Reisen Nepal
Trekkinggruppe auf dem Annapurna-Rundweg mit Blick auf die Annapurna-Kette

Trekking in der Annapurna-Region

Die Annapurna-Region westlich von Pokhara ist Nepals vielseitigstes Trekkinggebiet: subtropische Reisterrassen im Tal, Rhododendronwälder auf mittlerer Höhe und die karge Hochwüste um Manang und Muktinath oberhalb von 3.500 Metern, alles auf einer einzigen Route erreichbar. Die Annapurna-Kette selbst, mit der Annapurna I (8.091 m) als höchstem Punkt, prägt jede Etappe optisch. Anders als im Khumbu ist das Wegenetz dichter und die Teahouse-Infrastruktur noch etwas komfortabler, was die Region auch für kürzere Touren wie den Poon-Hill-Trek zugänglich macht.

Vier Touren, vier Charaktere

Wir bieten vier Routen in der Annapurna-Region an, die sich in Anforderung und Charakter deutlich unterscheiden. Der Poon-Hill-Trek ist mit fünf Tagen und einer Maximalhöhe von 3.210 Metern der kürzeste und leichteste Einstieg, ideal für Familien und Trekking-Einsteiger, und führt mitten durch die dichtesten Rhododendronwälder der Region. Der Annapurna Base Camp Trek bringt dich in zwölf Tagen bis ins Amphitheater aus Annapurna I, Hiunchuli und Machapuchare auf 4.130 Metern, moderat im Schwierigkeitsgrad und ohne hohen Passübergang. Der Annapurna-Rundweg ist mit 16 Tagen und dem Thorong-La-Pass auf 5.416 Metern die anspruchsvollste Standardroute der Region. Und der Tilicho-See-Trek zweigt vom Rundweg ab, führt zu einem der höchstgelegenen Seen der Welt und quert mit dem Mesokanto La auf 5.099 Metern eine deutlich einsamere Passvariante direkt nach Jomsom.

Landschaft und Klimazonen

Kaum eine andere Trekkingregion Nepals durchquert so viele Klimazonen auf so kurzer Strecke. Von den subtropischen Tälern bei Besisahar oder Nayapul, über gemäßigte Bergwälder mit Rhododendron und Eichen, bis zur trockenen Hochwüste im Regenschatten der Annapurna-Kette bei Manang und Muktinath, wo das Landschaftsbild dem tibetischen Hochplateau ähnelt: Diese Vielfalt ist der eigentliche Grund, warum die Annapurna-Region neben dem Khumbu die zweitmeist besuchte Trekkingregion Nepals ist.

Kultur entlang des Weges

Die Annapurna-Region ist ethnisch und religiös vielfältiger als das buddhistisch geprägte Khumbu. Im unteren Marsyangdi-Tal leben überwiegend hinduistische Gurung- und Magar-Gemeinschaften, während die höheren Dörfer um Manang und Muktinath tibetisch-buddhistisch geprägt sind. Muktinath selbst ist eine der bedeutendsten Pilgerstätten Nepals, heilig sowohl für Hindus als auch für Buddhisten, und ein fester Bestandteil des Annapurna-Rundwegs.

Ausgangspunkt Pokhara

Jede unserer vier Annapurna-Touren beginnt oder endet in Pokhara, Nepals zweitgrößter Stadt am Ufer des Phewa-Sees mit direktem Blick auf das Annapurna-Massiv. Anders als Kathmandu ist Pokhara entspannter und dient als natürlicher Ausgangspunkt für Permits, Ausrüstung und die letzte Akklimatisierung vor dem Trek.

Beste Reisezeit: März–Mai (Rhododendronblüte) und Oktober–November (klarste Sicht auf die Achttausender). Der Poon-Hill-Trek ist wegen seiner niedrigeren Höhe auch außerhalb dieser Fenster gut machbar.

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