blockgelände. Schätzungsweise ein Drittel der Gesamtstrecke liegt direkt auf dieser Fahrpiste, die von Jeeps, Motorrädern und gelegentlichen Lastenträgern genutzt wird, während Guides wann immer möglich auf parallel verlaufende, schmalere und deutlich ruhigere Trampelpfade ausweichen. Der Nachmittagswind bestimmt dabei den gesamten Tagesablauf: Der Abmarsch liegt meist zwischen 7 und 8 Uhr morgens, mit dem Ziel, die Tagesetappe möglichst vor 13 Uhr abzuschließen, bevor der Wind an Stärke gewinnt und feinen Sand über das offene Gelände treibt. Wer moderate Kondition mitbringt und im Alltag regelmäßig geht oder wandert, kommt gut zurecht. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Region einfach zu bereisen ist: Ober-Mustang bleibt eine der abgelegensten Ecken Nepals, medizinische Versorgung ist rudimentär, Mobilfunk und Internet sind unterwegs unzuverlässig, und die Distanz zur nächsten größeren Stadt ist erheblich. Die tägliche Gehzeit liegt zwischen drei und sechs Stunden, meist am Vormittag, um dem Nachmittagswind zu entgehen. Ein Tag in Lo Manthang selbst ist als Kulturtag ohne größere Höhenanstiege eingeplant, mit Gelegenheit für einen optionalen Ausflug zu den Höhlensiedlungen von Chosar. Anders als beim Everest-Basislager oder dem Annapurna-Circuit erwartet dich hier keine echte Höhenkrankheits-Gefahrenzone über 4.000 m, trotzdem gilt: langsames Gehen, ausreichend trinken und auf Warnzeichen achten bleiben Grundregeln, gerade weil die nächste medizinische Hilfe in dieser Region weit entfernt ist.
Permits und Formalitäten für den Ober-Mustang-Trek
Ober-Mustang ist als Restricted Area eingestuft, ein Status, den nur wenige Regionen Nepals tragen. Das bedeutet: Du brauchst zwingend einen lizenzierten Trekkingguide, individuelles Trekking ohne Begleitung ist hier gesetzlich nicht erlaubt. Das Sperrgebietspermit wird pro Person und pro Tag berechnet, mit einem Mindestblock, und liegt damit deutlich über den Kosten eines Standard-Trekkingpermits. Genau das ist der Hauptgrund, warum der Ober-Mustang-Trek pro Tag teurer ist als vergleichbare Treks auf ähnlicher Höhe: Die Regierung begrenzt über den Permit-Preis bewusst den Besucherandrang und finanziert damit auch den Erhalt der historischen Bausubstanz in Lo Manthang. Zusätzlich zum Sperrgebietspermit benötigst du das reguläre Annapurna Conservation Area Permit (ACAP), da Ober-Mustang innerhalb der Annapurna Conservation Area liegt. Mehr zu Permit-Kategorien, Kosten und dem Unterschied zwischen TIMS und ACAP findest du in unserem Leitfaden zu Trekking-Permits. Wir organisieren beide Permits vollständig für dich, inklusive der nötigen Fotos und Formulare, sodass am Checkpoint in Kagbeni alles reibungslos abläuft.
Beste Reisezeit für den Ober-Mustang-Trek
März bis November funktioniert für den Ober-Mustang-Trek, ein Zeitraum, der deutlich weiter gefasst ist als bei fast jedem anderen Trek in Nepal. Der Grund liegt im Regenschatten von Annapurna und Dhaulagiri: Die Monsunwolken regnen sich an den Südhängen dieser Achttausender-Nachbarn ab, bevor sie Ober-Mustang erreichen, sodass die Region selbst in den Monaten Juni bis August trocken bleibt, während anderswo in Nepal Wege aufgeweicht, Flüsse angeschwollen und Fernsicht durch Wolken blockiert sind. Das macht Ober-Mustang zu einer der wenigen Regionen, die während des Monsuns zuverlässig bereisbar sind, mehr dazu in unserem Überblick zur besten Reisezeit für Nepal. Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) bringen zusätzlich klare Sicht auf die umliegenden Berge und mildere Temperaturen, gelten deshalb als die komfortabelsten Monate. Wichtig bleibt der Wind: Er tritt unabhängig von der Saison meist ab Mittag auf und ist im Frühling und Herbst tendenziell etwas stärker als im Sommer. Winter (Dezember bis Februar) ist zwar nicht gesperrt, aber Nachttemperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt und mögliche Schneefälle auf den höheren Streckenabschnitten machen diese Monate für die meisten Reisenden weniger geeignet.
