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Geld & Währung in Nepal: Dein Praxis-Guide fürs Trekking

In Nepal zahlst du mit der Nepalesischen Rupie (NPR). Verlässliche Geldautomaten gibt es nur in Kathmandu, Pokhara und Namche Bazaar, also hebst du vor dem Trek genug Bargeld ab.

Zuletzt aktualisiert am 6. August 2026 · Passang Dawa Sherpa, Senior Climbing Guide

Lokale Bäckerei in Kathmandu, wo im Alltag mit Nepalesischen Rupien bezahlt wird

Die Währung: Nepalesische Rupie (NPR)

Bezahlt wird in Nepal mit der Nepalesischen Rupie. Euro oder US-Dollar bringst du in bar mit, damit zahlen kannst du aber nur ausnahmsweise bei einzelnen touristischen Anbietern in Kathmandu. Auf dem Trek brauchst du Rupien. Den Wechselkurs nennen wir hier nicht, weil er sich laufend ändert. Tausch so viel, wie du für die ganze Reise brauchst, bevor du Kathmandu Richtung Berge verlässt.

Geld wechseln: Flughafen oder Thamel?

Thamel. Am Flughafen in Kathmandu gibt es Schalter für den ersten Bedarf, etwa für das Taxi ins Hotel, aber die Kurse sind spürbar schlechter als in den lizenzierten Wechselstuben im Touristenviertel Thamel, wo du als unser Gast die ersten Nächte ohnehin wohnst. Euro und US-Dollar tauschst du problemlos, kleinere Währungen oft zu schlechteren Kursen. Bring möglichst unbeschädigte Scheine ohne starke Knicke mit, denn eingerissene Noten werden häufig abgelehnt. Für das Visum bei Ankunft zahlst du am Flughafen in bar oder mit Karte, mehr dazu in unserem Ratgeber zum Nepal-Visum.

Geldautomaten im Trekkinggebiet

Zuverlässige Geldautomaten gibt es in Kathmandu, Pokhara und in Namche Bazaar, dem letzten größeren Ort auf dem Weg zum Everest Base Camp. Weiter oben gibt es meist keine mehr. Und wo doch einer steht, ist er oft kaputt oder leer. Heb deshalb vor dem Start so viel ab, wie du für die ganze Route und alle privaten Ausgaben brauchst.

Kreditkarten

Größere Hotels und Restaurants in Kathmandu und Pokhara nehmen Kreditkarten, oft gegen Gebühr. Auf dem Trek zählt nur Bargeld. Sobald du im Trekkinggebiet bist, hilft dir die Karte kaum noch.

Tagesbudget auf dem Trek

Das meiste ist bezahlt. Unterkunft, Vollpension und alle Permits stecken bei uns im Tourpreis. Bargeld brauchst du für die Extras: Softdrinks und Bier, WLAN, Akku laden, Snacks und die heiße Dusche am Abend. Dafür verlangen die Lodges Aufpreise, und die steigen mit jeder Höhenstufe, weil jede Cola und jeder Liter Warmwasser von Trägern, Yaks oder per Hubschrauber nach oben kommt. Je nach Konsum ist das pro Tag ein kleiner bis mittlerer Betrag, am meisten in den hohen, abgelegenen Etappen. Rechne für einen zweiwöchigen Trek insgesamt mit 150 bis 300 Euro, wie in Lohnt sich der Everest Base Camp Trek? aufgeschlüsselt.

Warum Extras oben so teuer sind

Namche Bazaar liegt auf 3.440 Metern, und schon dort kostet eine Cola spürbar mehr als in Kathmandu. Oberhalb von Lukla gibt es keine befahrbaren Straßen. Alles, was eine Lodge verkauft, trägt ein Träger auf dem Rücken oder ein Yak oder Zopkyo, eine Kreuzung aus Yak und Rind, nach oben, und nur ausnahmsweise kommt es per Hubschrauber. Das kostet Zeit und Arbeit, und genau das zahlst du an der Theke. In Gorak Shep, kurz vor dem Base Camp, kostet eine Flasche Wasser oder Cola ein Vielfaches des Preises in Kathmandu. Die Dusche auch. Ihr Wasser wird mit Gas oder Holz erhitzt, das denselben Weg hinter sich hat, und das WLAN läuft weiter oben oft über Satellit, was im Betrieb viel teurer ist als eine Leitung im Tal. Wie das im Detail aussieht, beschreibt unser Artikel über WLAN und Strom in den Teehäusern.

