WLAN und Strom in den Teehäusern: Kosten und Tipps auf dem EBC Trek
WLAN läuft auf dem Weg zum Everest Base Camp in den meisten Teehäusern über Everest Link, ein regionales Netz im ganzen Khumbu-Tal. Du zahlst pro Stunde oder Tag, und mit der Höhe wird es teurer. Was du erwarten kannst, warum Strom oben knapp wird und wie du dich vorbereitest.
Passang Dawa SherpaSenior Climbing Guide6. August 2026
Wer zum ersten Mal zum Everest Base Camp geht, ist oft überrascht, wie gut man unterwegs online bleibt. In fast jedem Teehaus zwischen Lukla und Gorak Shep gibt es WLAN, meist über Everest Link, ein regionales Netz, das eigens für das Khumbu-Tal gebaut wurde und über Dutzende Sendemasten entlang der Route funkt. Strom zum Laden von Handy, Kamera oder Powerbank gibt es auch fast überall. Beides kostet. Und beides wird mit jedem Höhenmeter teurer und unzuverlässiger.
Wie das WLAN funktioniert
Everest Link verbindet Sendemasten mit einer Satellitenanbindung und ist auf die abgelegene Bergregion zugeschnitten. In den meisten Teehäusern kaufst du eine Zugangskarte mit festem Datenvolumen oder zahlst an der Rezeption für Zeit, pro Stunde oder pro Tag. Nachrichten und Fotos klappen meist. Videoanrufe und große Uploads sind dagegen oft zu langsam oder brechen ab, vor allem wenn viele Trekker in derselben Lodge gleichzeitig online sind, und bei starkem Schneefall oder dichten Wolken wird das Signal zwischen den Masten zusätzlich schwächer. Manche Lodges haben außerdem ein eigenes kleines Netz, das nur im Haus funkt. Frag an der Rezeption.
Was WLAN und Strom kosten
Mit der Höhe steigen die Preise, aus demselben Grund wie beim Essen: Solarpanels, Ersatzteile und Technik müssen hinaufgetragen werden, und oben wird es schwerer, Strom zu erzeugen. In Lukla oder Namche Bazaar kostet eine Stunde WLAN wenig, über Dingboche oder Lobuche oft ein Mehrfaches. Laden kostet oft pro Gerät und Stunde. In den unteren Etappen laden manche Lodges für Gäste mit Vollpension kostenlos. Weiter oben immer seltener.
Plane einen groben Tagesbetrag ein, für die letzten Tage vor dem Base Camp deutlich mehr. Nimm Bargeld in kleinen Scheinen mit, weil viele Lodges außerhalb von Namche Bazaar keine Karten nehmen und in abgelegenen Orten das Wechselgeld knapp ist. Rupien für WLAN, Laden und Snacks besorgst du am besten in Lukla oder Namche, wo es noch Geldautomaten gibt. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Geld und Währung in Nepal, und mit welchen Zusatzkosten du insgesamt rechnen solltest, steht in Lohnt sich der Everest Base Camp Trek?.
Warum Strom oben knapp wird
Die meisten Lodges im oberen Khumbu erzeugen Strom mit Solarpanels, in tieferen Dörfern teils mit kleinen Wasserkraftanlagen. Beides liefert nur begrenzt Strom, den sich die ganze Lodge teilt, und an bewölkten Tagen wird es noch weniger, was du an Ladezeiten und WLAN direkt merkst. Am knappsten ist es in den höchsten Lodges wie in Gorak Shep, wo es keine Wasserkraft gibt und die Sonne nicht zuverlässig scheint. Deshalb kostet Laden dort am meisten, und das WLAN fällt am häufigsten aus. Manche Guides tragen selbst eine große Powerbank mit und helfen damit aus.
Was du erwarten kannst
Eine kurze Nachricht nach Hause klappt fast überall. Ein Videoanruf ist weiter oben die Ausnahme. Fotos gehen meist durch, bei großen Dateien oder mehreren Bildern aber mit Geduld, und Apps mit automatisch startenden Videos lässt du in der Höhe besser zu, weil sie Volumen fressen und die knappe Verbindung belasten. Bei schlechtem Wetter oder voller Lodge kann das Netz auch ganz ausfallen. Das ist hier normal. Sag deiner Familie vor der Abreise, dass Antworten unterwegs mal ein, zwei Tage dauern können, dann macht sich niemand unnötig Sorgen.
Tipps für Akku und Verbindung
Am meisten bringt eine Powerbank mit hoher Kapazität. Lade sie und deine Geräte in den unteren, günstigen Etappen voll, nicht erst, wenn der Akku leer ist. Ein Solarladegerät ist eine nette Ergänzung, ersetzt die Powerbank aber nicht, weil die Sonne auf dem Trail nicht verlässlich scheint. Willst du sicher erreichbar sein, kauf vorab eine lokale SIM-Karte mit Datenpaket als zweite Verbindung neben dem Lodge-WLAN, wie das geht, steht in unserem Ratgeber zu SIM-Karte und Internet in Nepal. Ein Zipbeutel oder eine kleine wasserdichte Hülle schützt Handy und Powerbank bei Schnee und Regen. Und schau öfter auf die Berge als aufs Display.
Notfallkommunikation ohne WLAN
Im Notfall verlassen wir uns nicht auf WLAN oder Mobilfunk. Unsere Guides haben auf der ganzen Route Funkgeräte oder Satellitentelefone dabei, die unabhängig von Everest Link funktionieren und auch dann eine Verbindung ins Tal herstellen, wenn das Netz ausfällt. Fürs Chatten sind sie nicht da. Aber fällt das Teehaus-WLAN aus, ist eure Gruppe trotzdem nicht von der Außenwelt abgeschnitten. Route und Ablauf findest du beim Everest Base Camp Trek, und wie das Teehaus im Vergleich zum Zeltcamp abschneidet, im Artikel Teehaus oder Zelt.
Fragen
Häufige Fragen
Gibt es auf dem EBC Trek WLAN?
Kann ich in den Lodges mein Handy laden?
Wie erreicht der Guide im Notfall Hilfe ohne Netz?
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