Ausrüstung, die für diese Tour zählt
Staub und Wind prägen die Ausrüstungsliste für Ober-Mustang stärker als Kälte oder Nässe. Eine Schutzbrille oder zumindest eine robuste Sonnenbrille gegen aufgewirbelten Sand gehört ebenso dazu wie ein Buff oder Tuch, das du über Mund und Nase ziehen kannst, wenn der Nachmittagswind einsetzt. Die Höhenlage zwischen 2.800 m und 3.840 m bedeutet intensive UV-Strahlung, ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sowie Lippenpflege mit UV-Schutz sind hier keine Nebensache, sondern Alltag. Nächte fallen auf der Hochebene kühl aus, auch außerhalb des Winters, ein Schlafsack, der bis in den leichten Minusbereich ausgelegt ist, macht die Teehaus-Nächte deutlich angenehmer. Da warme Duschen und WLAN unterwegs nur eingeschränkt verfügbar sind, lohnt sich ein zusätzliches Mikrofaserhandtuch und eine Powerbank für die eigenen Geräte. Trekkingstöcke helfen auf den teils losen, kiesigen Abschnitten der Jeep-Pisten, sind aber nicht zwingend erforderlich wie bei technischerem Gelände. Eine vollständige, saisonunabhängige Packliste mit allen Details zu Schichten, Schuhwerk und Medizin senden wir dir als separaten Packlisten-Guide vor der Buchung zu.
Vergleich zu anderen Trekkingrouten
Der Annapurna-Rundweg liegt geografisch nicht weit entfernt, beide Routen bewegen sich innerhalb der Annapurna Conservation Area, unterscheiden sich aber grundlegend im Charakter. Der Annapurna-Rundweg führt durch grüne Täler, subtropische Wälder und über den Thorong La auf über 5.000 m, mit Blick auf Achttausender-Nachbarschaft und deutlich wechselhafteren Vegetationszonen. Ober-Mustang bleibt dagegen auf einer Hochebene, trocken, offen, kulturell tibetisch geprägt, ohne technischen Passübergang. Der Annapurna-Rundweg verlangt mehr Kondition und Höhenanpassung, Ober-Mustang verlangt mehr Sperrgebiets-Formalitäten und ein größeres Reisebudget durch den Permit-Preis. Der entscheidende Unterschied für die Planung liegt aber in der Jahreszeit. Während der Annapurna-Rundweg wie fast jeder andere Trek in Nepal während der Monsunmonate Juni bis August kaum empfehlenswert ist, wegen aufgeweichter Wege, Blutegel in den tieferen Waldabschnitten und praktisch nicht vorhandener Fernsicht, bleibt Ober-Mustang genau in diesem Zeitraum eine der verlässlichsten Optionen im ganzen Land. Für Reisende, die im Sommer nach Nepal kommen und trotzdem trekken wollen, ist das oft das entscheidende Argument für diese Route.
Der nächste Schritt
Gruppen für den Ober-Mustang-Trek starten mit zwei bis zwölf Personen, Preise beginnen bei 2.200 € pro Person, Einzelzimmerzuschlag 250 €. Unser Team in Kathmandu kümmert sich um Sperrgebietspermit, ACAP und den lizenzierten Guide, du bringst Zeit, moderate Kondition und Neugier auf eine der kulturell eigenständigsten Regionen Nepals mit. Schreib uns dein Wunschdatum, wir prüfen die Flugverfügbarkeit Pokhara–Jomsom und stellen dir einen Reiseplan zusammen, der zu deinem Zeitfenster passt, ob im Frühling, Herbst oder mitten im Monsun.
