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SIM-Karte und Internet in Nepal: dein Guide für die ganze Reise

Eine nepalesische SIM-Karte von Ntc oder Ncell bekommst du direkt am Flughafen Kathmandu oder in der Stadt, mit Reisepass und Passfoto. In Kathmandu und Pokhara ist das Netz stabil, auf dem Trek wird es mit der Höhe langsamer, teurer und unzuverlässiger.

Zuletzt aktualisiert am 7. August 2026 · Passang Dawa Sherpa, Senior Climbing Guide

Morgenstimmung in Kathmandu, Ausgangspunkt jeder Nepal-Reise

Mit einer nepalesischen SIM-Karte bist du auf der Reise am einfachsten online. Sie ist viel günstiger als Roaming und gleich nach der Ankunft eingerichtet. Zwei Anbieter. Ntc, auch Namaste genannt und in Staatsbesitz, und Ncell, der private Anbieter, betreiben beide landesweite Netze, die je nach Region unterschiedlich gut abdecken. Wie gut deine Verbindung ist, hängt am Ende aber vor allem an Höhe und Abgelegenheit deines Standorts.

SIM-Karte bei der Ankunft

Am Flughafen Tribhuvan in Kathmandu stehen direkt hinter der Gepäckausgabe Schalter von Ntc und Ncell. Das dauert Minuten. Beide Anbieter verkaufen auch an vielen Stellen in Kathmandu und Pokhara, oft etwas günstiger als am Flughafen, dafür musst du suchen.

Zur Registrierung brauchst du den Reisepass im Original. Dazu meist ein Passfoto und oft eine Kopie der Passseite. Für ausländische SIM-Karten ist das in Nepal normal, und ein Passfoto hast du für die Permits ohnehin dabei. SIM-Karte und erstes Datenpaket kosten umgerechnet ein paar Euro, und weil sich die Tarife gelegentlich ändern, vergleichst du kurz am Schalter.

Prüf vor der Reise, ob dein Smartphone entsperrt ist und fremde SIM-Karten annimmt, sonst nützt dir auch die günstigste Karte am Flughafen nichts. Ncell deckt Kathmandu, Pokhara und viele der viel begangenen Trekkingrouten gut ab, Ntc hat in manchen abgelegenen Bergregionen das verlässlichere Netz, und wenn du deine Region schon kennst, sag es am Schalter.

Affe am Swayambhunath mit Blick über Kathmandu
Blick vom Swayambhunath über Kathmandu.

Kathmandu und Pokhara

Hier läuft alles. Das Netz ist meist so zuverlässig wie in anderen asiatischen Großstädten, mit Karten, Nachrichten, Fotos und in den meisten Vierteln auch Videoanrufen, ohne dass ständig etwas abbricht. Die meisten Hotels und Gästehäuser haben dazu kostenloses WLAN, also merkst du vor und nach dem Trek kaum Einschränkungen. Ab hier wird es mit jedem Kilometer Richtung Berge schwächer, und ein Bergdorf auf 4.000 Metern hat ein ganz anderes Netz als Kathmandu.

Auf dem Trek: knapper und teurer

Sobald du die Städte verlässt, wird das Netz von Ntc und Ncell dünner, und in den höheren Tälern fällt es oft ganz aus. Dort springen an den Hauptrouten meist lokale WLAN-Netze ein, von den Teehäusern selbst oder regionalen Betreibern, bezahlt pro Stunde oder pro Tag, und je höher und abgelegener das Dorf, desto teurer. Das ist auf fast jeder höheren Trekkingroute in Nepal so, von der Everest-Region bis zum Annapurna-Rundweg. Wie das auf dem Weg zum Everest Base Camp konkret aussieht und was es kostet, steht in unserem Artikel über WLAN und Strom in den Teehäusern.

Was du erwarten kannst

Für Textnachrichten, ab und zu ein Foto oder eine kurze Sprachnachricht reicht die Verbindung in den meisten Teehäusern, mit Geduld. Video eher nicht. Rechne also nicht damit, unterwegs regelmäßig zu telefonieren oder große Dateien zu schicken. Brauchst du während des ganzen Treks berufliche Erreichbarkeit, denk schon bei der Wahl von Route und Reisezeit daran.

Auch für die Familie zu Hause hilft eine realistische Erwartung. Statt des täglichen Videoanrufs klappt meist ein kurzer Status oder ein Foto am Tag, besonders über 4.000 Metern. Guides und Teehausbesitzer kennen das. Wie wir im Notfall auch ohne Netz erreichbar sind, steht in unserem Ratgeber zur Sicherheit in Nepal.

Offline vorbereiten

Lade dir die Karten für deine Route offline herunter, bevor du Kathmandu oder Pokhara verlässt, dann findest du dich auch ohne Netz zurecht. Für die Abende in den Teehäusern lohnen sich Musik, Podcasts, Hörbücher oder Serien, die du vorher speicherst, denn Streaming ist weiter oben meist unmöglich. Und die Powerbank. Weiter oben kostet Laden oft Geld und dauert wegen knapper Solar- oder Generatorleistung länger, also lad sie in der Stadt voll. Was sonst noch mitkommt, steht in unserer Packliste für Trekking in Nepal.

Fragen

Häufige Fragen

Welcher Anbieter ist besser, Ntc oder Ncell?
Ncell deckt Kathmandu, Pokhara und viele der viel begangenen Trekkingrouten gut ab, Ntc hat in manchen abgelegenen Bergregionen das verlässlichere Netz. Beide Karten kosten nur ein paar Euro. Wenn du deine Route schon kennst, sag es am Schalter, dann bekommst du den passenden Rat.
Gibt es auf dem Trek Internet?
In vielen Lodges gibt es WLAN, in der Everest-Region etwa über Everest Link mit Karten, die du stunden- oder tageweise kaufst. Mobilfunk reicht in tieferen Dörfern oft, weiter oben wird er dünn oder fällt aus. Rechne über 4.000 Metern mit langen Phasen ohne Verbindung. Unsere Guides haben für Notfälle Funkgeräte oder Satellitentelefone dabei.
Was brauche ich, um eine SIM-Karte zu kaufen?
Deinen Reisepass mit Visum und ein Passfoto, das am Schalter oft auch direkt gemacht wird. Am Flughafen Tribhuvan gibt es Stände direkt im Ankunftsbereich, und in Thamel findest du viele Läden. Die Registrierung dauert ein paar Minuten, danach lädst du ein Datenpaket auf.