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Sperrgebiete in Nepal: Restricted Areas, Permits und Regeln seit 2026

Für Sperrgebiete wie das Obere Mustang, Manaslu oder Dolpo brauchst du ein Restricted Area Permit, einen lizenzierten Guide und eine registrierte Agentur. Seit dem 22. März 2026 darfst du mit Guide auch allein hinein.

Zuletzt aktualisiert am 29. Oktober 2026 · Passang Dawa Sherpa, Senior Climbing Guide

Erosionslandschaft und Lehmhäuser im Oberen Mustang

Sperrgebiete, auf Englisch Restricted Areas, sind Regionen in Nepal, für die du eine Sondergenehmigung des Department of Immigration brauchst, das Restricted Area Permit (RAP). Die meisten liegen an der Grenze zu Tibet. Nepal will dort den Zugang kontrollieren und Dörfer schützen, deren Kultur sich lange abgeschottet entwickelt hat. Das RAP stellt nur eine registrierte Trekkingagentur aus, und unterwegs begleitet dich immer ein lizenzierter Guide. Seit dem 22. März 2026 darfst du aber auch allein in ein Sperrgebiet.

Welche Gebiete sind Sperrgebiete?

Die bekanntesten Sperrgebiete für Trekker sind diese. Dazu kommen kleinere Gebiete in abgelegenen Distrikten im Westen und Osten, die nur wenige Trekker besuchen.

SperrgebietLageBei uns
Oberes MustangDistrikt Mustang, nördlich von Kagbeni bis zur tibetischen GrenzeUpper-Mustang-Trek
ManasluDistrikt Gorkha, Budhi-Gandaki-Tal bis zum Larkya LaManaslu-Rundweg
Tsum-TalDistrikt Gorkha, Seitental der Manaslu-Regionkein festes Programm
Nar PhuDistrikt Manang, Seitental am Annapurna-Rundwegkein festes Programm
Oberes und Unteres DolpoDistrikt Dolpa, Westnepalkein festes Programm
KanchenjungaDistrikt Taplejung, Ostnepalkein festes Programm
Humla und Limi-TalDistrikt Humla, Nordwesten an der Grenze zu Tibetkein festes Programm

Ob ein Weg ins Sperrgebiet führt, sagt der Name der Region allein nicht. Der Annapurna-Rundweg ist offen, das Seitental nach Nar Phu nicht. Unteres Mustang bis Kagbeni ist offen, dahinter beginnt das Sperrgebiet.

Was du für ein Sperrgebiet brauchst

Für jedes Sperrgebiet brauchst du drei Dinge. Das RAP selbst. Einen lizenzierten Guide, den eine registrierte Agentur stellt. Und einen festen Reisezeitraum, denn das Permit gilt nur für die beantragten Daten und die angemeldeten Personen. Nachlösen am Checkpoint geht nicht.

Dazu kommt je nach Gebiet das Permit des Schutzgebiets oder Nationalparks, durch den die Route führt. Im Oberen Mustang und in Nar Phu ist das ACAP, weil beide in der Annapurna Conservation Area liegen, und am Manaslu sind es das MCAP und für den letzten Abschnitt ebenfalls das ACAP. Was die einzelnen Genehmigungen bedeuten, steht im Ratgeber zu den Trekking-Permits in Nepal.

Die Regel seit März 2026: allein mit Guide

Bis März 2026 gab es das RAP nur für Gruppen von mindestens zwei Trekkern, und wer allein reiste, musste einen Partner finden oder auf das Sperrgebiet verzichten. Seit dem 22. März 2026 stellt das Department of Immigration das RAP auch für eine einzelne Person aus. Die Bedingungen bleiben: ein lizenzierter Guide und ein Antrag über eine registrierte Agentur.

Allein heißt also nicht ohne Begleitung. Du gehst mit einem privaten Guide oder schließt dich einer Kleingruppe an. Warum Nepal die Guide-Pflicht auch in den meisten offenen Regionen vorschreibt, erklärt der Ratgeber Trekking in Nepal ohne Guide?.

Was ein Sperrgebiet kostet

Die RAP-Gebühren liegen deutlich über denen offener Regionen. Sie hängen vom Gebiet, von der Aufenthaltsdauer und oft von der Saison ab. Im Oberen Mustang gibt es einen festen Betrag für die ersten zehn Tage und danach einen Tagessatz, am Manaslu ist der Herbst teurer als die ruhigeren Monate. Die Gebühren ändern sich immer wieder. Deshalb nennen wir die aktuellen Beträge in deinem Angebot und nicht hier.

Welches Sperrgebiet passt zu dir?

Oberes Mustang ist das Sperrgebiet mit der geringsten Höhe und dem einfachsten Gelände. Es liegt im Regenschatten des Himalaya und lässt sich deshalb auch im Sommer gut bereisen. Ziel ist Lo Manthang. Die alte Hauptstadt des Königreichs Lo feiert im Frühjahr das Tiji-Festival.

Manaslu ist ein vollwertiger Hochgebirgstrek um den achthöchsten Berg der Welt, mit dem Larkya La als höchstem Punkt, und wie das Permit dort genau funktioniert, steht im Beitrag Sperrgebiet Manaslu. Das Tsum-Tal zweigt vom Manaslu-Rundweg ab und lässt sich mit ihm verbinden. Nar Phu ist ein kurzer, wilder Abstecher vom Annapurna-Rundweg.

Dolpo und Kanchenjunga sind lang, abgelegen und logistisch aufwendig. Sie eignen sich für Trekker, die schon mehrere Touren in Nepal hinter sich haben und auf einfache Unterkünfte und lange Anreisen vorbereitet sind.