Impressionen
Bildergalerie
Tag für Tag
Reiseverlauf
- Tag1
Ankunft in Jomsom und Trek nach Kagbeni
Der Kurzflug von Pokhara nach Jomsom dauert etwa 20 Minuten und bringt dich auf 2.720 m mitten ins Kali-Gandaki-Tal, mit Dhaulagiri und Nilgiri sichtbar zu beiden Seiten. Von Jomsom aus folgst du dem breiten Flussbett des Kali Gandaki, dem tiefsten Flusstal der Welt, drei Gehstunden nordwärts bis Kagbeni. Das Dorf markiert die letzte Siedlung außerhalb des Sperrgebiets und gleichzeitig den Kontrollpunkt, an dem dein Ober-Mustang-Permit zum ersten Mal geprüft wird. Kagbeni selbst besteht aus engen Gassen zwischen Lehmhäusern, einem alten Kloster und Feldern, die sich grün vom trockenen Umland abheben. Der Nachmittag bleibt für die Permitkontrolle und einen ersten Rundgang durch das Dorf, bevor am nächsten Tag die eigentliche Wüstenlandschaft beginnt.
2.800 m3 Std. GehzeitTeahouse - Tag2
Kagbeni nach Chele: Eintritt ins Sperrgebiet
Ab Kagbeni, auf 2.800 m, betrittst du offiziell das Sperrgebiet Ober-Mustang, gekennzeichnet durch ein Tor mit Gebetsfahnen am Dorfrand. Der Weg folgt zunächst dem Flusstal, dann steigt er in mehreren Abschnitten an, vorbei an Tangbe mit seinen weißen Häusern und Apfelgärten, und weiter nach Chhuksang. Das Tal verengt sich zeitweise zu einer Schlucht, bevor es sich wieder öffnet und der Anstieg nach Chele beginnt, auf 3.050 m. Nach etwa fünf Gehstunden erreichst du das Dorf am späten Vormittag, rechtzeitig vor dem typischen Nachmittagswind, der ab dieser Höhe spürbar zunimmt. Die Landschaft hat sich unterwegs sichtbar verändert: von grünem Flusstal zu kargem, ockerfarbenem Fels mit vereinzelten Erosionstürmen.
3.050 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag3
Chele nach Syangboche über einen Passabschnitt
Der dritte Tag ist der anspruchsvollste der gesamten Route, mit rund sechs Gehstunden und zwei Passabschnitten, dem Taklam La auf etwa 3.624 m und kurz danach dem Dajori La auf rund 3.735 m. Der Weg führt zunächst steil aus Chele heraus, quert danach ein offenes Hochplateau mit Blick auf schneebedeckte Gipfel im Westen, und fällt anschließend wieder ab nach Samar für eine Mittagsrast an einem der wenigen Bachläufe der Etappe. Nach Samar führt der Pfad durch eine enge, von Wind und Wasser ausgewaschene Schlucht nahe dem Weiler Bhena, deren Felswände in warmen Rot- und Brauntönen aufragen, bevor sich das Gelände wieder zum offenen Plateau weitet. Am Nachmittag steigt die Route über den zweiten Pass erneut an, vorbei an vereinzelten Chörten und Gebetsfahnen, bis Syangboche erreicht ist. Der Wind setzt hier meist schon gegen Mittag ein, weshalb der Guide das Tempo am Vormittag bewusst hochhält. Syangboche selbst ist ein kleines Dorf mit wenigen Teehäusern, aber einem weiten Blick über das umliegende Hochplateau.
