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Nepal Wetter im April: Temperaturen, Rhododendron und Trekking

Im April steht Nepal in voller Blüte. Kathmandu hat tagsüber 27 bis 29 °C, die Rhododendronwälder zwischen 2.500 und 3.500 Metern leuchten rot, und am Everest Base Camp wächst die Zeltstadt der Expeditionen. Was das für deinen Trek heißt, wann die Gewitter kommen und was du einpacken solltest.

Zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2026 · Ajay Shrestha, Gründer & Geschäftsführung

Sonnenaufgang über der Annapurna-Kette vom Poon Hill aus gesehen

Der April ist der Höhepunkt des Frühlings. In den Tälern ist es warm, in der Höhe mild, und an den Hängen um Ghorepani, am Mardi Himal und im Langtang blüht der Rhododendron, Nepals Nationalblume, in Rot, Rosa und Weiß. In Kathmandu auf rund 1.400 Metern hat es tagsüber 27 bis 29 Grad und nachts 12 bis 14 Grad. In Namche Bazaar auf 3.440 Metern sind es in der Sonne 8 bis 14 Grad, nachts um null bis minus 5, und in Lobuche fallen die Nächte auf minus 8 bis minus 12 Grad. Deutlich milder als im Herbst. Dafür ist die Sicht etwas weniger klar, und am Nachmittag ziehen öfter Wolken auf.

Temperaturen im April auf einen Blick

OrtTagNacht
Kathmandu (1.400 m)27 bis 29 °C12 bis 14 °C
Pokhara (820 m)28 bis 30 °C
Chitwan (Terai)33 bis 36 °C
Namche Bazaar (3.440 m)8 bis 14 °C in der Sonneum null bis minus 5 °C
Lobuche (4.940 m)minus 8 bis minus 12 °C

Warum der April so beliebt ist

Warme Tage, blühende Wälder und lange Abende machen den April neben dem Oktober zum beliebtesten Trekkingmonat. Viele Routen sind voll. Am Everest kommen jetzt die Expeditionen an, und am Base Camp auf 5.364 Metern entsteht eine Zeltstadt mit Hunderten gelben Zelten, Küchen und Gebetsfahnen. Für Trekker ist das ein besonderer Anblick, den es im Herbst nicht gibt. Die Lukla-Flüge starten in der Hochsaison oft ab Manthali, mehr dazu im Artikel über Lukla-Flüge ab Manthali. Wie der Monat ins ganze Jahr passt, zeigt unser Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.

Menschenmenge um einen Festwagen vor den Pagoden von Bhaktapur
Bisket Jatra in Bhaktapur.

Neujahr und Bisket Jatra

Mitte April feiert Nepal Neujahr nach dem eigenen Kalender, dem Bikram Sambat, das dem westlichen um gut 56 Jahre voraus ist. In Bhaktapur fällt das Neujahr mit Bisket Jatra zusammen, einem mehrtägigen Fest, bei dem riesige hölzerne Wagen mit Götterfiguren durch die Gassen gezogen werden und die Stadtviertel um die Wette zerren. Wer Mitte April in Kathmandu ist, sollte einen Tag in Bhaktapur einplanen.

Kathmandu, Pokhara und das Tiefland

In Kathmandu ist es im April warm, und am späten Nachmittag gibt es immer öfter kurze, heftige Gewitter, manchmal mit Hagel, die die Luft danach angenehm abkühlen. Die Berge sind von der Stadt aus wegen des Dunsts selten zu sehen. Pokhara hat 28 bis 30 Grad und ist der Ort mit den meisten Frühlingsgewittern. Im Terai um Chitwan wird es mit 33 bis 36 Grad heiß, Safaris finden deshalb früh am Morgen oder am späten Nachmittag statt, und die Tiere halten sich nah am Wasser auf.

Im Hochgebirge

Oben ist der April die angenehmste Zeit des Jahres. Morgens ist es meist klar, mittags so warm, dass du im Fleece gehst, und am Nachmittag bilden sich Quellwolken, aus denen es über 4.000 Metern auch mal schneit. Darum starten Guides früh. Am Thorong La auf 5.416 Metern ist der Winterschnee jetzt meist weg, und die Pässe Cho La und Renjo La sind gut begehbar. Gegen Ende des Monats steigt die Luftfeuchtigkeit, und die ersten Vorboten des Monsuns kündigen sich an.

Welche Touren im April gehen

Alle. Für die Rhododendronblüte ist der Poon-Hill-Trek der Klassiker, mit Wäldern, die rund um Ghorepani in voller Farbe stehen. Der Everest Base Camp Trek ist jetzt am lebendigsten, weil du die Expeditionen am Basislager erlebst. Und der April ist die beste Zeit für Gipfel wie den Island Peak, weil die Gipfeltage wärmer und weniger windig sind als im Herbst. Mehr zur Wahl des Gipfels steht im Vergleich von Island Peak, Mera Peak und Lobuche East.

Ausrüstung für den April

Leichter als im Herbst. Ein Schlafsack bis minus 10 Grad reicht für die meisten Routen, für Nächte über 5.000 Metern eher bis minus 15. Anders als im Oktober brauchst du eine gute Regenjacke, weil die Nachmittagsgewitter in den Tälern und Schnee in der Höhe dich nass machen können, und eine Regenhülle für den Rucksack. Sonnenschutz zählt mehr denn je. Die ganze Liste steht in unserer Packliste. Und wenn du noch überlegst, ob du lieber im Herbst fährst, vergleich den April mit dem Wetter im Oktober.

Fragen

Häufige Fragen

Ist der April zu voll?
Neben dem Oktober ist der April der beliebteste Monat, und auf dem Everest Base Camp Trek und am Poon Hill sind viele Gruppen unterwegs. Lodges und Lukla-Flüge solltest du früh buchen. In der Hochsaison starten die Lukla-Flüge oft ab Manthali, rund vier bis fünf Stunden Fahrt von Kathmandu. Wer es ruhiger will, nimmt den März oder Routen wie den Pikey-Peak-Trek.
Wie oft gibt es im April Gewitter?
In den Tälern fast jeden späten Nachmittag, manchmal mit Hagel, danach ist die Luft angenehm kühl. Pokhara hat die meisten Frühlingsgewitter. Über 4.000 Metern bilden sich mittags Quellwolken, aus denen es auch schneien kann. Deshalb starten die Guides früh, damit ihr am Nachmittag am Ziel seid.
Warum ist der April gut für den Island Peak?
Die Gipfeltage sind im April wärmer und weniger windig als im Herbst, und am Base Camp herrscht durch die Everest-Expeditionen Leben. Der Schnee an der Gipfelwand ist meist gut zu begehen. Mehr zur Wahl zwischen Island Peak, Mera Peak und Lobuche East steht in unserem Vergleich der Trekkingpeaks.

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