Nepal in zwei Wochen: vier Reiserouten für 14 Tage
Zwei Wochen sind für Nepal knapp, aber genug, wenn du dich entscheidest. Entweder du siehst viel vom Land und gehst nur ein paar Tage zu Fuß, oder du gehst einen großen Trek und siehst dafür wenig anderes. Hier sind vier Routen, die in 14 Tagen funktionieren, mit Puffer für Flüge und Wetter.
Ajay ShresthaGründer & Geschäftsführung12. Oktober 2026
Rechne zuerst die Anreise ab. Von Deutschland bist du mit einem Umstieg 15 bis 20 Stunden unterwegs und landest meist am Nachmittag oder Abend in Kathmandu, und am Ende brauchst du einen halben Tag für den Rückflug. Von 14 Tagen bleiben also gut zwölf. Dazu kommt das Wetter. Flüge nach Lukla fallen an manchen Tagen aus, Straßen in den Bergen sind nach Regen gesperrt, und wer seinen Plan ohne Puffer baut, verpasst am Ende den Heimflug. Wie du dahin kommst, steht im Ratgeber zum Flug nach Nepal. Und dann die Grundfrage. Willst du möglichst viel sehen oder einmal richtig in die Berge?
Route 1: Kultur, Berge und Dschungel
Wer Nepal zum ersten Mal besucht und alles ein bisschen sehen will, nimmt diese Route. Drei Tage im Kathmandu-Tal mit Kathmandu, Patan und Bhaktapur, eine Nacht in Nagarkot für den Sonnenaufgang über dem Himalaya und eine im Bergdorf Bandipur. Dann vier Tage zu Fuß von Pokhara auf den Poon Hill auf 3.210 Metern, ein freier Tag am Phewa-See und zwei Nächte im Chitwan-Nationalpark mit Safari. Genau so ist unsere Nepal-Höhepunkte-Rundreise gebaut. Sie ist die ausgewogenste der vier Routen. Höhenkrankheit spielt keine Rolle, und Fitness brauchst du nur für die vier Wandertage.
Route 2: Everest Base Camp
Wer in zwei Wochen zum Everest will, schafft das knapp. Unser Everest Base Camp Kurztrek dauert zwölf Tage von Kathmandu bis Kathmandu, mit Flug nach Lukla, einem Akklimatisierungstag in Namche Bazaar und dem Kala Patthar auf 5.545 Metern. Die zwei übrigen Tage sind dein Puffer für ausgefallene Lukla-Flüge. Nutzt du sie nicht, verbringst du sie in Kathmandu oder Bhaktapur. Knapp wird es nur, wenn das Wetter mehrere Tage lang nicht mitspielt, und was dann passiert, steht im Artikel über gestrichene Lukla-Flüge. Mehr Zeit für die Höhe hast du auf dem klassischen 15-tägigen Trek, für den du eine dritte Woche brauchst.
Route 3: Annapurna Base Camp
Der Annapurna Base Camp Trek dauert ebenfalls zwölf Tage ab Kathmandu und kommt ohne Inlandsflug aus. Du fährst nach Pokhara, gehst über Ghandruk und Chhomrong ins Annapurna Sanctuary auf 4.130 Metern und schläfst dort, umgeben von Annapurna I, Hiunchuli und Machapuchare. Weil keine Flüge ausfallen können, ist die Route verlässlicher als Everest. Mit den zwei freien Tagen hängst du einen Tag in Pokhara und einen im Kathmandu-Tal an. Den Vergleich mit dem Rundweg findest du im Artikel Annapurna-Rundweg oder Base Camp.
Route 4: Everest-Blick und Chitwan
Für alle, die den Everest sehen, aber nicht ins Basislager wollen, und danach noch Tiere und Wärme suchen. Der Everest-Panorama-Trek dauert neun Tage, führt bis Tengboche auf 3.860 Metern und zeigt dir vom Everest View Hotel bei Namche den höchsten Berg der Welt. Danach bleiben fünf Tage. Zwei davon in Chitwan, einer in Bhaktapur oder Patan und zwei als Puffer, falls der Rückflug aus Lukla sich verschiebt. Die Route ist leichter als die Basislager-Treks und verbindet trotzdem Himalaya und Tiefland.
Was kosten zwei Wochen Nepal?
Rechne mit dem Flug, der Tour und ein paar Nebenkosten. Hin und zurück in der Economy kostet der Flug ab Deutschland meist 700 bis 1.100 Euro, mehr dazu im Ratgeber zum Flug nach Nepal. Die Tour selbst liegt bei uns je nach Route zwischen rund 1.100 und 2.000 Euro. Der Everest-Panorama-Trek kostet ab 1.090 Euro, der Annapurna Base Camp Trek ab 1.150 Euro, der Everest Base Camp Kurztrek ab 1.690 Euro und die Nepal-Höhepunkte-Rundreise ab 1.990 Euro. Dazu kommen das Visum, eine Reiseversicherung mit Bergrettung, Getränke, WLAN und Duschen in den Lodges und am Ende das Trinkgeld, üblich sind 5 bis 10 Prozent des Reisepreises. Eine genaue Aufstellung steht im Ratgeber zu den Kosten einer Nepal-Reise.
Welche Route passt zu dir
Zum ersten Mal in Nepal, mit Lust auf Kultur? Route 1. Einmal im Leben am Fuß des Everest stehen? Route 2, mit dem Wissen, dass der Puffer knapp ist. Große Berge ohne Flugrisiko? Route 3. Und wer Everest sehen und trotzdem nicht jeden Tag über 4.000 Metern schlafen will, nimmt Route 4. Alle vier gehen am besten im Oktober und November oder von März bis Mai, mehr dazu im Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal. Was eine Reise insgesamt kostet, steht im Artikel zu den Kosten einer Nepal-Reise. Schreib uns, wenn du eine eigene Kombination planen willst.
Fragen
Häufige Fragen
Reichen zwei Wochen für das Everest Base Camp?
Welche Route ist ohne Flugrisiko?
Wie viel kosten zwei Wochen Nepal?
Passende Tour
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