Reisewissen
Trinkgeld in Nepal: Wie viel für Guide und Träger?
Trinkgeld ist in Nepal freiwillig, und trotzdem geben es fast alle, weil Guides und Träger nur zwei kurze Saisons im Jahr Arbeit haben. Hier steht, wie viel üblich ist, wann du es übergibst und was in Restaurants und Hotels gilt.
Zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2026 · Ajay Shrestha, Gründer & Geschäftsführung
Warum Trinkgeld in Nepal zählt
Trinkgeld ist in Nepal freiwillig. Fast jeder Gast gibt es trotzdem am Ende des Treks, und der Grund ist einfach. Guides und Träger arbeiten in zwei kurzen Saisons, von März bis Mai und von Oktober bis Dezember, und in den Monaten dazwischen gibt es kaum Arbeit. Im Monsun bleiben die Lodges leer. Was die Crew im Herbst verdient, muss oft bis zum Frühjahr reichen, und dabei hilft das Trinkgeld spürbar. Bei uns sind Löhne, Versicherung und Ausrüstung der Crew fest im Reisepreis enthalten, das Trinkgeld kommt freiwillig dazu. Wie wir unsere Träger bezahlen, steht im Artikel über faire Bezahlung für Porter.
Wie viel ist üblich?
Als Orientierung gelten fünf bis zehn Prozent des gesamten Reisepreises. Das reicht. Kostet deine Tour 1.500 Euro, sind das 75 bis 150 Euro, bei einem Trek für 2.400 Euro entsprechend 120 bis 240 Euro. Diesen Betrag gibst du einmal für die ganze Crew, also für Guide und Träger zusammen, und einen Tagessatz gibt es dabei nicht. Wie viel es am Ende wird, entscheidest du allein. Warst du sehr zufrieden, darf es mehr sein. Ist unterwegs etwas schiefgelaufen, sprich lieber direkt mit uns, damit wir es klären können.
Wann und wie du es übergibst
Am letzten Tag. Meist sitzt ihr am letzten Abend, oft in Lukla, Pokhara oder Jomsom, mit der ganzen Crew beim Essen zusammen, und das ist der richtige Moment. Viele Gäste stecken das Geld in Umschläge, einen für jede Person, und übergeben sie persönlich, damit jeder seinen Anteil direkt in die Hand bekommt. In Gruppen legt ihr zusammen. Verteile vorher nichts, sonst gibt es unterwegs Unruhe in der Crew.
Am besten zahlst du in nepalesischen Rupien. Euro und US-Dollar werden auch genommen, aber nur in sauberen, ungerissenen Scheinen, und die Crew muss sie dann wechseln. Heb das Geld schon in Kathmandu oder Pokhara ab, denn im Khumbu gibt es nur in Lukla und Namche Geldautomaten, und die sind oft leer. Mehr dazu im Ratgeber zu Geld und Währung in Nepal.
Rundreisen und Gipfelbesteigungen
Auf einer Rundreise wie unserer Tour durch Kathmandu, Pokhara und Chitwan gilt dieselbe Faustregel, für Reiseleiter und Fahrer zusammen und ebenfalls am letzten Tag. Bei einer Gipfelbesteigung wie dem Island Peak bekommt der Climbing Sherpa, der dich am Seil führt, oft einen etwas größeren Teil, weil am Berg die meiste Verantwortung auf ihm liegt. Die Aufteilung ist deine Sache.
Restaurants, Hotels und Taxis
In vielen Restaurants in Kathmandu und Pokhara steht schon ein Service Charge von zehn Prozent auf der Rechnung, oft zusammen mit 13 Prozent Mehrwertsteuer. Dann musst du nichts dazugeben. Steht keiner drauf, sind fünf bis zehn Prozent ein guter Wert. In einfachen Imbissen und Teestuben gibt man meist nichts, rundet aber gern auf.
Im Hotel freut sich der Gepäckträger über 100 bis 200 Rupien. Taxifahrer erwarten nichts. In den Teehäusern auf dem Trek gibst du ebenfalls kein Trinkgeld, weil Unterkunft und Essen über uns laufen und du dort nur bezahlst, was du zusätzlich bestellst, etwa Getränke, eine heiße Dusche oder das Aufladen deines Handys.
Was du nicht tun solltest
Kein Geld für Kinder. Auch keine Süßigkeiten, weil das sie ans Betteln gewöhnt und manche vom Schulbesuch abhält, und wer helfen will, spendet besser an eine Schule oder ein Projekt vor Ort. Dein Guide kennt gute Adressen.
Wie viel ist angemessen?
Trinkgeld ist freiwillig, und fünf bis zehn Prozent des Reisepreises sind ein guter Richtwert. Du gibst es einmal, am letzten Tag, am besten in Rupien und persönlich. Die meisten Gäste geben gern, weil sie gesehen haben, wie viel ihre Crew jeden Tag schleppt, kocht und organisiert, und weil sie wissen, wie kurz die Saison ist. Was eine Nepal-Reise insgesamt kostet, zeigt unser Kostenüberblick.
Fragen
Häufige Fragen
Wann gebe ich das Trinkgeld?
In welcher Währung gebe ich Trinkgeld?
Bekommen Träger und Guide gleich viel?
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Betroffene Touren
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10 Tage zwischen Tempelstädten, dem Bergpanorama am Phewa-See und einer Dschungel-Safari im Chitwan-Nationalpark, ganz ohne mehrtägiges Wandern.
Everest Base Camp Trek
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Annapurna Base Camp Trek
Der Annapurna Base Camp Trek führt dich in 12 Tagen von Pokhara durch Rhododendronwälder und Bambusdschungel bis ins Amphitheater des Basislagers auf 4.130 Metern, umgeben von Annapurna I, Hiunchuli und Machapuchare. Moderat, ohne Technik, ab 1.150 €.
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