Poon Hill, Mardi Himal oder Annapurna Base Camp? Drei Treks ab Pokhara im Vergleich
Alle drei starten in Pokhara, alle drei führen in die Annapurna-Region, und alle drei enden mit dem Blick auf den Machapuchare. Trotzdem sind es drei sehr verschiedene Touren. Eine leichte Runde mit Sonnenaufgang, ein steiler Grat und der lange Weg ins Basislager. Hier steht, welche zu dir passt.
Ajay ShresthaGründer & Geschäftsführung12. Oktober 2026
Pokhara ist der Ausgangspunkt für die meisten Treks in der Annapurna-Region, und drei davon kommen ohne lange Anreise aus. Der Poon-Hill-Trek dauert bei uns fünf Tage, der Mardi-Himal-Trek ebenfalls fünf, und der Annapurna Base Camp Trek zwölf Tage ab Kathmandu, davon neun zu Fuß. Gleich viele Tage heißt nicht gleich schwer. Poon Hill bleibt unter 3.300 Metern, am Mardi Himal stehst du auf 4.500 Metern, und das Annapurna Base Camp liegt auf 4.130 Metern mitten in einem Kessel aus Eis und Fels. Wer wenig Zeit hat, wählt zwischen den ersten beiden. Wer zwei Wochen hat, sollte über das Basislager nachdenken.
| Poon Hill | Mardi Himal | Annapurna Base Camp | |
|---|---|---|---|
| Dauer bei uns | 5 Tage ab Pokhara | 5 Tage ab Pokhara | 12 Tage ab Kathmandu |
| Höchster Punkt | Poon Hill, 3.210 m | Mardi Himal Base Camp, 4.500 m | Annapurna Base Camp, 4.130 m |
| Schwierigkeit | leicht | moderat | moderat |
| Längster Tag | rund 6 Stunden | rund 9 Stunden | rund 9 Stunden |
| Andrang | hoch in der Saison | mittel | hoch in der Saison |
| Preis ab | 450 € | 520 € | 1.150 € |
Poon Hill: der leichte Einstieg
Der Poon-Hill-Trek ist die kürzeste und leichteste der drei Touren. Von Nayapul geht es durch Dörfer der Magar und Gurung hinauf nach Ghorepani auf 2.860 Metern, unterwegs über die berühmte Steintreppe von Ulleri mit mehreren Tausend Stufen. Sie ist das Anstrengendste am ganzen Trek. Am dritten Morgen stehst du um halb fünf auf und steigst im Dunkeln eine Stunde zum Aussichtsturm auf dem Poon Hill auf 3.210 Metern. Bei klarem Himmel färbt die Sonne erst den Dhaulagiri und dann die ganze Annapurna-Kette rot. Im März und April blüht dazu der Rhododendron, mehr dazu im Artikel über die Rhododendronwälder der Annapurna. Danach geht es über Tadapani und Ghandruk zurück. Höhenkrankheit spielt auf dieser Höhe kaum eine Rolle, deshalb ist Poon Hill unsere erste Empfehlung für Familien und für alle, die noch nie in Nepal unterwegs waren.
Mardi Himal: der Grat unter dem Fischschwanz
Der Mardi-Himal-Trek führt von Kande durch dichten Rhododendronwald zum Forest Camp und dann auf einen langen Grasgrat, der direkt auf den Machapuchare zuläuft. Der heilige Berg mit seinem Fischschwanzgipfel darf nicht bestiegen werden, und vom Grat aus wirkt er zum Greifen nah. Ab dem High Camp auf 3.580 Metern bist du über der Baumgrenze. Der vierte Tag ist der härteste. Du brichst vor Sonnenaufgang auf, steigst bis zum Mardi Himal Base Camp auf 4.500 Metern und gehst am selben Tag hinunter bis zum Low Camp, rund neun Stunden zu Fuß. Am Grat ist der Weg schmal und an einigen Stellen ausgesetzt, und nach Schneefall oder bei Wind wird er ernst.
Der Trek ist kurz, aber er steigt schnell. In vier Tagen gehst du von Pokhara auf 820 Metern auf 4.500 Meter. Das spürst du. Die Teehäuser oben sind außerdem einfacher als am Poon Hill. Wer schon einmal in der Höhe gewandert ist und in wenigen Tagen ein großes Panorama sucht, ist hier richtig. Für Einsteiger ohne Erfahrung über 3.000 Metern ist Poon Hill die bessere Wahl.
Annapurna Base Camp: hinein in den Kessel
Der Annapurna Base Camp Trek ist die größte der drei Touren. Über Ghandruk und Chhomrong geht es ins Tal des Modi Khola, durch Bambus- und Rhododendronwald und dann in die enge Schlucht zwischen Hiunchuli und Machapuchare. Am Machapuchare Base Camp auf 3.700 Metern öffnet sich das Tal, und eine Etappe weiter stehst du im Annapurna Sanctuary, einem Kessel, um den Annapurna I, Annapurna South, Hiunchuli, Gangapurna und der Machapuchare stehen. Ein Amphitheater aus Eis. Dort zu übernachten und den Sonnenaufgang über der Südwand der Annapurna I zu sehen, ist mit nichts auf den kürzeren Treks zu vergleichen.
Der Aufstieg ist gleichmäßiger als am Mardi Himal, weil du dir sieben Tage für die Höhe nimmst. Im Frühjahr ist der Abschnitt zwischen Deurali und dem Machapuchare Base Camp lawinengefährdet, und nach starkem Schneefall wird er gesperrt. Unsere Guides entscheiden dort jeden Morgen neu. Mehr zum Vergleich mit der großen Runde steht im Artikel Annapurna-Rundweg oder Base Camp.
Unsere Empfehlung
Für Einsteiger, Familien und alle mit wenig Zeit ist der Poon-Hill-Trek das Richtige. Wer schon Erfahrung hat und in fünf Tagen so hoch und so nah an die Berge will wie möglich, nimmt den Mardi Himal. Kurz, steil, hoch. Das Annapurna Base Camp lohnt sich für alle, die gut eineinhalb Wochen für die Berge haben und lieber in die Berge hinein als auf sie schauen wollen. Die Saison ist dieselbe. Am besten gehst du im Oktober und November oder von März bis Mai, mehr dazu im Ratgeber zur besten Reisezeit für die Annapurna. Für alle drei brauchst du das ACAP-Permit und die TIMS-Karte, die wir über unsere Agentur besorgen, mehr dazu im Ratgeber zu den Permits. Und wer nach Poon Hill oder Mardi Himal noch Zeit hat, hängt die Rundreise durch Kathmandu, Pokhara und Chitwan an.
Fragen
Häufige Fragen
Welcher Trek ab Pokhara ist am leichtesten?
Wie schwer ist der Mardi-Himal-Trek?
Welche Permits brauche ich für Treks ab Pokhara?
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