Trinkgeld für Guides und Porter

Trinkgeld ist in Nepal freiwillig, und trotzdem geben es fast alle Gäste, weil Guides und Träger nur in zwei kurzen Saisons Arbeit haben. Als Richtwert gelten fünf bis zehn Prozent des gesamten Reisepreises, einmal für die ganze Crew und am letzten Tag übergeben. Wie viel du gibst, entscheidest du selbst. Mehr dazu im Ratgeber zum Trinkgeld in Nepal und im Kostenüberblick für eine Nepal-Reise.

Geld für Notfälle

Ungeplante Zwischenstopps sind beim Trekking in Nepal häufiger, als viele denken. Der Rückflug von Lukla nach Kathmandu fällt bei schlechtem Wetter regelmäßig aus oder verschiebt sich um Tage, wie unser Ratgeber zur Sicherheit in Nepal beschreibt. Eine zusätzliche Nacht in Lukla oder Kathmandu kostet Unterkunft und Essen, die du nicht eingeplant hattest. Nimm deshalb einen Bargeldpuffer über deinen Tagesbedarf hinaus mit. Im besten Fall rührst du ihn nicht an. Auch ein kaputtes Ausrüstungsteil, ein letzter Einkauf in Kathmandu oder ein Souvenir lassen sich so entspannter bezahlen, und weil es außerhalb von Kathmandu, Pokhara und Namche kaum Automaten gibt, kannst du diesen Puffer unterwegs nicht nachholen.

Fragen

Häufige Fragen

Kann ich in Nepal mit Euro oder US-Dollar bezahlen?
In der Regel nicht. Bezahlt wird in Nepal mit der Nepalesischen Rupie (NPR), Euro und US-Dollar tauschst du vorher in einer Wechselstube um. Nur vereinzelte touristische Betriebe in Kathmandu akzeptieren Fremdwährung, auf dem Trek brauchst du in jedem Fall Rupien.
Wie viel Bargeld sollte ich für den Trek mitnehmen?
So viel, wie du für die gesamte Trekkingdauer und deine persönlichen Extras wie WLAN, Snacks, Getränke und heiße Dusche brauchst, plus einen zusätzlichen Puffer für Unvorhergesehenes. Da es außerhalb von Kathmandu, Pokhara und Namche Bazaar keine zuverlässigen Geldautomaten gibt, hebst du dein Bargeld am besten vollständig vor dem Trekkingstart ab.
Ist Trinkgeld für Guide und Porter in Nepal Pflicht?
Nein, Trinkgeld ist freiwillig. Fast alle Gäste geben es trotzdem, weil Guides und Träger nur in zwei kurzen Saisons Arbeit haben. Üblich sind fünf bis zehn Prozent des Reisepreises für die ganze Crew, einmal am letzten Tag.
Warum sind Cola, WLAN und heiße Dusche in höher gelegenen Lodges teurer als weiter unten?
Weil oberhalb von Lukla keine befahrbaren Straßen mehr existieren. Alles, was eine Lodge verkauft, muss per Träger, Yak oder Zopkyo den Berg hinaufgetragen werden, und auch das Wasser für die heiße Dusche wird meist mit mühsam transportiertem Gas oder Feuerholz erhitzt. Dieser Transportaufwand steigt mit Höhe und Abgeschiedenheit und schlägt sich direkt im Preis nieder.
Was mache ich, wenn sich mein Rückflug ab Lukla verzögert und mir das Bargeld knapp wird?
Genau für diesen Fall solltest du von vornherein einen Bargeldpuffer einplanen. Lukla-Flüge fallen bei schlechtem Wetter regelmäßig aus oder verschieben sich um mehrere Tage, und für eine zusätzliche Nacht in Lukla oder Kathmandu brauchst du zusätzliches Bargeld, das sich unterwegs kaum nachträglich beschaffen lässt, da Geldautomaten dort fehlen.

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