Reisen Nepal

Reisewissen

Nepal Wetter im Januar: Temperaturen, Kälte und Trekking

Der Januar ist Nepals kältester Monat. In Kathmandu hat es tagsüber 18 bis 19 °C und nachts kaum über null, in Lobuche fallen die Nächte auf minus 20 °C. Dafür ist die Sicht oft klar, und die Wege sind leer. Welche Touren jetzt sinnvoll sind und was du brauchst.

Zuletzt aktualisiert am 12. Oktober 2026 · Ajay Shrestha, Gründer & Geschäftsführung

Verschneiter Wegabschnitt auf dem Everest Base Camp Trek im Winter

Im Januar ist in Nepal Winter. Die Tage sind meist sonnig und trocken, die Nächte lang und kalt. In Kathmandu auf rund 1.400 Metern hat es tagsüber 18 bis 19 Grad und nachts 1 bis 3 Grad, an klaren Morgen auch Frost. In Namche Bazaar auf 3.440 Metern sind es tagsüber in der Sonne um 5 Grad und nachts minus 10 bis minus 15. Weiter oben wird es hart. In Lobuche und Gorak Shep fallen die Nächte auf minus 20 Grad und tiefer, und der Wind macht es gefühlt noch kälter. Schnee fällt vor allem bei Kaltlufteinbrüchen aus dem Westen, dann oft für ein, zwei Tage kräftig.

Temperaturen im Januar auf einen Blick

OrtTagNacht
Kathmandu (1.400 m)18 bis 19 °C1 bis 3 °C
Pokhara (820 m)19 bis 21 °C
Chitwan (Terai)22 bis 24 °C7 bis 9 °C
Namche Bazaar (3.440 m)um 5 °C in der Sonneminus 10 bis minus 15 °C
Lobuche, Gorak Shepminus 20 °C und kälter

Ruhig und klar

Der Januar ist Nebensaison. Die Lodges sind leer, die Lukla-Flüge leicht zu bekommen, und an Aussichtspunkten wie dem Poon Hill stehst du manchmal fast allein. Die Sicht ist an den meisten Tagen gut, weil die Luft trocken ist. Oben schließen dafür einige Lodges. In sehr hohen Orten wie Gorak Shep oder am Thorong-La-Hochlager haben im Januar nur wenige Häuser offen, und manche Besitzer verbringen den Winter in Kathmandu. Wie der Monat ins ganze Jahr passt, zeigt unser Ratgeber zur besten Reisezeit für Nepal.

Feste im Januar

Mitte Januar feiert Nepal Maghe Sankranti, das Ende der kältesten Zeit nach dem Hindukalender. Familien essen Sesamsüßigkeiten, Süßkartoffeln und Ghee, und an den Flüssen nehmen Pilger ein rituelles Bad. Je nach Mondkalender fällt Sonam Losar, das Neujahr der Tamang, in den Januar oder Februar, mit Tänzen und Musik in den Dörfern rund um Kathmandu.

Kathmandu, Pokhara und das Tiefland

In Kathmandu sind die Tage angenehm, sobald die Sonne über die Hügel steigt, und morgens liegt oft Dunst über dem Tal. Die Hotels sind kaum geheizt. Nimm eine warme Jacke für die Abende mit. Pokhara ist mit 19 bis 21 Grad am Tag milder. Im Terai um Chitwan hat es tagsüber 22 bis 24 Grad, aber morgens hängt dichter Nebel über Feldern und Flüssen, oft bis zum späten Vormittag, und die Nächte sind mit 7 bis 9 Grad kühler, als viele erwarten.

Trekker im verschneiten Aufstieg im Hochgebirge
Im Januar liegt oben Schnee.

Welche Touren im Januar gehen

Am besten tiefere Routen. Der Poon-Hill-Trek bleibt unter 3.300 Metern und hat im Januar klare Morgen mit Blick auf Dhaulagiri und Annapurna. Der Everest-View-Trek geht bis Namche und zum Everest View Hotel, wo die Kälte noch gut auszuhalten ist. Auch die Rundreise durch Kathmandu, Pokhara und Chitwan ist im Januar angenehm. Der Everest Base Camp Trek ist möglich, aber nur für Erfahrene mit sehr guter Ausrüstung, und Pässe wie Thorong La, Cho La oder Renjo La sind nach Schneefall oft nicht begehbar. Mehr dazu im Artikel EBC Trek im Winter.

Ausrüstung für den Januar

Wärme geht vor. Für Routen bis 3.500 Meter brauchst du einen Schlafsack bis minus 10 Grad, für höhere Routen bis minus 20 Grad oder tiefer, dazu eine dicke Daunenjacke, Daunenhose oder warme Fleecehose für die Abende, dicke Handschuhe und eine Mütze. In den Lodges sitzt man abends am Ofen, die Zimmer sind eiskalt. Eine Wärmflasche aus Nalgene mit heißem Wasser hilft. Die ganze Liste steht in unserer Packliste, und wie es im Februar weitergeht, liest du im Artikel zum Wetter im Februar.

Fragen

Häufige Fragen

Kann man im Januar zum Everest Base Camp?
Ja, aber nur mit Erfahrung und sehr warmer Ausrüstung. In Lobuche und Gorak Shep fallen die Nächte auf minus 20 Grad und tiefer, der Wind macht es gefühlt noch kälter, und manche Lodges in den hohen Orten haben im Winter geschlossen. Für die meisten Gäste passen der Poon-Hill-Trek oder der Everest-View-Trek im Januar besser, weil sie unter 4.000 Metern bleiben.
Welche Feste fallen in den Januar?
Mitte Januar feiert Nepal Maghe Sankranti, das Ende der kältesten Zeit nach dem Hindukalender, mit Sesamsüßigkeiten, Süßkartoffeln und einem rituellen Bad an den Flüssen. Je nach Mondkalender fällt auch Sonam Losar, das Neujahr der Tamang, in den Januar oder Februar. Dann gibt es Tänze und Musik in den Dörfern rund um Kathmandu und große Zeremonien in Boudhanath.
Sind die Lodges im Januar geöffnet?
In den tieferen Dörfern und in Namche Bazaar ja. In sehr hohen Orten wie Gorak Shep oder am Hochlager des Thorong La haben im Januar nur wenige Häuser offen, und manche Besitzer verbringen den Winter in Kathmandu. Dein Guide plant die Etappen so, dass ihr immer eine offene Lodge erreicht. Die Zimmer sind kalt, abends sitzen alle am Ofen im Speiseraum.

Weiterlesen

Betroffene Touren

Weiterlesen

Mehr zu diesen Touren