3.800 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag4
Syangboche nach Ghami durch die Chörten-Landschaft
Von Syangboche aus, auf etwa 3.800 m, führt der Weg zunächst über einen weiteren moderaten Passabschnitt, bevor er sich in Richtung Ghami senkt. Unterwegs passierst du eine der längsten Manimauern Nepals, eine mit Steintafeln und buddhistischen Mantras bedeckte Mauer, die sich über mehrere hundert Meter zieht. Die Landschaft bleibt trocken und offen, unterbrochen von tief eingeschnittenen Erosionsrinnen in Rot- und Ockertönen. Nach etwa fünf Gehstunden erreichst du Ghami, auf 3.520 m, eines der größeren Dörfer der Region mit einem alten Kloster und terrassierten Gerstenfeldern, die im Sommer auffällig grün gegen die umliegende Wüste stehen.
3.520 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag5
Ghami nach Charang, vorbei am größten Kloster der Region
Der Weg von Ghami nach Charang führt über sanftes, welliges Gelände mit vergleichsweise wenig Höhenunterschied, etwa vier Gehstunden. Unterwegs querst du trockene Seitentäler und passierst mehrere kleine Chörten-Gruppen, bevor sich am Horizont die Festung und das Kloster von Charang zeigen, das größte Kloster der gesamten Region. Charang liegt auf 3.560 m an einer tiefen Schlucht, mit einer alten Festungsruine, die einst zur Verteidigung des Königreichs Lo diente. Der Nachmittag reicht für eine Besichtigung des Klosterkomplexes mit seinen Wandmalereien und der angrenzenden Bibliothek historischer Manuskripte, bevor am nächsten Tag der letzte Anstieg nach Lo Manthang folgt.
3.560 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag6
Charang nach Lo Manthang: Ankunft in der ehemaligen Königsstadt
Von Charang aus überquerst du zunächst einen Passabschnitt, mit erstem Blick auf die Mauern von Lo Manthang in der Ferne. Der Abstieg führt auf die weite Ebene, auf der die Stadt liegt, umgeben von kahlem Hochland und fernen Sechstausendern am Horizont. Schon von der Passhöhe aus zeichnet sich die fast quadratische Form der Stadtmauer deutlich vor dem hellen Untergrund der Ebene ab, mit langen Reihen von Gebetsfahnen, die vom letzten Wegabschnitt bis zum sichtbaren Stadttor führen. Nach etwa vier Gehstunden erreichst du Lo Manthang, auf 3.840 m den höchsten Punkt der gesamten Route und die ehemalige Hauptstadt des Königreichs Lo. Die Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert umschließt bis heute enge Gassen, den ehemaligen Königspalast und vier Hauptklöster. Lo Manthang öffnete erst 1992 für ausländische Besucher, bis dahin blieb die Stadt vollständig abgeschottet. Der Rest des Tages bleibt für einen ersten Rundgang durch die engen Gassen.
3.840 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag7
Erkundungstag in Lo Manthang mit optionalem Ausflug nach Chosar
Der siebte Tag ist als Kulturtag ohne größeren Höhengewinn angelegt, mit optionalem Ausflug zu den Höhlensiedlungen von Chosar, etwa fünf Gehstunden hin und zurück. Die Höhlen wurden über Jahrhunderte in weiche Sedimentgesteine gegraben und dienten als Wohnraum, Meditationskammern und Begräbnisstätten, manche reichen mehrere Stockwerke in die Felswand hinein. Zurück in Lo Manthang besuchst du die vier Hauptklöster der Stadt, darunter das Thubchen-Kloster mit großformatigen Wandmalereien, sowie den ehemaligen Königspalast, der bis zur offiziellen Abschaffung der Monarchie 2008 noch bewohnt war. Der Tag lässt genug Zeit, durch die engen Gassen zu schlendern und mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen, bevor am nächsten Morgen der Rückweg beginnt.
3.840 m5 Std. GehzeitTeahouse - Tag8
Rückweg von Lo Manthang nach Ghami über eine alternative Route
Für den Rückweg wählt die Route häufig eine Alternative über das Dorf Dhi, um noch einmal neue Landschaftsabschnitte zu zeigen, mit insgesamt etwa sechs Gehstunden. Der Weg führt zunächst durch trockenes Hochland, quert dann ein tiefer eingeschnittenes Seitental des Kali Gandaki und steigt schließlich wieder Richtung Ghami auf 3.520 m an. Diese Variante zeigt zusätzliche Erosionsformationen und kleinere, weniger besuchte Weiler, die auf dem Hinweg nicht auf der Route lagen. Der Nachmittagswind ist auf diesem Abschnitt besonders spürbar, weshalb der überwiegende Teil der Strecke am Vormittag zurückgelegt wird. Übernachtung erneut in einem Teehaus in Ghami, mit Blick zurück auf die Berge, die du in den vergangenen Tagen durchquert hast.
3.520 m6 Std. GehzeitTeahouse - Tag9
Ghami nach Jomsom: Rückweg mit Jeep-Unterstützung
Der neunte Tag kombiniert Gehen und Jeep-Transport, um die lange Rückstrecke nach Jomsom an einem Tag zu bewältigen, mit etwa vier Gehstunden auf den landschaftlich interessantesten Abschnitten und Jeep-Fahrt auf den übrigen Teilstrecken. Ab Chhuksang übernimmt der Jeep den direkten Weg entlang des Kali Gandaki zurück nach Jomsom, auf 2.720 m. Diese Kombination ist in Ober-Mustang üblich und spart Zeit, ohne die Höhepunkte der Landschaft auszulassen. Am späten Nachmittag erreichst du Jomsom, mit warmer Dusche und besserem Mobilfunkempfang als in den vergangenen Tagen, ein deutlicher Kontrast zur Abgeschiedenheit von Lo Manthang. Der Abend bleibt zur freien Verfügung, mit Gelegenheit für ein gemeinsames Abschlussessen.
2.720 m4 Std. GehzeitTeahouse - Tag10
Rückflug von Jomsom nach Pokhara
Der Rückflug von Jomsom nach Pokhara dauert erneut rund 20 Minuten, planmäßig am frühen Morgen, da Wind am späten Vormittag die Flugbedingungen im Kali-Gandaki-Tal erschwert. In Pokhara, auf 827 m, erwarten dich deutlich wärmere Temperaturen, dichtere Vegetation und der Kontrast zur kargen Hochebene, die du in den vergangenen Tagen durchquert hast. Der Ober-Mustang-Trek endet hier offiziell, mit Zeit für ein Frühstück am Phewa-See und dem Ausblick auf die Annapurna-Kette, die du von Ober-Mustang aus nur von der trockenen Seite gesehen hast. Weiterreisen nach Kathmandu oder ein Ruhetag in Pokhara lassen sich flexibel anschließen.
827 m0 Std. GehzeitHotel
Kosten & Leistungen
Leistungen inklusive
- Inlandsflug Pokhara–Jomsom–Pokhara
- Vollpension in Teahouses/Lodges während des Treks
- Lizenzierter Trekkingguide (Pflicht im Sperrgebiet)
- Jeep- oder Pferdetransport auf Teilstrecken, wo üblich
- Alle Permits (Sperrgebietspermit, ACAP)
- Erste-Hilfe-Ausrüstung
Nicht inklusive
- Internationale Flüge
- Nepal-Visum
- Unterkunft/Verpflegung in Pokhara vor/nach dem Trek
- Persönliche Ausrüstung
- Trinkgelder
- Reiseversicherung
- Warme Duschen/WLAN unterwegs (in dieser abgelegenen Region begrenzt verfügbar)
Dokumente
Erforderliche Permits
- Upper Mustang Restricted Area Permit
- Annapurna Conservation Area Permit (ACAP)
Mehr zu Permits, Kosten und Beantragung findest du in unserem Ratgeber Trekking-Permits in Nepal (TIMS & ACAP).
Planung
Beste Reisezeit
Fragen
